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Über dieses Buch

Nie wieder langweiliger Wirtschaftsunterricht? Dieses Praxislehrbuch vermittelt volkswirtschaftliche Inhalte mit vielfältigen Methoden und vor allem mit Spaß und Freude am „Problemlösen“! Dafür ist das wirtschaftliche Wissen in Fragestellungen und Experimente eingebettet, die Sie als Leser zu eigenen Entscheidungen und Handlungen anregen sollen. Aus Ihren Ergebnissen leiten Sie anschließend induktiv das allgemeine volkswirtschaftliche Wissen her.

Die thematische Auswahl orientiert sich an den typischen Inhalten, die Sie im VWL-Unterricht oder in den Nachrichten hören. Als Leser versetzen Sie sich in die Rolle handelnder Akteure von Unternehmen, der EZB oder des Staates und „lösen“ konkrete und praktische Aufgaben und Fragen. Dabei werden Sachtexte und Aufgaben anschaulich, spannend und teilweise spielerisch gestaltet.

Als Einführung in die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre richtet sich das Buch an Abiturienten, Erstsemester und volkswirtschaftlich Interessierte. Die Problemstellungen sind mehrjährig mit Schülern erprobt und didaktisch verfeinert worden. Sie orientieren sich sprachlich an dem Verständnis von Abiturienten. Zahlreiche Karikaturen, Abbildungen und Spielideen veranschaulichen die Themen auf lebendige Weise. Viele Ansätze und Ideen lassen sich auch auszugsweise für Berufsschüler nutzen, insbesondere die Gruppenaufgaben und Planspiele.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Schnupperkurs VWL

In diesem Kapitel machen Sie eine geheimnisvolle Erbschaft, über die Sie allerdings erst verfügen dürfen, wenn Sie den Notar davon überzeugen, dass Sie den Wert der Erbstücke richtig einzuschätzen wissen. Dazu müssen Sie herausfinden, was es mit den Edelmetallen, Währungen, Aktien und einigen Kuriositäten auf sich hat. Sie hören von der großen Inflation in Deutschland von 1923, dass der Euro bereits drei Jahre früher – als von den meisten Europäern bemerkt – eingeführt worden ist und Sie machen die Bekanntschaft mit John Maynard Keynes, Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack. Außerdem bekommen Sie einen ersten Überblick, was VWL mit Ihnen zu tun hat.
Jürgen Pfannmöller

2. Bedürfnisse und Güter

Auf einer einsamen Insel, bedroht von einem herannahenden Tropensturm, denken Sie über Ihre Bedürfnisse nach, die Sie anschließend (wieder in Sicherheit) verschiedenen Bedürfnisarten zuordnen. Sie bauen eine Pyramide mit mehreren Bedürfnisebenen und steigen die Bedürfnishierarchie von Maslow empor. Sie stellen die private Finanzierung eines öffentlichen Damm-Projekts auf die Beine, obwohl ein Teil der Bevölkerung zwar insgeheim davon profitieren, aber nicht dafür bezahlen möchte. Sie erkennen die wirtschaftlichen Güter eines kussechten Lippenstiftes am Geschmack und erkennen verschiedene Güter in einem Bilderrätsel.
Jürgen Pfannmöller

3. Produktionsfaktoren und das Planspiel Inselmanager

In diesem Kapitel versuchen Sie Ihre Ziele mit dem ökonomischen Prinzip zu erreichen und in einem kurzen Theaterstück helfen Sie Robinson, der seine Ersparnisse verprasst hat, die Produktionsfaktoren einer Insel zu nutzen, um das Überleben zu sichern. In einem Planspiel schlüpfen Sie in die Rollen von Regierung, Minenbetreibern und Insulanern, um den Rohstoffreichtum einer kleinen Pazifikinsel abzubauen. Sie ermitteln die Minimalkostenkombination für den Einsatz von Arbeit und Kapital und machen am Expansionspfad den Bereich positiver und negativer Skaleneffekte aus. In der Rolle der Minenbetreiber legen Sie die Fördermengen fest und als Regierung bauen Sie einen Flughafen, Hotels und Restaurants, betreiben eine Airline und legen Gelder an. Als Insulaner leben Sie im Schlaraffenland und überlegen, was Sie angesichts des Überflusses mit Ihrem Leben anfangen wollen.
Jürgen Pfannmöller

4. Wirtschaftskreislauf

In diesem Kapitel leiten Sie aus Ihren Beziehungen zu Staat, Unternehmen und Banken einen eigenen Entwurf für einen Wirtschaftskreislauf her. Sie verschaffen sich einen Überblick über die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und Sie hören einige wirtschaftliche Grundbegriffe. Sie unterscheiden reale (Güter) Ströme von monetären (Geld) Strömen und lernen den Wirtschaftskreislauf einer offenen Volkswirtschaft kennen, in welchem Sie Milliardenbeträge verschieben.
Jürgen Pfannmöller

5. Arbeitsteilung

In diesem Kapitel entscheiden Sie, ob es vorteilhafter ist, die inländischen Arbeitsplätze vor ausländischer Konkurrenz zu schützen oder ob sich Volkswirtschaften spezialisieren und untereinander Güter austauschen sollten. Von Adam Smith hören Sie die Theorie der absoluten Kostenvorteile. Diese besagt unter anderem, dass ein Land, das in einem Zwei-Länder-Zwei- Güter-Fall beide Güter günstiger herstellen kann, diese selbst herstellen sollte. David Ricardo verrät Ihnen, wie sich Handelspartner aufgrund von komparativen Kostenvorteilen spezialisieren sollten. Als Mitarbeiter der Produktion eines asiatischen Sportartikelherstellers erleben Sie die Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung, als Ihre Firma um den Produktionsauftrag eines neuen Fußballs konkurriert.
Jürgen Pfannmöller

6. Unternehmen

In diesem Kapitel überlegen Sie, ob Sie Ihr Geld in eine Pizza mit Cola oder in eine Aktie investieren sollten. Sie hören die Grundbegriffe rund um das Börsengeschehen und versuchen in einem Börsenspiel mit den von Ihnen ausgewählten Aktien eine bessere Wertentwicklung als der Aktienindex zu erreichen, der als Maßstab für die Wertentwicklung des Aktienmarktes gilt. Sie vergleichen, wie sich die Preise von Aktien und Konzerttickets aufgrund von Angebot und Nachfrage bilden und als Geldgeber treffen Sie eine Einschätzung, ob eine neue Billigfluglinie die Gewinnschwelle überfliegen wird.
Jürgen Pfannmöller

7. Konzentration und Kooperation

In diesem Kapitel entwickeln Sie angesichts von Firmen-Logos Ideen für den Zusammenschluss Ihnen bekannter Unternehmen. Anschließend versuchen Sie Ihren Überlegungen die Kooperationsformen Interessengemeinschaft oder Kartell bzw. die Konzentrationsformen Konzern oder Fusion zuzuordnen. Sie hören, dass die Zusammenschlüsse in Abhängigkeit von den verbundenen Wirtschaftsstufen in horizontale, vertikale und diagonale Zusammenschlüsse unterteilt werden und Ansoff stellt Ihnen seine Vorstellungen von Synergien vor, wie das Zusammenwirken von Unternehmen genannt wird. Als Kartellamt üben Sie die Fusionskontrolle aus und entscheiden auf Grundlage des Kartellgesetzes über die Zulässigkeit einer Fusion in der Lebensmittelbranche. Sie recherchieren, welche Marken den großen Konzernen angehören und kommen den Millionen-Euro-Bußgeldern gegen Ihnen bekannte Unternehmen auf die Spur, die aufgrund verbotener Preisabsprachen durch das Kartellamt verhängt worden sind. Als Mitglied eines Schwarms von Unternehmen, die sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen, nutzen Sie bestimmte Leistungen, die den Mitgliedern des Pools zur Verfügung gestellt werden.
Jürgen Pfannmöller

8. Märkte

In diesem Kapitel überlegen Sie, wie sich die Anzahl der Unternehmen und Kunden auf Preise und Marktmacht auswirkt. Sie ordnen eigene Beispiele dem Marktformenschema von Stackelberg zu und grenzen die Marktformen gegeneinander ab, die sich nicht allein aufgrund der Anzahl der Marktteilnehmer in viele und wenige einteilen lassen. Sie beobachten die Zapfsäulen der Tankstellen Ihrer Umgebung und untersuchen, ob der Benzinmarkt ein vollkommener Markt ist. Sie kaufen Konzerttickets auf dem Schwarzmarkt und überlegen, ob Sie die Schwarzhändler mit Verhandlungsgeschick gegeneinander austricksen können. Auf verschiedenen Märkten versuchen Sie herauszufinden, wie die Sie umgebenden Preise zustande kommen.
Jürgen Pfannmöller

9. Markt und Preis

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie die Preise auf unterschiedlichen Märkten aus Angebot und Nachfrage gebildet werden. Als Gruppe gewinnen mehrere Karibikreisen und entscheiden anhand des Gleichgewichtspreises, wer mitfliegen darf. An der Costa del Sol befragen Sie die Plantagenbesitzer nach ihren Preisvorstellungen, um das Gesamtangebot in Abhängigkeit vom Preis darzustellen. Sie belauschen die Mitglieder eines Frühstückskartells und überlegen, inwieweit der Kaffeemarkt in der Innenstadt für einen einheitlichen Kaffeepreis geeignet und Sie maximieren die Produzentenrente in der Gastronomie. In einem Planspiel übernehmen Sie die Geschäftsführung eines Energiedrink-Herstellers, legen die Lohnhöhe und Umweltstandards fest und Sie versuchen Ihre wenigen Konkurrenten vom Markt zu verdrängen. Als Regierung entscheiden Sie über einen Mindestpreis für Milch, um protestierende Milchbauern vor Ihrem Kanzleramt zufriedenzustellen und für die Preisgestaltung einer Szene-Kneipe orientieren Sie sich an dem Modell des Verkäufermarktes.
Jürgen Pfannmöller

10. Staat und Kapitalmarkt

In diesem Kapitel stapeln Sie den deutschen Schuldenberg in druckfrischen 50-Euro-Scheinen in einem Fußballstadion Ihrer Wahl, um sich einen Eindruck von der Höhe der Staatsverschuldung zu verschaffen. Sie erfahren, welchen Anteil der Schulden Sie selbst abtragen müssen, obwohl Sie sich an die Kreditaufnahme nicht erinnern können und in Analogie zu Ihrem eigenen Jahreseinkommen einen Tilgungsplan aus. Sie lernen das Rating als Gradmesser der Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten kennen und spielen in einem Quartettspiel wichtige Kennzahlen zu BIP und Verschuldung verschiedener Volkswirtschaften gegeneinander aus. Für einen Autokauf parken Sie Geld in spanischen Staatsanleihen König Alfons XII. und sehen, wie veränderte Renditen und Ratings Kursgewinne und Kursverluste von Anleihen bewirken.
Jürgen Pfannmöller

11. Geld und Geldwert

Im Auftrag von Königin Isabella von Spanien nehmen Sie im 16. Jahrhundert an der Eroberung und Ausbeutung Südamerikas teil und empfehlen der Regentin, was sie mit dem Königsfünftel machen soll. Sie hören wie Malestroict und Bodin die Preisrevolution des 16. und 17. Jahrhunderts erklären und wie die Inflationsrate mit Warenkörben und Preisindizes gemessen wird.
Nach einer Choreografie von Irving Fisher bewegen Sie sich im Rhythmus des Geldes und sprechen die Quantitätsgleichung des Geldes. Geld und Güter werfen Sie in die Waagschalen einer überdimensionierten Waage, um Inflation und Deflation zu messen und sehen, wie sich Geldwertveränderungen auf Vermögenswerte und Schulden auswirken. Sie beraten die Schokoladenfabrik, inwieweit gestiegene Lohn‑, Zins- und Rohstoffkosten an die Verbraucher weitergegeben werden können und ob der Gewinn über höhere Preise gesteigert werden kann. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, überlegen Sie im Jahr 1923, wie die Reichsfinanzen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden können und lesen die Geschwindigkeiten der Geldentwertung an einer leuchtenden Jahrmarktskala ab.
Jürgen Pfannmöller

12. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der Euro

In diesem Kapitel stellt sich die Europäische Zentralbank (EZB) vor. Sie erfahren was die EZB tut, um das vorrangige Ziel einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent zu erreichen und hören, wie vielschichtig Leitzinsveränderungen auf die Wirtschaft übertragen werden. Sie schnuppern in die Rolle eines EZB-Ratsmitgliedes hinein und finden heraus, nach welchem Verteilungsschlüssel die Stimmrechte auf das Direktorium und die beiden Gruppen des EZB-Rates verteilt sind. Sie horchen bei den Hauptrefinanzierungsgeschäften auf die Wechsel zwischen einer expansiven und einer restriktiven Geldpolitik (Issing 1996, S. 76) und erfahren, unter welchen Umständen die Sonnen Bank geringe Strafzinsen bekommt oder hohe Strafzinsen bezahlen muss. Die Deutsche Bundesbank erzählt Ihnen, wie über das zu druckende Geld entschieden wird und Sie lassen es sich auf der Zunge zergehen, dass 9,5 Billionen Euro nur als unterschiedliche Geldmengenaggregate auf Konten existieren. Sie sehen, was der Rhythmus der Fisher’schen Verkehrsgleichung mit der Zwei-Säulen-Strategie zu tun hat und überlegen als EZB, wie die theoretisch unbegrenzte Geldschöpfung der Banken mit Barabhebungen, Mindestreserve und Eigenkapitalvorschriften begrenzt werden kann. Anschließend werden Sie vermutlich überrascht sein, dass es verschiedene Theorien darüber gibt, wie Geld eigentlich entsteht und Sie versuchen den gordischen Knoten aus Preisniveaustabilität und Wirtschaftswachstum zu lösen. Schließlich erfahren Sie die Vorteile einer politisch unabhängigen Zentralbank und hören, wie drei Worte den Euro retteten.
Jürgen Pfannmöller

13. Wechselkurse

In diesem Kapitel treffen Sie auf sich ständig verändernde Wechselkurse, die sich binnen weniger Monate um mehrere Prozentpunkte zueinander verändern können. Sie finden sich mit verschiedenen Währungen zurecht und hören, wie sich die Preise ausländischer Güter, allein aufgrund des Wechselkurses verändern. Sie führen sich vor Augen, wie Geldpolitik, Außenhandel, Devisenspekulationen und Tourismus den Wechselkurs beeinflussen und Sie versuchen Wechselkursentwicklungen zu interpretieren. Anhand zweier Jobangebote bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie die Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Lebenshaltungskosten im Ausland von den Wechselkursen abhängig sind. In der Rolle der englischen Zentralbank, Bank of England, treten Sie 1990 dem Europäische System fester Wechselkurse (EWS) bei, um den Wertverfall des Pfundes aufzuhalten. Als Folge müssen Sie das Britische Pfund gegen spekulative Attacken von internationalen Geldanlegern verteidigen, die im Falle Ihres Scheiterns Milliarden verdienen werden.
Jürgen Pfannmöller

14. Geplante Obsoleszenz

In diesem Kapitel führen Sie die Leuchtmittelindustrie aus der Umsatzkrise und spüren die geheimen Kartellabsprachen des PHOEBUS-Kartells von 1928 im Landesarchiv Berlin auf, das durch die deutsche Wiedervereinigung in den Besitz dieser Firmengeheimnisse gelangt ist. Sie beschleunigen den natürlichen Verschleiß durch den Einbau von Sollbruchstellen und finden heraus, ob Sie ein potenzielles Opfer des geplanten Verschleißes sind. Sie untersuchen die Anreize, die mit der Lebensdauer von Produkten für Unternehmen und Verbraucher zu tun haben und unterscheiden Arten des geplanten Verfallsdatums von Konsumprodukten nach Vance Packard.
Jürgen Pfannmöller

15. Konjunktur und Wachstum

In diesem Kapitel stapeln Sie das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) vor der Zugspitze in Bayern und überlegen, wonach Wirtschaftswachstum schmeckt, riecht und wie es aussieht. Sie messen Ihren Pro-Kopf-Anteil am BIP und vergleichen den Wohlstand verschiedener Länder. In einem Würfelspiel ermitteln Sie quartalsweise das BIP und bekommen ein Gefühl für die Faktoren, die das Wachstum beeinflussen. Dazu versuchen Sie als Wirtschaftsminister in Ihrer Amtszeit eine Rezession zu verhindern und hören von Schumpeter, woran Sie die Konjunkturphase einer Depression erkennen können. Als Comicfigur laufen Sie über die in den Konjunkturphasen anwachsende und schrumpfende Berge aus Waren und Dienstleistungen und fühlen, wie sich die wirtschaftliche Lage unter Ihren Füßen verändert. Sie erfahren, wie Sie selbst die wirtschaftliche Lage mit Konjunkturindikatoren einschätzen können und ordnen in einem Konjunkturpuzzle Wirtschaftsnachrichten den passenden Konjunkturphasen und Konjunkturindikatoren zu. Sie zeichnen die vier Ziele der deutschen Wirtschaftspolitik und lernen Phillips-Kurve, Okun’sches Gesetz und aggregierte Angebotskurve kennen. Sie zeigen mit einem Papiermodell und in einem Gruppenexperiment mit Bewegung, wie sich die gesamtwirtschaftlichen Ziele des magischen Vierecks gegenseitig beeinflussen, um so die sogenannten Zielkonflikte sichtbar zu machen. Denn während manche Ziele sich gegenseitig ergänzen, stehen andere Ziele in einem Widerspruch zueinander.
Jürgen Pfannmöller

16. Die Finanzkrise von 2008 und eine Simulation der Kreditverkäufe an Investoren

In einer Simulation nehmen Sie unterschiedliche Rollen ein: Als Kreditnehmer unterschiedlicher Kreditwürdigkeit nehmen Sie Immobilienkredite auf, um an den Wertsteigerungen der Immobilien kräftig mitzuverdienen. Als Bankmitarbeiter vergeben Sie großzügig Kredite, sogar an Kreditnehmer mit schlechter Kreditwürdigkeit, weil sie angesichts steigender Immobilienpreise darauf vertrauen, das verliehene Geld jederzeit ohne Schwierigkeiten zurückzubekommen. Durch die Verbriefung der Kredite lösen Sie das Problem des begrenzten Eigenkapitals der Bank und verkaufen die Kreditbündel als Wertpapiere mit Unterstützung der Rating-Agenturen an Investoren.
Als steigende Leitzinsen die Kreditraten der variabel verzinsten Immobilienkredite ebenfalls ansteigen lassen, tauchen 2,3 Mio. Amerikaner in Ihrer Bank auf, die die Kreditraten nicht mehr bezahlen können. Sie hören das Platzen der Immobilienblase und sehen die Immobilienpreise in den Keller rauschen, woraufhin Sie vergeblich versuchen, das Geld mit Zwangsversteigerungen für die Bank zurückzubekommen. Mit anderen Investoren und Banken weltweit sitzen Sie nun auf nahezu wertlosen Immobilienkrediten und verbrieften Wertpapieren. Sie gehen der Frage nach, wie Investoren Anlageentscheidungen aufgrund von Ratings treffen und beraten als Mitarbeiter einer Rating-Agentur eine Bank bei der Verbriefung eines Kreditbündels, das nach dem Wasserfallprinzip in festverzinsliche Wertpapiere, davon eines mit der Dreifach-A Bestnote.
Jürgen Pfannmöller

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