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24.12.2021 | Ladeinfrastruktur | Infografik | Online-Artikel

Nicht nur das Bezahlen muss beim E-Laden einfacher werden

verfasst von: Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer

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Beim Schnellladen an der Langstrecke gibt es einer ADAC-Umfrage zufolge noch Verbesserungsbedarf: Vielen E-Autofahren mangelt es an Zuverlässigkeit, Information, Transparenz und Komfort bei Schnellladesäulen. 

Fast 40 % der Elektroauto-Fahrer ist mit der Ladesituation auf Langstrecken nicht besonders zufrieden, wie eine ADAC-Umfrage unter 400 Elektroauto-Fahrern herausgefunden hat. Demnach wünschten sich die Befragten unter anderem einen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur, eine Vereinfachung der Abläufe, verlässlichere Ladesäulen sowie günstigere Preise und schnelleres Laden, so die Umfrage, die nach der Erfahrung an öffentlichen Schnellladesäulen auf Langstrecken gefragt hat. Nur wenige Elektroauto-Fahrer (23 %) hätten Sorge, die nächste Schnellladestation nicht rechtzeitig zu erreichen.

Verbraucher wünschen sich EC- und Kreditkartenzahlung

Laut Umfrage gaben ferner 27 % der Befragten an, dass sie die Preise pro Ladevorgang nicht angemessen finden, zwei Drittel befürchteten sogar, dass das Laden zukünftig noch teurer werde. Auch bei der Handhabung der Zahlungsvorgänge gebe es Verbesserungsbedarf: Ad-hoc-Bezahlen mit gängigen Giro-, Debit- oder Kreditkarten via Kartenlesegerät würde für 67 % den Bezahlvorgang erleichtern. Hier hat die Politik bereits gehandelt: Neue öffentliche Ladesäulen müssen nach der neuen Ladesäulenverordnung nun ab Mitte 2023 mit Lesegeräten für Debit- und Kreditkarten ausgestattet sein.

Auch die Preisgestaltung an den Schnellladesäulen sehen Nutzer ebenso wie der ADAC kritisch. "Elektroautofahrer können an Ladesäulen oft nicht erkennen, welche Preise tatsächlich abgerechnet werden, und teilweise sind die Preise für das Ad-hoc-Laden doppelt so hoch wie die für Vertragskunden", sagt ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. Kunden könnten angesichts der Preisunterschiede und Unübersichtlichkeit der Tarife die Kosten für einen Ladevorgang nicht kalkulieren. Laut ADAC-Umfrage hielten nur 38 % der Befragten die Information über anfallende Kosten beim Ad-hoc-Laden für ausreichend.

Laden funktioniert nicht immer

Probleme mit dem Auffinden von Schnellladesäulen hatte der Umfrage zufolge bereits ein Drittel der Befragten: Defekte Ladesäulen, unzureichende Beschilderungen oder eine schlechte Erkennbarkeit seien dafür meist die Gründe. 32 % hätten angegeben, dass Ladeversuche manchmal oder sogar häufiger scheiterten. Sie machen dafür unter anderem nicht betriebsbereite Ladesäulen und Probleme bei der Freischaltung verantwortlich oder geben an, dass Ladekarten oder -Apps nicht akzeptiert wurden. Besonders ärgerlich für viele Befragte seien darüber hinaus Autofahrer, die nach dem Laden die Säule nicht zügig wieder frei machen: Fast drei Viertel hätten angegeben, eine Blockiergebühr zu befürworten, wenn ein E-Auto auf Langstrecken den Ladeplatz über das Laden hinaus belege.

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