Skip to main content
main-content

17.08.2012 | Krisenkommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

"Wutbürger"-Barometer als Frühwarnsystem für Krisen

Autor:
Andrea Amerland

Millionenschwere Managerboni oder die Atomkraft? Worüber regen sich die Bundesbürger derzeit am meisten auf? Das Wutbürger-Barometer gibt Auskunft und kann frühzeitig vor Krisen warnen.

Manche Branchen und Themen stehen dauerhaft mitten im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit und sind somit per se stärker anfällig für Krisen. Die Auslöser für Krisen sind vielfältig - selten sind sie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit vorauszusehen. Aber es gibt durchaus Indikatoren. Das Wutbürger-Barometer 2012, erstellt von Faktenkontor und dem Marktforschungsdienstleister Toluna, kann durchaus ein wichtiger Indikator für Stimmungen und Meinungsbilder in der Bevölkerung sein. In einer Online-Befragung unter 1.000 Bundesbürgern wurde eine Top-Ten der Aufregerthemen ermittelt.

"Wutbürger"-Barometer - Das Ranking im Überblick

1. Praxisgebühr 85%
2. Managerboni 81%
3. Stärkung der EU zu Lasten Deutschlands 79%
4. Politiker-Diäten 77%
5. Solidaritätszuschlag 76%
6. Rente mit 67 73%
7. Schuldenunion in der EU 73%
8. Tierversuche zu Forschungszwecken 72%
9. Atomkraft 70%
10. Personalisierte Werbung im Internet 69%

Public Affairs und PR-Manager, deren Branchen und Themen sich im Ranking auf einem der vorderen Plätze befinden, sollten nach Anfried Baier-Fuchs Motto "Vor der Krise ist in der Krise" verfahren. Dem Autor zufolge gibt es die plötzlich hereinbrechende Katastrophe und das sich langsam aufschaukelnde Szenario. Organisationen, die bereits mit schlechten Umfrage-Ergebnissen kämpfen, müssen damit rechnen, dass die Medien weiter für schlechte Presse sorgen. Gezieltes Krisenmanagement setzt besser früher an. Je länger es dauert, bis ein Unternehmen auf schlechte Presse reagiert, um so mehr gerät es in die Defensive und wird von externen Experten in O-Tönen und Statements medial bewertet.

Konkrete Maßnahmen: Schnelles Handeln und glaubwürdig mit allen Unternehmensrepräsentanten, den Wunsch nach Aufklärung und Verbesserung vermitteln. Wichtig ist es dabei, die interne Kommunikation nicht zu vergessen. Wer durch die Medien von Missständen erfährt, kann sein Unternehmen nicht gut nach außen hin vertreten. All das funktioniert im Trubel der Krise reibungslos, wenn präventiv Verantwortlichkeiten und Schritte definiert wurden.

Weitere Artikel zum Thema Krisenkommunikation

Airport-Krisen reißen nicht ab
Nokias Kommunikation in der Krise
Pressekonferenzen zwischen Skandal und Langeweile
Gefahrenzone Internet: Twitter ist Auge des Taifuns

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Entwicklung einer Supply-Strategie bei der Atotech Deutschland GmbH am Standort Feucht

Die Fallstudie zur Entwicklung der Supply-Strategie bei Atotech Deutschland GmbH beschreibt den klassischen Weg der Strategieentwicklung von der 15M-Reifegradanalyse über die Formulierung und Implementierung der Supply-Rahmenstrategie. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Ableitung und Umsetzung der strategischen Stoßrichtungen sowie die Vorstellung der Fortschreibung dieser Strategie. Lesen Sie in diesem Whitepaper, wie die Supply-Strategie dynamisch an die veränderten strategischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wurde. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise