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05.11.2019 | Krisenmanagement | Infografik | Onlineartikel

Management Hauptversursacher von Kommunikationskrisen

Autor:
Andrea Amerland

Gerät ein Unternehmen in eine Kommunikationskrise, sind die Ursachen in der Regel in der Organisation selbst zu suchen. Oft handelt es sich dabei um Managementfehler. Welche Faktoren am häufigtsen Kommunikationskrisen auslösen, hat eine Studie ermittelt.

Unternehmerisches Fehlverhalten ist besonders imageschädigend. Darin sind sich Experten und viele Studien zum Thema einig. Oft wird dadurch die Reputation einer Firma und seiner Produkte über Jahre hinweg ruiniert. Ob diese Problematik allerdings auch bis in die Management Boards vorgedrungen ist, scheint fraglich. Denn wie der PR-Trendmonitor im Auftrag von News Aktuell und Faktenkontor zeigt, für den im März 2019 mehr als 500 PR-Fach- und Führungskräfte befragt wurden, sind es sehr häufig Verfehlungen oder Versäumnisse des Top-Managements, die Kommunikationskrisen auslösen.  

Die befragten PR-Mitarbeiter sind sich einig, dass das Vertuschen von Fehlern der häufigste Krisentreiber ist. 63 Prozent äußern sich in diesem Tenor. Weit abgeschlagen folgen auf den Plätzen zwei und drei Fehler des Top-Managements wie Versagen (30 Prozent) oder persönliches Fehlverhalten (29 Prozent). Die drei größten Auslöser für Kommunikationskrisen kommen also nicht von außen, sondern sind hausgemacht.  

Kommunikationskrisen kommen kaum von außen

Zwar werden Krisen auch verursacht, weil diese durch das unternehmerische Umfeld herangetragen werden. Allerdings sind diese nach Ansicht der befragten PR-Fachleute in der Minderheit. Dazu zählen mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen (26 Prozent), Social Media Shitstorms (24 Prozent) oder Falschmeldungen (22 Prozent) zum Unternehmen nur drei Faktoren.

Auf den weiteren Plätzen folgen wieder Krisenverursacher, die sich auf Versäumnisse in der Unternehmensführung zurückführen lassen. Neben fehlerhaften Produkten (22 Prozent), handelt es sich dabei um schlechten Service und miese Arbeitsbedingungen (jeweils elf Prozent), aber auch um Compliance-Verstöße (19 Prozent). 

Krisenprävention mit der Issues Map

Die Kommunikationsexperten von Faktenkontor empfehlen Unternehmen, potenzielle Krisen in Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung vorab zu bewerten. Das Ergebnis, eine so genannte Issues Map, ermögliche es, die größten Risiken für Krisen zu identifizieren und sich gezielt darauf vorzubereiten. Denn Krisenprävention ist das beste Mittel, um für die Krisen-PR gut vorbereitet zu sein oder um Krisen sogar ganz zu vermeiden.

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