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KI als Wachstumsmotor für die Wirtschaft?

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Ältere Führungskräfte erwarten von Künstlicher Intelligenz (KI) eher einen Wachstumsschub für die deutsche Wirtschaftskraft als die jungen Nachwuchskräfte. Letztere halten vor allem eine Deregulierung für nötig.

Die Hoffnungen, dass künstliche Intelligenz die dümpelnde Wirtschaft beflügelt, sind groß.


Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind mies, prognostizieren die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. Gleichzeitig sorgt die Frage, inwieweit Künstliche Intelligenz die Wirtschaft beflügeln könnte, für Diskussionen.

Mit Generativer KI aus der Stagnationsfalle

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) geht davon aus, dass Künstliche Intelligenz (KI) das Wirtschaftswachstum längerfristig signifikant erhöhen kann. Dabei beruft er sich in seinem im Juli 2024 veröffentlichten Konjunkturbericht auf Studien von Strategy&, dem Kölner Institut der deutschen Wirtschaft und dem McKinsey Global Institute (MGI). "Generative KI ist ein Weg aus der Stagnationsfalle. Durch die vermehrte Nutzung von generativer KI kann sich das Potenzialwachstum von derzeit rund 0,5 Prozent auf 1 Prozent verdoppeln", fasst BVR-Chefvolkswirt Dr. Andreas Bley die Analysen zusammen.

Jede zweite Führungskraft sieht KI als Wachstumstreiber

Auch 46,5 Prozent der Führungskräfte sind überzeugt, dass die Wirtschaftsleistung dank KI hierzulande in den kommenden Jahren steigen wird, ergab eine Umfrage im Vorfeld der Digitalmesse DMEXCO. 17 Prozent der 2.000 im Sommer 2024 befragten Entscheidungstragenden glauben sogar, sie werde "eindeutig zunehmen". Nur 14,5 Prozent der Befragten sehen dagegen negative Auswirkungen von KI auf die Wirtschaftsleistung.

KI-Know-how muss wirtschaftlich genutzt werden

"Deutschland ist im Bereich KI-Forschung hervorragend aufgestellt. Mindestens genauso wichtig ist es, die Erkenntnisse in der Wirtschaft zu nutzen und darauf aufbauend erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das hierzulande erlangte KI-Know-how die wirtschaftliche Entwicklung voranbringt", bekräftigt Verena Gründel, Brand & Communications Director der DMEXCO.

Hierbei erwarten die Führungskräfte allerdings auch Engagement vonseiten der Politik, wie die Umfrage zeigt. Insbesondere werden die Förderung von Partnerschaften zwischen Forschung und Wirtschaft (34,1 Prozent) sowie der Abbau bestehender Regulierungen (27,3 Prozent) gefordert. Ferner nennen die Befragten staatliche Investitionen in KI-Forschung (21,1 Prozent), Steuererleichterungen für KI-Investitionen (14,6 Prozent) und Steuererhöhungen für ausländische KI-Firmen (9,2 Prozent) als hilfreiche Maßnahmen.

Nachwuchskräfte deutlich pessimistischer

Die Einschätzung, inwiefern Künstliche Intelligenz die deutsche Wirtschaftsleistung ankurbeln wird und welche Rolle der Staat dabei einnehmen sollte, hängt der Umfrage zufolge auch vom Alter ab. So geht bei den jungen High Potentials (18 bis 29 Jahre) etwa jeder Dritte (31,8 Prozent) angesichts des globalen KI-Wettlaufs von einem Wirtschaftsrückgang in Deutschland aus. Bei den erfahreneren Führungskräften prognostiziert dies höchstens jeder Zehnte. Knapp ein Drittel der Youngster empfiehlt: Der Staat sollte Regulierungen abbauen. Unter den 40- bis 49-Jährigen sagen dies nur 22,6 Prozent.

Auch Dirk Freytag nimmt die Politik in die Pflicht. Der Präsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. erklärt im Zusammenhang mit den Umfrageergebnissen: "Deutschland hat alle Möglichkeiten, die dritte Welle der Digitalisierung mitzugestalten. Dafür benötigen unsere Unternehmen Rechtssicherheit. Die Politik ist gefordert, neben dem notwendigen Bürokratieabbau auch die Harmonisierung der wichtigsten Gesetze voranzutreiben."

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