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20.05.2016 | Kredit | Nachricht | Onlineartikel

Digitaler Wettbewerb schwächt Margen im Kreditgeschäft

Autor:
Eva-Susanne Krah
1 Min. Lesedauer

Online-Banken und branchenfremde Anbieter mit digitalen Geschäftsmodellen machen Banken Konkurrenz. Die Margen bei Standardkreditprodukten stehen daher unter Druck. Das zeigt eine neue Studie.

Besonders betroffen sind Autofinanzierungen oder Verbraucherkredite, wie die länderübergreifende Umfrage „Future of European Consumer Finance“ von Roland Berger und Eurofinas unter Bankentscheidern von 118 Kreditinstituten verdeutlicht. Zwar glauben 98 Prozent der Bankführungskräfte, dass der Markt für Konsumentendarlehen bis zum Jahr 2018 insgesamt weiter wachsen wird. Doch

  • mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten in den kommenden drei Jahren eine Konsolidierung der Branche;
  • 70 Prozent gehen davon aus, dass ihr Geschäft durch Fintechs, Online-Banken oder virtuelle Superanbieter wie Google oder Paypal gefährdet wird.

Sie messen dem Geschäftsmodell der Finanzspezialisten für den Konsumentenbereich die größten Wachstumschancen bei. In der Digitalisierung und dem Bereich Big Data sehen die Befragten zudem die wichtigsten technologischen Einflussgrößen für ihren Sektor.

Zahl digitaler Vertragsabschlüsse nimmt zu

So gehen mehr als die Hälfte der Finanzentscheider davon aus, dass bis zum Jahr 2018 die meisten ihrer Vertragsabschlüsse voll digitalisiert sein werden. Dies folgt dem Kundentrend, den Wolfgang Hach, Partner von Roland Berger, bestätigt. Er glaubt, dass Kunden von Finanzdienstleistern digitale Produkte und Dienstleistungen erwarten, "die schnell, einfach und jederzeit verfügbar sind."

Als weniger wichtig schätzen die Bankentscheider laut der Studie das Modell des Peer-to-Peer-Lending zwischen Endnutzern über virtuelle Plattformen ohne zwischengeschaltetes Kreditinstitut ein, das im Zuge der Fintech-Welle aufkam.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.01.2016 | Titel | Ausgabe 1/2016

Banken wappnen sich gegen das Margentief

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