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10.09.2018 | Künstliche Intelligenz | Im Fokus | Onlineartikel

Zukunftsmotor Künstliche Intelligenz

Autoren:
Alexander Ebert, Anja Schüür-Langkau

Die nächste technologische Revolution wird durch Künstliche Intelligenz bestimmt. Wie die Wertschöpfung der Zukunft aussehen könnte, zeigt eine aktuelle Studie. 


"AlphaZero" heißt ein Google-Produkt. Diese Künstliche Intelligenz (KI) lernt derartig schnell, dass sie binnen 24 Stunden übermenschliche Fähigkeiten in Brettspielen erreicht. Das Beispiel zeigt: Der Vormarsch von KI dürfte Innovationen auslösen wie einst die Erfindung der Elektrizität. Denn intelligente Roboter und selbstlernende Maschinen werden die Wirtschaft revolutionieren – insbesondere technologiestarke Standorte wie Deutschland. Deshalb sollten Entscheider heute die richtigen Weichen für morgen stellen. Wie KI bis 2040 eingesetzt werden könnte, zeigt die Studie "Wertschöpfung neu gedacht". Sie wurde von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG sowie dem Trendforschungsinstitut "TrendOne" im August 2018 vorgelegt. Die Arbeit, als Zukunftswerkstatt angelegt, basiert aber auch auf über 100 Studien sowie 40.000 weltweiten KI-Trends.

Szenarien für die Welt von morgen

Die Studie zeigt erfolgreiche Beispiele für den KI-Einsatz von der materialsparenden Designentwicklung und selbstlernenden Logistik über ein KI-gesteuertes Vertragswesen bis hin zu Potenzialbewertungen von Geschäftsideen. Sie beleuchtet aber nicht nur Lösungspotenziale, sondern skizziert auch Hürden und Grenzen der heutigen Anwendungsgebiete. Dafür macht die Studie vier Szenarien auf: Wie stark KI in Zukunft die Welt bestimmt, hängt insbesondere davon ab, ob die Gesellschaft KI eher vertraut als misstraut. Dieses Level wird unterschiedliche Wertschöpfungsschwerpunkte ausprägen: Von komplexen Steuerungsmodellen bis hin zu Überwachungssystemen oder von einer boomenden Cyber-Security-Industrie bis hin zum Kollegen Roboter, der den Fachkräftemangel kompensiert.

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KI-Potenziale für die Verwaltung

Mit dem "KI-Zukunftsradar" zeigt die Studie zudem aktuelle und kommende Technologietrends auf. Danach ergeben sich im öffentlichen Sektor insbesondere bei organisatorischen Prozessen große KI-Potenziale – gerade bei standardisierbaren Aufgaben oder wenn Assistenzarbeiten anfallen. Beispielsweise lassen sich Termine von Gruppen per App vereinfachen: Der Nutzer nennt die Teilnehmer, die App scannt deren Kalender, legt den Termin fest, bucht auf Wunsch einen Tisch im Restaurant und bestellt das Taxi für alle. Die Studie nennt die Visualisierung von Vertragsinhalten als weiteres Beispiel: Inhalte von Verträgen lassen sich bildhaft verdeutlichen, Texte vorlesen, Paragrafen anzeigen, Passagen mit Kollegen teilen und beurteilen.

Mitarbeiter einbeziehen 

"Digitale Assistenzsysteme und die Automatisierung von Routineentscheidungen können Verwaltungen dabei helfen, ihre derzeitigen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen", bestätigen Kaspar Kühl, Bernd Peper, Michael Plazek in ihrem Beitrag "Neue Potenziale für die Verwaltung" (Seite 28).

Wichtig für den Erfolg und die Akzeptanz von neuen Technologien sei es, die Mitarbeiter von Beginn an einzubeziehen. Ebenfalls wichtig ist es, dass die Führung die Entwicklung vorantreibt. "Eine kompetente Führungskraft zeichnet sich zunehmend auch dadurch aus, dass sie eine konkrete Vorstellung zur digitalen Verwaltung entwickelt, ihre Mitarbeiter auf den digitalen Wandel vorbereiten und sie durch den Umbruch begleiten kann", schreiben die Autoren auf Seite  30.

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