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09.05.2019 | Konsumentenkredit | Infografik | Onlineartikel

Trotz sinkender Ausgaben mehr Konsumentenkredite

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

2018 vergaben die auf Kredite spezialisierten Banken neue Darlehen im Wert von 58,6 Milliarden Euro an Konsumenten. Auch die Zahl der Unternehmensfinanzierungen stieg mit 16,1 Milliarden Euro um 4,2 Prozent.

Insgesamt finanzierten die 52 Mitgliedsinstitute laut des Bankenfachverbands mehr als 1,9 Millionen Kraftfahrzeuge sowie weitere private und gewerbliche Investitionen vom Tablet bis zur Produktionsmaschine. Allerdings verweist der Verband auf einen Rückgang bei den Konsumausgaben. So hätten die Privathaushalte in Deutschland nur rund einen Prozent mehr ausgegeben und damit weniger als in den drei Vorjahren. Über Ausfälle können die Institute allerdings nicht klagen. Rund 98 Prozent der Konsumkredite zahlen die Verbraucher ordnungsgemäß zurück, heißt es weiter.  

Knapp die Hälfte aller Kredite flossen in die Finanzierung von Kraftfahrzeugen, insbesondere Pkw. "Während sich die gewerblichen Kfz-Kredite auf Vorjahresniveau entwickelten, gab es bei privaten Kfz-Finanzierungen ein klares Plus", konstatierte Verbandschef Jan W. Wagner. Ebenfalls eine ordentliche Wachstumsrate verzeichnen Kredite per Mausklick. Ihre Zahl kletterte 2018 um 12,9 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet der Verband aufgrund der "guten Lage am Arbeitsmarkt" einen wachsenden Kreditbedarf auch für größere Investitionen wie etwa eine neue Küche.

Mehr Transparenz bei Restkreditversicherung

Um im Bereich der Restkreditversicherung (RKV) für mehr Transparenz zu sorgen, hat der Bankenfachverband Anfang 2019 die Initiative "RKV pro Verbraucher" gegründet. Bereits die Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD verlangt seit Februar 2018 von Banken besser über Restkreditpolicen zu informieren. Nun soll ein Punktekatalog die Verbraucherfreundlichkeit verbessern. "Wichtig ist, dass die Restkreditversicherung als effektives Mittel zur Überschuldungsprävention erhalten bleibt", erläuterte Wagner.

Wie Bankmagazin-Autor Stefan Terliesner im Beitrag "Für Banken sinnvoll, für den Kunden weniger" der Oktober-Ausgabe schreibt, haben 28 Prozent aller Ratenkreditnehmer eine solche Restkreditversicherung. "60 Prozent davon sind mit dieser Entscheidung äußerst zufrieden." Kritik an Policen dieser Art üben vor allem Verbraucherschützer. Laut Terliesner habe eine Vergleichsplattform für einen Musterkunden festgestellt, dass die Absicherung tatsächlich zu Mehrkosten von bis zu 34 Prozent geführt habe. "Die Alternative, eine normale Risikolebensversicherung, bringt je nach Darlehenslaufzeit eine Ersparnis von 66 bis 73 Prozent", so der Autor.


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01.10.2018 | Vertrieb | Ausgabe 10/2018

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