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Über dieses Buch

Der vorliegende Sammelband berichtet von konzeptionellen Ansätzen entwickelter Weiterbildungen für Kunst- und Kulturschaffende. Die Beiträge machen deutlich, dass neben der Vermittlung von methodischen Kenntnissen und theoretischen Grundlagen der Kulturellen Bildung auch die Entwicklung einer pädagogischen Haltung einen Ansatzpunkt bildet, um das neu angeeignete Handlungsrepertoire für die Gestaltung pädagogischer Beziehungen anzuwenden. Der Band bietet die Gelegenheit, sich einen Überblick über unterschiedliche innovative Weiterbildungskonzepte in der Kulturellen Bildung zu verschaffen. Ausführlich diskutieren die Beiträge die konkreten Herausforderungen, die mit der Umsetzung solcher Weiterbildungskonzepte verbunden sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Kulturelle Bildung wird als ein unverzichtbarer Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung betrachtet, der vor dem Hintergrund einer globalisierten und zunehmend digitalisierten Welt für Kinder und Jugendliche an Bedeutung gewinnt, um den gesellschaftlichen Herausforderungen, z. B. dem Umgang mit kultureller Vielfalt, begegnen zu können.
Susanne Keuchel, Bünyamin Werker

Spartenspezifische Weiterbildungen

Frontmatter

Kompäd

Eine Weiterbildung für Komponistinnen und Komponisten
Zusammenfassung
KOMPÄD ist ein Weiterbildungsangebot für Komponist*innen, die sich eine zusätzliche Qualifikation für ihre pädagogische Arbeit wünschen. Genau genommen war KOMPÄD ein Forschungsprojekt zur Entwicklung und Evaluation einer solchen kompositionspädagogischen Weiterbildung. Unterstützt wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen einer Förderrichtlinie, mit der die Erarbeitung und Erprobung von Konzepten zur pädagogischen Weiterbildung von Kunst‐ und Kulturschaffenden angestoßen werden sollte.
Michael Dartsch, Christian Rolle

„Musik erleben. Musik vermitteln“

Kulturelle Bildung aus musikalischer Sicht an der Hochschule für Künste Bremen
Zusammenfassung
Das Weiterbildungsangebot „Musik erleben. Musik vermitteln“ richtet sich an Berufsmusiker*innen mit künstlerischen Studienabschlüssen, die in Berufsorchestern, ‐chören und freischaffenden Ensembles arbeiten. Die Teilnehmer*innen werden für das Feld der Kulturellen Bildung im Bereich der außerschulischen Musikvermittlung und Konzertpädagogik weitergebildet. Dabei handelt es sich um eine Zielgruppe, für die der Besuch berufsbegleitender Weiterbildungen eher untypisch ist.
Rose Eickelberg, Barbara Stiller

„Kunst_Rhein_Main“

Weiterbildung an der Schnittstelle von Kunst und Bildung unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Theater‐, Tanz‐ und Performancekunst
Zusammenfassung
In einer Vielzahl an Projekten entwickeln Kunst- und Kulturschaffende im institutionellen Bildungsbereich bisher innovative Konzepte mit einem offenen interkulturellen Verständnis, ohne in der Regel besondere pädagogische Vorkenntnisse zu haben. Auf der einen Seite ermöglichen die Kunstschaffenden Kindern und Jugendlichen, Räume für ästhetische und soziale Erfahrungen, Austausch und Experiment zu erobern und ermächtigen sie, sich als selbstbewusste Akteure in künstlerische und kulturelle Bereiche, wie dem Theater, Tanz oder der Performancekunst etc., vorzuwagen. Zugleich sind sie bei der Planung und Umsetzung von Projekten häufig auf sich allein gestellt.
Kristin Westphal, Teresa Bogerts

„Kinder_Kunst_Räume“

Kunst für Kinder wirksam machen
Zusammenfassung
Ein Freitag im Juni 2016 in Berlin. Die Weiterbildung des zweiten Moduls „Übergang Kindertageseinrichtung (Kita) – Grundschule“ hatte soeben begonnen. 14 Künstler*innen diskutierten kontrovers bei gefühlten 35 Grad Kunstbegriffe. „Wer bin ich als Künstler*in?“ Dies darzustellen, war für die Künstler*innen eine leichte Übung trotz der hohen Temperaturen. Wer sie als Künstler*innen im pädagogischen Praxisfeld mit Kindern sind, wollten wir mit ihnen im nächsten halben Jahr herausfinden.
Ricarda Schuh

Weiterbildung in der Digitalen Gesellschaft

Zur Theorie und Konzeption des „Zertifikatskurses tAPP – Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung“
Zusammenfassung
Angesichts der exponentiellen Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien, die zum Treiber der kulturellen, sozialen und technologischen Entwicklung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen geworden ist, sind Wissensformen gefragt, die sich in neuen und unvorhersehbaren, Selbstorganisation und Kreativität fordernden Situationen bewähren. Gefordert sind Bildungsangebote, die immer weniger bloßes Faktenwissen und immer mehr kreatives Handlungswissen einschließen (vgl. Erpenbeck/ Sauter 2013: v; Neuweg 2004).
Matthias Krebs, Marc Godau

Handlungsfeldbezogene Weiterbildungen

Frontmatter

„aesth paideia“ – Eine dialogisch‐forschende Weiterbildung

Zur Professionalisierung von Kunst‐ und Kulturschaffenden für die Kulturelle Bildung in der frühen Kindheit
Zusammenfassung
Im Vorfeld sei bemerkt, dass das Forschungsprojekt „aesth paideia“ eine Professionalisierung der Kunst- und Kulturschaffenden (folgend Künstler* innen genannt) für die Kulturelle Bildung in der frühen Kindheit in Verbindung und in forschender Zusammenarbeit mit Pädagog*innen vorsieht. Das findet seine Begründung auf verschiedenen Ebenen. „aesth paideia“ geht beispielsweise grundsätzlich nicht von einem Lehrbild der Absolutsetzung von Inhalten und der Deutungshoheit seitens der Dozent* innen aus; d. h., wenngleich beide Dozent*innen eine professionelle Expertise in den Künsten sowie in der Pädagogik aufweisen, so sehen sie sich nicht als die einzig relevanten Inhalts‐ und Verfahrensgeber*innen, sondern legen auf das Praxis‐ und Theoriewissen der Teilnehmenden beider Professionen, der Künstler*innen sowie Pädagog*innen, Wert.
Marion Kußmaul

„Kompetenzkurs Kultur – Bildung – Kooperation“

Zusammenfassung
Nachdem Anfang der 2000er Jahre in den bundesdeutschen Bildungsdebatten zunächst die Leistungen der Schüler*innen in den sogenannten Kernfächern im Mittelpunkt standen, hat die Kulturelle Bildung etwa Mitte der 2000er Jahre in den bildungs‐ und kulturpolitischen sowie erziehungswissenschaftlichen Diskussionen sukzessive wieder an Stellenwert gewonnen (Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! 2013; KMK 2002: 2; Deutscher Bundestag 2005: 24, 297).
Mona Jas, Andreas Knoke

Kulturelle Jugendbildung in Offenen Settings als reflexive Praxis

Zusammenfassung
Dieser Beitrag thematisiert eine Besonderheit des Weiterbildungskonzepts von ARTPAED: Die Heterogenität des Handlungsfelds der Offenen Settings der kulturellen Jugendbildung, die Vielfalt seiner Akteure und ihrer Ziele spiegelt sich in einem reflexiven Format der Weiterbildungsdidaktik wider. Im ersten Teil des Beitrags werden Ziele und Inhalte der Weiterbildung und ihre Bedeutung für die Modulthemen erläutert und begründet. Im zweiten Teil werden dann am Beispiel der Prozessbegleitung von Praxisprojekten der teilnehmenden Kunst‐ und Kulturschaffenden und der Rolle der Gastdozent*innen reflexive Formate in der Didaktik der Weiterbildung analysiert.
Elke Josties, Stefanie Kiwi Menrath, Kristin Werschnitzke

„d.art“

Pädagogische Weiterbildung vom Standpunkt der Kunst‐ und Kulturschaffenden
Zusammenfassung
Das Projekt „d.art“ umfasste zwei Teilprojekte: erstens die Entwicklung eines Konzepts für die pädagogische Weiterbildung von Kunstschaffenden und zweitens die Evaluation der Bildungs‐ und Lernprozesse, welche die Kunstschaffenden im Verlauf der Weiterbildung durchliefen.
Joachim Ludwig, Henry Utech, Markus Tasch

Weiterbildungen mit Querschnittsperspektiven

Frontmatter

„Diversitätsbewusste Kulturelle Bildung“

Kulturpädagogische Grundlagen für neue Herausforderungen in einer heterogenen Gesellschaft
Zusammenfassung
Aufgrund der zunehmenden Heterogenität innerhalb der Gesellschaft, begünstigt durch die fortschreitende Globalisierung, Medialisierung, Individualisierung, Mobilität und Migration, entstand innerhalb der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW (in Folge Akademie der Kulturellen Bildung genannt) der Wunsch, diversitätsbewusste Ansätze innerhalb der Kulturellen Bildung zu erproben. Es wurde ein entsprechender Antrag im Rahmen des Förderschwerpunkts „Förderung von Entwicklungs‐ und Erprobungsvorhaben zur pädagogischen Weiterbildung von Kunst‐ und Kulturschaffenden“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestellt.
Susanne Keuchel, Nadine Rousseau

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