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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Umweltinformationssystem Baden-Württemberg

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Zur Rahmenkonzeption Des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg

Umweltaufgaben sind komplex; zur Lösung werden die Fachkenntnisse vieler Experten benötigt. Das Umweltinformationssystem (UIS) ist der aufgabenorientierte informationstechnische und organisatorische Rahmen für die Bereitstellung von Umweltdaten und die Bearbeitung von fachbezogenen und fachübergreifenden Aufgaben im Umweltbereich der Landesverwaltung. Das Ministerium für Umwelt, die Landesanstalt für Umweltschutz und an der Umweltpolitik beteiligte Ressorts haben gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen McKinsey eine umfassende Konzeption für das Land Baden-Württemberg erarbeitet. Das UIS wird als Teil des Landessystemkonzepts Baden-Württemberg entwickelt, realisiert und betrieben.

Roland Mayer-Föll

Integration von Hintergrund-Informationen in der Konzeption für das Umwelt-Führungs-Informationssystem (UFIS) des Landes Baden-Württemberg

Seit Herbst 1988 gemeinsam entwickelt vom Umweltministerium Baden-Württemberg und der Digital Equipment GmbH als eine übergreifende Komponente des ressortübergreifenden Umweltinformationssystems (UIS) Baden-Württemberg; seit Juni 1990 als Prototyp 2.0 im Testbetrieb. Realisiert auf der Basis eines ER-Modells in objektorientiertem Design unter Nutzung des KI-Tools “MERCURY”; implementiert auf DEC-Workstation unter DEC-VMS und DECwindows.

Andree Keitel

Datenmanagement im Umweltinformationssystem Baden-Württemberg

In den Phasen I bis IV zur Konzeption des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (vgl. die Vorträge zum UIS in diesem Band) lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Entwicklung der UIS-Rahmenkonzeption sowie der Formulierung von Regeln und Standards zur Umsetzung dieser Rahmenkonzeption. In verschiedenen Projekten werden nun einzelne Systeme bis zur Implementierangsreife entwickelt.

Johannes Lamberts

Informationsverwaltung im Umweltinformationssystem Baden-Württemberg

Der Begriff „Informationsverwaltung“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch wie in der Informatik-Literatur weit weniger verbreitet als der Begriff des Informationsmanagements. Informationsmanagement wird vor allem dann gefordert, wenn Informationsdefizite hartnäckig bestehen und bestehen bleiben oder gar Informationskrisen über Unternehmen wie über öffentliche Verwaltungen hereinbrechen. Nach wie vor steht das Reaktorunglück von Tschernobyl und die dadurch ausgelöste Informationskrise symbolhaft für die Unfähigkeit der öffentlichen Verwaltung zum Informationsmanagement. Auch Unternehmen der Privatwirtschaft haben ihre Informationskrisen. Während Informationsdefizite in der öffentlichen Verwaltung eben öffentlich kritisiert und diskutiert werden, bleiben sie in der Privatwirtschaft privat. Allenfalls Organisationsänderungen deuten auf ihre Existenz hin. Die mit den Gesetzmäßigkeiten einer Exponentialfunktion wachsenden Publikationen zum Thema Informationsmanagement sind jedoch ein recht deutliches Indiz dafür, daß der Strukturwandel der Weltwirtschaft oder die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes auch Informationsdefizite in Konzernen, Unternehmen und Betrieben aufgerissen haben. Doch gibt es daneben auch die ganz alltägliche, die kleine Informationskrise in der Wirtschaft wie in der Verwaltung.

Gerhard Kaufhold

Das Graphische Gesamtkonzept der Landesverwaltung Baden-Württemberg

Der Einsatz der graphischen Datenverarbeitung innerhalb raumbezogener Informationssysteme zur computergestützten Speicherung, Verarbeitung, Analyse und Präsentation räumlicher Informationen wird in Zukunft in der öffentlichen Verwaltung eine erhebliche Verbreitung finden. Die Landesverwaltung betritt damit Neuland in einem künftig immer wichtiger werdenden Bereich der luK-Technik.

Joachim Arnold

Raumbezogene Basisinformationssysteme der Vermessungsverwaltung

- Konzeptionen und deren Umsetzung in Baden-Württemberg -

Textfassung des im Rahmen des vom Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung an der Universität Ulm und vom Ministerium für Umwelt Baden-Württemberg, Stuttgart, gemeinsam veranstalteten Workshops Umweltinformatik 1990 am 04.10.1990 auf Schloß Reisensburg bei Günzburg gehaltenen Referats, aktualisiert um die zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen

H. Schönherr

Grundlagen

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Metawissen als Teil von Umweltinformationssystemen

Der vorliegende Text basiert auf den Ergebnissen einer Podiumsdiskussion anläßlich des 1990 vom Umweltministerium Baden-Württemberg und dem FAW durchgeführten Workshop Umweltinformatik. Thema dieser Podiumsdiskussion war die Bedeutung von Metainformation in Umweltinformationssystemen. Aussagen der Mitglieder des Podiums wie des Plenums sind in diesen Text eingegangen. Insbesondere geht es um ein Verständnis der Frage, warum es so schwierig ist, auf der Basis einer großen Menge verfügbarer, aber heterogener Daten rasch und inhaltsorientiert benötigte Informationen, auch für hochrangige Entscheidungsträger, abzuleiten, und darum, welche Bedeutung Metawissen in diesem Zusammenhang besitzt. Bis heute ist es meist noch so, daß Antworten auf konkrete Einzelfragen im Laufe von Wochen intensiver Arbeit von Referenten zusammengetragen werden müssen, wobei die Referenten ihrerseits auf ein breites Netz von persönlichen Einsichten, Beziehungen und Datenzugriffen aufbauen und dabei teils auch aufwendige technische Hilfsmittel einsetzen. Die hierbei sichtbar werdenden Probleme informationstechnischer und organisatorischer Art hängen mit grundsätzlichen methodischen Fragen im Bereich der verteilten heterogenen Datenbanken, der integrierten Modell-, Algorithmen- und Datenbanken sowie einer Vielzahl von praktischen Modellierungs- bzw. algorithmischen Problemen und ebenso mit einer Vielzahl von Fragen der technischen Umsetzung zusammen.

A. Jaeschke, A. Keitel, R. Mayer-Föll, F. J. Radermacher, J. Seggelke

Informatik für den Umweltschutz

Auch im Umweltschutz haben Methoden der Informatik und der Künstlichen Intelligenz in letzter Zeit verstärkt Beachtung gefunden. Innerhalb weniger Jahre wurden zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf diesem Gebiet begonnen, die zunehmend unter dem Begriff Umweltinformatik zusammengefasst werden. Ein besonderes Interesse gilt dabei den wissensbasierten Systemen (oder Expertensystemen).

Oliver Günther

Gedanken zur Adäquation von Führungsinformationssystemen

Für Harun al Rashid konnte es auf die Frage: „hat Irene, Kaiserin von Al Rum und Tochter einer Hündin, dem Herrscher aller Gläubigen den Tribut bezahlt?“ nur die Antwort „ja“ geben. Bei „nein“ lief man Gefahr, daß der Schwertträger Masrur das Blutleder ausbreitete. Unter Harun al Rashid begann ein Weltreich zu verfallen.

W. Walla

Kontexte der Umweltinformatik — Anmerkungen zu den blinden Flecken einer ökologischen Technik-

Die Ausgangspunkte der Umweltinformatik sind nicht die Faszinationen einer Technik, die auch mit den Problemen unserer hochtechnologisierten Gesellschaft noch Handhabbarkeit der Natur versprechen, sondern die Hoffnungen, die unsere Gesellschaft in eben jene Techniken setzt, die Resultate der menschlichen Eingriffe in die Natur handhabbar zu machen. Der Ausgangspunkt für diesen Beitrag ist das Verhältnis zwischen Umwelt und Umweltinformatik, wobei auf der einen Seite versucht wird, den Objektbereich „Umwelt“ auch als Prä- und Kontext dieser Disziplin zu verstehen, um auf der anderen Seite einen Weg zu finden, jenseits von technikfeindlichen „Ethiken“ die Möglichkeiten und Probleme einer Disziplin zu diskutieren, die von ihrem Objektbereich als ihrem Prä- und Kontext auf eine Weise abhängig ist, wie es das selten zuvor gegeben hat.

Wulf R. Halbach

Numerische Methoden zur Verarbeitung unsicherer Informationen in wissensbasierten Systemen

Menschliches Wissen läßt sich häufig nicht einfach durch die Angabe von absoluten Fakten repräsentieren, da verschiedene Formen der Impräzision auftreten können. Um diese Art der Information handhabbar zu machen, müssen adäquate Methoden zur Verfügung gestellt werden.

R. Kruse, F. Klawonn

Methoden und Modelle

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Konzeption des FAW-Projekts ZEUS

Mit dem Aufbau des ressortübergreifenden Umweltinformationssystems des Landes Baden-Württemberg werden mittelfristig sektorübergreifende Informationssysteme bereitstehen, die einen raschen und komfortablen, auch medienübergreifenden Zugriff auf Umweltdaten ermöglichen. In der UIS-Rahmenkonzeption ist dazu ein dreistufiges Systemkonzept für die gesamte Landesverwaltung entwickelt worden. Es verfolgt u.a. das Ziel, durch schrittweise Aggregation von Daten zu strategischen Informationen über Qualität und Bestand der Schutzgüter einerseits, Wirksamkeit und Effizienz ergriffener Maßnahmen andererseits zu gelangen, soweit dies mit Meßdaten geleistet werden kann.1

Klaus-Peter Schulz

Modellbasierte Interpretation von Umweltdaten am Beispiel radiologischer Meßwerte

Die Datenmengen, die im Bereich der Umweltüberwachung anfallen, sind gewöhnlich groß, oft heterogen und in der Regel interpretationsbedürftig. Intepretationsbedarf besteht insbesondere, wenn es darum geht, Langzeitindikatoren möglichst früh aus dem statistischen Rauschen zu erkennen oder Maßnahmen zur Begrenzung irgendwelcher Schadensfälle auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen. Es ist dann notwendig, die Daten mit möglichst viel Sachverstand (Metawissen, Methodenwissen) zu bewerten, sie mit Erfahrungen aus anderen Bereichen zu korrelieren und sie mittels Modellvorstellungen sowohl räumlich zu interpolieren als auch zeitlich zu extrapolieren. Die modellbasierte Interpretation ergänzt graphische, statistische und rein deskriptive Datendarstellungen. Eine Schnittstelle für modellbasierte Interpretationen wird für das Umwelt-Führungs-Informationssystem (UFIS) des Umweltinformationssystems (UIS) des Landes Baden-Württemberg entwickelt und prototypisch am Beispiel der Ausbreitung radioaktiver Schadstoffe in Luft getestet.

M. Tischendorf, S. Schweizer, F. Schmidt

Modellierung und Modellanwendung in der Wasserwirtschaft: Anforderungen an die Modellintegration in ein Informationssystem

Der Wasserwirtschaft stellen sich heutzutage umfangreiche Bewirtschaftungs- und auch Planungs-probleme. Die Komplexität der Probleme beruht einerseits auf den naturwissenschaftlich-technischen und andererseits auf den organisatorischen, institutionellen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen, in welchen die Problemlösung stattfinden muß. Die anzustrebenden Lösungen müssen dieser Komplexität Rechnung tragen, indem sie 1. ganzheitlich sind und negative Nebeneffekte weitestgehend vermeiden und 2. von den Betroffenen akzeptiert werden.

Harald Hiessl

Bewertung von Umweltrisiken am Beispiel des Grundwasserschutzes

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Die Risikokartierung im Rahmen des Grundwasserüberwachungsprogramms Baden-Württemberg

Der Aufbau eines anlagen- und nutzungsbezogenen Heßnetzes, bestehend aus Vorfeld- und Emittentenmeßstellen sowie der Rohwasserüberwachung, stellt einen Schwerpunkt und eine Besonderheit des Meßnetzaufbaus in Baden-Württemberg dar. Bevor auf das Risikokataster als wesentliche Voraussetzung für dieses Meßnetz eingegangen wird, soll im folgenden ein Überblick über den Stand des Aufbaus gegeben werden.

Dieter Schuhmann

Standardisierte Bewertung von durch Abfallablagerungen verursachten Grundwasserkontaminationen

Gefährdungen, die von Altablagerungen und anderen Abfallablagerungen ausgehen, sind in der Regel auf die Wirkungen ihrer Emissionen zurückzuführen (Kerndorff et al., 1985; Milde et al., 1986). Es gibt hierbei eine ganze Reihe möglicher Emissionspfade von der Abfallablagerung hin zu Expositions- oder Nutzungsorten. Hier soll ausschlieβlich der Pfad flüssiger Sickerwasseremissionen über das Grundwasser Betrachtung finden und die Trinkwassernutzung des Grundwassers im Vordergrund stehen.

R. Schleyer, H. Kerndorff

Daten- und Informationsmanagement

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Hypertext als Werkzeug für das Informationsmanagement im Umweltbereich

Konventionelle Informationssysteme, die in der Hauptsache auf die effiziente Bereitstellung von großen Mengen von Fakten ausgelegt sind, scheinen für die Unterstützung der Entscheidungsfindung auf strategischer Ebene nicht ausreichend zu sein. Hier kommt es darauf an, zusätzlich qualitative Informationen wie z.B. Informationen über die Interessenlagen betroffener Gruppen oder die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen alternativer Maßnahmen handhaben zu können. In diesem Beitrag wird beschrieben, wie das Hypertext-Paradigma für die Realisierung eines den genannten Anforderungen entgegenkommenden Systems verwendet werden kann. Das System baut auf dem Konzept der Issues Based Information Systems (IBIS) auf.

Severin Isenmann

Variabler Thesaurus — eine Schlüsselfunktion für die zukünftige Informationsverarbeitung in einer Verwaltung

In dem nachfolgenden Referat wird der Begriff des variabler Thesaurus erläutert und zu dem herkömmlichen Begriff des Thesaurus differenziert. Der Vortrag skizziert die Anforderungen an einen solchen variablen Thesaurus und eine stufenweise Vorgehensweise zu einer möglichst raschen, aber an den jeweiligen Stand der Technik angepaßten Einführung.

Peter Schilling

Einbettung von Interpolationsverfahren in die Anfragesprache SQL zur Bearbeitung von Umwelt-Meßwerten

In diesem Papier wird eine Erweiterung eines konventionellen relationalen Datenbanksystems vorgestellt, um Umwelt-Meßwerte effizient zu verarbeiten. Dieser Ansatz wurde innerhalb eines interdisziplinären Umwelt-Forschungsprojekts entwickelt, das die Schadstoffbelastung von Grundwasser und Boden erforscht. Ausgehend von den besonderen Eigenschaften von Umwelt-Meßwerten wird eine DBS-Erweiterung vorgeschlagen, die es erlaubt, Meßdaten auch zwischen den eigentlichen Meßpunkten abzufragen. Das Zusammenwirken dieser Erweiterung mit den relationalen Operationen wird untersucht, und das System-Design des ersten Prototypen wird beschrieben.

Leonore Neugebauer

Wissensbasierte Systeme für die Fernerkundung

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Model-Based Assistance for Analyzing Remote Sensor Data

The global objective of the RESEDA (REmote SEnsor Data Analysis) project, being conducted at the FAW Research Institute for Applied Knowledge Processing in Ulm (West Germany), is to make remote sensing technology available to a larger group of users in environmental management.* For this purpose, a knowledge-based advisory system is being developed, called the RESEDA Assistant. Processing models represented in a knowledge base are available to the RESEDA Assistant, which is thus able to facilitate the use of software tools for image processing or handling of spatial data.This paper was presented on the ISPRS Comm. VII Mid-Term Symposium on Global and Environmental Monitoring — Techniques and Impacts, September 17–21,1990, Victoria, B.C., Canada.

Wolf-Fritz Riekert, Thomas Ruwwe, Günter Hess

Prototypische Anwendung wissensbasierter Fernerkundungstechniken in einem Umweltprojekt des Landes Baden-Württemberg

Gegenstand des FAW-Forschungsprojektes RESEDA ist die wissensbasierte Auswertung von multispektralen Rasterbilddaten der Erdoberfläche. Aus den Rohdaten, Satellitendaten des Landsat-5 Thematic Mapper (Landsat TM) werden Umweltzustandsdaten abgeleitet, die für Fachbehörden im Geschäftsbereich des Umweltministerium Baden-Württemberg von Interesse sind. Die Auswertung erfolgt in zweierlei Hinsicht wissensbasiert. Erstens werden Methoden, Heuristiken und Konzepte der Fernerkundung und digitalen Bildverarbeitung in einem Expertensystem repräsentiert, das den Anwender bei seiner Arbeit unterstützt. Zweitens wird bei der Auswertung Vorwissen in Form von Zusatzdaten aus einer geographischen Datenbasis genutzt, um die Qualität der Auswertung zu erhöhen.

M. Mutz

Knowledge-Based Image Classification

Implementation of temporal relationships in a maximum likelihood classification

In a knowledge based classification, ancillary data and knowledge are combined with spectral information. A method of knowledge based classification based on temporal relationships between classes is introduced. Knowledge about crop rotations is represented by means of state transition matrices. Spectral image information, information stored in a geographic information system and knowledge as represented in a matrix are combined in a Bayesian maximum likelihood classification. This method is elaborated for atest area in The Netherlands. Depending on the spectral separation of the classes and the level of detail of the transition matrices, the overall accuracy of the classification increased by 4 to 20% with respect to the result based on only spectral information.

Hans Middelkoop, Lucas L. F. Janssen

Geoinformationssysteme

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Zur Eignung moderner Geo-Informationssysteme für Belange der Umweltinformatik

Der folgende Beitrag stellt die Leistungsfähigkeit moderner GIS den Anforderungen aus dem Bereich des Umweltdatenmanagements gegenüber. Daraus resultiert der Versuch, die Rolle der GIS in der Umweltinformatik näher zu bestimmen und den konkreten Handlungsbedarf zu formulieren.

Ralf Bill

Formal Data Structures and Query Spaces

Geo-information systems (GIS) are a special class of information systems, they handle data referring to objects and processes at the earth surface. Geometry is the important aspect of these data, setting GIS apart from other information systems. The geometric aspect is also found in CAD systems, but those systems emphasise on construction tasks, whereas GIS generaly emphasise on spatial analysis and spatial monitoring and management. Due to this difference the requirements for spatial data structures are different for CAD and GIS in addition to the fact that GIS also require a link between geometry and attribute data, whereas this link is less dominant in CAD.

Martien Molenaar

Fernerkundungsdaten und Geo-Informationssysteme im Forstwesen

In diesem Beitrag werden drei Anwendungen für den Einsatz von Fernerkundungsdaten und Geo-Informationssystemen im Forstwesen vorgestellt: Die Fortführung einer Forstbetriebskarte mit Hilfe eines gescannten Schwarz-Weiß-Luftbildes, die Kartierung von Windwurfflächen und Borkenkäferbefall mit gescannten Farbinfrarotluftbildern und die Kartierung von Insektenfraßflächen mit Landsat-Thematic-Mapper-Daten. Mit diesen Anwendungsbeispielen wird aufgezeigt, daß die digitale Bearbeitung von Fernerkundungsdaten in die forstliche Praxis eingeht. Und dabei zeigen sich Möglichkeiten, den Anwenderkreis von Bildverarbeitungs-und Geo-Informationssystemen mit Expertensystemen im Sinne von Beratungssystemen zu unterstützen.

G. Gegg

Expertensysteme in der Umweltanalytik und im Umweltschutz

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Wissensbasierte Meßdateninterpretation in der Wasseranalytik

Die Interpretation von analytischen Meßdaten läßt sich nicht allein durch Einsatz von numerischen Algorithmen automatisieren, da die Meßergebnisse unter Einsatz von Fachwissen plausibilisiert werden müssen. Wir stellen das Konzept eines wissensbasierten Prototypen vor, der außer numerischer Information auch symbolisch repräsentiertes Wissen in die Meßdateninterpretation mit einbezieht. Da bei der „manuellen“ Interpretation unsicheres Wissen eine wesentliche Rolle spielt, ist. auch das in unserem System berücksichtigt worden. Der Prototyp erlaubt eine Unterstützung bei der Formulierung von Einzelverdachten auf Substanzen in Wasserproben und die Plausibilisierung von Meßergebnissen für eine eingeschränkte Menge von Substanzen.

Knut Scheuer, Marcus Spies, Ulrich Verpoorten

Ursprung umweltrelevanter Daten ist der analytische Prozess: Analyse von Pestiziden in Wasser

In dem Beitrag werden die Aufgaben und Zielsetzungen der Analytischen Chemie als Wissenschaftsdisziplin erläutert. In der Analytik dient der analytische Prozeß der Bearbeitung von Problemstellungen und der Beantwortung von Fragestellungen. Die Umweltanalytik beschäftigt sich mit dem stofflichen System Umwelt und wendet dabei die Methodik der organischen und anorganischen Spurenanalytik an. Die Fragestellung der Analyse von Pestiziden in Wasser wird unter Bezug auf das FAW-Projekt WANDA exemplarisch in das allgemeine Schema des analytischen Prozesses eingeordnet. Weiterhin wird auf die Möglichkeiten der Daten- und Wissensverarbeitung bei der Unterstützung der Analytischen Chemie bzw. der Umweltchemie eingegangen.

Thomas J. Class

Entwicklung eines wissensbasierten Systems zur verbesserten Pflanzenschutzberatung

Um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum zu reduzieren und damit zu einer umweltgerechteren Landwirtschaft beizutragen, entwickeln die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und die Universität Münster gemeinsam das Expertensystem PRO_PLANT. Dieses PC-gestützte Beratungssystem für Pilzinfektionen in Getreidebeständen soll dem Landwirt während der kritischen Infektionsphasen eine vor Ort verfügbare, schlagspezifische Entscheidungshilfe bieten.Den Kern des PRO_PLANT — Systems bilden erregerspezifische Wissensbasen zur Diagnose von Pilzinfektionen und ein über diese Wissensbasen optimierendes Behandlungsmodul zur Beratung über (nicht) notwendige Fungizidanwendungen. Die Wissensbasen sind regelbasiert und beruhen auf phytomedizinischem Expertenwissen, langjährigen Feldversuchen und auf den praktischen Erfahrungen von Pflanzenschutzberatern. Während der Konsultation wird auf Datenbanken zugegriffen, in denen Informationen über Stamm- und Bewegungsdaten des jeweiligen Schlages, Sortenresistenzen, Beizmittel und Fungizide enthalten sind. Die erforderlichen Wetterdaten können wahlweise über eine automatische Klein-Wetterstation oder BTX/ISDN eingelesen werden. Die Koppelung der Datenbanken (OAW — Konzept) an den wissensbasierten Systemkern erfolgt homogen innerhalb der PROLOG-Program-mierumgebung.Der Prototyp von PRO_PLANT wird in der Vegetationsperiode 1990/91 zunächst von Pflanzenschutzberatern und erfahrenen Landwirten im täglichen Einsatz überprüft und soll ab 1992 zur Anwendung gelangen.

U. Streit, J. Frahm

Anforderungen an wissensbasierte Systeme im Gewässerschutz

Im Rahmen eines vom BMFT angeregten Forschungsprojektes wurde das Anwen-, dungspotential wissensbasierter Systeme (WBS) in der wasserwirtschaftliche Planungs- und Verwaltungspraxis — speziell im Arbeitsgebiet „Gewässerschutz“ — untersucht. Zum Arbeitsprogramm gehörten u.a. eine Systemanalyse, eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse und die Erarbeitung eines computertechnischen Grundkonzepts. Als Ergebnis einer breit angelegten Umfrage und 30 detaillierter Interviews mit Fachexperten wurden insgesamt mehr als 30 potentielle Einsatzszenarien identifiziert. Darüber hinaus wurde festgestellt, daß Erfahrungswissen häufig in der Praxis eher implizit in Form von Fallmustern und Modellvorstellungen als explizit in Form heuristischer Regeln vorliegt. Die Entwicklung wissensbasierter Musterverarbeitungsmethoden und eine effiziente Integration modellgestützter Verfahren scheinen daher wesentliche Erfolgsschlüssel für die Anwendung der Wissensverarbeitungstechnologie in der Gewässerschutzpraxis darzustellen. Das auf der Grundlage der Einsatzszenarien und Anforderungsmerkmale entwickelte technische Sollkonzept sieht eine generische Wissensbasis für wasserwirtschaftliche Problemstellungen vor sowie objektorientierte Lösungsansätze für die Verknüpfung wissensbasierter Softwarekomponenten mit einem Geoinformationssystem (GIS), einer interaktiv-graphischen Systemoberfläche und externen Datenbanken. Die technische und organisatorische Machbarkeit eines objekt-orientierten hybriden Informationssystems wurde auf der Grundlage verfügbarer computertechnischer Erzeugnisse positiv beurteilt.

Uwe Arnold, Gerhard Rouvé

Integration von Problemlösungsmethoden in ein Expertensystem zur Herbizidberatung (HERBASYS)

Unter den derzeitigen ökonomischen Rahmenbedingungen intensiver Pflanzenproduktion kann auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) in der Landwirtschaft kaum verzichtet werden. Aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten ist eine bestimmungsgemäße und sachgerechte Anwendung von PSM gefordert, um die Ertragsleistungen der Landwirtschaft sicherzustellen und zugleich mögliche Nebenwirkungen auf den Naturhaushalt, eine Schädigung von Nachbaukulturen oder einen potentiellen Eintrag in das Grundwasser zu verhindern. Ausgehend von dieser Situation wurde ein computergestütztes Expertensystem zur Herbizidberatung HERBASYS (Herbizid-Beratungssystem), entwickelt (GOTTESBÜREN et al. 1990a und 1990b, GOTTESBÜREN et al. 1991a, PESTEMER et al. 1990), das Hilfen zu Auswahl und Einsatz von Herbiziden und zur Beurteilung des Abbau- und Einwaschungsverhaltens sowie Auswirkungen der Rückstände im Boden auf Nachbaukulturen geben soll.

J. Zhao, K. Wang, M.-B. Wischnewsky, B. Gottesbüren, W. Pestemer

A Sales Assistant for Chemical Measurement Equipment (SEARCHEM)

SEARCHEM is a KBS sales assistant for equipment measuring chemicals that has been developed under clearly commercial conditions. The system is in use now and evaluated in a field-test in order to adequately focus future extensions. Complex knowledge including a fairly large taxonomy of chemicals is used to identify measurement problems of customers and to select appropriate equipment. SEARCHEM elaborates recommendations even for chemicals that are not contained in the list of chemicals presently known to be measurable by the equipment available. Task and problems of selling assistants in general are outlined before concentrating on concept and implementation of SEARCHEM in detail.

Mina-Jaqueline Schachter-Radig, Diederich Wermser

XHMA, Altlasten im Griff

XHMA ist ein Softwarewerkzeug für die regionale Behandlung von Altlasten. Adressaten sind die Mitarbeiter von Gebietskörperschaften und Ingenieurbüros, die mit Altlasten befaßt sind. XHMA macht dem Benutzer das Wissen und die Erfahrung zugänglich, die beim Forschungsprojekt „Handlungsmodell Altlasten“ (HMA) zusammengetragen wurden. Dieses Projekt führt der Stadtverband Saarbrücken (SVS) durch. Das Projekt wird u.a. vom Bundesminister für Forschung und Technologie (BMFT) gefördert. Es wurden 2.500 kontaminationsverdächtige Standorte erfaßt und vorbewertet. Der Kontaminationsverdacht resultiert aus ca. 4.200 verschiedenen Verursachern. Die Hauptbewertung dieser Daten läuft gerade an, die Sanierungsplanung wird folgen.

H. Groh, R. GÜttler

EXCEPT — Ein Expertensystem zur Unterstützung und Dokumentation von Bewertungsvorgängen in der Umweltverträglichkeitsprüfung

Der Schwerpunkt des Expertensystems EXCEPT (Expert system for Computer-aided Environmental Planning Tasks) liegt auf der Unterstützung der Umweltbewertung, insbesondere unter dem Aspekt einer transparenten und nachvollziehbaren Dokumentation der Bewertungsvorgänge und -ergebnisse. Der vorliegende Prototyp des Systems implementiert ein auf diese Anforderungen ausgerichtetes, generisches Repräsentationsmodell für Umweltbewertungsmethoden. Basierend auf diesem Modellierungsansatz werden vom System ein ‘Wissenseditor’, eine blackboard-basierte Inferenzkomponente zur Bewertungsdurchführung, verschiedene Erklärungskomponenten und eine Komponente zur Generierung von Dokumentationen zur Verfügung gestellt. Das Repräsentationsmodell und die grundsätzliche Struktur der Systemkomponenten des EXCEPT — Systems werden in dieser Arbeit beschrieben.

Martin Hübner
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