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20.03.2019 | Künstliche Intelligenz | Nachricht | Onlineartikel

Neue Forschungs-Zentren für Künstliche Intelligenz

Autor:
Nadine Winkelmann

Kognitive Systeme und Künstliche Intelligenz sind Schlüsseltechnologien für die Wertschöpfung. Die Fraunhofer-Gesellschaft will mit der Gründung zwei neuer Forschungs-Zentren diesen strategisch wichtigen Forschungsbereich weiter vorantreiben.

Von der Güterproduktion über die Logistik bis zur Medizintechnik gibt es kaum einen Bereich, der nicht von KI-basierten Technologien entscheidend transformiert wird. Im Beisein von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen sowie Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen wurde am 11. Februar in Dresden sowohl das Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme gegründet als auch ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Gründung des Center for Explainable and Efficient AI Technologies zwischen der Technischen Universität Dresden und der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnet.

Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme

Das Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme soll die Kompetenzen der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte Chemnitz und Dresden auf den Gebieten Maschinenbau und Produktionstechnik sowie Mikroelektronik und Informatik in einem interdisziplinären Innovationsraum bündeln. Ziel ist die Verbindung traditioneller und innovativer Fertigungsverfahren mit ihren jeweiligen digitalen Gegenstücken. Insbesondere zur Fertigung innovativer Produkte mit weitreichenden Designfreiheitsgraden werden neue und etablierte Produktionsverfahren kombiniert. Hieraus ergeben sich Prozessketten mit einer Vielzahl von Wechselwirkungen. Diese flexiblen Prozessketten müssen digital abgebildet, vernetzt und unter Einsatz von kognitiven Produktionssystemen beherrschbar gemacht werden. Smarte Mikrosysteme für Maschinen und Anlagen bieten hierfür die Basis in den Aspekten Kommunikation, Sensorik und Aktorik. Der Aufbau des Forschungszentrums wird über Mittel des Bundes, des Landes und der EU in Höhe von 40 Mio. Euro gefördert.

KI-Zentrum mit TU Dresden

Das Center for Explainable and Efficient AI Technologies CEE AI wird gemeinsam von der TU Dresden und der Fraunhofer-Gesellschaft getragen. Es umfasst auf Seite der TU den Exzellenzcluster "Zentrum für Taktiles Internet CeTI" und weitere Lehrstühle. Auf Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft sind das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, das Fraunhofer IWU, das neugegründete Fraunhofer CPS, der Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme EAS" des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS sowie das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktur-Systeme IVI im CEE AI vertreten.

Das gemeinsame Zentrum bündelt die Aktivitäten zum Thema Künstliche Intelligenz in der Region und stärkt damit unter anderem die Branchen des Maschinenbaus und der Mikroelektronik, die in Dresden konzentriert vertreten sind. Die thematischen Schwerpunkte des CEE AI liegen in den Bereichen "explainable AI", insbesondere der Wissensmodellierung, und "efficient AI" mit den Stoßrichtungen High Performance Computing und Big Data sowie der effizienten Einbindung von KI-Algorithmen in unternehmenseigene Hardware-Systeme.

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