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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung in den Problemkreis Kumulationszins, Zinshysterese und dynamische Zinsverrechnung

Zusammenfassung
Zinsen als Preis für die Bereitstellung von Kapital sind seit frühen historischen Zeiten für alle Wirtschaftssubjekte etwas Selbstverständliches. Jeder kann sich ohne spezielle Begabung oder Ausbildung in der komfortablen Lage eines Kapitalgebers befinden oder in sie gelangen und verfolgt dann in der Regel das Interesse einer möglichst hohen Verzinsung seines Kapitals. Umgekehrt entwickeln private Haushalte, Betriebe oder öffentliche Institutionen Kapitalbedarf und sind dann als Kreditnehmer an einer möglichst niedrigen Verzinsung interessiert. Während das ökonomische Bewusstsein der privaten Haushalte auch in der heutigen wirtschaftlich geprägten Gesellschaft noch entwicklungsfähig ist und öffentliche Institutionen in Gestalt der Politiker ökonomische Verantwortung gerne verdrängen, sind Zinsphänomene für Betriebe in der Marktwirtschaft von existenzieller Bedeutung und können in ihrer unentrinnbaren Zwangsläufigkeit nicht negiert werden.
Klaus Pyrkosch

2. Nutzungsadäquate Zinszurechnung im Bereich der privaten Haushalte

Zusammenfassung
Analog der Betriebsmittelausstattung der Unternehmen erwerben auch die privaten Haushalte langlebige Wirtschaftsgüter, wie z. B. Autos oder Immobilien, deren Nutzung sich anschließend über viele Jahre bzw. sogar Jahrzehnte verteilt. lhre Finanzierung erfolgt je nach Vermögens- und Einkommensverhältnissen zu unterschiedlichen Anteilen über Eigenkapital oder Kreditaufnahme. Für die zu untersuchenden Fragen der Zinszurechnung braucht in dieser Hinsicht keine weitere Differenzierung zu erfolgen: Im Falle der Kreditaufnahme fallen effektive periodische Zinszahlungen bis zur Tilgung an. Im Falle einer Finanzierung aus vorhandenem Vermögen sind im Sinne von Opportunitätsüberlegungen kalkulatorische Zinsen zu veranschlagen. Auch die Höhe des jeweils geltenden Zinssatzes ist für die nachfolgenden Überlegungen grundsätzlich ohne Bedeutung. Allerdings werden die herauszuarbeitenden Effekte mit steigendem Zinssatz zunehmend gravierender.
Klaus Pyrkosch

3. Zinshysterese und nutzungsadäquate Zinszurechnung bei Betriebsmittelinvestitionen in Betrieben

Zusammenfassung
In Kapitel 2 ist deutlich geworden, dass die nutzungsadäquate Zinszurechnung für Abläufe im privaten Haushalt eher belanglos ist und nur für Wirtschaftssubjekte mit ausgeprägtem ökonomischem Bewusstsein erhellende Erkenntnisse beinhaltet. Betriebe sind demgegenüber auf Gewinnerzielung und Kostenminimierung verpflichtet. Insbesondere ist eine periodengerechte Zurechnung der Kosten ein Grundprinzip betrieblicher Rechnungslegung.
Klaus Pyrkosch

4. Übertragung der materialwirtschaftlichen Bestellmengenoptimierung und Zinszurechnung auf die Betriebsmittelbeschaffung

Zusammenfassung
In der Materialwirtschaft haben statische und dynamische Kostenminimierungsansätze als Entscheidungshilfen für das Beschaffungsverhalten eine alte Tradition. Material ist nicht mit der Last der Unteilbarkeit beschwert: Es kann speziell unter Zinskostenaspekten in praktisch beliebiger Quantelung und damit für jeweils kostenminimierende Reichweiten bezogen werden.
Klaus Pyrkosch

5. Prinzipien und Gestaltung der dynamischen Zinsverrechnung

Zusammenfassung
Die bereits im Einführungskapitel grob umrissene dynamische Zinsverrechnung steht mit ihrer grundsätzlichen Prozessorientierung und dem Ziel einer verursachungsgerechten Belastung der Kostenträger mit Zinsen im Gegensatz zur konventionellen betrieblichen Zinsermittlung und -zurechnung. Um diese Unterschiede plastisch hervortreten zu lassen, soll zunächst ein kurzer Blick auf das Standardvorgehen bei der konventionellen Zinsverrechnung geworfen werden, bevor sich die Untersuchung den Prinzipien der dynamischen Zinsverrechnung zuwendet.
Klaus Pyrkosch

6. Kapitaltransformationsfunktionen und Kapitalbindungskoeffizienten als genereller Bezugsrahmen für Kumulationszins, Zinshysterese und die dynamische Zinsverrechnung

Zusammenfassung
In abstrakter Sicht lässt die zuvor primär anwendungsorientiert entwickelte dynamische Zinsverrechnung den Betrieb als Stätte beständiger Transformation und Statuswechsel der betrieblichen Wertobjekte erscheinen. Das legt es nahe, sie in einen erweiterten kapitaltheoretischen Bezugsrahmen einzubetten. Ausgehend von der Zwangsläufigkeit von Zeit- und Kapitalbedarf für die Produktion soll dafür im Folgenden ein Instrumentarium von Kapitaltransformationsgeschwindigkeiten und — funktionen und von Kapitalbindungskoeffizienten abgeleitet werden, das sich für vielfältige analytische Zwecke eignet. Insbesondere bildet es einen geeigneten Bezugsrahmen, um die Kumulationszins- und Zinshysteresephänomene in generalisierender Form zu diskutieren. Als Konsequenz ergeben sich daraus wiederum Aspekte und Gestaltungsmögichkeiten für die dynamische Zinsverrechnung.
Klaus Pyrkosch

7. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Kumulationszins und Zinshysterese sind zwei vom Verfasser pragmatisch geprägte Begriffe für Zinsphänomene, denen jedes Unternehmen grundsätzlich ausgesetzt ist, die aber bislang weder in der betrieblichen Praxis noch in der betriebswirtschaftlichen Theorie systematisch und konsistent Berücksichtigung finden.
Klaus Pyrkosch
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