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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Kooperationen können zweifellos effiziente Lösungen darstellen, um im derzeitigen Wirtschaftsleben zu bestehen. Mit einer besonderen Strategie der Kooperation durch Austausch von Prognosen sind in der Konsumgüterbranche besonders im Bereich der Absatzplanung große Potentiale zu erschließen, will man der wachsenden Dynamik und Komplexität der Märkte durch hohe Antizipationsfähigkeit und Reaktionsbereitschaft entgegnen. In der vorliegenden Arbeit soll die kooperative Absatzplanung durch Prognosedatenaustausch (PDA) analysiert und auf ihre Vorteilhaftigkeit hin geprüft werden.

Patric Draenert

2. Theoretische Grundlagen der kooperativen Absatzplanung

Der Aufbau interorganisationaler Logistiksysteme gewinnt zunehmend an Bedeutung. Entsprechend werden zur Zeit unterschiedlichste Formen von Managementansätzen diskutiert, wobei festgestellt werden muß, daß die Entwicklung zukunftsweisender Konzepte der Informationsversorgung und Koordination entlang der kompletten Wertschöpfungskette noch unzureichend ist.16 Unter der Wertschöpfungskette wird hier die klassische Handelskette verstanden, an der Institutionen der verschiedenen Wirtschaftsstufen vom Zulieferanten über Produzenten, Groß- und Einzelhandel bis zum Konsumenten beteiligt sind und zur Wertschöpfung beitragen.17

Patric Draenert

3. Technische und organisatorische Aspekte des Prognosedatenaustauschs

Der elektronische Austausch von Prognosedaten bedingt eine Reihe von technischen und organisatorischen Voraussetzungen innerhalb und zwischen den einzelnen Organisationen. So stellen als grundlegende Basis die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Identifikationssysteme die Säulen dar, auf denen die Dispositions- und PDA-Verfahren aufbauen.

Patric Draenert

4. Einsatz des Prognosedatenaustauschs in der Wirtschaft

Der PDA stellt ein innovatives Verfahren innerhalb des ECR-Konzeptes dar, über dessen Verbreitung und Anwendung in der deutschen Konsumgüterbranche bisher keine Untersuchungen durchgeführt wurden. Lediglich einige Pilotprojekte, wie die im vorherigen Kapitel genannten Projekte von ECR-Österreich in Kooperation mit Roland Berger & Partner sowie der CPFR-Working Group, weisen auf Potentiale hin. Diese Erkenntnisse beruhen jedoch auf konkreten Einzelergebnissen und können aufgrund des induktiven Ansatzes nicht ohne Einschränkungen auf weitere Unternehmen übertragen werden. Allgemeingültige Untersuchungen unter Berücksichtigung nationaler Besonderheiten liegen nicht vor. Darüber hinaus gibt es kaum Unternehmen, die den PDA im Echtbetrieb einsetzen. Daher mangelt es an Erfahrungen und Informationen über die Nutzungsmöglichkeiten dieses Verfahrens und über mögliche Probleme bei der Technologieeinführung.

Patric Draenert

5. Einführungsstrategie für den Prognosedatenaustausch

Die Einführungsstrategie für den PDA wurde hier entwickelt, um den komplexen Sachverhalt des zwischenbetrieblichen Verfahrens in seiner Gesamtheit zu erfassen und zu strukturieren sowie um die Implementierung mit Hilfe einer definierten Vorgehensweise zu dokumentieren. Immer häufiger werden neue Technologien und Verfahren im Unternehmen installiert, ohne die zum Teil weitreichenden Konsequenzen zu überschauen. Besonders gravierend wirken sich unzureichende Einführungsstrategien bei interorganisationalen Themenstellungen aus, da nicht alle Komponenten und Aufgabenstellungen der kooperierenden Partner in ihrer Gänze erfaßt werden und infolgedessen Beziehungsstrukturen und Abhängigkeiten untereinander nicht erkannt werden.318 Die fehlende Integration der Schnittstellen verweigert den Unternehmen das Erreichen der gewünschten Effekte.

Patric Draenert

6. Kritik und Ausblick

Das Ziel der kooperativen Absatzplanung liegt in der Optimierung der Logistikkette, die durch die Schließung von Informationslücken im Planungsbereich erreicht wird und von der alle Marktteilnehmer profitieren können. Die Konsumenten erhalten durch die effizientere Gestaltung der logistischen Abläufe Produkte, die aktueller bzw. frischer und in einer besseren Auswahl zu niedrigeren Preisen angeboten werden können. Der Handel profitiert von einer höheren Produktverfügbarkeit und somit Umsatzsteigerung, da die Liefergenauigkeit und -qualität trotz Bestandssenkung erheblich verbessert werden können. Die Hersteller können schließlich durch den PDA-Einsatz vor allem ihre Produktions-, Transport- und Lagerkosten senken sowie den Servicegrad erhöhen.

Patric Draenert

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