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30.10.2017 | Ladeinfrastruktur | Nachricht | Onlineartikel

Gesteuertes Laden hilft Stromnetz und optimiert Ökostrom-Nutzung

Autor:
Christiane Köllner

Das Projekt ePlanB hat den Erneuerbaren-Anteil beim E-Autostrom um bis zu 40 Prozent gesteigert. Zudem ließen sich Leistungsspitzen im Stromnetz vermeiden. Ermöglicht hat dies ein intelligentes Lademanagement. 

Das Forschungsprojekt ePlanB hat ein intelligentes Lademanagement für Elektroautos entwickelt und getestet. Dabei sei es gelungen, den regional erzeugten Strom bestmöglich und direkt vor Ort zu nutzen. Das Projekt ePlanB wurde nun offiziell mit der Fertigstellung des Endberichts abgeschlossen.

Ziel des dreijährigen Projekts war es, Elektrofahrzeuge von Pendlern dann zu laden, wenn viel lokal erzeugter Solarstrom zur Verfügung steht und/oder der Börsenpreis für Strom sehr niedrig ist. Dafür haben die Projektpartner mehrere Feldtestphasen durchgeführt, in denen die Elektroautos zunächst ungesteuert und anschließend gesteuert geladen wurden. 

Gesteuerten Ladens erhöht Ökostromanteil um bis zu 40 Prozent

Durch das entwickelte intelligente Lademanagement habe man in der Phase des gesteuerten Ladens der Anteil des regenerativ erzeugten Stroms um über 40 Prozent gegenüber der ungesteuerten Referenzphase erhöhen können. Hierzu wurden die Elektrofahrzeuge nicht direkt nach dem Anstecken, sondern gezielt zu Zeiten mit hoher Photovoltaik-Erzeugung geladen. Dadurch konnten auch Leistungsspitzen im Stromnetz, die durch das zeitgleiche Laden von Elektrofahrzeugen verursacht werden, vermieden werden. 

Die vier Feldtestphasen hatten jeweils unterschiedliche Forschungsschwerpunkte. Zu Beginn wurden die Elektroautos ungesteuert geladen, das heißt der Ladevorgang startete, sobald die Teilnehmer das Auto an die Ladesäule angeschlossen hatten. Beim gesteuerten Laden, das mit der zweiten Feldtestphase startete, gaben die Pendler über ein Online-Portal oder ein zentrales Eingabeterminal bei der Ankunft am Parkplatz Daten zum Ladezustand der Batterie und dem geplanten Abfahrtszeitpunkt ein. Die intelligente Ladesteuerung erstellte für jedes Fahrzeug einen Ladeplan, sobald das Fahrzeug an die Ladesäule gesteckt wurde. Dieser errechnete sich aus den Prognosen der PV-Erzeugung und den Eingaben des Pendlers zum Ladezustand und Abfahrtszeitpunkt. 

Der Ladevorgang ließ sich somit in Zeiten verschieben, in denen heimische PV-Anlagen besonders viel Strom erzeugten. Auf diese Weise konnte deutlich mehr regional erzeugter Strom für das Laden genutzt werden: Während beim ungesteuerten Laden teilweise nur 40 Prozent des Ladestroms aus Photovoltaik-Anlagen der Region stammten, waren es mit Lademanagementsystem bis zu 69 Prozent. Wären alle Fahrzeuge steuerbar, läge dieser Anteil sogar bei über 80 Prozent. Außerdem konnten die Lastspitzen, die beim ungesteuerten Laden in den Morgenstunden lagen, geglättet und im Mittel um 43 Prozent reduziert werden.

20.000 Liter Benzin in der Projektlaufzeit eingespart 

Das Projekt ePlanB wurde von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), Lechwerke (LEW), LEW Verteilnetz (LVN), der Stadt Buchloe und dem Landkreis Ostallgäu durchgeführt und vom Bayrischen Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert. Für die Projektlaufzeit wurden 14 Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller an insgesamt 56 Teilnehmer verliehen. Diese pendelten für jeweils sechs Monate damit zum Park-and-Ride-Platz am Bahnhof in Buchloe. Über die zweijährige Feldtestphase konnten insgesamt circa 62.000 Kilowattstunden regenerativer Strom geladen und somit circa 20.000 Liter Benzin eingespart werden.

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