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Über dieses Buch

Alexander Bantz untersucht, ob Informationen der IFRS-Finanzberichterstattung für die Gestaltung wertorientierter Kennzahlen bei einer Konvergenz im Allgemeinen und im Speziellen bei Fair Value-Bilanzierung geeignet sind. Er zeigt Möglichkeiten und Grenzen Fair Value-basierter wertorientierter Kennzahlen auf und entkräftet wesentliche bei Konvergenzüberlegungen geäußerte Kritikpunkte. Dazu analysiert er, ob hinsichtlich der mit wertorientierten Kennzahlen und Informationen der IFRS-Finanzberichterstattung verfolgten Rechnungszwecke und der daran anknüpfenden Anforderungen Konvergenzpotenzial zu erkennen ist. Zudem wird anhand verschiedener Szenarien das Konvergenzpotenzial der Fair Value-Bilanzierung unter besonderer Berücksichtigung der Regelungen des IFRS 13 im Hinblick auf die Verhaltenssteuerung bei Investitionsentscheidungen untersucht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Problemstellung

Spätestens seit Mitte der 1990er-Jahre findet sich in der deutschen betriebswirtschaftlichen Literatur eine Diskussion zur Vereinheitlichung von Informationen der externen Finanzberichterstattung und den für interne Zwecke verwendeten Informationen. Als Ausgangspunkt der Diskussion wird vielfach der Beitrag von Ziegler genannt, welcher entsprechende Vereinheitlichungsbestrebungen bei der Siemens AG beschreibt. Das Erscheinen dieses „provokanten“ Beitrags, der die bis dahin übliche Trennung in internes und externes Rechnungswesen in Frage stellt, wird von Trapp als „Wendepunkt in der Ausgestaltung des betrieblichen Rechnungswesens“ bezeichnet.
Alexander Bantz

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen zu wertorientierten Kennzahlen und Informationen der IFRS-Finanzberichterstattung

Den Ausgangspunkt der Analyse stellt zunächst die Festlegung des Formalziels des Unternehmens dar. Weitgehender Konsens herrscht dabei sowohl in Wissenschaft als auch in Praxis, dass dieses ausgehend von der Zielsetzung der Eigenkapitalgeber eines Unternehmens, die in der vorliegenden Arbeit als Shareholder bezeichnet werden, zu bestimmen ist. Diese Zielsetzung und die mit ihrer Verfolgung einhergehende Ausrichtung der unternehmerischen Tätigkeit an den Interessen der Shareholder wird auch als Shareholder Value-Ansatz oder Shareholder Value-Orientierung bezeichnet.
Alexander Bantz

Kapitel 3. Konvergenz von wertorientierten Kennzahlen und Informationen der IFRS-Finanzberichterstattung

In diesem Kapitel soll eine Untersuchung des Konvergenzpotenzials von wertorientierten Kennzahlen und Informationen der IFRSFinanzberichterstattung vorgenommen werden. Bevor das Konvergenzpotenzial geprüft wird, erfolgt in diesem Abschnitt jedoch zur Gewährleistung sprachlicher Eindeutigkeit zum einen die Definition des Konvergenzbegriffs. Zum anderen soll durch die Darstellung der Konvergenzrichtungen aufgezeigt werden, wie eine Konvergenz erreicht werden kann.
Alexander Bantz

Kapitel 4. Fair Value-Bilanzierung nach IFRS 13

Trotz des Konvergenzpotenzials, welches vorangehend vor dem Hintergrund sowohl der Rechnungszwecke als auch der etablierten Anforderungen identifiziert wurde, ist die Überprüfung der Eignung IFRS-basierter Informationen als Grundlage für die Ermittlung wertorientierter Kennzahlen an dieser Stelle noch nicht abgeschlossen. Dies liegt maßgeblich darin begründet, dass die vom IASB festgelegten Anforderungen im Rahmen der IFRS nicht alle im gleichen Ausmaß berücksichtigt werden, da zwischen ihnen teilweise Konflikte bestehen. Um zu beurteilen, ob sich die Regelungen der IFRS tatsächlich als Ausgangspunkt für die Ermittlung wertorientierter Kennzahlen eignen, gilt es deshalb, das Konvergenzpotenzial auf Grundlage einzelner Standards zu prüfen.
Alexander Bantz

Kapitel 5. Modellrahmen

Die nachfolgende Analyse fokussiert die Anreizgestaltung zur Investitionssteuerung im Rahmen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung zwischen Shareholder und Manager. Dabei wird folgendes Grundmodell angenommen: Ein repräsentativer Shareholder delegiert als Prinzipal Entscheidungen über die Durchführung (oder Unterlassung) von Investitionsprojekten an einen besser informierten Manager, welcher als Agent agiert. Die vom Manager zu treffenden Investitionsentscheidungen entsprechen Ja-Nein-Entscheidungen, d. h. er entscheidet darüber, ob zur Disposition stehende Investitionsprojekte durchgeführt werden sollen.
Alexander Bantz

Kapitel 6. Eignung der Fair Value-Bilanzierung nach IFRS 13 im Rahmen der wertorientierten Investitionssteuerung im Ein-Projekt-Fall

Im Folgenden wird zunächst angenommen, dass an den Manager die Entscheidung über die Durchführung (oder Unterlassung) eines einzelnen zur Disposition stehenden Investitionsprojekts delegiert wird. Gem. den Annahmen des Grundmodells kann dieses im Zeitpunkt t=0 implementiert werden und weist einen gegebenen Endzeitpunkt T auf. Damit der Manager die Investitionsentscheidung i. S. d. Shareholders trifft, bedarf es – wie im vorherigen Kapitel beschrieben – eines geeigneten erwarteten Erfolgsausweises zu jedem Zeitpunkt 0 ≤ tT während der Laufzeit des Projekts.
Alexander Bantz

Kapitel 7. Eignung der Fair Value-Bilanzierung nach IFRS 13 im Rahmen der wertorientierten Investitionssteuerung bei Existenz einer zeitpunktbezogenen Investitionsrestriktion

In den vorangehenden Abschnitten der vorliegenden Arbeit wurde stets unterstellt, dass der Manager ausschließlich darüber entscheiden soll, ob ein zur Disposition stehendes Investitionsprojekt durchgeführt werden soll oder nicht. In praxi ist jedoch häufig zu beobachten, dass ein mit Investitionsentscheidungen betrauter Manager nicht ausschließlich über die Durchführung eines einzelnen Investitionsprojekts zu entscheiden hat. Stattdessen soll er aufgrund exogener Restriktionen regelmäßig darüber entscheiden, welche Investitionsprojekte aus einer Menge zur Disposition stehender Investitionsalternativen zu einem gegebenen Zeitpunkt t durchgeführt werden sollen.
Alexander Bantz

Kapitel 8. Eignung der Fair Value-Bilanzierung nach IFRS 13 im Rahmen der wertorientierten Investitionssteuerung bei Existenz einer intertemporalen Investitionsrestriktion

In dem vorangehenden Kapitel wurde unterstellt, dass der mit der Investitionsentscheidung betraute Manager unter Berücksichtigung einer modellexogenen Investitionsrestriktion ausschließlich zum Zeitpunkt t=-1 eine Investitionsentscheidung i. S. e. Auswahl der aus Sicht des Shareholders vorteilhaftesten in t=0 zu implementierenden Investitionsalternative treffen soll. Im Folgenden wird berücksichtigt, dass zusätzlich zur in t=0 durchführbaren Investitionsalternative während ihrer Laufzeit eine weitere Investitionsmöglichkeit besteht. Es wird weiterhin von einer Existenz der exogenen Investitionsrestriktion, sprich hier von einer intertemporalen exogenen Investitionsrestriktion, ausgegangen.
Alexander Bantz

Kapitel 9. Kritische Würdigung

Im Folgenden wird zum einen das im Modell explizit erfasste Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Investitionsentscheidung und der Investitionsdurchführung kritisch gewürdigt, da dieses Auseinanderfallen eine wesentliche Abweichung von den gängigen Annahmen in Modellen zur Investitionssteuerung darstellt. Zum anderen erfolgt eine kritische Betrachtung der vermeintlich restriktiven Annahme einer Beschränkung der Handlungsoptionen des Managers auf zwei Investitionsalternativen bzw. zwei Handlungsalternativen.
Alexander Bantz

Kapitel 10. Fazit

In der vorliegenden Arbeit wurde das Konvergenzpotenzial von wertorientierten Kennzahlen und Informationen der IFRS-Finanzberichterstattung untersucht. Somit leistet sie einen Beitrag zur Diskussion um die Vereinheitlichung von externem und internem Rechnungswesen, welche seit spätestens Mitte der 1990er-Jahre sowohl von Vertretern der Unternehmenspraxis als auch der Wissenschaft geführt wird. Zur Prüfung des angesprochenen Konvergenzpotenzials wurden drei konkrete Forschungsfragen beantwortet.
Alexander Bantz

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