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Über dieses Buch

Benjamin Dahmen präsentiert eine Methodik, die makroskopische Verkehrsnachfragemodelle zur Erhöhung ihrer Maßnahmensensitivität mit System Dynamics koppelt. Der Autor demonstriert die Methodik und ihre exemplarische Anwendung für Umweltzonen und ihre Verschärfung bis hin zu Null-Emissionszonen am Beispiel der Stadt Dortmund. Er stellt die Formalisierung, Parametrisierung sowie Kalibrierung und Validierung des Modells im Detail vor. Mithilfe von Rechenszenarien zeigt er die gestiegene Maßnahmensensitivität auf und thematisiert die verkehrlichen Wirkungen, die emissionsbezogenen Veränderungen der Fahrzeugflottenstrukturen und die Einflussmöglichkeiten auf politischer Ebene.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Personen- und Güterverkehr wird zukünftig weiter wachsen (vgl. BMVI 2016). Durch die anhaltende Urbanisierung, die Zunahme des Onlinehandels und das Aufkommen neuer Logistik- und Distributionskonzepte nimmt der Wirtschaftsverkehr besonders in Städten zu und verlagert sich zunehmend auch in Wohngebiete. Beim städtischen Personenwirtschaftsverkehr wird u. a. die Überalterung der Gesellschaft zu einer Zunahme der Liefer- und Pflegedienstverkehre führen. Die Zunahme des Wirtschaftsverkehrs wird Kommunen vor zusätzliche Herausforderungen stellen und ihn verstärkt in den Fokus der kommunalen Verkehrsplanung rücken (vgl. Leerkamp et al. 2013).
Benjamin Dahmen

Kapitel 2. Ausgangslage, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Zusammenfassung
Motiviert ist die vorliegende Arbeit durch die Problematik, dass selbst die modernsten Nachfragemodelle des kleinräumigen Wirtschaftsverkehrs den Anforderungen der kommunalen Verkehrsplanung nur teilweise gerecht werden. Dies äußert sich insb. darin, dass diese Modelle eine eingeschränkte Maßnahmensensitivität aufweisen, d. h. eine eingeschränkte Eignung, Verkehrsplanerische Maßnahme mit ihren Ursache-Wirkungszusammenhänge transparent und direkt abzubilden und zu bewerten. Die Wirkungsabschätzung verkehrsplanerischer Maßnahmen ist mit diesen Modellen nur unter Zuhilfenahme von Annahmen und durch Verkürzungen von Ursache-Wirkungszusammenhängen möglich.
Benjamin Dahmen

Kapitel 3. Maßnahmen der kommunalen Verkehrsplanung

Zusammenfassung
Die kommunale Verkehrsplanung ist als Fachplanung ein integrativer Bestandteil der Stadt- und Umweltplanung. Ihre Aufgabe ist die Planung der städtischen Verkehrsanlagen und die Gewährleistung ihrer Leistungsfahigkeit. Dabei müssen von den kommunalen Entscheidungsträgem alle ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele und Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt und gegeneinander abgewägt werden.
Benjamin Dahmen

Kapitel 4. Kleinräumige Wirtschaftsverkehrsmodelle

Zusammenfassung
Verkehrsnachfragemodelle haben allgemein die Aufgabe, den Verkehr für ein Untersuchungsgebiet modelltechnisch abzubilden. Sie leiten die Verkehrsnachfrage aus Raumstruktur- und (Verkehrs-) Verhaltensdaten ab und basieren auf dem ldassischen Vierstufen-Ansatz (Verkehrserzeugung, -verteilung, -aufteilung und -umlegung). Für unterschiedliche Zeitpunkte und für verschiedene Rahmenbedingungen kann mit ihnen bspw. eine nach Fahrzeugarten differenzierte Verkehrsbelastung im Straßennetz ermittelt werden.
Benjamin Dahmen

Kapitel 5. System Dynamics

Zusammenfassung
System Dynamics (SD) ist eine Modellierungstechnik, die auf der System- und Regelungstheorie basiert. Sie kommt insb. bei der Modeliierung komplexer Systeme mit zeitdynamischen und teilweise rückgekoppelten Ursache-Wirkungszusammenhängen zum Einsatz (vgl. DGFSD 2015).
Benjamin Dahmen

Kapitel 6. SD-Modelle im Verkehrsbereich

Zusammenfassung
Zur Anknüpfung an existierende Vorarbeiten wurden relevante SD-Modelle recherchiert. Einige SD-Modelle können eine kleinräumige Verkehrsnachfrage abschätzen, beschränken sich dabei jedoch ausschließlich auf den Personenverkehr (vgl. Kap. 6.1). Darüber hinaus existieren SD-Modelle, die eine Güterverkehrsnachfrage auf großräumiger Ebene abbilden können (vgl. Kap. 6.2).
Benjamin Dahmen

Kapitel 7. Flottenentwicklungsmodelle

Zusammenfassung
Es existieren vereinzelte SD-Modelle, die sich ausschließlich mit der zeitlichen Entwicklung und Zusammensetzung von Pkw- oder von Lkw-Flotten auseinandergesetzt haben. Die Modelle, die sich mit den Pkw-Flotten auseinandersetzen, betrachten i.d.R. auch die Diffusion von alternativ angetriebenen Fahrzeugen. Die Modelle, die auch Lkw-Flotten betrachten, sind tendenziell als qualitative, d. h. als nicht quantifizierte und theoretische Konzepte einzustufen. Es konnten keine SD-Modelle ermittelt werden, die die Entwicklung der Pkw-Flotte und der LkwFlotte gemeinsam abbilden.
Benjamin Dahmen

Kapitel 8. Entwicklung eines SD-Modells zur Abbildung kommunaler Umweltzonen

Zusammenfassung
Im Folgenden wird das entwickelte SD-Modell vorgestellt, das die Ursache-Wirkungszusammenhänge kommunaler Umweltzonen und ihre relevantesten Einflussfaktoreil abbildet.
Benjamin Dahmen

Kapitel 9. Kalibrierung, Validierung und Kopplung des SD-Modells

Zusammenfassung
In Kap. 8 wurde der Aufbau und die Parametrisierung des entwickelten SD-Modells vorgestellt. Bereits beim Aufbau erfolgten Rechenläufe mit Testdaten, um die Funktion des Modells zu prüfen. Hierzu zählte eine Prüfung der einzelnen Modellgrößen und der Berechnungsschritte.
Benjamin Dahmen

Kapitel 10. Rechenszenarien

Zusammenfassung
Im Folgenden wird mit Hilfe verschiedener Rechenszenarien die Anwendbarkeit und Nützlichkeit des entwickelten Modellansatzes demonstriert. Es soll insb. aufgezeigt werden, wie mit dem Modell Fragestellungen politischer Entscheidungsträger beantwortet werden können.
Benjamin Dahmen

Kapitel 11. Übertragbarkeit des entwickelten SD-Modells auf andere Kommunen

Zusammenfassung
Im Folgenden wird ein Überblick über die Datenanforderungen und -quellen des entwickelten Modells geliefert, um dessen Übertragbarkeit auf andere Kommunen zu bewerten.
Benjamin Dahmen

Kapitel 12. Bewertung der Arbeit und weiterer Forschungsbedarf

Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Methodik zur Erhöhung der Maßnahmensensitivität kleinräumiger Wirtschaftsverkehrsmodelle entwickelt und exemplarisch für das kleinräumige Wirtschaftsverkehrsmodell KWM angewendet. Bei dieser Kopplung sollten gezielt die V orteile von SD als Modellierungstechnik genutzt werden. Als Verkehrsplanerische Maßnahme wurden kommunale Umweltzonen und ihre potentielle Weiterentwicklung zu Null-Emissionszonen herangezogen, da hier die größte planungspraktische Relevanz der vergangenen und der nächsten Jahre gesehen wurde.
Benjamin Dahmen

Backmatter

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