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30.10.2017 | Konsumentenkredit | Nachricht | Onlineartikel

Jeder vierte Verbraucherkredit wird online abgeschlossen

Autor:
Barbara Bocks

Deutsche Verbraucher haben 2017 zwar weniger Finanzierungen abgeschlossen als im Vorjahr, aber der Online-Anteil steigt weiter. Ein beliebtes Statussymbol hat bei den Ratenkrediten weiter die Nase vorn.

73 Prozent aller Verbraucherkredite in Deutschland werden weiterhin persönlich vor Ort abgeschlossen, die restlichen 27 Prozent dieser Ratenkredite online. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das Markforschungsinstitut Gfk für den Bankenfachverband durchgeführt hat. Der Anteil an Online-Ratenkrediten hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr von 25 auf 27 Prozent erhöht. Dabei recherchiert jeder Dritte der Befragten für seinen Kredit laut der Studie auf einer Bankenseite im Internet, jeder Fünfte auf Portalen und ein Zehntel der Befragten auf sonstigen Websites. Bisher nutzt noch kein Befragter eine App, um einen Kredit aufzunehmen. Aber 26 Prozent greifen auf Apps zurück, um ihre Online-Banking-Transaktionen durchzuführen. Im Jahr 2012 gaben dies lediglich fünf Prozent der Verbraucher an. Eine Kreditaufnahme über ihr Smartphone können sich aktuell wie im Vorjahr sieben Prozent der Verbraucher vorstellen. 36 Prozent der Befragten aus der Gfk-Studie nutzen derzeit eine Finanzierung.

Vor allem Ratenkredite sind mit 27 Prozent noch vor Dispositionskrediten mit einem Anteil von 14 Prozent gefragt, um Konsumgüter zu finanzieren. 47 Prozent ihrer Darlehen schließen Verbraucher direkt über ein Kreditinstitut ab. Die Verteilung der Kreditformen zeigt die nachfolgende Gfk-Grafik:

Grafik Ratenkredite GFK © GFK Marktforschung/Bankenfachverband

Ein Viertel der Kredite wird für Automobilfinanzierungen genutzt und kommt über den jeweiligen Autohändler der Herstellermarken zustande, ein Fünftel schließt direkt im Einzel-/ oder Versandhandelsbereich eine Finanzierung ab. Am beliebtesten sind Gebrauchtwagenkredite: 32 Prozent der Befragten finanzieren einen solchen Wagen per Kredit, und mit 26 Prozent, mehr als jeder Vierte, einen Neuwagen. Im Jahr 2017 nutzen insgesamt 64 Prozent der Befragten einen Kredit, das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Weiter anziehende Nachfrage nach Verbraucherdarlehen

Das muss allerdings nicht zwangsläufig so bleiben. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2017 rechnen die Institute im Euroraum mit einer weiter anziehenden Nachfrage nach Firmendarlehen, Krediten für Immobilienkäufe sowie Verbraucherdarlehen. Das geht aus der vierteljährlichen Befragung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu ihrer Kreditvergabe hervor. An der Erhebung beteiligten sich diesmal 141 Institute in Europa, darunter 33 deutsche Geldhäuser.

Die Fintech Group hat laut eigenen Angaben bereits im Jahr 2016 eine Kreditoffensive gestartet, um Kunden vollbesicherte und flexible Darlehen zu günstigen Zinsen zu gewähren. "Wir werden das Volumen weiterhin ausbauen und damit die Nachfrage nach Krediten bedienen", erklärt Frank Niehage, CEO der Fintech Group. "Wir begrüßen es, wenn die ultralockere EZB-Geldpolitik endet, das kann jedoch nur ein erster Schritt sein", so Niehage weiter. "Die Einlagen der Banken bei der EZB werden immer noch mit einem Strafzins von -0,4 Prozent belastet". Das habe aber laut Niehage nicht dazu geführt, dass nennenswert mehr Kreditgeschäft in der Finanzindustrie entstanden ist. 

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01.10.2017 | Bankwirtschaft | Ausgabe 10/2017

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Quelle:
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