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Wie Führungskräfte bei KI die Belegschaft verlieren

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Viele Hoffnungen ruhen auf den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz. Insbesondere Führungskräfte wittern Chancen. Allerdings ziehen Mitarbeitende nicht unbedingt am selben Strang, wie eine Studie belegt.

Bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen müssen oft Widerstände überwunden werden.


Die schöne neue KI-Welt lockt mit Wachstums- und Einsparpotenzialen. So setzen 83 Prozent der Führungskräfte auf KI-gestützte Tools für die Arbeit. Allerdings sind ihre Beschäftigten weit weniger von der neuen Technologie überzeugt. Lediglich 42 Prozent sehen den Nutzen Künstlicher Intelligenz für sich.

Das ist das Ergebnis der Studie "Workplace AI Adoption", für die Lucid Software im August 2024 mehr als 2.000 Wissensarbeiter in Australien, Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich sowie den Vereinigten Staaten befragt hat.

Führungskräfte sind Vorreiter bei der KI-Nutzung

Während 54 Prozent der Führungskräfte KI bereits in die eigenen Arbeitsabläufe integriert haben, gilt das bei den Fachkräften nur für jeden Fünften (21 Prozent). Ähnlich engagiert zeigen sich Teamleiter bei KI-Fortbildungen: 39 Prozent nehmen mehrmals die Woche Lernangebote wahr, während Manager (20 Prozent) und Mitarbeitende (13 Prozent) sich auf diesem Gebiet eher zurückhalten.

Die Studienautoren schlussfolgern daraus, dass es vor allem die Personalverantwortlichen sind, die den Einsatz von kognitiven Systemen im Unternehmen vorantreiben. "Führungskräfte haben die Chance, die Einführung von KI so zu gestalten, dass sie für ihre Teams und das Unternehmen nahtlos und vorteilhaft verläuft - und sie so einen Schritt voraus bleiben", kommentiert Dan Lawyer, CPO bei Lucid Software, die Studienergebnisse.

Change Management kann KI-Hürden überwinden

Doch bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen stoßen Manager auf Widerstände:

  • Veränderungsunwilligkeit, Angst vor Jobverlust sowie der kontinuierliche Weiterbildungsbedarf werden von 33 Prozent aller Befragten als Hemmnisse für die KI-Transformation genannt.
  • Da nur 27 Prozent der Befragten vom Arbeitgeber rund um Künstliche Intelligenz geschult werden, kommt es auf intrinsische Motivation und Selbststudium an.
  • 40 Prozent der Befragten nennen die Datensicherheit als Problem.
  • Gleichzeitig mangelt es an ethischer Orientierung, da 35 Prozent der Befragten monieren, dass es keine entsprechenden Leitlinien in ihrem Unternehmen gibt.

Dementsprechend sind 37 Prozent der Wissensarbeiter beim Einsatz von KI-gestützten Tools für die Zusammenarbeit noch zurückhaltend. 26 Prozent geben hingegen an, dass sie gegenüber KI nur deshalb zaghaft sind, weil sie traditionelle Methoden und Tools bevorzugen.

Führungskräfte müssen die Grundsätze des Änderungsmanagements in die Praxis umsetzen, eine klare Vorstellung von den Vorteilen der KI haben und auf die Bedenken ihrer Mitarbeitenden hören, um ihnen zu helfen, den Wandel anzunehmen, lautet vor diesem Hintergrund die Empfehlung der Studienautoren.

Chancen durch KI überzeugen alle

Obwohl die meisten Beschäftigten derzeit Künstliche Intelligenz eher verhalten einsetzen, erkennen sie das Potenzial. So sind 63 Prozent sicher, dass die neue Technologie ihre Work-Life-Balance verbessert und 62 Prozent rechnen mit einer höheren Jobzufriedenheit. Den Nutzen von KI erkennen 45 Prozent unter anderem am erfolgreichen Einsatz im Team für Projekte.

"KI hilft der Belegschaft, neue Ideen zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Sie gibt den Teams wertvolle Stunden zurück, ermöglicht es, sich auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren, und treibt Projekte mit mehr Effizienz voran", so Dan Lawyer.

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