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Über dieses Buch

Seit der Novellierung des Arbeitsschutzgesetzes ist die psychische Belastung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung explizit zu berücksichtigen. Die zunehmende Bedeutung der psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt verdeutlicht, dass psychische Faktoren im Rahmen der Prävention wichtig sind. Das Kompaktverfahren Psychische Belastung gibt einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen und beschreibt eine gestufte Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung psychischer Belastung bei der Arbeit. Die praktische Arbeit wird mit einfachen Checklisten und Verfahrenshinweisen für die Beurteilung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung unterstützt. Die vorliegende fünfte überarbeitete Version des in der Praxis bewährten KPB berücksichtigt die Empfehlungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Das Kompaktverfahren Psychische Belastung (KPB) wurde vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) entwickelt und orientiert sich u. a. an den Vorgaben der DIN EN ISO 10075. Es baut auch auf anderen Verfahrensvorschlägen, z. B. der Berufsgenossenschaften, bzw. am Vorgehen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) auf. Es handelt sich bei dem Verfahren um eine Weiterentwicklung des Kurzverfahren Psychische Belastung (KPB), welches 2014 in der letzten Auflage erschienen ist. Aufgrund von Entwicklungen im Bereich der Arbeitsschutzpolitik war eine Anpassung bzw. Modifikation des Verfahrens erforderlich (vgl. Sandrock 2017).
Stephan Sandrock, Catharina Stahn

2. Fachlicher Hintergrund

Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept ist ein formales Konzept und damit speziell für die Beschreibung der Ursache- und Wirkungszusammenhänge beim Menschen geeignet. Unter dem Begriff der Belastung werden all jene Einflüsse verstanden, die von außen auf den Menschen einwirken. Die Reaktionen, z. B. die Erhöhung der Pulsfrequenz bei körperlicher Arbeit, werden als Beanspruchung bezeichnet. Dieses Ursache-Wirkungs-Konzept wurde von den technisch/naturwissenschaftlich geprägten Arbeitswissenschaftlern entwickelt (z. B. Rohmert 1984). Der Begriff Belastung verfügt im Sprachgebrauch zumeist über eine negative Konnotation. Dies sorgt als Differenzierungskriterium für den beschriebenen arbeitswissenschaftlichen Sachzusammenhang häufig für einige Unklarheiten. Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept wurde primär für den Bereich körperlicher Arbeit beschrieben, ist aber auch auf den Bereich psychischer Belastung anwendbar.
Stephan Sandrock, Catharina Stahn

3. Merkmalsbereiche psychischer Belastung

Im Folgenden werden diejenigen Merkmalsbereiche skizziert, die im Rahmen der Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung eine Rolle spielen können. In den vergangenen Versionen des KPB wurden die Kriterien den Beanspruchungsfolgen zugeordnet. Erfahrungen aus der Praxis zeigen allerdings, dass es gerade betrieblichen Praktikern leichter fällt, Kriterien in einer Reihenfolge zu bewerten, die sich bestimmten bedingungsbezogenen Oberkategorien zuordnen lassen. Die Reihenfolge orientiert sich an der GDA (GDA 2016). Damit dürfte auch in der Dokumentation der Beurteilung der Arbeitsplätze die Nachvollziehbarkeit für das Aufsichtspersonal gegeben sein.
Stephan Sandrock, Catharina Stahn

4. Anwendung des KPB

Nachdem die vorangegangenen Kapitel die theoretischen Grundlagen beschrieben haben, wird nun das praktische Vorgehen bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen erläutert.
Stephan Sandrock, Catharina Stahn

5. Checklisten und Dokumentationshilfen

Dieses Kapitel enthält Checklisten und Dokumentationshilfen.
Stephan Sandrock, Catharina Stahn

Backmatter

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