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Über dieses Buch

Die Relevanz von Sekundärorganisatorischen Verbesserungskonzepten ist für die nachhaltige Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unbestritten. Dies manifestiert sich z.B. in der starken Verbreitung des Betrieblichen Vorschlags­ wesens, der Qualitätszirkel und Kaizen-Workshops in fast allen Unternehmens­ branchen. ln welchem Ausmaß in diesen Konzepten Organisationales Lernen statt­ findet, wurde bislang jedoch noch nicht oder nur ansatzweise thematisiert. ln der vorliegenden Arbeit wird erstmalig eine zusammenhängende empirische Untersuchung von Vorschlagswesen, Zirkel und Workshop vorgelegt. Dabei werden die bestehenden Schwachstellen, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Potenziale der. Konzepte ebenso ermittelt wie die Verbesserungen und das Organisationale Lernen durch diese Konzepte. Grundlage der Analyse sind sehr umfangreiche schriftliche Befragungen von Mitarbeitern, Beauftragten und Unternehmen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in dieser Arbeit nicht nur dargestellt und interpretiert, sie münden auch in Handlungsempfehlungen für die drei Sekundär­ organisatorischen Verbesserungskonzepte. Somit wird den Unternehmen eine Hilfe bei der Auswahl, Weiterentwicklung und Integration von Vorschlagswesen, Zirkel und Workshop angeboten. Für die Forschung liefert die vorliegende Arbeit fundierte Arbeitshypothesen über den Zusammenhang von organisationalem Lernen und Unternehmensveränderung. Die Arbeit stellt somit nicht nur eine Weiterentwicklung der wissenschaftlichen For­ schung dar, sie bietet darüber hinaus für den interessierten Praktiker zahlreiche wertvolle Anregungen zur lnstitutionalisierung des Kontinuierlichen Verbesserungs­ prozesses und der Förderung des organisationalen Lernens im Unternehmen. Ich wünsche dem Buch bei beiden Zielgruppen eine große Verbreitung. Kari-Friedrich Ackermann VII Vorwort Die berufsbegleitende Erstellung dieser wissenschaftlichen Arbeit ließ sich nur mit Unterstützung zahlreicher Vertreter aus Wissenschaft und Praxis verwirklichen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung und Bezugsrahmen

Zusammenfassung
Bei der Bewältigung gegenwärtiger Entwicklungen, wie beispielsweise Globalisierung, Wettbewerbsderegulierung und Individualisierung, wird der Rolle der Mitarbeiter von Seiten der Unternehmen eine zentrale Bedeutung beigemessen.1 Eines der Ziele ist, spätestens seit Einführung der Zirkel-Konzepte in den 80er Jahren, das „bislang nur teilweise genutzte Erfahrungs- und Wissenspotential der Mitarbeiter „vor Ort“ zur Verbesserung der Produkt- und Verfahrensqualität, Erhöhung der Kundenzufriedenheit, Einsparung von Kosten und Steigerung der Produktivität“2 (Anführungszeichen im Original, Anmerkung des Verfassers3) zu erschließen. Dementsprechend erhalten Vorschlagswesen, Zirkel- und Workshop-Konzepte mit ihren Möglichkeiten, einen großen Teil der Mitarbeiter in die kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einzubeziehen, einen neuen Stellenwert. Die große Relevanz dieser Verbesserungskonzepte wird auch in ihrer Verbreitung in der Praxis offenkundig. So ist durch verschiedene Studien4 belegt, dass sich sehr viele Unternehmen mit Vorschlagswesen, Zirkel- oder Workshop-Konzepten beschäftigen.
Stefan Brehm

2. Vorschlagswesen, Zirkel und Workshop: State of the art

Zusammenfassung
Dieses Kapitel soll als einführender Überblick die notwendigen Grundlagen von Vorschlagswesen, Zirkel und Workshop für die weitere Arbeit darstellen. Dazu wird der zum Verständnis der folgenden Kapitel relevante Forschungsstand bzgl. dieser sekundärorganisatorischen Verbesserungsgruppen (Abschnitt 2.1) und —konzepte (Abschnitt 2.2) erörtert. Die theoretischen Ausführungen (Abschnitt 2.2.1) werden durch die Analyse von fünf empirischen Studien (Abschnitt 2.2.2) ergänzt. Aus dem Vergleich der Studienaussagen (Abschnitt 2.2.3) mit den Konzepten, und insbesondere aus möglichen Widersprüchen, wird dabei weiterer empirischer Forschungsbedarf abgeleitet.
Stefan Brehm

3. Organisationales Lernen als ergänzende Dimension

Zusammenfassung
Aufgabe dieses Kapitels ist es, nach einer Klärung der Begriffe (Abschnitt 3.1) die Kernelemente des organisationalen Lernens zu erarbeiten. Diese sind zum einen die verschiedenen Lernkreisläufe (Abschnitt 3.2). Dabei zeigt die anschließende Analyse und Kritik des integrierten Modells des organisationalen Lernens von Kim die Bedeutung des Wissens für das organisationale Lernen auf (Abschnitt 3.3). Daher ist die Wissensumwandlung das zweite darzustellende Kernelement (Abschnitt 3.4).
Stefan Brehm

4. Modellgenerierung zur Integration der Dimensionen

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist die Entwicklung eines Modells, das den dynamischen Zyklus der Unternehmensveränderung mit den im Kapitel 3 dargestellten Kernelementen des organisationalen Lernens zueinander in Beziehung setzt. Um diese Forderung von Meyer 300 zu konzeptionalisieren, wird zunächst der Zusammenhang zwischen den Lernkreisläufen und den SVK erörtert (Abschnitt 4.1), danach die Elemente des Models erarbeitet (Abschnitt 4.2), um diese schließlich zu integrieren (Abschnitt 4.3).
Stefan Brehm

5. Forschungsdesign der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird ein Überblick über das Forschungsdesign der Arbeit gegeben. Einleitend wird dazu begründet, warum eine explorativ-deskriptive, standardisierte, schriftliche, teilweise drei Ebenen umfassende Befragung gewählt wurde (Abschnitt 5.1). Nach einer Beschreibung der Mitarbeiter- und Beauftragtenfragebögen (Abschnitt 5.2) wird die Einzelfallanalyse (Abschnitt 5.3) erläutert. Dazu erfolgt die Vorstellung des Unternehmens Wieland-Werke AG, sowie des Wieland-Verbesserungsprozesses, der Gegenstand der Untersuchung ist. Anschließend wird die Unternehmensbefragung (Abschnitt 5.4) dargestellt. Das Kapitel schließt mit einer Schilderung der empirischen Untersuchung (Abschnitt 5.5).
Stefan Brehm

6. Ergebnisdarstellung und Interpretation

Zusammenfassung
Die Darstellung und Interpretation von den Ergebnissen der empirischen Untersuchungen ist die Aufgabe dieses Kapitels. Dazu werden zunächst die Rahmendaten der Befragungen zusammengefasst (Abschnitt 6.1). Danach erfolgt die deskriptive Analyse der Umfrageergebnisse, beginnend mit den Mitarbeiterantworten zum organisationalen Lernen. Nach Überprüfung mittels Signifikanztests werden die Antworten bezüglich des dynamischen Zyklus der Unternehmensveränderung aufgeführt. Diese Angaben beruhen auf der Einzelfallanalyse (Abschnitt 6.2.1). Anschließend erfolgt die Beschreibung der Beauftragtenantworten hinsichtlich der Ergebnisse der Konzepte und ihrer Schwachstellen (Abschnitt 6.2.2). Danach werden die Mitarbeiter- und Beauftragtenantworten zu den Verbesserungspotenzialen in den Unternehmen betrachtet (Abschnitt 6.2.3).
Stefan Brehm

7. Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist die Entwicklung von Empfehlungen für das Vorschlagswesen, das Zirkel- und das Workshop-Konzept. Dazu werden zunächst Entscheidungskriterien zur Auswahl vorgestellt, die aufzeigen, unter welchen Umständen welches Konzept vorteilhaft ist (Abschnitt 7.1). Danach erfolgt, basierend auf empirisch ermittelten Schwachstellen, die Erarbeitung spezifischer Gestaltungsempfehlungen für das Vorschlagswesen, das Zirkel- und das Workshop-Konzept (Abschnitt 7.2). Abschließend wird eine Zusammenführung der drei Konzepte in ein Integriertes Verbesserungssystem entworfen (Abschnitt 7.3).
Stefan Brehm

8. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Aufgabe dieses Kapitels ist es, das Resultat der Dissertation darzustellen, einen Ausblick zur Thematik zu geben und die Arbeit mit einem Fazit abzuschließen.
Stefan Brehm

Backmatter

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