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Operative Exzellenz stärkt CFO-Vertrauen

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Eine globale CFO-Studie zeigt: Trotz Risiken wie Inflation, Geopolitik und Volatilität stärken operative Präzision, Echtzeitdaten und KI das Vertrauen in die eigene Organisation und das Geschäftsmodell.

Die Stimmung deutscher Finanzentscheider ist relativ positiv. Gründe sind ein bereits breiter KI-Einsatz und die gute Vorbereitung auf transformative Veränderungen.


Finanzentscheider müssen täglich mit volatilen Märkten, geopolitischen Unsicherheiten und technologischen Umbrüchen umgehen. Wie können in diesem Risikoumfeld Top-Manager weltweit und besonders in Deutschland die nötige Zuversicht bewahren? Eine CFO-Studie, für die der Plattformanbieter Kyriba im Herbst 2025 insgesamt 1.400 Finanzführungskräfte in acht Märkten befragt hat, gibt nicht nur die Stimmung der Finance-Experten wieder, sondern befasst sich auch mit den operativen Zusammenhängen dahinter.

Stimmungs-Index zeigt "besonnenes Vertrauen" der CFOs

Für das Jahr 2026 liegt der globale OPR-Index, mit dem der Report das Vertrauen unter Finanzentscheidern misst, bei 93,28 Zählern. Damit liegt der Wert im Mittelfeld der insgesamt fünfstufigen Systematik und steht für Besonnenheit. Hier sehen CFOs weiterhin Chancen, "handeln aber selektiv", erläutert das Unternehmen das Stimmungsbild. "Sie priorisieren Resilienz und Umsetzungsfähigkeit. Sie konzentrieren sich auf Transparenz, Kontrolle und Vernetzung, damit sich Optimismus in Ergebnisse verwandeln kann."

Auch wenn die Finanzentscheider der aktuellen Umfrage zufolge auch Wachstumschancen sehen, stützen sie ihre Zuversicht vor allem auf verbesserte operative Fähigkeiten - etwa im Zuge schnellerer Entscheidungszyklen, höherer Liquiditätstransparenz und einer stärkeren Integration von Künstlicher Intelligenz (KI). Zugleich zeigen sich die CFOs äußerst sensibel mit Blick auf die Risiken. Inflation, geopolitische Spannungen, Währungsvolatilität und regulatorische Eingriffe verhindern derzeit, dass das Vertrauen in den Finanzabteilungen weltweit steigt.

Deutsche CFOs gehören zu den Optimisten

Deutschland zählt dabei sogar zu den optimistischsten Märkten im globalen Vergleich: Mit einem OPR von 103,93 liegt es hinter Singapur, aber klar vor dem Vereinigten Königreich und den USA. Das liege zum einen an einer soliden Vorbereitung auf transformative Umbrüche und eine im internationalen Vergleich breite Nutzung von intelligenten Tools.

Allerdings gibt es noch Luft nach oben, wie strukturelle Schwächen belegen: So liegt etwa die Systemkonnektivität nur bei 30 Prozent und die Liquiditätstransparenz in Echtzeit erst bei 43 Prozent. Märkte wie Singapur oder die USA demonstrieren dem Report zufolge, dass tief integrierte Systeme und umfassende Echtzeitdaten den Weg zu schnelleren, sichereren Entscheidungen ebnen.

Insgesamt prägen drei zentrale Trends das CFO-Sentiment weltweit besonders stark:

  1. Die Vertrauenslücke zwischen KI-Ambition und Realität: Zwar bewerten 74 Prozent der CFOs KI-Kompetenz als zentrale Zukunftsfähigkeit, doch die Umsetzung hinkt – in Deutschland genauso wie weltweit. Fehlende integrierte Plattformen, Bedenken hinsichtlich Datensicherheit sowie fragmentierte Treasury- und ERP-Landschaften hemmen den Fortschritt. Besonders deutlich zeigen sich diese Lücken in Frankreich, Italien und Japan. Singapur demonstriert dagegen, wie weitreichende KI-Integration die Entscheidungsagilität massiv erhöht.
  2. Engineered Growth - Wachstum auf Basis operativer Präzision: Viele CFOs wollen Wachstum nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch konstruieren. Doch fast zwei Drittel verfügen nicht über vollständige Echtzeittransparenz ihrer Liquidität - ein Grundpfeiler datengetriebener Steuerung. Deutschland liegt hier im Mittelfeld. Märkte wie Italien oder Frankreich weisen besonders deutliche Transparenzdefizite auf, während Singapur mit 62 Prozent Echtzeiteinblick klar vorausgeht. Das Ergebnis: Wo Transparenz und Konnektivität fehlen, verliert strategischer Optimismus an Durchschlagskraft.
  3. Risikointelligente Performance als neuer Standard: 61 Prozent der CFOs bewerten Risikomanagement und Szenarioplanung als Kernkompetenzen für 2026. Risiko wird damit nicht länger primär als Bedrohung verstanden, sondern als aktive Steuerungsgröße. Länder wie die USA und das Vereinigte Königreich zeigen, wie tief verzahnte Systeme und KI-gestützte Prognosen Risiko nicht nur abfedern, sondern in Wertschöpfung übersetzen können. Deutschland bewegt sich ebenfalls in Richtung proaktiver Risikosteuerung, profitiert aber noch zu wenig von Ende-zu-Ende-Verknüpfungen.

Was CFOs 2026 priorisieren sollten

Der OPR-Index belegt den Studienautoren zufolge, dass Vertrauen nicht allein auf positiven Geschäftsaussichten basiert, sondern auf operative Stärke. Für Finanzentscheider haben sie folgende To-dos parat:

  • Transparenz erhöhen, insbesondere in Liquidität und Cash,
  • KI breiter integrieren, nicht nur pilotieren,
  • Datenlandschaften vereinheitlichen,
  • Systemkonnektivität ausbauen sowie
  • Szenarioplanung und Risikomanagement institutionalisieren.

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