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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Perspektiven einer nachhaltigen Agrarwirtschaft und regionale Vernetzung

Zusammenfassung
Die Autorinnen widmen sich in dieser Publikation nur scheinbar einem soziologischen Randthema.1 Sie stellen sich einer Problematik, die alle angeht, denn sie betrifft strukturelle Perspektiven der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Diese sind in der jüngsten Zeit nach Jahrzehnten der Vernachlässigung im Kontext technischer Fortschrittsmodelle wieder verstärkt in die öffentliche Diskussion gerückt. Das sprungartig gestiegene Interesse hat mehrere Ursachen.
Astrid Segert, Irene Zierke

2. Netzwerke, Institutionalisierungen und Milieus — theoretische Prämissen

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der empirischen Analyse ländlicher Netze im Land Brandenburg sind Erkenntnisse der Netzwerkforschung, der Institutionen- sowie der Milieuforschung. Sie werden im Folgenden kurz umrissen und anschließend jeweils die forschungsleitenden Fragen bzw. Hypothesen abgeleitet.
Astrid Segert, Irene Zierke

3. Entwicklung ländlicher Netzwerke

Zusammenfassung
Ländliche Räume und der Agrarsektor werden heute gemeinhin als strukturschwach wahrgenommen. In den Analysen dominieren die Mängelperspektive und bezogen auf Zukunftsprognosen nicht selten Niedergangsszenarien. Im Gegensatz dazu knüpfen einige Forschungen zu ländlichen Räumen, Akteuren und Produktionsverfahren bewusst an deren Entwicklungspotenziale an. Ein möglicher Weg zu ihrer Wiederbelebung bzw. Entwicklung wird dabei ähnlich den Ansätzen in Urbanen Gebieten in der regionalen Vernetzung ländlicher Akteure gesehen. Die Bildung regionaler Netzwerke auch in ländlichen Gebieten soll endogene Kräfte freisetzen und bündeln, die allein durch marktwirtschaftliche Beziehungen nicht entstehen und die auch durch die sich abschwächende staatliche Steuerung nicht angesprochen werden. Regionale Netzwerke sind daher in den vergangenen Jahren immer stärker in das Zentrum steuerungspolitischer Experimente und sozialwissenschaftlicher Forschungen gerückt (vgl. Fürst et al. 1998, Jekel 1998, Knieling 2000, Müller et al. 2002).
Astrid Segert, Irene Zierke

4. Institutionalisierung und Institutionenwandel regionaler Vernetzung

Zusammenfassung
Wie im Kapitel 3 gezeigt, können die untersuchten Brandenburger Verbände ihrem Charakter nach als ländliche Netzwerke für nachhaltiges Wirtschaften mit typischen Entwicklungsressourcen und Problemen angesehen werden. Sie reihen sich in das Gesamtbild ländlicher Netzwerke nachhaltigen Wirtschaftens ein (vgl. www.nachhaltig/org/,www.reginet.de). Es weist eine Vielzahl an inhaltlich und räumlich begrenzten Initiativen auf, denen es bisher nicht gelingt, den agrar- und ernährungswirtschaftlichen Gesamtmarkt wesentlich zu beeinflussen (vgl. Knickei 2002). Insbesondere das wachsende Marktgefälle zwischen Primärerzeugern und Handelsorganisationen zeigt sich nach wie vor weitgehend unbeeindruckt. Darüber hinaus zerfallen im Unterschied zu den untersuchten Netzen viele andere nach einer geforderten Anlaufphase wieder, da es ihnen an Mechanismen interner Bindung fehlt. Aus allen diesen Gründen wird regionalen Nachhaltigkeitsnetzen ähnlich der Beurteilung historischer Initiativen des Genossenschaftswesens in der ökonomischen Diskussion auch für die Zukunft nur ein Nischendasein zugebilligt (vgl. Schmitz 2000, Simon 2000). Vielfach wird die Möglichkeit verworfen, dass partnerschaftliche und vorsorgende Kooperationsbeziehungen das Wirtschaftsverhalten über kleine, überschaubare Strukturen hinaus beeinflussen können. Gegenläufige Ansätze haben bisher weniger Einfluss (vgl. Douglas 1991, Grenzdörffer 1995, Jochimsen et al. 1994).
Astrid Segert, Irene Zierke

5. Soziale Milieus als Ressource ländlicher Netzwerke

Zusammenfassung
Es hat eine längere Tradition, dass der ländlichen Bevölkerung zukunftsträchtige und eigenständige soziokulturelle Ressourcen kaum zugesprochen werden. Das verstärkt sich seit den 1970er Jahren, denn aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Gebiete wird sie eher als randständige Bevölkerungsschicht in der Gesellschaft gesehen bzw. sie nimmt sich selbst als marginalisiert wahr (vgl. Hildenbrand et al. 1992, Brüggemann et al. 1986, Hettlage 1989, Pongratz 1992). Das trifft auch in ländlichen Regionen Ostdeutschlands zu, die durch den radikalen Abbau landwirtschaftlicher Produktion, die Abwanderung vor allem junger und qualifizierter Menschen, die Überalterung hier Lebender und ihre schlechte infrastrukturelle Ausstattung vom sozialen Niedergang bedroht sind. Der Bevölkerungsrückgang im äußeren Entwicklungsraum Brandenburgs beispielsweise belief sich zwischen 1998 und 2001 auf 4,5% (MLUR 2003, 1). Bodenständig scheinen Bewohner mit wenig finanziellem Kapital, eingeschränkten sozialen Beziehungen und geringer Neigung zu wirtschaftlichen Risiken. Ihre soziokulturellen Ressourcen für eigenständiges Wirtschaften sind eingeschränkt (vgl. Wiegand 1994, Schöne 1995, Wannewetsch 1995, Laschewski et al. 2001). Erübrigen sich damit Erwartungen an innovative Leistungen ländlicher Bewohner, Entwicklungspfade mit nachhaltiger Perspektive zu formieren? Sind Akteurspotenziale in solcher Weise verkümmert, dass nur exogene Einflüsse Entwicklungsimpulse auslösen?
Astrid Segert, Irene Zierke

6. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die vorliegende Analyse hat Probleme und Chancen der Vernetzung von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Akteuren im ländlichen Raum dargestellt, durch die die Situation der Landwirtschaft verbessert, ihre Nachhaltigkeit gefördert und neue Perspektiven eröffnet werden können. Es wurde in zweierlei Hinsicht Neuland betreten. Zum einen wurden Netzwerk-, Institutionen- und Milieuforschung miteinander verbunden. Dadurch konnte ein breites Spektrum an sozialen Dimensionen gesellschaftlicher Strukturinnovationen für nachhaltiges Wirtschaften herausgearbeitet werden. Darüber hinaus wurden diese Forschungslinien auf den ländlichen Raum ausgedehnt, der bisher in der soziologischen Forschung unterbelichtet ist. Besonderes Augenmerk richtete sich auf ländliche Regionen Ostdeutschlands und ihre spezifischen Entwicklungspotenziale für die kooperative Lösung allgemeiner Modernisierungsprobleme.
Astrid Segert, Irene Zierke

7. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Astrid Segert, Irene Zierke

8. Anlagen

Ohne Zusammenfassung
Astrid Segert, Irene Zierke
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