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Über dieses Buch

Annekatrin Meißner gibt eine Antwort auf die Frage der unternehmerischen Bildungsverantwortung. Ausgehend vom Ansatz Amartya Sens argumentiert sie für die Bedeutung von grundlegenden Verwirklichungschancen auf Bildung für den Weg aus der Armut und eine sekundäre unternehmerische Bildungsverantwortung. Im Anschluss legt sie Potenziale, Grenzen und Erfolgsfaktoren einer kooperativen Bildungsverantwortung von Unternehmen und Nichtregierungsorganisation am empirischen Fallbeispiel einer Social-Franchise-Kooperation in Brasilien dar.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Brasilien ist als Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 in aller Munde. Doch anstatt als aufsteigende Wirtschaftsmacht zu glänzen, wird das Land Schauplatz der ersten Massendemonstrationen und sozialen Proteste seit über 20 Jahren. Anlass dafür sind die Millionenausgaben für den Ausbau von Stadien aus den nationalen Steuereinnahmen, damit diese den hohen Standards der Fifa entsprechen, während gleichzeitig das Bildungs- und das Gesundheitssystem in einem desolaten Zustand sind und viele Menschen in informellen Beschäftigungsverhältnissen und unter prekären Bedingungen arbeiten. „Wir wollen Schulen und Krankenhäuser zu den Standards der Fifa“ (Rosas 2013), stand auf den Plakaten im Rahmen der Demonstrationen vor dem Confederations Cup im Juli 2013 in Brasilien, der als Testlauf für die WM 2014 galt.
Annekatrin Meißner

Chapter 2. Sens entwicklungs- und wirtschaftsethische Konzeption

Zusammenfassung
In diesem Kapitel liegt der Fokus auf Sens entwicklungs- und wirtschaftsethischer Konzeption. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei Sens Verwirklichungschancen- Ansatz zu. Sen entwickelt seinen Ansatz ausgehend von der Frage wie menschliches Wohlergehen und Gerechtigkeit besser erfasst werden können als über Kriterien wie das Einkommen oder das Maß an Lust und Glück, die in verbreiteten Theorien der Sozialphilosophie und der Wirtschaftstheorie bevorzugt zugrunde gelegt werden.
Annekatrin Meißner

Chapter 3. Verwirklichungschancen auf Bildung

Zusammenfassung
Ausgehend von Sens entwicklungsethischer Konzeption, wende ich mich in diesem Abschnitt den Verwirklichungschancen auf Bildung zu. Ziel dieses Abschnitts ist es, für folgende These zu argumentieren: ‚Verwirklichungschancen auf Bildung sind zentral für den Weg aus der Armut‘ (These I).
Annekatrin Meißner

Chapter 4. Verantwortung für Verwirklichungschancen auf Bildung

Zusammenfassung
Im vorherigen Kapitel wurde argumentiert, dass Verwirklichungschancen auf Bildung eine zentrale Voraussetzung für den Weg aus der Armut sind. Ausgehend von dieser zentralen Bedeutung ergibt sich die große Relevanz der sich daran anschließenden Frage nach der Verantwortung für Verwirklichungschancen auf Bildung. In diesem Kapitel steht die unternehmerische Bildungsverantwortung im Fokus und es wird der Frage nachgegangen, weshalb Unternehmen Verantwortung für reale Bildungschancen übernehmen sollten.
Annekatrin Meißner

Chapter 5. Social Franchising als Form kooperativer Verantwortungsübernahme

Zusammenfassung
Im letzten Abschnitt habe ich begründet, dass Unternehmen eine sekundäre Verantwortung für Verwirklichungschancen auf Bildung zukommt und für eine kooperative Bildungsverantwortung, zusammen mit NGOs, argumentiert. Ziel dieses Abschnittes ist es, Social Franchising als geeignete Kooperationsform für eine gemeinsame Verantwortungsübernahme zu explizieren.
Annekatrin Meißner

Chapter 6. Fallstudie: Kooperative Bildungsverantwortung in Brasilien

Zusammenfassung
In den vorausgehenden Kapiteln wurden die Thesen begründet, warum grundlegende Verwirklichungschancen auf Bildung zentral für den Weg aus der Armut sind (vgl. Abschnitt 3.3) und dass Unternehmen eine sekundäre Verantwortung für Verwirklichungschancen auf Bildung zukommt (vgl. Abschnitt 4.3). Diesem Kapitel liegt die These zugrunde, dass Unternehmen ihrer normativ begründeten sekundären Bildungsverantwortung auch faktisch nachkommen können und zwar zusammen mit einem Akteur der Zivilgesellschaft. Ich werde an dieser Stelle den Fokus auf eine Social-Franchise-Kooperation richten, als eine mögliche Kooperationsform mit einem Akteur der Zivilgesellschaft.
Annekatrin Meißner

Chapter 7. Kooperative Bildungsverantwortung als Weg aus der Armut

Zusammenfassung
Im letzten Abschnitt wurde anhand des Fallbeispiels herausgestellt, was sich aus Sicht der Jugendlichen durch die Teilnahme an Pescar als einem kompensatorischen Zugang zu ganzheitlicher Bildung in ihrem Leben verändert hat und welche Aspekte des Projekts dafür besonders relevant waren. Es wurde ebenfalls aufgezeigt, welche Potenziale, Grenzen und Erfolgsfaktoren mit einer gemeinsamen Übernahme von Bildungsverantwortung durch Unternehmen und Stiftung im Rahmen einer intersektoralen Social-Franchise-Kooperation verbunden sind. Der vorliegende Abschnitt soll die theoretische Argumentation der Kapitel zwei bis fünf und die Ergebnisse der qualitativen Fallstudie zusammenführen.
Annekatrin Meißner

Chapter 8. Fazit

Zusammenfassung
Das zentrale Erkenntnisinteresse der Arbeit bestand darin, zu begründen, weshalb Unternehmen Bildungsverantwortung übernehmen sollen. Damit wurde beabsichtigt, die moralische Intuition einzuholen, dass es weder plausibel erscheint, dass Unternehmen für alle gesellschaftlichen Belange die Verantwortung übernehmen sollen, noch, dass es angemessen sein kann, dass Unternehmen gar keine ethische Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, in der sie agieren oder der Weltgesellschaft besitzen. In Hinblick auf den zweiten Aspekt war es mir besonders wichtig, mich von Positionen abzugrenzen, die vertreten, dass Unternehmen gar keine Bildungsverantwortung zukommt oder höchstens eine supererogatorische.
Annekatrin Meißner

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