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Über dieses Buch

Kultur ist nicht nur Gegenstand von Kulturmanagement und Kulturpolitik, sondern vor allem ein komplexes und sich selbst tragendes System eigenständiger Sinnzuschreibungen. Die vorliegende Einführung entwirft Kultur als dynamisches Geschehen einer Bedeutungsproduktion, die in modernen, also funktional ausdifferenzierten Gesellschaften unverzichtbare Orientierungsleistungen erbringt. Eine so verstandene Kultur verbindet stabilisierende Gedächtnisfunktion mit innovatorischem Ausgriff und organisiert damit Selbstbilder einer Gesellschaft, die sich ihre Wirklichkeit immer wieder neu konstruiert. Das Buch beschreibt das Funktionieren einer so konstituierten Kultur, die Medialität, Reflexivität und Heterogenität als unhintergehbare Merkmale aufweist. Das so entworfene Bild der Kultur wird mit Beispielen, darunter der Kasseler Weltkunstschau Documenta, anschaulich gemacht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Kultur hat, wie einleitend schon betont, Konjunktur. Dies betrifft Kultur als Betrieb, als Begriff und schließlich als leitende Vorstellung, die helfen soll, eine unübersichtliche Gegenwart zu ordnen. Zunächst kommt Kultur als Oberflächenphänomen eines expandierenden, zunehmend vernetzten und medial abstrahlenden Betriebes in den Blick.
Stefan Lüddemann

Kapitel 2. Dimensionen der Kultur

Kultur ist niemals einfach von außen in den Blick zu nehmen, sondern bereits im Moment der Beschreibung nur als ihre Fortsetzung denkbar. „Wenn wir von Kultur reden, sind wir immer bereits ein Teil von ihr“ (Steenblock 2004: 11). Diese nicht hintergehbare, grundsätzliche Qualität von Kultur war bereits weiter oben anzusprechen. Sie leitet die Vorgehensweise im folgenden Abschnitt an.
Stefan Lüddemann

Kapitel 3. Kleines Glossar der Unterscheidungen

Mit den eben entworfenen Dimensionen kommt Kultur als Gefüge aus Sinnstrukturen und Bedeutungskomplexen in den Blick, das sich mit Vorstellungen von strikten Grenzziehungen nicht verträgt. Kultur ist keine nach außen abgeschlossene Struktur, sondern eher Kontaktareal und Transferzone, in der das Geschäft der Bedeutungskonstitution als permanente Neuprägung verläuft. Zu diesem Prozess gehört Offenheit im Sinn einer ständigen Durchdringung.
Stefan Lüddemann

Kapitel 4. Formate der Kultur

Kultur ist ein Gefüge aus Bedeutungskomplexen. So war der Gegenstand dieses Buches einleitend definiert worden. Diese Bestimmung versperrt den bequemen Weg, den landläufige Verständnisse von Kultur einschlagen. Diese beziehen sich, wenn sie Kultur meinen, auf die Gesamtheit von Institutionen von Theatern, Konzerthäusern und Museen oder beziehen sich auf den Bereich der schönen Künste, welche die Zeit außerhalb der Arbeit und der Alltagspflichten verschönern.
Stefan Lüddemann

Kapitel 5. Konstruktionen der Kultur

Dimensionen und Formate der Kultur: Im Durchgang durch diese Abschnitte ist ein Dualismus angesprochen worden, der mit den abstrakten Dimensionen und den konkreten Formaten grundsätzliche Aggregatzustände von Kultur als Bedeutungsproduktion unterscheiden hilft. Die für die vorliegende Darstellung leitende Vorstellung von Kultur sieht in ihr ein Programm, das als abstraktes Muster von Bedeutungen und Prozeduren ihrer Thematisierung vielfältige interne Verschaltungen aufweist, jedoch nicht der direkten Beobachtung zugänglich ist. Formate konkretisieren dieses Programm nicht nur, indem sie erlauben, es zu erfahren, zu lernen und zu handhaben.
Stefan Lüddemann

Kapitel 6. Kultur: Aktuelle Probleme und Ausblick

Mit dem Blick auf die Konstruktionen der Kultur ist ein thematischer Durchgang vorerst abgeschlossen – sofern dies im Blick auf Kultur und ihre grundsätzliche Fortsetzungsfähigkeit überhaupt gesagt werden kann. Die monographisch gerundete Darstellung muss sich abgrenzen, wo Kultur als ihr Gegenstand immer nur als grenzenloser gedacht werden kann. Jede ihrer Inblicknahmen fokussiert nur einen temporär gültigen Zustand und Ausschnitt. Kultur geht über solche Stillstellung hinweg; sie erträgt diese nur als momentane Scharfstellung gleichsam im fotografischen Sinn. Kultur gibt es – um im Bild zu bleiben – jedoch nicht als Schnappschuss. Sie wird bestenfalls in der Bildserie ihrem vollen Umfang nach erahnbar.
Stefan Lüddemann

Backmatter

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