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17.05.2016 | Ladeinfrastruktur | Nachricht | Onlineartikel

Bosch-App erleichtert die Nutzung von Ladesäulen

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2 Min. Lesedauer

Bosch Software Innovations stellt zusammen mit Autobauern Charging Apps inklusive Backend-Infrastruktur bereit. Fahrer von E-Autos können so freie Ladestationen finden und diese unkompliziert nutzen.

Die Bosch-Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations stellt in Kooperation mit verschiedenen Automobilherstellern Charging Apps inklusive einer Backend-Infrastruktur bereit. Derzeit bieten Smart, Mercedes-Benz sowie bald auch Renault die Charging Apps kostenfrei an. Rund 3700 öffentliche Ladepunkte in Deutschland sind laut Bosch bereits eingebunden. Die Fahrer von Elektroautos sehen mit den Charging Apps auf ihrem Smartphone auf einen Blick, wo sich in ihrer Nähe freie Ladestationen befinden, und können diese einfach und unkompliziert nutzen.

Anwendungen bringen Ladepunkte unterschiedlicher Ladestationsbetreiber zusammen

Ein wesentlicher Vorteil der Charging Apps ist laut Bosch ihr Umfang: Rund 3700 der in Deutschland mit dem Internet verbundenen, öffentlich zugänglichen Ladepunkte wurden dazu bereits vernetzt. Das sind etwa 80 Prozent aller öffentlich zugänglichen und internetfähigen Ladepunkte in Deutschland, gibt Bosch an. Weitere europäische Länder sollen folgen. Neben der technischen Umsetzung auch über die sogenannte eRoaming-Plattform intercharge hat Bosch Software Innovations im Vorfeld mit einer Vielzahl von Ladesäulenbetreibern entsprechende Verträge abgeschlossen. Die App-Nutzer könnten dadurch einfach und bargeldlos an den angezeigten Ladestationen laden, ohne im Vorfeld technische und vertragliche Fragen selbst klären zu müssen, so Bosch. Ihnen reiche für die Nutzung der Charging Apps ein Paypal-Konto und eine einmalige Registrierung. Auch der Zahlungsprozess soll über die Apps abgewickelt werden.

Die Automobilhersteller Smart, Mercedes-Benz und Renault möchten mit den Charging Apps mehr Kunden für Elektroautos gewinnen. Denn unkompliziertes Laden ist neben attraktiven Fahrzeugen ein wesentlicher Faktor, um die Elektromobilität in Deutschland weiter voran zu bringen. Auch die Betreiber der Ladestationen sollen profitieren: Sie erhöhen mit den Apps die Auslastung ihrer Ladepunkte.

Technische Grundlage: Bosch IoT Suite

Die technische Grundlage für die Charging Apps ist die Bosch IoT Suite – ein Cloud-fähiges Softwarepaket zur Entwicklung von Anwendungen im Internet der Dinge. Es umfasst sowohl die unterschiedlichen regionalen Strom- und Ladesäulenanbieter, die intercharge-Plattform für das eRoaming als auch die Partnerservices, die den Bezahlvorgang sicherstellen.

Die Vernetzung der Ladestationsbetreiber erfolgt über die eRoaming-Plattform intercharge. So konnten in Deutschland zuletzt 700 weitere Ladepunkte von Belectric Drive, EmiS und der E-Wald GmbH zur Nutzung über die Charging Apps bereitgestellt werden. Die Charging Apps sind sowohl für iOS als auch für Android verfügbar.

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