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Über dieses Buch

Dieses Buch führt Studierende systematisch und praxisnah an die besonderen Herausforderungen des Controllings in Konzernen heran. Ausgehend von den Grundlagen der Konzernrechnungslegung werden die Kennzahlen diskutiert, die sich zur Steuerung in Konzernen besonders eignen. Darauf aufbauend werden die Grundlagen der Planung und Kontrolle in Konzernen erörtert. Vor dem Hintergrund, dass die Leistungsbeziehungen zwischen konzernangehörigen Unternehmen zum einen betriebswirtschaftliche Anreize setzen und zum anderen steuerlichen Regeln genügen müssen, wird zudem das Thema der Transferpreise besprochen. Auch auf die Besonderheiten in internationalen Konzernen richtet der Autor seinen Blick und klärt dabei Fragen hinsichtlich des Einflusses von Internationalisierung, Nationalität und Kultur auf das Controlling in Konzernen. Fallstudien verdeutlichen die einzelnen Themenkomplexe und machen das Buch auch für Praktiker interessant.
Neben einer Aktualisierung des Themas Transferpreise berücksichtigt die 3. Auflage auch die Neuregelungen im Bilanzrecht nach BilRUG.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Konzern und Controlling

Im deutschen Recht ist das Recht des Konzerns im Aktiengesetz (AktG) und im Handelsgesetzbuch (HGB) definiert. In § 18 AktG findet sich die Legaldefinition des Konzerns. Danach fasst ein Konzern ein herrschendes und mindestens ein beherrschtes Unternehmen unter der einheitlichen Leitung des herrschenden Unternehmens zusammen. Dabei muss es sich um rechtlich selbstständige Unternehmen handeln, d. h. ein Unternehmen mit rechtlich unselbstständigen Betriebsstätten bildet keinen Konzern. Die einzelnen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet. Folglich ist für das Vorliegen eines Konzerns notwendig, dass es mindestens zwei rechtlich selbstständige Unternehmen gibt, von denen das eine das andere beherrscht und beide unter einheitlicher Leitung stehen.
Stefan Behringer

Kapitel 2. Konzernrechnungslegung

Durch das Konzernverhältnis kann und wird das herrschende Unternehmen in die wirtschaftlichen Transaktionen des beherrschten Unternehmens eingreifen. So ist es in Konzernen üblich, dass verschiedene Stufen der Wertschöpfung in rechtlich selbstständigen Unternehmen angesiedelt sind (horizontaler Konzern). Hier kann das herrschende Unternehmen eine Warenlieferung unter den Herstellungskosten verlangen, was in dem liefernden Unternehmen zu Verlusten im Einzelabschluss und beim belieferten Unternehmen zu überhöhten Gewinnen führen würde. Außerdem bündeln viele Konzerne ihre Bestände an liquiden Mitteln (Cash Pooling) in einem zentralen Unternehmen, so dass die Liquiditätsposition im Einzelabschluss falsch dargestellt wird. Damit würde der Einzelabschluss zu verzerrten Informationen führen. Daneben kann es sich im Konzern ergeben, dass eine Lieferung zwischen einer Produktionsgesellschaft und einer Vertriebsgesellschaft im Einzelabschluss zu Gewinnen führt, die aber noch nicht durch einen Verkauf an Dritte objektiviert sind. Wenn der VW Konzern zentral Komponenten bei Skoda in Tschechien produzieren lässt, die in Deutschland in Autos eingebaut werden, führen diejenigen Komponenten, die in noch nicht an Endkunden verkaufte Autos verbaut sind, trotzdem zu Gewinn bei Skoda. Sollte VW dieses Auto nie an einen Endkunden verkaufen und am Ende als unverkäuflich verschrotten, wird es diesen Gewinn für den Konzern aber nie geben. Insofern darf dieser bei Skoda ausgewiesene Gewinn im Konzern erst zum Zeitpunkt des endgültigen Verkaufs des Autos an einen Dritten gezeigt werden.
Stefan Behringer

Kapitel 3. Kennzahlen im Konzerncontrolling

Kennzahlen haben für das Controlling eine zentrale Bedeutung. Kennzahlen sind quantitative Daten, die in verdichteter Form ein Abbild der Realität geben, dabei die Komplexität reduzieren und betriebswirtschaftliche Sachverhalte transparent darstellen. Mit der Komplexitätsreduktion ist auch verbunden, dass eine Kennzahl das Wesentliche eines Sachverhalts abbilden soll, aber nicht für jeden Einzelfall geeignet ist.
Stefan Behringer

Kapitel 4. Planung und Kontrolle im Konzern

Planung ist ein Kernelement vieler betriebswirtschaftlicher Teildisziplinen. So spricht man von Marketingplanung, Fertigungsplanung oder Finanzplanung. Ausgangspunkt einer Planung ist das Vorliegen eines Systems, d. h. einer Gesamtheit von Elementen, die miteinander in Beziehung stehen. Ein solches System ist z. B. ein Einzelunternehmen oder ein Konzern. Ausgangspunkt der Planung ist, dass der Zustand dieses Systems von einer Person (dies können der Planer, der Entscheider oder andere sein) als nicht zufriedenstellend oder verbesserungsfähig bzw. aufgrund externer Vorgaben als nicht mehr angemessen empfunden wird. Folglich gibt es einen Unterschied zwischen dem derzeitigen bzw. zukünftig erwarteten Zustand und dem erstrebten durch Ziele beschriebenen künftigen Zustand. Die Planung soll durch Ableitung von Handlungsfeldern dabei helfen, den Zustand des status quo in den angestrebten Zustand zu überführen. Planung ist – wie bereits in Kap. 1 ausgeführt – „prospektives Denkhandeln“ mit dem „zukünftiges Tathandeln“ vorweggenommen werden soll.
Stefan Behringer

Kapitel 5. Transferpreise

Ein Unternehmen mit dezentralen Einheiten, die im Rechnungswesen separat erfasst werden, bei dem die Einheiten Leistungen untereinander austauschen, benötigt Transferpreise (oder Verrechnungspreise), um die Leistungen verrechnen zu können. Bei einem Konzern kommt hinzu, dass die einzelnen Einheiten teilweise selbstständig sind. Diese rechtlich selbstständigen Einheiten müssen separat Rechnung legen. An diese Rechnungslegung knüpft die Besteuerung an. Abbildung 5.1 zeigt das Problem am Beispiel des Volkswagen Konzerns.
Stefan Behringer

Kapitel 6. Internationales Konzerncontrolling

In der betriebswirtschaftlichen Literatur gibt es eine verwirrende Vielzahl von Definitionen der „internationalen Unternehmung“ (vgl. für eine Übersicht Kutschker und Schmidt 2011, S. 244). Eine der ersten, sehr einfachen Definitionen stammt von Lilienthal (zitiert nach Kutschker und Schmidt 2011, S. 244): Internationale Unternehmen sind „corporations which have their home in one country but which operate and live under the laws of other countries as well“ (vgl. Lilienthal 1960, S. 119).
Stefan Behringer

Backmatter

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