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12.08.2016 | Ladeinfrastruktur | Nachricht | Onlineartikel

Neues Netzwerk für das Laden von Elektrofahrzeugen

Autor:
Angelina Hofacker

The Mobility House, Spezialist für intelligente Lade- und Energielösungen, hat gemeinsam mit Partnern ein Netzwerk für Ladesäulen-Sharing gegründet. Grundlage für den Abrechnungsservice bildet eine Cloud-Software.

Realisiert wird das Netzwerk von den Partnerfirmen The Mobility House, be.Energised (has.to.be), spezialisiert auf Softwarelösungen für intelligente Ladesysteme, und Alfen ICU, einem Anbieter für intelligente, systemoffene Ladestationen aus den Niederlanden. Die Idee der Partner: Jeder einzelne kann die Elektromobilität weiter vorantreiben und seine Ladestation anderen Elektroautofahrern zum Laden zur Verfügung stellen, ohne den Strom zu verschenken. Denn jede Ladestation, die mit dem Abrechnungsservice "@public" betrieben wird, ist automatisch Teil verschiedener Ladenetze.

Die Grundlage für den Abrechnungsservice @public bildet die Cloud-Software "be.Energised Community", über die der komplett automatische Abrechnungsprozess erfolgt. Mit dieser soll der Ladestationsbesitzer ohne operativen Aufwand kostenlos verschiedene Ladestationen verwalten und nebenbei Geld verdienen können. "Wir sind überzeugt, dass der Durchbruch der Elektromobilität nur mit dem Aufbau einer flächendeckenden und vernetzten Ladeinfrastruktur gelingt. Dazu müssen auch für Unternehmen mit eigener Parkfläche Anreize gesetzt werden, in Ladeinfrastruktur zu investieren, die diese dann öffentlich bereitstellen" sagt Alexander Kirchgasser, Geschäftsführer von has.to.be. "Dafür haben wir unsere kostenlose Software be.Energised Community entwickelt.

Von Netzanbietern unabhängig laden

Elektroautofahrer wiederum sollen sich mit einer Intercharge-Ladekarte genauso autorisieren können und laden können, wie Besitzer einer PlugSurfing-Ladekarte. Zusätzlich soll jeder Elektroautofahrer die Möglichkeit haben, auch ohne vorherige Anmeldung bei einem Ladenetzbetreiber mittels QR-Code-Scanner zu laden und per PayPal oder Kreditkarte zu bezahlen. Damit sollen Fahrer von Elektrofahrzeugen zunehmend spontan entscheiden können, wann sie wo laden.

Der Fokus des Abrechnungsservice @public liegt auf Einkaufszentren sowie Hotels und Restaurants, deren Gäste während des Aufenthalts laden. Doch auch für Privatanbieter soll es attraktiv sein: Alles, was ein Ladestationsbesitzer neben dem Abrechnungsservice @public derzeit benötige, ist eine intelligente Ladestation von ICU. Weitere Ladestationshersteller werden den Partnern zufolge folgen, damit möglichst viele von dem Abrechnungsservice profitieren.

Angeboten wird der Service im Moment in Deutschland und Österreich. Eine Ausweitung auf weitere Länder ist geplant. "Mit den Abrechnungsservices setzen wir zusammen mit be.Energised Community und ICU genug Anreize für Unternehmen, die Elektromobilität zu fördern, ohne auf die Politik zu warten", sagte Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House.

Kooperationspartner von @public

The Mobility House wurde 2009 gegründet und betreut laut eigenen Angaben aus den Standorten München, Zürich und San Francisco alle führenden Automobilhersteller in über 10 Ländern weltweit mit Lade- und Energiespeicher-Lösungen. Jüngst, am 10. August, haben Peugeot und Citroën bekannt gegeben, eine Kooperation mit The Mobility House für Elektrofahrzeug-Ladelösungen eingegangen zu sein.

Alfen ICU ist eine Tochter von Alfen aus Almere in den Niederlanden. Alfen ist seit über 75 Jahren im Bereich der Energieverteilung tätig und entwickelt seit 2008 Ladestationen als integrativen Bestandteil des zukünftigen Smart Grids. Die Marke ICU steht deshalb für "Integrated Charging Unit". Alfen ICU verfolgt einen systemoffenen Ansatz, weshalb ICU Ladestationen mit unterschiedlichen Ladestations-Verwaltungssystemen genutzt werden können.

Als Innovationsführer im Bereich Softwarelösungen für intelligente Ladesysteme leiste die 2013 gegründete Firma has.to.be aus Radstadt, Salzburg, einen hohen Beitrag für den effizienten und nachhaltigen Aufbau von vernetzten Elektromobilitätsinfrastrukturen. Das Unternehmen hat die cloudbasierte Software "be.Energised Community" entwickelt.

 

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