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14.02.2018 | Ladeinfrastruktur | Nachricht | Onlineartikel

Forscher entwickeln die Multi-Energie-Zapfsäule der Zukunft

Autor:
Patrick Schäfer

Die Tankstelle der Zukunft muss auch auf Elektrofahrzeuge und alternative Antriebe ausgerichtet werden. Eine Multi-Energie-Zapfsäule soll Strom, Wasserstoff sowie Methan aus erneuerbaren Quellen liefern.

Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) wollen die entsprechende Tankstelle für Strom, Wasserstoff und Methan entwerfen. Mit der Mehrfach-Zapfsäule soll erneuerbarer Strom, etwa aus Windkraftanlagen, über das Stromnetz direkt in die Batterie der Elektroautos geladen werden können. Überschüssiger Strom soll in Wasserstoff und Methan gespeichert werden.

Bei erhöhtem Strombedarf soll eine stationäre Großbatterie zugeschaltet werden, die zuvor bei einem Überangebot an Strom gefüllt wurde. Wird mehr Strom produziert, als die tankenden Fahrzeuge und die Zusatzbatterie aufnehmen können, soll der Ökostrom in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert werden. Dieser stünde dann Brennstoffzellenfahrzeugen zur Verfügung. Ist auch der Wasserstoffspeicher voll, wird dieser in Methan umgewandelt. Dafür wird dem Wasserstoff Kohlendioxid zugeführt, an einem Katalysator reagieren beide zu Methan, das von Erdgasfahrzeugen getankt werden kann.

Erneuerbare Energie effizient umwandeln

"Mit unserem Vorhaben bleibt die Kopplung des Stromnetzes mit der Mobilität nicht auf Elektroautos beschränkt", erklärt Dr. Ulrich Zuberbühler vom ZSW. In einer stufenförmigen Nutzung wird die erneuerbare Energie erst nach Ausschöpfung des Potenzials für reine Elektroautos umgewandelt auch Fahrzeugen mit anderen alternativen Antrieben bereitgestellt. 

Die für fünf Jahre angesetzten Forschungsarbeiten erfolgen im Rahmen des Projekts "Quarree 100", dort soll die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,3 Millionen Euro. 2020 soll die Multi-Energie-Zapfsäule getestet werden.

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