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KI im HR-Bereich zwischen Skepsis und gezieltem Einsatz

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KI im Personalwesen sehen viele Unternehmen kritisch. Die aktuelle Randstad-Ifo-Befragung zeigt, wo KI bereits eingesetzt wird und wo noch Zurückhaltung herrscht. Besonders im Recruiting zeigt sich Potenzial.

Auch im Personalbereich können Routineaufgaben mit Künstlicher Intelligenz automatisiert werden.


Als Möglichkeit steht die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Personalwesen seit Jahren im Raum und wurde bereits als Trend bezeichnet. Doch der Human-Resources-Bereich zeigt sich beim Thema KI-Nutzen skeptisch, so ein Teilergebnis der aktuellen Randstad-Ifo-HR-Befragung, für die quartalsweise 500 bis 1.000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen befragt werden.

Denn:

  • Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen finden die Vorteile von KI für HR-Aufgaben noch begrenzt und stufen diese als "gering" oder "eher gering" ein.
  • Lediglich 17 Prozent der Befragten sprechen Künstlicher Intelligenz für Personalprozesse einen "hohen" oder "eher hohen" Nutzen zu.
  • 19 Prozent der Unternehmen halten KI-Anwendungen im HR-Bereich quasi für sinnlos.
  • Kleinunternehmen (30 Prozent) haben weniger Anwendungsmöglichkeiten als Großunternehmen (ein Prozent).

Wo KI bereits genutzt wird und mit welchem Nutzen

Die Unternehmen, in denen kognitive Systeme im Human Resources Management (HRM) bereits zum Einsatz kommen, zeichnen ein differenzierteres Bild. Sie nutzen KI-Tools im Recruiting, bei der Aus- und Weiterbildung sowie bei wiederkehrenden Routineaufgaben.

So sehen 44 Prozent dieser Befragten den größten KI-Nutzen bei der Abwicklung administrativer Prozesse. Auf Platz zwei folgen Mitarbeiterkommunikation und Recruiting mit jeweils 25 Prozent, auf Rang drei das Onboarding neuer Mitarbeiter (13 Prozent).

Recruiting als Vorreiter bei KI-Anwendungen

Besonders vorteilhaft ist Künstliche Intelligenz laut Umfrage in der Personalbeschaffung. 70 Prozent der Befragten, die bereits auf die neue Technologie setzen, nutzen KI, um Stellenanzeigen zu verfassen und zu platzieren (55 Prozent). 33 Prozent profitieren von entsprechenden Anwendungen zur Analyse von Lebensläufen. Auch hier sind Großunternehmen aktiver als Kleinunternehmen (60 Prozent).

Der Einsatz von KI im Recruiting ist in Großunternehmen insgesamt (79 Prozent) ausgeprägter als in Kleinunternehmen (60 Prozent).

Industrie und Großunternehmen beim Upskilling vorn

Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen (30 Prozent) bietet Weiterbildungen im Bereich KI für Mitarbeitende an, 23 Prozent planen entsprechende Schulungsmaßnahmen. Vor allem Großunternehmen (66 Prozent) haben den Upskilling-Bedarf erkannt und investieren in Personalentwicklungsmaßnahmen. Besonders die Industrie ist hier führend (38 Prozent), während der Handel (18 Prozent) hinterherhinkt.

KI-generierte Bewerbungen: kritisch, aber geprüft

Auch wenn die befragten Unternehmen KI zunehmend in ihre Prozesse integrieren und in drei Jahren einen Anstieg des Nutzens in der Personalplanung von zehn Prozent auf 35 Prozent erwarten, sehen sie KI-generierte Bewerbungen kritisch. 55 Prozent bewerten diese als problematisch, prüfen sie aber dennoch hinsichtlich des Potenzials der Kandidaten. Für 21 Prozent ist es nicht entscheidend, wie die Unterlagen erstellt wurden.

"In Zeiten eines chronischen Arbeitskräftemangels ist es für Unternehmen wichtiger denn je, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Talente von sich zu überzeugen. Offenheit für Neues und gegenseitiges Verständnis helfen dabei, das Maximale aus KI herauszuholen - für alle Beteiligten", apelliert Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland.

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