Microsoft stellt neuen KI-Chip Maia 200 vor
- 27.01.2026
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Der Spezialchip von Microsoft soll künftig große Künstliche-Intelligenz-Anwendungen schneller und günstiger machen. Maia 200 ist speziell für die Ausführung von KI-Modellen entwickelt, nicht für das Trainieren von Sprachmodellen.
Der Spezialchip wurde auf die Anforderungen von KI-Modellen der nächsten Generation optimiert.
ZeNpUsS / Generated with AI / Stock.adobe.com
Der Chip wird zunächst in Microsofts Rechenzentren in der Zentralregion in den USA eingesetzt. Nach Unternehmensangaben arbeitet der Maia 200 als "KI-Beschleuniger" besonders energieeffizient und bietet ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als andere Systeme.
Bereits im November 2023 hatte das Redmonder Unternehmen einen selbst entwickelten Künstliche-Intelligenz-Chip (KI) mit dem Namen Maia 100 vorgestellt, der vor allem die Erstellung von KI-Inhalten effizienter machen sollte. Der Software-Gigant setzt in seinem Kerngeschäft stark auf Künstliche Intelligenz und ging einen milliardenschweren Pakt mit den ChatGPT-Erfinder OpenAI ein, um dessen Technologie in die eigenen Produkte zu bringen.
Abhängigkeit von Nvidia soll verringert werden
Bei Chips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz sind aktuell Systeme des Halbleiterspezialisten Nvidia das Maß der Dinge, was zu einer aufgeheizten Nachfrage nach ihnen führt. Die selbst entworfen Chips sollen Microsoft dabei helfen, sich aus der strategischen Abhängigkeit von Nvidia zu lösen und die Betriebskosten in Griff zu halten. Außerdem verspricht sich der Software-Riese davon, dass damit Software und Hardware besonders eng aufeinander abgestimmt werden können. Damit soll sich mehr Leistung pro Watt herausholen lassen. Im hart und kämpften KI-Markt verfolgen auch die Wettbewerber Amazon, Google und Meta eigene ehrgeizige Hardware-Projekte, um sich aus der Abhängigkeit von Nvidia zu befreien.
Maia 200 wurde auf die Anforderungen von KI-Modellen der nächsten Generation optimiert. Bei den neuen "Reasoning Models" werden, so der Anbieter, komplexe Rechenketten abgearbeitet. Diese Modelle "denken" vor der Antwort länger nach. Der neue Chip sei darauf getrimmt, diese intensiven, mehrstufigen Prozesse effizienter zu bewältigen. Er werde beim asiatischen Chipspezialisten TSMC im modernen 3-Nanometer-Verfahren hergestellt. "Praktisch bedeutet dies, dass ein Maia-200-Knoten die derzeit größten Modelle mühelos ausführen kann und dabei noch reichlich Spielraum für noch größere Modelle in der Zukunft bleibt", heißt es in der Erklärung von Microsoft.
Der nächste KI-Chip ist "Made in the USA"
Microsoft arbeitet bereits an einem Nachfolger des Maia 200, der unter dem Codenamen "Clea" (Maia 300) entwickelt wird. Er soll nicht mehr bei TSMC in Taiwan hergestellt werden, sondern in den USA. Damit möchte der Software-Konzern zum einen seine Lieferkette absichern. Sollte es zu Spannungen um Taiwan kommen, wäre die Versorgung durch Intel in den US-Bundesstaaten Arizona oder Ohio gesichert. Die Entscheidung für Intel wurde aber auch dadurch begünstigt, dass TSMC durch Aufträge von Apple, Nvidia und anderen in der Regel ausgebucht ist.