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Über dieses Buch

Die interdisziplinären Beiträge dieses Sammelbandes untersuchen systemübergreifend das Risikomanagement der Korruption in deutschen Unternehmen und Kommunen. Es werden die Ergebnisse aus der Erfassung und den Analysen des forensischen Risikomanagements von mittelständischen Unternehmen und Kommunen sowie Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Korruptionsbekämpfung unter Berücksichtigung des rechtlichen Handlungsrahmens und Aspekten der institutsübergreifenden Kommunikation und Kooperation vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Korruptionsrisiken managen – Eine Herausforderung für Behörden und Unternehmen

Eine Einführung
In den zurückliegenden Jahren ist die Kriminalität, die aus und von Unternehmen begangen wird, ebenso wie die aus und von staatlichen Institutionen in den Fokus des öffentlichen wie auch wissenschaftlichen Diskurses gerückt. Neben Betrug, Produktfälschungen oder Steuerhinterziehung gerieten Delikte aus dem Phänomenbereich der Korruption in den Blick. Besondere Aufmerksamkeit erregten dabei bspw.
Daniela Trunk, Bernhard Frevel

Korruption und Korruptionsprävention in der Wahrnehmung der deutschen Bevölkerung

Korruption ist ein oft besprochenes Kriminalitätsphänomen, aber es gehört nicht zu denen, die eine stetige und breite Präsenz im öffentlichen Diskurs erfahren. Dennoch ist es ein Delikt, welches die Gemüter der Bürger erregt, welches ihr Interesse bindet und geeignet ist, zu beunruhigen und das Vertrauen in wirksame Strukturen der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft zu stören. Nachfolgender Beitrag widmet sich der Frage nach der Wahrnehmung und Bewertung von Korruptionsrisiken und des Risikomanagements in Deutschland seitens der deutschen Bevölkerung.
Daniela Trunk, Carolin Schneider, Gernot Golka, Anne Vatter, Sigrid Hiller

Korruptionsprävention in deutschen Unternehmen und Städten

Korruption in deutschen Unternehmen sowie die Verbreitung dieses Delikts in der öffentlichen Verwaltung gerät von Zeit zu Zeit in den Blick. Es entspannen sich öffentliche Diskurse über Häufigkeit und Intensität. Es ist, überschaut man mehrere Jahre die Medienberichte, jedoch kein Dauerthema.
Daniela Trunk, Sigrid Hiller

Methodisches Vorgehen bei den Akteursbefragungen sowie der Bevölkerungsbefragung im RiKo-Projekt

Das Forschungsziel des Gesamtprojektes ist die Ausarbeitung eines systemübergreifenden Risikomanagements der Korruption. Mit einer Bevölkerungsbefragung wurde die Wahrnehmung und Bewertung von Korruptionsrisiken und des Risikomanagements von Unternehmen, Kommunen und Polizei aus Sicht der Bevölkerung erhoben. Das Risikomanagement in Unternehmen und Kommunen unter Berücksichtigung polizeilicher Aspekte wurde durch eine Befragung von Unternehmen sowie von Kommunalverwaltungen erfasst.
Uta Landrock, Henning Best, Klaus Pforr

Analysegeleitete, evidenzbasierte und lebensweltorientierte Korruptionsprävention

Bereits seit den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wird der Bekämpfung von Korruption in Deutschland größere Aufmerksamkeit zuteil. Sowohl in Behörden der öffentlichen Verwaltung als auch in Wirtschaftsunternehmen wurden Vorkehrungen getroffen, mit denen vor allem angestrebt wird, dem Phänomen vorzubeugen. Diese erfahren jedoch in der Fachliteratur erhebliche Kritik.
Maike Meyer, Bernhard Frevel

Herausforderung Korruptionsprävention in KMU meistern

Entwicklung, Pilotierung und Evaluation eines Sensibilisierungsworkshops
Einer Studie der Association of Certified Fraud Examiners aus dem Jahr 2014 zufolge stellt Korruption im Vergleich zu anderen wirtschaftskriminellen Delikten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) das größte Risiko dar. Die Aufdeckung eines Korruptionsfalls führt zudem für Unternehmen zu direkten und indirekten finanziellen Konsequenzen, die beispielsweise aus Gerichtsverfahren, Strafzahlungen und Reputationsverlust resultieren (Argandoña 2003: 263; Vetter 2013: 9-10) und sich für KMU aufgrund geringerer finanzieller Ressourcen schwerwiegender auswirken als für Großunternehmen (Association of Certified Fraud Examiners 2014: 25, 32).
Anna Werner, Tanja Rabl, Maren Albrecht

Kommunale Korruptionsprävention

Die Implementation personalwirtschaftlicher und organisatorischer Instrumente zwischen Anspruch und Realität.
Beschäftigt man sich mit der Praxis der Korruptionsprävention in Kommunen, so fallen oberflächlich betrachtet zwei grundlegende Prinzipien auf. Zum einen die mentale Fokussierung auf die Möglichkeit individuellen Fehlverhaltens von Beschäftigten, und zum anderen die Reaktion durch Normsetzung und Anweisung von immer den gleichen Präventionsmaßnahmen als sogenannte „catch all“ Instrumente. In den späten neunziger Jahren sind so in der Regel Dienstanweisungen zum Thema Korruption entstanden, welche für zumindest einen großen Teil der Beschäftigten ein Rotationsprinzip vorsehen und in Bezug auf die Prozesse auf das Mehraugenprinzip setzen.
Carsten Stark, Alexander Daniel Balzer

Korruptionsnetzwerke von KMU und Kommunen

Strukturen, hindernde und begünstigende Faktoren, Dynamiken und Verfahrensmuster
Korruption ist ein schillernder Begriff. In den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen unterscheiden sich die Definitionen teilweise sehr deutlich. Auch Begriffsbestimmungen der Praktiker, wie bspw. der Ermittlungsbehörden, schließen diesen Diskurs nicht umfassend ab.
Daniela Trunk, Andreas Schroth

Korruptions-Hinweisgebersysteme und die Optimierung des Hinweisaufkommens

Im nachfolgenden Beitrag wird auf die ersten Ergebnisse der qualitativen Forschung an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) zum Themengebiet der Korruptionsforschung eingegangen. Augenmerk sind die polizeilichen Aspekte der Korruptionsprävention und -bekämpfung. Es wird skizziert, welche Hinweisgebersysteme in Deutschland existent sind, wie diese bewertet und optimiert werden.
Kristin Weber

Korruptionsbekämpfung aus rechtlicher Sicht

Eine Vergleichsstudie aus rechtstheoretischem Blickwinkel
Korruption stellt für jeden Staat ein tatsächlich und rechtlich nicht zu vernachlässigendes Problem dar. Zwar scheinen Korruptionsdelikte aufgrund ihres Charakters auf den ersten Blick ein „opferloses“ Delikt zu sein; diese Annahme lässt jedoch außer Betracht, dass aufgrund von Korruption eine Schädigung auf vielfältige Art und Weise eintritt. Neben materiellen Schäden, wie überhöhten Auftragssummen, sind immaterielle Schäden, wie die Erosion des Vertrauens in den Rechtsstaat zu beklagen (vgl. Wabnitz et al. 2014, S. 717 ff.).
Simon Freermann

Backmatter

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