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16.02.2017 | Konsumentenkredit | Nachricht | Onlineartikel

Verbraucher wollen Aufklärung bei Restschuldversicherungen

Autor:
Eva-Susanne Krah

Restkreditversicherungen zur Absicherung von Konsumentendarlehen kommen bei deutschen Verbrauchern gut an. Doch es könnten mehr sein, wie eine Studie zeigt.

In den Jahren 2015 bis 2015 wurden laut einer Verbraucherstudie der HHL Leipzig Graduate School of Management in Deutschland insgesamt 44,8 Millionen Konsumentendarlehen neu abgeschlossen. Rund ein Viertel davon waren über eine Restkreditversicherung abgesichert. Meist wird diese bei Darlehen für hochwertige Güter, beispielsweise Fahrzeuge oder andere Konsumgüter, in Zusammenarbeit mit Versicherungspartnern der Geldhäuser im Kreditvertrag angedockt. Bei den untersuchten Krediten konnte die Ausfallrate laut der Studie durch eine Restkreditversicherung um 0,37 Prozent gesenkt werden. 

Doch es könnten noch mehr Policen sein. 14 Prozent der Kunden gaben beispielsweise an, dass sie keine solche Versicherung bei einem Kredit abgeschlossen hätten, weil sie davon ausgehen, dass die Kredite nicht notleidend werden. Doch: "Bezogen auf die 44,8 Millionen Kredite, die zwischen 2010 und 2015 neu abgeschlossenen wurden, hätten theoretisch 120.000 Ausfälle vermieden werden können", rechnet Dr. Claudia Lehmann, Executive Director der Handelshochschule Leipzig, vor. Andere Verbraucher begründen es vor allem mit fehlenden Kenntnissen über das Produkt und mit Kostenaspekten, dass eine Restschuldversicherung für sie nicht infrage kam.

Kunden sind zufrieden

Die Kunden, die eine Restschuldversicherung besitzen, sind laut der Studie in der Regel zufrieden mit der Beratung und der Abwicklung. Dennoch wünschen sie sich mehr Aufklärung durch ihre vermittelnde Bank, digitale Angebote sowie eine flexiblere Ausgestaltung, beispielsweise durch eine Entkoppelung von den Kreditmodalitäten. 

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