Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

​Der Band widmet sich der Vermittlung von Kompetenzen und Wissen zu den Themen Korruption und Korruptionsbekämpfung in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und Wissenschaftsdisziplinen. Es werden übergreifende methodische, empirische und theoretische Themen ebenso behandelt wie verschiedene Anwendungsfelder und Veranstaltungsformate. Die Bereiche Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden praxisnah angesprochen. Der Sammelband schließt eine Lücke in der wissenschaftlichen Korruptionsliteratur, die bisher überwiegend die Forschung, aber kaum die Perspektive der Wissensvermittlung in unterschiedlichen Kontexten thematisiert hat.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kompetenz- und Wissensvermittlung als Antikorruption 3.0

Der Beitrag führt in die Thematik der Vermittlung von Kompetenzen und Wissen zu Korruption und Antikorruption ein. So werden zum einen einschlägige praxisrelevante und wissenschaftliche Fragen formuliert. Zum anderen skizzieren die Herausgeber drei Dimensionen, die zweckmäßig erscheinen, um wesentliche Aspekte der verschiedenen Beiträge systematisch und vergleichend darzustellen: 1) Didaktik, 2) Ethik und 3) Inhalte. In diesem Zusammenhang wird auch eine Typologie von Lehrveranstaltungen über Korruption und Korruptionsbekämpfung entworfen. Abschließend werden die einzelnen Kapitel des Sammelbands kurz vorgestellt.

Sebastian Wolf, Peter Graeff

Grundlagen der Kompetenz- und Wissensvermittlung

Frontmatter

Zwischen Kontroversität und Multiperspektivität – Herausforderungen für Unterricht und Weiterbildung aus Perspektive des „Beutelsbacher Konsenses“

Der „Beutelsbacher Konsens“ formuliert als ein grundlegendes Leitbild der politischen Bildung Anforderungen an professionelles pädagogisches Handeln. Mit dem sogenannten „Überwältigungsverbot“, dem „Kontroversitätsgebot“ und der Förderung politischer Handlungsfähigkeit werden Ansprüche an die Gestaltung politischer Bildung formuliert. Der vorliegende Beitrag stellt die Grundprinzipien in den Zusammenhang mit heterogenen Maßnahmen der Korruptionsvermittlung. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern die zentrale Forderung des Beutelsbacher Konsens nach der unterrichtlichen Abbildung von Kontroversität auch im Rahmen der Korruptionsvermittlung Geltung beanspruchen kann und welche weiteren Varianten des Perspektivenwechsels für eine produktive Auseinandersetzung mit Korruption und Korruptionsvermeidung im Unterricht zu unterscheiden sind.

Andreas Lutter

Korruption und Antikorruption in der Wissensvermittlung – Unschärfen und Abhängigkeiten

Der vorliegende Beitrag liefert eine grundsätzliche Diskussion zum begrifflichen Fundament von Korruption, Antikorruption sowie ihrer Kommunikation in Lehre, Unterricht und Weiterbildung. Er dient als theoretische Orientierung für die praktische Wissensvermittlung, indem er die Unschärfe des Sujets selbst sowie die sich daraus entfaltenden Wirkungszusammenhänge zwischen der Unmöglichkeit einer allgemeinen Definition und der Entwicklung von Antikorruption darlegt. Im Fokus stehen dabei Auswirkungen, welche sich aus dieser Varianz für die Wissensvermittlung korruptionsrelevanter Themen als konkrete Bekämpfungsstrategie ergeben. Diese finden sich in erster Linie im Desiderat der Passgenauigkeit: Ist das Profil der Antikorruption auf das Profil der Korruption abgestimmt, so existiert das Potenzial einer funktionalen Lösung korruptionsrelevanter Problematiken. Ist die Antikorruptionsstrategie der Wissensvermittlung in ihrem Ansatz, ihrer Intensität und ihrer Form auf Zielpublikum, Methoden sowie zu übermittelndem Inhalt ausgerichtet, besteht die Möglichkeit einer funktionalen Eindämmung von Korruption durch Instrumente der Bildung und Weiterbildung.

Sabine Fütterer

Korruption – Zur Notwendigkeit und Gefahr der Einzelfall-Analyse

Dieser Beitrag setzt sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen a) der Notwendigkeit und b) den Gefahren der Einzelfall-Analyse von Korruptionsfällen auseinander. Einerseits ist selbstverständlich eine genaue Untersuchung jedes einzelnen Korruptions(verdachts)falls durch Journalisten, Wissenschaftler und Justizbehörden notwendig, um diese Fälle aufzuklären und Lehren aus ihnen ziehen zu können. Andererseits birgt die Einzelfall-Betrachtung jedoch die Gefahr, dass Bürger, die Korruptionsfälle in den Medien wahrnehmen, den Eindruck bekommen könnten, dass die gesamte „politische Klasse“ oder ganze andere Gesellschaftsbereiche („die“ Wirtschaft, „der“ Sport usw.) korrupt seien. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag diskutiert, wie Schulunterricht, Hochschullehre und Weiterbildung womöglich einen Beitrag dazu leisten können, dass die notwendige Behandlung einzelner Korruptionsfälle in Medien, Forschung und Justiz eben nicht zu pauschalen Vorurteilen und (Politik-)Verdrossenheit aufseiten der Bürger führt.

Karsten Mause

Vermittlungsprozesse an Hochschulen

Frontmatter

Korruption verstehen: Ein projektorientiertes Lernkonzept zur Sensibilisierung für und Erfassung von Korruption

Erkenntnisse über heikle Themen wie Korruption zu gewinnen, ist nicht leicht. Probleme ergeben sich in diesem Zusammenhang etwa dadurch, dass es an Erkenntnisquellen fehlt. Wie kann man Studierende hierfür sensibilisieren? Wie kann man die Probleme, die mit der Erhebung solch heikler Themen einhergehen, praxisnah vermitteln? Ein entsprechendes Lehrkonzept wird in diesem Beitrag vorgestellt. Im Rahmen des bereits erprobten Lehrkonzeptes entwickeln die Studierenden eigene Forschungsdesigns zu verschiedenen Korruptionsfragestellungen. Dazu gehört auch die Erarbeitung von Datenschutzkonzepten. Ferner testen die Studierenden verschiedene Erhebungsmethoden und -techniken anwendungsbezogen und vergleichen ihre Ergebnisse untereinander und mit entsprechenden Studien. Erfahrungen mit Konzepten und Methoden sowie deren Erträge werden anhand der Konzeption und Umsetzung zweier Praxisbeispiele illustriert: einer Studie zu polizeilicher Korruption sowie einer Studie zu Korruption in kommunalen Verwaltungen. Ziel ist die Sensibilisierung für Zugänge und Fallstricke bei der Erhebung von Korruptionsthemen in der Praxis, insbesondere in heiklen Kontexten.

Maike Meyer, Ruth Linssen

Die Mischung macht’s: Korruptionslehre im interdisziplinären Kontext

In einer als Blockseminar angelegten Lehrveranstaltung für Masterstudierende in „Business Ethics und CSR“ unterrichtet die Autorin das Thema Korruption. Die ethisch-moralische Ambivalenz des Themas und die Interdisziplinarität des Studiengangs erfordern eine möglichst breite Integration verschiedener Herangehensweisen. Ausschlaggebend sind der Aufbau theoretischer und praktischer Kompetenzen und die Vermittlung eines fundierten Verständnisses für verschiedene Forschungsansätze. Hier hat sich eine Mischung aus theoretischen, methodologischen und praktischen Anteilen mit kontinuierlicher Verzahnung als fruchtbar erwiesen, wobei Fallstudien, empirische und theoretische Themengebiete kritisch beleuchtet und diskutiert werden sollten. Als illustrativ hat sich auch die Einbeziehung individueller Erlebnisse in die Seminararbeit erwiesen. Der Erwerb eines umfassenden Verständnisses von Korruption ist gerade auch für die Praxis wichtig.

Stephanie Thiel

Korruptionsbekämpfung als Problem komplexen Entscheidens

Selbstorganisierte Gruppenarbeit im Rahmen eines Master-Studiengangs der Universität Bremen

Seit dem Wintersemester 2010/2011 wird an der Universität Bremen der interdisziplinäre Master-Studiengang „Komplexes Entscheiden“ angeboten. Ziel des Studienprogramms ist die Vermittlung und das Training von Kompetenzen für die Analyse von Entscheidungsproblemen und die Begründung adäquater Problemlösungen in öffentlichen Institutionen und deren Umfeld. Die Bekämpfung von Korruption ist Thema eines der Projekte, in denen die Studierenden in selbstorganisierter Gruppenarbeit komplexe Korruptionsprobleme auswählen, aus der Perspektive verschiedener Disziplinen analysieren und Lösungsvorschlage entwickeln. Der Artikel stellt die Konzeption des Studiengangs und des Projekts „Korruptionsbekämpfung“ vor und wertet die Erfahrungen aus zwei Semestern aus, in denen vor allem Probleme der politischen Korruption ausgewählt wurden.

Dagmar Borchers, Rainer Dombois

Korruption in der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Lehre

Der Beitrag bietet einen Überblick über Konzepte der historischen Korruptionsforschung, wie sie derzeit an Hochschulen gelehrt werden. Anhand verschiedener Beispiele geben die Autoren Anwendungsmöglichkeiten für historische Themen in Unterricht und Lehre. Zugleich verdeutlichen sie, welchen Mehrwert eine sozialkonstruktivistische Perspektive auf das historische Phänomen „Korruption“ bietet. Hervorgehoben wird insbesondere die analytisch wichtige Trennung in Korruptionsdebatten und -praktiken. Diese Trennung ermöglicht es, die Wandelbarkeit des Verständnisses von Korruption freizulegen und die moralische Bewertung von den Handlungen zu trennen.

Robert Bernsee, Volker Köhler

Ein Atlas zur Unterscheidung von Korruptionsformen

Korruption ist ein Begriff mit vielen Assoziationen, zu dem bereits eine Vielzahl an theoretischen Unterscheidungen postuliert wurden. Da diese Distinktionen mitunter verschiedenen Disziplinen entstammen und größtenteils unabhängig voneinander existieren, versucht dieser Beitrag einen Bezug zwischen den bestehenden Unterscheidungen in Form eines Atlasses der Korruptionsformen herzustellen. Mithilfe von insgesamt zehn Unterscheidungen können die mannigfachen Konzeptualisierungen des Korruptionsbegriffs in der Lehre vermittelt werden. Hierzu bietet der Beitrag in separaten Textkästen didaktische Anregungen für den Unterricht an. Außerdem wird die Anwendung des Atlasses zur Unterscheidung von bekannten Korruptionsfällen anhand dreier Fallbeispiele exemplarisch gezeigt. Das Ziel dieses Beitrags ist zum einen, die interdisziplinäre Kommunikation über Korruption zu erleichtern, und zum anderen, eine Übersicht über die diversen Korruptionsformen zu erstellen, die dem Lehrzweck dienen soll.

Nils C. Köbis, Oksana Huss

Reflexionen aus der Praxis von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Frontmatter

Schulungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen für Beschäftigte in Korruptionsrisikobereichen der öffentlichen Verwaltung

Zwischen „Zwangsveranstaltung“, konstruktiven Workshops und „Aha-Effekten“ – Ein Praxisbericht

Die überwiegende Zahl der Regelungen (Gesetze, Richtlinien, Verordnungen) zur Korruptionsprävention in Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen setzt – neben der Verstärkung interner Kontrollsysteme – insbesondere auf „weiche“ Formen der Risikoreduzierung, indem sie die Durchführung von Maßnahmen sensibilisierenden oder schulenden Charakters, vorsehen. Schulungen sind insbesondere für solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angedacht, deren Aufgabenbereiche im Ergebnis von Korruptionsgefährdungsanalysen als besonders risikobehaftet anzusehen sind. In der Regel ist in den Vorschriften allerdings nicht konkret definiert, mit welchem Inhalt, in welcher Intensität, Wiederholungsfrequenz und Form solche Maßnahmen stattzufinden haben. Entsprechend weit auseinander geht die beobachtbare Umsetzung dieser Empfehlungen: von einer „Kurzbesohlung“ der Beschäftigten, also einem Hinweis auf die Existenz entsprechender Regelungen in allgemeiner Form, die allenfalls als „Bringschuld“ an die Richtlinien angesehen werden kann, über Vorträge bis hin zu E-Learning-Programmen und ein- bis mehrtägigen Präsenzveranstaltungen. Selten werden überdies Gedanken dazu angestellt, ob und wie man die Wirksamkeit messen könnte. Der Autor führt seit mehreren Jahren Schulungsmaßnahmen zur Korruptionsprävention an verschiedenen nationalen und internationalen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen durch. Der Beitrag berichtet über Erfahrungen in diesem Zweig der beruflichen Erwachsenenbildung, zeigt Möglichkeiten der Durchführung und Anwendbarkeit verschiedener Lehrmethoden auf. Weiterhin wird ein kritischer Blick auf das Erfordernis, die Ernsthaftigkeit der Implementierung und Wirksamkeitsmessung solcher Maßnahmen geworfen.

Ingo Sorgatz

Lehrmaterialien zur Korruptions- und Lobbyismusthematik für den Schulunterricht

In diesem Beitrag werden Überlegungen zu einem Projekt, nämlich Unterrichtsmaterialien zum Themenkomplex „Korruption“ und „Lobbyismus“ zu verfassen und auf der Website von Transparency Deutschland (unter dem einzurichtenden Menü „Schule & Unterricht“) interessierten Lehrerinnen und Lehrern zur Verwendung im Unterricht anzubieten, vorgestellt. Der politische Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schule (Demokratieerziehung) sowie die fachdidaktischen Prinzipien und Vorgaben, die in diesem Beitrag untersucht und hinsichtlich des Projektanliegens eingeschätzt werden, eröffnen realistische Chancen, diese Themen in den hierfür geeigneten Schulfächern behandeln zu lassen. Auf die Frage, welche Unterrichtsfächer das sein und welche Probleme und Aspekte thematisiert werden könnten, werden Anregungen und Beispiele vorgestellt. Mit einem solchen Angebot könnte sich Transparency Deutschland an der politischen Aufklärung und Meinungsbildung der nachwachsenden Generation konstruktiv beteiligen und mit den Lehrerinnen und Lehrern engagierte und qualifizierte Bündnisgenossen im Bemühen um eine integre Gesellschaft gewinnen.

Detlev Schulz

Korruptionsbekämpfung durch zivilgesellschaftliches Engagement

Advocacy and Legal Advice Centres (ALACs) von Transparency International

Der Beitrag zeigt am Beispiel der Advocacy and Legal Advice Centres (ALACs) von Transparency International (TI), wie Korruptionsbekämpfung durch zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Frage, wie in diesem speziellen Fall Wissen über Korruption und Korruptionsbekämpfung generiert und vermittelt wird. Gezeigt wird auch, welche innerorganisatorische Dynamik mit den ALACs gebändigt, paradoxerweise aber auch erzeugt wird. Der Beitrag stellt Forschungsergebnisse vor, die im Rahmen eigener Aktionsforschung in Zusammenarbeit mit TI und ihren ALACs gewonnen wurden.

Ralf Rogowski, Dirk Tänzler

Korruptionsprävention mittels eines computerbasierten Planspiels

Schulungen gelten als eines der effektivsten Instrumente, um Korruption zu verhindern. Vor diesem Hintergrund zeigt der vorliegende Beitrag, mit welchen Methoden Unternehmen ihre Mitarbeitenden zum Thema Korruptionsprävention schulen, was für den Einsatz von Planspielen in Trainings zum Thema Korruptionsprävention spricht und wie das Planspiel HONEST in Schulungen zum Einsatz kommt. Bislang wurden mehr als 600 Teilnehmende über ein Training mit dem Planspiel HONEST geschult. Basierende auf diesen Trainingsdurchführungen, legt der vorliegende Beitrag dar, welche Erfahrungen und Erkenntnisse beim Einsatz des Planspiels HONEST in Schulungen zur Korruptionsprävention gewonnen werden konnten.

Christian Hauser, Ruth Nieffer

Upscaling eines Erfolgsmodelles – Collective Action und das Compliance-Trainingsprogramm der Allianz für Integrität

Das Kapitel setzt sich mit der Allianz für Integrität als einem Praxisbeispiel für kollektives Handeln (Collective Action) im Bereich Korruptionsprävention im Privatsektor auseinander. Neben den Grundprinzipien und der Herangehensweise der Allianz für Integrität wird auch der international erprobte Drei-Stufen-Ansatz zur Korruptionsprävention in Unternehmen vorgestellt. Im zweiten Teil des Artikels liegt der Fokus auf dem Compliance-Trainingsprogramm der Allianz für Integrität, das nach einer erfolgreichen Pilotphase in Lateinamerika mittlerweile global implementiert wird. Neben der Praxisorientiertheit der Trainings wird ihre Einbettung in eine globale Collective-Action-Initiative mit vielfältigen Aktivitäten als entscheidender Erfolgsfaktor hervorgehoben.

Noor Naqschbandi

Weiterbildung zum Umgang mit Korruption in Russland

Das allgemeine Paradigma der Korruptionsforschung – Korruption sei zu definieren, ihr Grad zu bestimmen und daraufhin Anti-Korruptionsmaßnahmen einzuleiten – muss kritisch hinterfragt werden. Für einen differenzierenden Blick spricht zum Beispiel, dass bestimmte Erscheinungen, die im Westen bereits als Korruption gesehen werden, in anderen Kulturen akzeptierte soziale Norm oder sogar Tradition sind. Wie wirkt sich dies auf die Geschäftstätigkeit ausländischer Unternehmen in Russland aus? Wie sollten ausländische Unternehmen mit diesem Problem umgehen? Ein Verstoß gegen westliche Verhaltensmaßstäbe kann für Unternehmen weitreichende Konsequenzen haben, die sich auf ihre gesamte Geschäftstätigkeit auswirken. Spielen sie jedoch nicht nach den in Russland geltenden Regeln, verringern sich die Chancen, auf dem dortigen Markt Fuß zu fassen, erheblich. Eine Erweiterung ihrer Geschäftstätigkeit in Russland und die Nutzung der damit verbundenen Vorteile sind dann oft nicht möglich. Daraus ergibt sich die Frage, wie ein vernünftiges Modell entwickelt werden kann, dass es ermöglicht, in einem Land mit traditionell hoher Korruptionsrate dennoch nach ethischen Grundsätzen zu arbeiten. In Zukunft sollte bei der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften auf diese und ähnliche Fragen eingegangen und diese im Kontext des jeweiligen Landes betrachtet werden.

Elena Denisova-Schmidt, Olena Kryzhko

Resümee

Frontmatter

Wie vermittelt man Korruptionsbekämpfung? Eine Bilanz

Das bilanzierende Schlusskapitel fasst zentrale Inhalte und Dimensionen der verschiedenen Beiträge über Lehrveranstaltungen zu Korruptionsthemen systematisch zusammen und nimmt einen Ausblick vor. Didaktische Aspekte werden vor allem unter drei Schlagwörtern thematisiert: Zielsetzungen, Teilnehmereigenschaften und vermittelnde Methoden. Die Herausgeber behandeln sodann ethische Betrachtungsweisen entlang der Subdimensionen normative Ethik, Funktionalismus und deskriptive Ethik. Hinsichtlich der Inhalte der einschlägigen Informations-, Lehr-, Schulungs- und Weiterbildungsformate werden schließlich die folgenden Bereiche hervorgehoben: Theorien und Ansätze der Korruptionsforschung, empirische Forschungsresultate, wissenschaftliche Methoden sowie Compliance-Wissen.

Peter Graeff, Sebastian Wolf
Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für Web-Exzellenz im Online-Handel

Erfolgsbeispiele für erfolgreiche Online-Unternehmen gibt es viele. Best Practices für Web-Exzellenz ergeben sich aus der bestmöglichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren, die sie auf der anderen Seite aber auch maßgeblich mit bestimmt haben. Lesen Sie hier, was Sie von den Unternehmen lernen können, die zu Recht als "exzellent" bezeichnet werden können.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise