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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung: Forschungsgegenstand, Fragestellung und Arbeitshypothesen

Zusammenfassung
Das 21. Jahrhundert beginnt unter schlechten Vorzeichen und beendet vordergründig, mit den Attacken islamistischer Terroristen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und auf das Pentagon in Washington, die Jahre der politischen Visionen nach dem Fall der Berliner Mauer. Dieses terroristische Großereignis hat zumindest dem Beginn des 21. Jahrhunderts seinen Stempel aufgedrückt: „Daß dieses Jahrhundert nur eines des Terrors sein könne, ist höchst zweifelhaft. Aber zumindest seine ersten Jahrzehnte dürften geprägt sein von entstaatlichter, privatisierter, kommerzialisierter und oft auch krimineller Gewalt. Dafür steht der 11. September 2001. 2
Naika Foroutan

Kapitel I. Strukturen und Konflikte der post-bipolaren Weltordnung

Zusammenfassung
Seit 1989 das Ende des Ost-West Konfliktes eingeleitet wurde, befinden wir uns in einem Übergang von der alten bipolaren Weltordnung hin zu einer neuen, sich formierenden, internationalen Ordnung, deren Konfiguration allmählich entsteht. Aus dem ehemals bipolaren System wird nach Ende des Ost-West Konfliktes ein zunächst multipolares System, dessen Strukturen und Konflikte in diesem Kapitel untersucht werden sollen.
Naika Foroutan

Kapitel II. Inter-zivilisatorische Kulturdialoge als Konfliktregulierungsinstrument

Zusammenfassung
Die Konflikte der Neuen Weltordnung sind in Kapitel I benannt worden: Strukturelle Globalisierung versus kultureller Fragmentation, verbunden mit religiösem Fundamentalismus und ethnopolitischen Konflikten führen zu teilweise hysterisierter Angst vor einem Zusammenprall der Zivilisationen mit partiell gewaltförmigem Konfliktaustrag. Tatsächlich scheinen Prozesse der Retraditionalisierung, Gegenakkulturation und Entwestlichung die Strukturen der Internationalen Beziehungen im 21. Jahrhundert zu prägen. Das Wiederaufleben lokaler Kulturen geht weltweit in ähnlicher Form vonstatten — das Erwachen vormoderner Traditionen und parochialer Kulturen ist gleichermaßen im Islam, im Hinduismus und im Konfuzianismus zu beobachten. Gemeinsam ist allen die Ablehnung anderer Kulturen. In der Perzeption des Westens ist es vor allem der radikalisierte Islam, der sich in seiner Zurückweisung der westlichen Kultur in eine direkte Konfrontation begibt.
Naika Foroutan

Kapitel III. Transformation und Demokratisierung als Ziel der Kulturdialoge

Zusammenfassung
Der Kulturdialog soll als konfliktregulierendes Instrument, einer Vertiefung zivilisatorischer Konflikte zwischen dem Westen und der islamischen Welt vorbeugen und in diesem Sinne an einer Neustrukturierung der post-bipolaren Weltordnung mitwirken. Unabhängig von den idealistischen Begründungen, warum dem inter-zivilisatorischen Dialog als humanistischem Ziel der Vorzug vor militärischen Konfliktlösungsformen zusteht, ist auch ein ganz praktischer, pragmatischer und realistischer Grund anzugeben, welcher in diesem Kapitel behandelt werden soll: Der inter-zivilisatorische Kulturdialog begleitet die Transformation autoritärer Staatensysteme — wozu fast alle islamischen Länder zählen — und führt als Konsequenz durch eine stufenweise Demokratisierung zum Einhalt des islamischen Fundamentalismus.
Naika Foroutan

Schlussbetrachtungen und Zukunftsperspektiven

Zusammenfassung
Zwischen dem Beginn der Dissertation im Dezember 2000 und deren Abschluss im März 2004 hat die zunächst prognostizierte Gefahr inter-zivilisatorischer Konflikte zwischen dem Westen und der islamischen Welt einen manifesten Charakter angenommen. Mit Ereignissen wie dem 11. September 2001 und den sich daraufhin zuspitzenden Konflikten in Afghanistan und im Irak, mit Terrorattacken in Tunesien, Indonesien, Marokko, Saudi Arabien, Istanbul und vor allem mit dem Eintritt des islamistischen Terrors auf europäischem Boden nach dem Bombenanschlag in Madrid am 11. März 2004, entpuppt sich die Prognose Huntingtons vom,Zusammenprall der Zivilisationen’ offensichtlich als bittere Realität.
Naika Foroutan

Backmatter

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