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Künstliche Intelligenz und Mensch

Eine kulturhistorische Reise von der Vergangenheit in unsere Zukunft

  • 2025
  • Buch
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Über dieses Buch

Welche Handlungsspielräume haben wir in einer Welt, die zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägt wird? Was kommt auf uns zu? Dieses Buch lädt dazu ein, unsere Zukunft in einer von KI geprägten Welt bewusst zu reflektieren. Arbeitsplatzverlust, Diskriminierung, Manipulation, Cyberangriffe und das endgültige Verschwinden von Privatsphäre sind nur der Anfang, denn KI wird unser Mensch-Sein an sich in Frage stellen.

Eine unregulierte KI wird unsere Wahrnehmung immer tiefer in virtuelle Metaversen entführen, aus denen es kein Zurück mehr gibt. Sie verändert nicht nur unsere mentalen Lebenswelten, sondern auch unsere Physis. Wenn Menschen durch Body-Enhancement KI-gesteuerte Zusatzfunktionen in ihre Körper integrieren und Roboter mit biologischen Komponenten ausgerüstet werden, verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine. Wir werden zu Cyborgs – aus Science-Fiction wird eine vorhersehbare Realität.

Um diese Entwicklungen wissenschaftlich, gesellschaftspolitisch und ethisch einzuordnen, begeben wir uns auf eine kulturhistorische Reise, die von der Antike bis in ein vielleicht gar nicht mehr so fernes Morgen führt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Von den goldenen Mägden bis zum Zug 37
Die Anfänge der Künstlichen Intelligenz
Zusammenfassung
Die Idee einer künstlichen, also nicht-menschlichen Intelligenz begleitet uns seit Menschengedenken. Von der Antike bis in die Neuzeit finden wir Beispiele, bei denen sich Menschen mit künstlichen oder automatisierten Wesen auseinandersetzen, die eine eigene Intelligenz oder sogar Bewusstsein haben. Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts kommen Überlegungen hinzu, wie eine solche künstliche Intelligenz realisiert werden könnte. Befeuert durch neue Erkenntnisse der Gehirnforschung wurden schließlich erste Computersysteme entwickelt, die dann zu dem geführt haben, was wir heute als Künstliche Intelligenz bezeichnen.
Lars Jaeger, Alexander Naji
2. Intelligenz und Bewusstsein
Warum zukünftige KI ohne Philosophie nicht denkbar ist
Zusammenfassung
Die Begriffe Intelligenz, Denken und Bewusstsein stehen im Zentrum von Überlegungen sowohl von Neurologen, von KI-Forschern als auch von Philosophen. Wir diskutieren diese Begriffe aus einem naturwissenschaftlichen und philosophischen Blickwinkel. Dabei stellt sich heraus, dass ein Bewusstsein, die die sogenannte Schwache KI von einer Starken KI trennt, vielschichtig ist. Was künstliche Intelligenzen können sollen, hat sich im Verlaufe der Geschichte der KI gewandelt. Damit stellen sich auch Fragen nach einem ethischen Handlungsrahmen für Entwicklungen in der KI.
Lars Jaeger, Alexander Naji
3. Was kann KI?
Momentaufnahmen einer irren Entwicklung
Zusammenfassung
Was KI jetzt und teilweise schon seit einiger Zeit kann, ist bemerkenswert und geht oft darüber hinaus, was man ursprünglich für möglich hielt. Benutzerfreundlichkeit und besondere Trainingsalgorithmen haben den Siegeszug der heutigen KI ermöglicht. Dabei sind Anwendungen im Bereich von Big Data ein besonders herausragendes Feld, in dem KI ihre Stärken ausspielen kann. Damit sind sie für die großen Player der Internet-Wirtschaft interessant. Wir finden aber auch in vielen anderen Bereichen, vom Öffentlichen Dienst über die Forschung bis hin zur Landwirtschaft, bereits heute zahlreiche Nutzungsbeispiele.
Lars Jaeger, Alexander Naji
4. Wenn der Fuchs die Hühner warnt
Warum KI-Experten ihrer eigenen Technologie nicht trauen
Zusammenfassung
Längst ist uns klar: Künstliche Intelligenz birgt bereits jetzt zahlreiche Gefahren. Darunter: Verschwinden der Privatsphäre, Zunahme von Diskriminierung, Desinformation, Manipulation und Destabilisierung. Zahlreiche Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass wir darauf noch keine wirksamen Antworten haben. Und es könnte ja auch noch viel schlimmer kommen. Auch hochrangige Experten, teilweise selber an führender Stelle an der Entwicklung von KI beteiligt, warnen vor den Gefahren, denen wir uns stellen müssen. Und diese beziehen sich nicht nur auf technologische Risiken. Auch das Mensch-sein an sich ist in Frage gestellt.
Lars Jaeger, Alexander Naji
5. Endstation virtuelle Welt
Warum KI uns zu Non-Player-Characters machen wird
Zusammenfassung
Wir leben sowieso in einer Simulation: in einer, die uns von unserem Gehirn und den Sinnesorganen konstruiert wird. Immer mehr jedoch entstehen zudem Simulationen künstlich, die uns in eine weitere Realität ziehen. Sogenannte Metaversen können uns, auch gerade in Verbindung mit Spielen, Erlebnisse bieten, die sich kaum in ihrer Eindrücklichkeit kaum von unserer bisherigen Welt untescheiden. Sie sind täuschend echt und dennoch vollständig künstlich erzeugt. Wenn wir in diese hineingesogen werden, verlieren wir leicht die Kontrolle über das, was mit uns geschieht. Dies verändert unsere Selbstwahrnehmung, kurz: uns selbst.
Lars Jaeger, Alexander Naji
6. Geschaffen und geboren
Wenn Mensch und KI zu Cyborgs verschmelzen
Zusammenfassung
KI tritt nicht nur in Form riesiger, in großer Entfernung stehender Serverfarmen und den damit verbundenen Computer bzw. Smartphones auf. Es ist abzusehen, dass die direkte Vernetzung unseres Gehirns mit anderen Gehirnen oder mechanischen Bauteilen (und dazu können auch Körperteile gezählt werden) zunehmen wird. Brain-Computer-Interfaces sind bereits jetzt in der Lage, Gliedmaßen zu steuern oder Texte zu tippen. Damit wird der Weg gewiesen, Menschen mit Hilfe von Implantaten künstlicher zu machen. Aber auch der Weg, biologische Komponenten, insbesondere Neuronen, in Maschinen einzubauen, wird bereits verfolgt. Denn der herausragende Vorteil biologischen Lebens ist die fantastische Energieeffizienz in kompakter Bauform. Lässt sich damit eine neue, überlegene Lebensform schaffen, die als Cyborg unseren Platz an der Spitze der Evolutionspyramide übernehmen wird? Eines hat die Geschichte gezeigt: In der Regel wird das, was möglich ist, auch nachgefragt.
Lars Jaeger, Alexander Naji
7. Delirium furiosum
Lässt sich ein unkontrollierter Siegeszug der KI verhindern?
Zusammenfassung
Die Gefahren der Künstlichen Intelligenz betreffen uns alle. Am Beispiel von OpenAI lässt sich nachvollziehen, wie urspünglich angedachte Gemeinnützigkeit durch Gewinnstreben ersetzt wird. Staatliche Instanzen haben die Risiken durchaus erkannt. Sie sind aber möglicherweise weder stark noch einheitlich genug, um als Bremse zu wirken. Der Energiehunger von KI-Datenzentren verschärft die Situation eher und führt auch zu Verteilungskämpfen. Am Ende ist die Welt möglicherweise ein Ort, in dem Ressourcen und Wohlstand noch ungleicher verteilt sind als heute. In diesem Kapitel schauen wir auch in die Zukunft. Drei immer drastischer erscheinende Szenarien werden zur Diskussion gestellt. Anhand dessen stellt sich die Frage, was wir jetzt tun können.
Lars Jaeger, Alexander Naji
Titel
Künstliche Intelligenz und Mensch
Verfasst von
Lars Jaeger
Alexander Naji
Copyright-Jahr
2025
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-72145-2
Print ISBN
978-3-662-72144-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72145-2

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