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Über dieses Buch

Die Markt- und Branchenlandschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Ein Megatrend jagt den nächsten, die Wettbewerbsdichte erhöht sich stetig. Als strategische Option für den Mittelstand bietet sich neben der Auslagerung bestimmter Wertschöpfungsaktivitäten an externe Dritte gleichermaßen die Bildung unternehmensübergreifender Kooperationen an. Für die Zukunft ist, basierend auf den Prämissen der erhöhten Flexibilität und Geschwindigkeit, von einer zunehmenden Vernetzung von Unternehmen auszugehen. Vor diesem Hintergrund ist zu vermuten, dass auch Kooperationen mit Start-up-Unternehmen einen entscheidenden Erfolgsfaktor für den Mittelstand darstellen können. Erkenntnisse einer Fragebogenaktion unter 102 Unternehmen fließen ebenso wie Fallstudien mit 24 Unternehmen in die Analyse ein. Für die Unternehmenspraxis werden Best Practices und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Die Zunahme stetig aufkommender Megatrends und die damit verbundene erhöhte Wettbewerbsdichte haben die Markt- und Branchenlandschaft in den letzten Jahren stark verändert. Dies ist unter anderem auf die zunehmende Nachfrage nach individualisierten Leistungen, der Fluidisierung von Branchengrenzen sowie der explosiven Entwicklung diverser Informations- und Kommunikationstechniken zurückzuführen, welche die Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Handeln von Unternehmen maßgeblich verändert haben. Der damit einhergehende zunehmende Konkurrenzdruck verlangt nach einem hohen Grad an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit seitens der Unternehmen. Insbesondere mittlere Unternehmen sehen sich diesem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und werden vor die Herausforderung gestellt, neue Wege der Differenzierung einzuschlagen, um überlebensfähig bleiben zu können.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

2. Executive Summary

Neben dem deutschen Mittelstand – der Garant für Erfolgsgeschichten – gibt es noch einen weiteren Betriebstypen in Deutschland, der immer weiter in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt, nämlich den der sogenannten Start-up-Unternehmen, kurz Start-ups. Unterstellt man beiden Unternehmenstypen gewisse erfolgsförderliche Attribute, bleibt die Frage, wieso nicht die Vorteile beider Seiten genutzt und eine gemeinsame Zusammenarbeit angestrebt wird. Die Studie zum Thema Kooperationen zwischen Mittelständlern und Start-up-Unternehmen nimmt sich genau dieser Thematik an und zeigt den Prozess, die Auswirkungen und die Erfolgswirkungen dieser Art von Kooperation auf.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

3. Grundlagen

Für die Schaffung einer gemeinsamen Verständnisbasis für die nachfolgende Untersuchung werden in diesem Kapitel die Grundlagen erläutert. In diesem Kontext erfolgt zunächst eine intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Kooperationen. Neben der definitorischen Klärung des Begriffs, wird eine institutionenökonomische Einordnung von Kooperationen innerhalb der Markt-Hierarchie-Dichotomie vorgenommen. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Systematisierungsansätze und Kooperationsmotive thematisiert. Weiteres Fundament für die nachfolgende empirische Untersuchung bildet die Eruierung des Kooperationsprozesses sowie die sich ergebenden kooperationsspezifischen Erfolgsfaktoren. Weiterer wesentlicher Bestandteil des Grundlagenkapitels bilden Geschäftsmodellinnovationen, die als Resultat von Kooperationsbildungen hervorgehen können. Als für diesen Beitrag fungierende Untersuchungsobjekte werden zuletzt die Unternehmenstypen von Start-up-Unternehmen sowie der Mittelstand sondiert voneinander betrachtet, woraus sich eine umfangreiche Verständnisbasis für diesen Beitrag ergibt.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

4. Forschungsmethodik

Das nachfolgende Kapitel widmet sich der Darstellung des allgemeinen Forschungsdesigns, der Erhebungsmethoden sowie der Beschreibung des Ablaufs der Datenerhebung. Weiterhin soll auf die Methoden der Datenauswertung und die Erfüllung der Gütekriterien eingegangen werden. Die hier vorliegende Studie verfolgt den Ansatz der Triangulation und enthält somit Ausführungen aus der quantitativen, online-basierten Umfrage sowie den qualitativ-empirischen Experteninterviews, die paradigmatisch in Fallstudienform dargestellt werden. Mit dieser Vorgehensweise, lassen sich die quantitativen empirischen Ergebnisse aus der großzahlig angelegten Forschungsstudie mit den Interviewdaten und stark fallbasierten Meinungen kontrastieren und dadurch weitere wertvolle Erkenntnisse erlangen. Des Weiteren spielt die praxisorientierte Sicht auf das Thema in diesem Kapitel eine wesentliche Rolle und leistet somit einen maßgeblichen Beitrag in der vermehrt geforderten praxisorientierten Forschung.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

5. Charakterisierung der Probanden

Im Folgenden werden die Charakteristika der befragten mittelständischen und Start-up-Unternehmen anhand unternehmensklassifikatorischer Angaben dargelegt. Als Merkmale fungieren die Branchenzugehörigkeit, die Rechtsform, Angaben zu Mitarbeiteranzahl und Jahresumsatz, die Position der Probanden im Unternehmen, das Gründungsjahr und die Lebenszyklusphase des Unternehmens sowie die Anzahl der Niederlassungen und spezifische Angaben zum Leitungs- und Aufsichtsgremium. Die Auswertung der Fragebögen wurde jeweils separat für Mittelständler und Start-up-Unternehmen durchgeführt, weshalb zunächst die Ergebnisse der jeweiligen Gruppe dargestellt werden, gefolgt von einer Kontrastierung der Ergebnisse.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

6. Fall 1: Mit Kooperationserfahrung

Sofern die Mittelständler bzw. Start-ups derzeit in einer Kooperation mit Start-ups bzw. Mittelständlern sind oder Kooperationserfahrungen aufweisen, wurden sie dem Fall 1 zugeordnet. Hierauf aufbauend wurden zunächst generische Angaben zu den jeweilig bestehenden oder vergangenen Kooperationspartnern erfragt. Daran anschließend thematisiert der Fragebogen die in den unterschiedlichen Phasen eines Kooperationsprozesses wesentlichen Gestaltungsaspekte, um tiefgründigere Einblicke zu generieren. Abschließend erfolgt die Erfolgsbetrachtung der derzeitigen oder vergangenen Kooperation sowohl für Start-ups als auch für mittelständische Unternehmen.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

7. Fall 2: Ohne Kooperationserfahrung

Innerhalb dieser Stichprobe werden nur mittelständische und Start-up-Unternehmen betrachtet, die sich weder derzeit in Kooperationen befinden, noch aus der Vergangenheit Erfahrungen mit Kooperationen aufweisen. Hierauf aufbauend wurde zunächst erfragt, welche charakteristischen Merkmale die jeweiligen Kooperationspartner aufweisen müssten. Daran anschließend thematisiert der Fragebogen die in den unterschiedlichen Phasen eines Kooperationsprozesses potenziellen Gestaltungsaspekte, um tiefgründigere Einblicke zu generieren. Im Rahmen der Erfolgsbetrachtung wurde abschließend eruiert, welches mögliche Scheiterungs- oder Erfolgspotenzial den Kooperationen beigemessen wird.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

8. Ergebnisdiskussion

Im Folgenden werden die vorherigen Ergebnisse der quantitativen Auswertung diskutiert. Aufgrund des Umfangs der Erhebung sollen in diesem Abschnitt vordergründig divergierende Ansichten zwischen Mittelständlern und Start-up-Unternehmen die Basis der Diskussionsgrundlage bilden. Dafür wurden, wo möglich und sinnstiftend, entsprechende Kontrastierungen zwischen den beiden Unternehmenstypen für die jeweiligen Fälle 1 und 2 gebildet. Auf statistische Auswertungsmethoden wurde unter Berücksichtigung der geringen Stichprobenanzahl sowohl der teilnehmenden mittelständischen als auch Start-up-Unternehmen verzichtet. Stattdessen erfolgte die Ergebnisauswertung wie bereits zuvor auf explorativ-deskriptiver Analysebasis. Die Ergebnisse für die jeweiligen Fälle 1 und 2 werden im Folgenden im Detail dargelegt und diskutiert.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

9. Qualitative Erhebung

Im nachfolgenden Kapitel werden die Forschungsergebnisse im Rahmen von Fallstudien, separiert nach Art der Kooperation, im Detail vorgestellt. Grundsätzlich gilt, dass die Ergebnisse der qualitativen Erhebung der Validierung der Forschungsresultate aus der quantitativen Studie dienen sollen. Mithilfe der durchgeführten Interviews und der Darstellung der Ergebnisse in Form von kurzen Fallstudien, lassen sich tiefgreifende Einblicke in explizite Fragestellungen gewinnen und zudem speziell auf die Unternehmen zugeschnittene Lösungsansätze in kooperationsbasierten Fragestellungen erreichen. Dabei werden vordergründig der Prozess, die Ausgestaltung sowie branchen- und firmenspezifische Charakteristika der Kooperation im Detail besprochen und paradigmatisch in Case studies beleuchtet. Die insgesamt 13 Fallstudien geben damit einen breiten Einblick in die Kooperationsaktivitäten der Start-ups und mittelständischen Unternehmen.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann

10. Best Practice

Im Rahmen des vorliegenden Beitrages wurden Kooperationen zwischen Mittelständlern und Start-up Unternehmen entlang des Kooperationsprozesses aus unterschiedlichen Perspektiven heraus umfangreich beleuchtet. Sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Untersuchungsergebnisse implizieren eine hohe Mannigfaltigkeit, die sich in kontext- und situationsspezifischen Kooperationsarrangements ausdrücken. Nichtsdestotrotz lassen sich gewisse fallübergreifende Überschneidungen erkennen, die dazu beitragen, praxisorientierte Handlungsempfehlungen sowohl für Start-up-Unternehmen als auch für Mittelständler im Umgang mit gegenseitigen Kooperationen abzuleiten. Dieses Kapitel widmet sich ausschließlich der praxeologischen Wissenschaftsfunktion, bei der die Formulierung generischer Handlungsempfehlungen im Vordergrund steht. Die Berücksichtigung der aufgezeigten Empfehlungen gilt sowohl für bestehende als auch für neu aufgesetzte Kooperationsvorhaben als angezeigt. Eine übersichtliche Darstellung der Best Practices entlang des untersuchten Kooperationsprozesses findet sich in Abb. 10.1.

Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Tim Botzkowski, Alexandra Fibitz, Meike Stradtmann
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