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Über dieses Buch

Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung werden Kooperationen von Banken mit Softwareunternehmen, IT-Dienstleistungsunternehmen und auch anderen Banken immer wichtiger. Das Buch betrachtet den Einfluß von Kooperationsstrategien auf die elektronische Bank-Kunde-Schnittstelle. Analysiert werden dabei die Ausgestaltung von Kooperationen, deren Anreize und Wirkungen. Dabei wird auf die wesentlichen Bereiche der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle, die Telekommunikation, den Elektronischen Markt, das Automatenbanking sowie den Zahlungsverkehr eingegangen. Das Buch zeigt nicht nur mögliche Synergieeffekte auf. Es weist auch auf potentielle Problemfelder hin. Ausführliche Beispiele und über 40 Abbildungen und Tabellen konkretisieren das komplexe Thema.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Übersicht

Zusammenfassung
Mit der Einführung von Geldausgabeautomaten und Kontoauszugsdruckern Ende der siebziger Jahre begann in der Kreditwirtschaft der Einzug elektronischer Vertriebswege. Seitdem ist deren Bedeutung und damit auch die Bedeutung der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle stark gestiegen. Inzwischen können Privatkunden Bankmarktleistungen über eine Vielzahl elektronischer Vertriebswege, wie kartengestützte Zahlungssysteme, PC-Banking, Telefonbanking und Automatenbanking, in Anspruch nehmen. In Kürze können Banktransaktionen auch über das Internet sicher durchgeführt werden. Im Firmenkundengeschäft ist die elektronische Initiierung von Zahlungstransaktionen schon zur Regel geworden. Damit Kreditinstitute in Zukunft im Wettbewerb bestehen können, ist technologisches Know-how zwingend notwendig. Kurze Innovationszyklen bei neuen Technologien erfordern eine permanente Aktualisierung des Wissensstandes. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit von Netzwerkkapazitäten. Mit der Internationalisierung der Wirtschaftsprozesse und der Globalisierung ganzer Branchen erlangt der Zugriff auf und das Management von länderübergreifenden Netzwerkkapazitäten für Banken eine fast existentielle Bedeutung.
Christiane Fotschki

1. Problemstellung und Situationsanalyse

Zusammenfassung
Die Rahmenbedingungen im Finanzdienstleistungsmarkt haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Wirtschaftliches Handeln vollzieht sich in einem globalen Umfeld, die Erträge von Banken sind gesunken, neue Wettbewerber treten verstärkt in den Finanzdienstleistungsmarkt ein und Qualität und Zeit bestimmen immer mehr die Wettbewerbsposition der einzelnen Bank. Im Zuge dieser Entwicklung etablierten sich neben dem Filialvertrieb und dem Außendienst auch elektronische Vertriebswege. Ebenso ist ein Bedeutungszuwachs von Kooperationsstrategien im elektronischen Bankgeschäft festzustellen. Im folgenden sollen diese veränderten Rahmenbedingungen als Ursache für die steigende Bedeutung der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle und der sich dabei zeigenden Kooperationsstrategien dargestellt werden.
Christiane Fotschki

2. Begriffliche Grundlagen

Zusammenfassung
Für die Untersuchung von Kooperationen an der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle ist es in einem ersten Schritt erforderlich, einen Überblick über Kooperationen, deren Anreize und Problemfelder zu geben und eine Abgrenzung gegenüber alternativen Koordinationsformen vorzunehmen. Da folgende Ausführungen nicht nur für Banken Gültigkeit haben, wird die Betrachtung auf Unternehmen ganz allgemein ausgeweitet. In der Literatur existieren eine Vielzahl von Defmitionen über Kooperationen, wobei die einzelnen Autoren — je nach individueller Sichtweise — unterschiedliche Schwerpunkte und Akzente setzen. Dies ist verständlich, denn bei näherer Betrachtung zeigt sich, daß kooperative Vereinbarungen zwischen Unternehmen vielschichtige Konsequenzen nach sich ziehen. Zum einen haben sie Auswirkungen auf das Unternehmen selbst, sie tangieren also betriebswirtschaftliche Aspekte. Zum anderen verändern kooperative Interaktionsprozesse die Marktkonstellation und sind damit für volkswirtschaftliche Betrachtungsweisen von Interesse. Die folgende Abbildung skizziert daher kurz die Hauptuntersuchungsgebiete aus volks- und betriebswirtschaftlicher Sicht.
Christiane Fotschki

3. Die elektronische Bank-Kunde-Schnittstelle als Betrachtungsfeld für Kooperationsformen

Zusammenfassung
Die elektronische Bank-Kunde-Schnittstelle umfaßt sämtliche elektronisch basierten Kommunikationswege zwischen Bank und Kunde sowie die Dienstzugänge (Hard- und Software), um auf die Bankmarktleistungen elektronisch zugreifen zu können. Hierbei sind die Dienste bei der Bank, auf denen die Bankmarktleistungen eingestellt werden, vom Dienstzugang beim Kunden, durch den die Bankmarktleistungen in Anspruch genommen werden können, zu unterscheiden. Unter Bankmarktleistungen werden dabei sowohl Bankprodukte im traditionellen Sinn als auch Informations- und Garantieleistungen als sogenannte Sekundärdienstleistungen verstanden Bankmarktleistungen, die i.d.S. elektronisch vertrieben werden, werden vielfach auch als elektronische Bankmarktleistungen bezeichnet.
Christiane Fotschki

4. Kooperationen im Betrachtungsteilfeld Telekommunikation

Zusammenfassung
Für die elektronische Bank-Kunde-Schnittstelle ist die Entwicklung des Telekommunikationsmarktes von besonderer Bedeutung, da die Telekommunikation letztlich die Basis für den Vertrieb elektronischer Bankmarktleistungen darstellt. Die Entwicklung der Netzkapazitäten, der Übertragungsqualität, der Preise und des Angebotes von Telekommunikationsdienstleistungen insgesamt beeinflussen in starkem Maße die Gestaltung und Akzeptanz der elektronischen Bank-KundeSchnittstelle. Eine große Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Liberalisierung des deutschen und auch anderer Telekommunikationsmärkte. Sie führt tendenziell zu sinkenden Telekommunikationsgebühren, zu einem erhöhten Angebot an TK-Diensten sowie zu einer steigenden Verbreitung und Nutzung von Telekommunikationsdienstleistungen.
Christiane Fotschki

5. Kooperationen beim Betrachtungsteilfeld Automatenbanking

Zusammenfassung
Das Automatenbanking umfaßt die Kundenselbstbedienung an Geldausgabeautomaten, Kontoauszugsdruckern, Überweisungsterminals, Multifunktionsterminals sowie ferner an Informationsterminals, Sparbuchautomaten, Vordruckautomaten, Einzahlungsautomaten und Sortenwechslern.
Christiane Fotschki

6. Kooperationen im Betrachtungsteilfeld Elektronischer Markt

Zusammenfassung
Für den Elektronischen Markt wird für die nächsten fünf bis zehn Jahre ein hohes Marktpotential prognostiziert. Aufgrund der hohen Prognoseunsicherheit, die Schätzungen über einen völlig neu entstehenden Markt beinhalten, und den unterschiedlichen Erhebungsmethoden schwanken die von den verschiedenen Marktforschungsinstituten veröffentlichten Markt- und Wachstumsdaten sehr stark. Gleichzeitig differieren die Begriffsauslegungen für den Elektronischen Markt erheblich.
Christiane Fotschki

7. Kooperationen beim Betrachtungsteilfeld Zahlungsverkehr

Zusammenfassung
Die Funktionsfähigkeit des Zahlungsverkehrs ist eine wesentliche Voraussetzung für ein effizientes Wirtschaftssystem. Dem Zahlungsverkehr kommt daher per se eine zentrale Stellung innerhalb der Volkswirtschaft zu. Für Banken stellt die Abwicklung des Zahlungsverkehrs insbesondere im Mengengeschäft der Privat­kunden die wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wer den Zahlungsverkehr ab­wickelt, hat auch den Kunden, so wird häufig behauptet. Doch bei den meisten Banken kann der Zahlungsverkehr nur defizitär abgewickelt werden, obgleich eine Vielzahl von Standardisierungen und Automatisierungen in der Vergangen­heit bereits zu Kosteneinsparungen geführt hat. Daher streben die meisten Banken weiterhin eine Verlagerung des kostenintensiven beleghaften Zahlungsverkehrs zum beleglosen Zahlungsverkehr im Rahmen der Kundenselbstbedienung an. Dem Zahlungsverkehr als Teilbereich der elektronischen Bank-Kunde­Schnittstelle kommt daher eine bedeutende Rolle zu.
Christiane Fotschki

8. Hauptergebnisse

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Untersuchung war, Kooperationen als bankbetriebliche Strategie an der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle zu untersuchen. Hierfür wurde ein Gesamtmodell der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle entwickelt. Diesem liegen die drei Bereiche Technologie, Vertrieb und Produkte zugrunde. Der Bereich Technologie wird durch das Betrachtungsteilfeld Telekommunikation abgedeckt. Automatenbanking und Elektronischer Markt sind als Beispiele für elektronische Vertriebswege aufgeführt. Die Untersuchung vertieft den Zahlungsverkehr als typisches Beispiel für Bankmarktleistungen.
Christiane Fotschki

Backmatter

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