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Über dieses Buch

Dieses essential zeigt praxisnah, wie eine gelungene Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten bei deren Bewältigung der integrationsbedingten Anforderungen in eine für sie neue und unbekannte Kultur und Gesellschaft geleistet werden kann. Es werden die Herausforderungen auf Seiten der Flüchtlinge und Migranten einerseits, und der aufnehmenden Gesellschaft andererseits sowie der Fachkräfte, Helfer und Unterstützer in der Flüchtlings- und Migrantenarbeit aus psychologischer Sicht behandelt. Hilfestellungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen werden präsentiert und analysiert, verbunden mit Hinweisen zur Entwicklung entsprechender interkultureller Kompetenzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Im Verlauf der massenhaften Zuwanderung von Flüchtlingen und Migranten nach Deutschland gewann der Begriff „Integration“ immer mehr an Bedeutung. Vielen erscheint kulturelle Integration als der Königsweg zur Bewältigung der Herausforderungen, die mit Flucht, Vertreibung und Zuwanderung für die Immigranten einerseits und für die Mitglieder der aufnehmenden Gesellschaft andererseits verbunden sind. Selten wird die Frage gestellt, was denn kulturelle Integration eigentlich ist, was sie konkret bedeutet und wie sie erreicht werden kann.

Alexander Thomas

Kapitel 2. Herausforderungen

Mit der Integration von Flüchtlingen und Migranten hat die deutsche Bevölkerung langjährige Erfahrung. Die Integration von vielen Millionen Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg aus den östlichen und südöstlichen ehemaligen Reichsgebieten war nicht einfach, ist aber gelungen. Die Integration angeworbener Gastarbeiter, meist aus europäischen Ländern, ist teilweise gelungen, teilweise aber auch nicht, denn manche wollten oder konnten sich nicht integrieren und manche wollen sich immer noch nicht oder können sich nicht integrieren.

Alexander Thomas

Kapitel 3. Integrationsspezifische Aspekte interkultureller Handlungskompetenz

Jeder Mensch hat es unter normalen Lebensbedingungen von Geburt an mit Integration zu tun. Kindheit und frühe Jugend bestehen im Wesentlichen darin, den Lernprozess der Enkulturation erfolgreich zu durchlaufen. Er muss die Werte, Normen, Sitten, Gebräuche und Verhaltensgewohnheiten, die seine Herkunftskultur prägen, kennenlernen und so verinnerlichen, dass ihre Befolgung zur Gewohnheit und Selbstverständlichkeit wird. So muss ein Kind beispielsweise lernen, wie man andere Menschen begrüßt, Geschenke überreicht und Geschenke annimmt.

Alexander Thomas

Kapitel 4. Die Akkulturationsthematik

Wenn man anerkennt, dass eine erfolgreiche, auf Integrationsförderung gerichtete interkulturelle Handlungskompetenz notwendig und in der oben präsentierten Definition durchaus zutreffend beschrieben ist, kann es sinnvoll sein, auf dieser Basis nach spezifischen Kompetenzmerkmalen für die in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten tätigen Personen zu suchen und diese zu definieren.

Alexander Thomas

Kapitel 5. Die Integrationsthematik

Wenn man nun anerkennt, dass Integration die wirksamste Akkulturationsstrategie ist, die Flüchtlinge und Migranten praktizieren können, um ein zufriedenstellendes und selbstbestimmtes Leben im Gastland zu führen, stellt sich die Frage, wie diese Integrationsbemühungen unterstützt werden können. Politik und Medien können dazu beitragen, dass die Mehrheit der Mitglieder der Aufnahmegesellschaft eine positive, weltoffene, kulturellen Diversitäten gegenüber wertschätzende Einstellung entwickelt.

Alexander Thomas

Kapitel 6. Die Kompetenzthematik

Wer auch immer, in welchen Funktionen und Positionen und mit welchem Auftrag für sich in Anspruch nimmt, Flüchtlinge und Migranten bei ihren Integrationsbemühungen unterstützen zu wollen und zu können, muss über Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, die diesem Anspruch gerecht werden. Hierzu gehört das, was in der Definition zur interkulturellen Handlungskompetenz bereits formuliert wurde. Es muss eine Grundhaltung kultureller Wertschätzung im Bezug auf die kulturspezifischen Werte, Normen, Verhaltensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche der Flüchtlinge und Migranten aufgebaut und verinnerlicht werden.

Alexander Thomas

Kapitel 7. Kulturdimensionen und Kulturstandards

Die bereits erwähnten Definitionen von Kultur geben eine Erklärung für das, was kulturell bedingte Ursachen bewirken und ermöglichen so ein Verständnis für ihre Wirkungen.

Alexander Thomas

Kapitel 8. Lern- und Trainingskonzepte

Fachkräfte, die haupt- oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen/Migranten zu tun haben, sind daran interessiert, dass sie mit ihrer Arbeit die zu erwartenden und erwünschten Resultate erbringen und im weiteren Sinne eine Integration ihrer Klienten in die deutsche Gesellschaft zu ermöglichen, zu fördern und zu unterstützen. Zudem besteht bei allen Fachkräften der Wunsch, dass ihnen die Arbeit auch Freude bereitet, dass sie Erfolge verzeichnen können und sich dementsprechend auch Erfolgserlebnisse einstellen.

Alexander Thomas

Kapitel 9. Die Beratungsthematik

Die Arbeit mit Flüchtlingen/Migranten, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, umfasst eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Tätigkeiten, aber die Beratung, speziell die Weitergabe von Informationen, die Diskussion über den Sinn und Nutzen wichtiger Entscheidungen, Vermittlung von Wissen, Einsichten und Einstellungen sowie Vorschläge zum Lernen oder das Einüben von Tätigkeiten und Fertigkeiten sind immer von zentraler Bedeutung. Der deutsche Berater greift dabei auf das zurück, was er selbst gelernt, als richtig, stimmig und zielführend erkannt hat und von dem er überzeugt ist, dass man damit im Leben in Deutschland gut zurechtkommt. Diese eigenen Überzeugungen wird er zu vermitteln und falls erforderlich auch rational zu begründen versuchen.

Alexander Thomas

Kapitel 10. Schlussfolgerungen

Ob es um den Einsatz von Fach- und Führungskräften in der Wirtschaft, in der Entwicklungszusammenarbeit, in der Verwaltung oder in den Sicherheitsdiensten im Ausland geht oder um die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen/Migranten im Inland, in allen diesen Fällen führen kulturell bedingt kritische Interaktionssituationen zu Missverständnissen, Irritationen und Konflikten, die nur mithilfe interkultureller Handlungskompetenz einigermaßen zufriedenstellend und zielführend zu lösen sind.

Alexander Thomas

Backmatter

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