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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Ein neues Verständnis bankbetrieblicher Risikopolitik

Zusammenfassung
Die Finanzintermediäre1 agieren in einer verminderten Dimension der Sicherheit. Über die aktuell diskutierten und besonders in ihrem Nebeneinander2 kritischen Entwicklungen des Finanzgeschäfts hinaus — dies betrifft die Aspekte hoher Volatilität, Hebelwirkung und Komplexität3 in Verbindung mit einem unzureichenden Management4 — verstärken die zunehmende Verbriefung und Technologisierung den Prozeß der Disintermediation. Vermehrte juristische Konfrontationen mit Kunden, verminderte Unternehmensloyalität oder der generelle Vorwurf der Amoralität5 sind Ausdruck einer kritischeren, rein monetäre Aspekte übersteigenden Aufmerksamkeit gegenüber den Finanzintermediären6. Generell schaffen die Übersteigerung marktwirtschaftlicher Prinzipien bei gleichzeitig erkennbaren Grenzen des Wachstums7 sowie die im Zuge der Globalisierung sich offen exponierenden Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme soziale und ökologische Friktionen. Beinahe anachronistisch mutet an, daft diese Entwicklung z.T. mit einer neuen Begehrlichkeit von Management und Eignern einhergeht, in deren Folge die Distanz gegenüber dem Risiko spürbar geringer wird8.
Dieter Gramlich

Kapitel II. Ein Bezugsrahmen bankbetrieblicher Cross Risks

Zusammenfassung
Die Analyse von Cross Risks setzt mehrfache Grundlagen voraus: Es ist das Wesen des Risikos als solches zu klären (II./1.), da dieses auf das Grundverständnis der Beziehungen von Risiken ausstrahlt (II./2.). Die Wirkungen von Cross Risks lassen sich im Hinblick auf das gesamte Erfolgspotential aus Risiken ggfs. quantifizieren. Hierfür bestehen mehrere Möglichkeiten (II./3.), aus denen für die Modellierung in Kapitel IV das Konzept des Risiken-/Chancenpotentials (RCP) ausgewählt wird. Schließlich wird die Methodik des vernetzten Denkens als geeigneter konzeptioneller Rahmen für die Verbundanalyse vorgestellt (II./4.).
Dieter Gramlich

Kapitel III. Cross Risks und Risikoanalyse

Zusammenfassung
Die folgende Analyse von Risikoverbundbeziehungen ist in vier grundlegende Schritte gegliedert. Um Verbindungen zwischen Risiken im Sinne von Interdependenzen innerhalb eines Risikosystems herstellen zu können, muß zunächst geklärt werden, welche Spannweite das Risikosystem als solches umfaßt (III./4 Unter Beachtung dieser Spannweite ist im weiteren zu fragen, welche einzelnen Elemente innerhalb des aufgezeigten Risikosystems zweckmäßig abgegrenzt werden können (III./2.). Ausgehend von den so definierten Einzelrisiken lassen sich Verbindungen zwischen den Elementen des Risikosystems erkennen. Es werden hierbei unterschiedliche Ebenen bzw. Erscheinungsformen des Risikoverbunds aufgezeigt und auch unter dem Aspekt der Dynamik hinterfragt (III./3.). Die Arbeit bewegt sich dabei insofern in einem methodischen Spannungsfeld, als bei angestrebter gesamtheitlicher Betrachtung einzelne Risikoelemente und Verbundebenen z.T. partialanalytisch betrachtet sind. Ein solches Vorgehen erklärt sich aus dem Prinzip der integralen Sichtweise als methodischem Aspekt des vernetzten Denkens, wonach komplexe Gesamtheiten zunächst in Einzelelemente zu separieren und dann wiederum — mit vertieftem Verständnis - neu zu aggregieren und zu interpretieren sind. 1m Rahmen der Zusammenfügung der Ergebnisse (III/4.) ist dabei auch zu überprüfen, welche Implikationen sie für den Umgang mit Cross Risks haben.
Dieter Gramlich

Kapitel IV. Modellgestützte Quantifizierung von Cross Risks — Der Risikoverbund im Aktiv-/Passivzusammenhang

Zusammenfassung
Die folgende Modellierung des Risikoverbunds hat zum Zweck, grundsätzliche Aussagen über Wirkungs- und Gestaltungsbereiche von Cross Risks darzustellen. Unter Beachtung der in Kapitel III gefundenen Ergebnisse ist zunächst untersucht, welche Freiräume und Ansatzpunkte für eine Implementierung von Cross Risks überhaupt bestehen (IV./2). Die Simulation wird als methodische Basis unter Verwendung der Risk Analysis erläutert (IV./3). Im Unterschied zu den aktuell diskutierten Ansätzen des Portfoliomanagements von Risiken dient hier derfir den Bereich des Commercial Banking entwickelte Modellansatz als Basis dafiir, die Effekte von Cross Risks im Aktiv-/Passivzusammenhang zu verdeutlichen (IV./4). Hierbei steht der Risikoverbund im liquiditätsmäßig-finanziellen Bereich unter besonderer Berücksichtigung von Bonitäts-, Zins- und Währungsrisiken sowie von offenen Positionen im Mittelpunkt. Das Modell wird speziell dazu benutzt, die Konsequenzen von Cross Risks fir alternative Risikoparameter und Geschäfsstrukturen zu simulieren (IV./5).
Dieter Gramlich

Kapitel V. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, die bestehenden, primär formal-analytisch ausgerichteten Ansätze zum Risikoverbund konzeptionell zu unterlegen und zu ergänzen. Aus gesamtheitlicher Perspektive wurden Elemente einer „Theorie des Risikoverbunds“ entwickelt und für den Aktiv-/Passivzusammenhang im LFB der Kreditinstitute modelliert. Die gefundenen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Dieter Gramlich

Backmatter

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