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Lärmschutz

weitere Buchkapitel

1. § 1 Allgemeines Umweltrecht

Der Begriff Umwelt bezeichnet in seiner allgemeinen sprachlichen Bedeutung die umgebende Welt vor allem des Menschen, aber auch anderer Lebewesen. In seiner durch die ökologische Diskussion entwickelten spezifischen Bedeutung versteht man darunter heute die Gesamtheit der äußeren Lebensbedingungen, die auf eine bestimmte Lebenseinheit (Mensch, Tier, Pflanze) einwirken bzw. in einer Wechselwirkung untereinander stehen. In diesem weit verstandenen Sinne gehören zur Umwelt die gesamte belebte und unbelebte Umgebung einschließlich der sozialen Umwelt (auch als Mit-Welt bezeichnet) und ihrer Institutionen.

Winfried Kluth

2. § 2 Immissionsschutzrecht

Seit Jahrzehnten geht die Luftverschmutzung in Deutschland zurück. Dies lässt sich z. B. daran erkennen, dass der letzte Smogalarm in den alten Bundesländern im Winter 1986/1987 ausgelöst wurde, in den neuen Bundesländern war es zuletzt im Winter 1993/1994. Die nach § 49 Abs. 2 BImSchG bzw. der Vorgängernorm erlassenen Smog-Verordnungen der Länder sind mangels Anwendungsfällen mittlerweile alle wieder aufgehoben worden. Aber auch in absoluten Zahlen sind die Emissionen vieler Luftschadstoffe in Deutschland seit 1990 stark gesunken: So halbierten sich die Methanemissionen von 4800 Kilotonnen (1990) auf 2300 Kilotonnen (2015), die Schwefeldioxidemissionen gingen sogar von 5500 Kilotonnen (1990) auf 350 Kilotonnen (2015) zurück (−93 %), was vor allem durch die Erneuerung von Kraftwerken und Heizungsanlagen in den neuen Bundesländern erreicht werden konnte. Schwefelgeruch in winterlichen Städten in Ostdeutschland gehört deshalb der Vergangenheit an. Die Stickstoffoxidemissionen wurden von 2900 Kilotonnen (1990) auf 1190 Kilotonnen (2015) zurückgeführt (−59 %). Der in den 1970er-Jahren von Willy Brandt versprochene blaue Himmel über dem Ruhrgebiet ist zu einem guten Teil Realität geworden.

Guy Beaucamp

7. § 7 Verwaltungsrechtsschutz im Umweltrecht

Rechtsschutz im Umweltrecht ist im Wesentlichen verwaltungsgerichtlicher Rechtsschutz. Soweit zivilrechtliche Bestimmungen Lebenssachverhalte mit Umweltbezug regeln, steht zwar der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten offen (§ 13 Gerichtsverfassungsgesetz <GVG>). Durchweg gehören die Normen des Umweltrechts aber dem Verwaltungsrecht an; über Rechtsstreitigkeiten, die nach ihnen zu beurteilen sind, haben die Verwaltungsgerichte zu entscheiden (§ 40 Abs. 1 Satz 1 VwGO). Die nachfolgende Darstellung beschränkt sich daher auf Fragen des verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzes.

Rüdiger Nolte

Open Access

Kapitel 6. Fallstudien

Kapitel 6 zeigt konkrete Vorgehensweisen für die Zielmarktanalyse für eine Industrie (Kapitel 6.1) und unterschiedliche Internationalisierungsmuster von Unternehmen (Kapitel 6.2). In Kapitel 6.1 wird eine eigenständig entwickelte Methode für eine Zielmarktanalyse in einer Querschnittsindustrie wie der Umwelttechnikindustrie vorgestellt. Dabei wird auf die ersten drei Bausteine des ISA-Modells eingegangen. Kapitel 6.2 stellt die Internationalisierungsmuster von zehn Unternehmen vor, dabei wird auf alle Bausteine des ISA-Modells eingegangen. Die Fallstudien in Kapitel 6.2 sind so ausgewählt, dass möglichst unterschiedliche Markteintrittsstrategien und deren Implementierung beschrieben werden können (siehe auch Abb. 6–9).

Simone Reber geb. Wiesenauer

Kapitel 5. Wichtige Komponenten

In diesem Kapitel betrachten wir die wichtigsten Aspekte zur Planung und Umsetzung Nachhaltiger Events.

Ulrich Holzbaur

Kapitel 6. Aufsichtsinstitutionen und Rahmenbedingungen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) trifft Entscheidungen, welche Einfluss auf die Kosten der Luftverkehrswirtschaft, die durch sie verursachten Umweltschäden und den Bundeshaushalt haben. Die DFS verfügt über verbesserungswürdige Corporate Governance Strukturen. Es ist eine zu enge Interessenverquickung mit der Luftverkehrsbranche festzustellen. Die DFS hat Entscheidungen getroffen, welche die Luftverkehrsbranche begünstigen. Die Deutsche Flugsicherung wird von der Bundesregierung als Subventionsintermediär benutzt, um Flughäfen und Airlines zu subventionieren. Planungssicherheit stellt ein wichtiges Gut einer funktionsfähigen Volkswirtschaft dar. Die Luftverkehrswirtschaft pocht auf Planungssicherheit für langfristige Investitionen in Flughäfen und Flugzeuge. Die Anwohner von Flughäfen pochen auf Planungssicherheit wegen Investitionen in Immobilien und sozialer Kontakte. Indem der Staat den Veränderungsinteressen von Verkehrsunternehmen ein hohes Gewicht beimisst, verringert er die Planungssicherheit der Anwohner. Parallel reguliert er deren Entschädigungsansprüche, wenn Verkehrsunternehmen zu ihrem Nachteil wachsen, auf niedriges Niveau. Man kann durchaus einer Partei mehr Planungssicherheit und mehr Veränderungsrechte zugestehen als einer anderen. Dafür muss es dann aber auch adäquate Entschädigungspflichten geben. Die derzeitige Situation stellt eine Subvention der Luftverkehrswirtschaft dar. Luftverkehrsabkommen sind Verträge, welche den Luftverkehr zwischen den Staaten regeln. Das vom Verkehrsministerium ausgearbeitete Luftverkehrskonzept sieht vor, Luftverkehrsabkommen zur Subventionierung der deutschen Flughäfen und Airlines zu nutzen. Dies wird dadurch erreicht, dass ausländische Wettbewerber mittels Luftverkehrsabkommen behindert werden. Die Bundesregierung sieht in dieser Behinderung eine „Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland“. Ob die Behinderung ausländischer Unternehmen auch im Interesse der Reisenden ist, wurde nicht geprüft.

Friedrich Thießen

Kapitel 4. Airlines

Staaten fördern Fluggesellschaften auf vielfältige Weise. Laufende Zuschüsse zum Betrieb erfolgen z. B. in Form von „Marketingzuschüssen“, Reduzierungen von Flughafengebühren oder Ticketzuschüssen für transportierte Passagiere. Weitere Formen von Subventionen können in Eigenkapitaleinbringungen, Überbrückungskrediten und Bürgschaften liegen. Auch Entschuldungen mittels Insolvenzverfahren können Subventionscharakter haben. Häufig wird das Schuldner-Reorganisationsverfahren nach Kap. 11 des US-Insolvenzrechts erwähnt. US-Fluggesellschaften haben sich mehrfach ihrer Schulden auf diese Weise entledigt. Es wird darin eine Wettbewerbsverzerrung zulasten besser wirtschaftender Fluggesellschaften gesehen. Fluglärm ist eine Begleiterscheinung von Flugbewegungen in der Luft und am Boden, die negative Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen hat. Der Schutz der Menschen vor Fluglärm ist unzureichend. Zum einen liegen die gesetzlich festgelegten Grenzwerte über den WHO-Empfehlungen. Zum anderen entsprechen Entschädigungen nicht den Marktwerten der Schäden. Zum Dritten werden Schutzmaßnahmen wie Siedlungsbeschränkungen unzureichend durchgesetzt. Eine derartige unzureichende Regulierung stellt eine Subvention der Luftverkehrswirtschaft durch den Staat dar. Aus dem unterlassenen Schutz resultieren marktwidrige monetäre Vorteile für Unternehmen der Luftverkehrswirtschaft. Verspätungen sind ein häufiges Phänomen im Luftverkehr. Als wichtigste Ursachen wurden unrealistische Flugpläne, zu geringe Ressourcen (Flugzeuge, Wartung, Crews) und zu dichte Slots an Flughäfen ausgemacht. Entschädigungen der Reisenden für Verspätungen gleichen deren Kosten nicht aus. Verspätungen in den Abend- und Nachtstunden belasten Flughafenanrainer, weil sie für Nachtstörungen nicht angemessen entschädigt werden. Indem Gesetzgeber und Deutsche Flugsicherung nicht wirksamer gegen Verspätungen vorgehen, ermöglichen sie systematische Verspätungsstrategien. Private Unternehmen werden auf Kosten von Reisenden und der Allgemeinheit begünstigt.

Friedrich Thießen

Kapitel 1. Der böse Verbrennungsmotor

Am 16. Januar 1919 wurde unter Präsident Woodrow Wilson der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ratifiziert. In . Abschnitt 1.1 legte er fest: „Ein Jahr nach der Ratifizierung dieses Artikels sind Herstellung, Verkauf oder Transport berauschender Spirituosen zu Trinkzwecken sowie deren Ein- und Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten und deren Hoheitsgebiet verboten.“

Prof. Dr. André D. Thess

Kapitel 3. Das gute Elektroauto

In den Fünfzigerjahren herrschte weltweit ein breiter gesellschaftlicher Konsens: Die Zukunft der Energieversorgung heißt Atomkraft. Es passte gut zum Optimismus des Atomzeitalters, dass die Ford Motor Company im Jahr 1958 das Konzept des atomgetriebenen Pkw Ford Nucleon vorstellte.

Prof. Dr. André D. Thess

Kapitel 5. Sicherheitstechnik

Europäisches und nationales Recht verpflichten Hersteller technischer Produkte, nur sichere Erzeugnisse in den Verkehr zu bringen. Hersteller müssen vorab alle an ihren Erzeugnissen vorkommenden Gefährdungen ermitteln und die mit ihnen verbundenen Risiken bewerten bzw. beurteilen. Sie müssen ihre Produkte unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Gefährdungsanalyse und Risikobeurteilung entwerfen und so bauen, dass sich Gefahren möglichst nicht schädigend auf spätere Benutzer oder Dritte bzw. auf die Umwelt auswirken können.

Alfred Neudörfer

5. Verträglichkeitsprüfung

Im Rahmen der Verträglichkeitsprüfung wird untersucht, ob eine geplante Nutzung in Bezug auf die bestehende städtebauliche, verkehrliche und ökologische Situation sowie hiermit verbundene Zielsetzungen als verträglich einzustufen ist. In dieser Publikation liegt der Fokus insbesondere auf der verkehrlichen Erschließung eines Standorts, sodass verkehrliche Aspekte in diesem Kapitel im Vordergrund stehen.

Siegmar Gumz, Claudia Nash, Matthias Jakob

44. Fertigungs- und Fabrikbetrieb

Dieses Kapitel behandelt die Organisation der Produktion mit seinen Schwerpunkten in den Grundlagen des Managements und der Gestaltung des gesamten Systems der Produktion. Es enthält Aufgaben und grundlegende Methoden einzelner Bereiche der Organisation industrieller Produktionen, die auf der traditionellen Methodenlehre beruhen. Vertieft werden darin die wesentlichen Managementfunktionen der Planung und des Betriebes einschließlich des Auftrags‐ und Qualitätsmanagements. Die abschließenden Kapitel gehen auf moderne Konzepte der Digitalen Produktion ein und erläutern grundlegende Ansätze integrierter Systeme von Fertigung und Montage. Ferner werden Grundlagen der Kosten‐ und Wirtschaftlichkeitsrechnung behandelt.

Engelbert Westkämper, Dr.-Ing. Alexander Schloske

Q

Florian Langenscheidt, Peter May

C. Weitere Anspruchsgrundlagen

Der Ausgleich hoheitlicher Rechtsverletzungen lediglich durch materielle Kompensation im Wege von Schadensersatz oder Entschädigung ist unzureichend.

Peter Itzel, Karin Schwall

B. Eingriffe in das Eigentum und in sonstige Rechtspositionen

Die Entschädigung für Eingriffe in das Eigentum oder sonstige Beeinträchtigungen des Eigentums gründet sich auf zahlreiche Anspruchsgrundlagen (von Enteignungsentschädigung über Entschädigung für enteignenden Eingriff bis hin zu spezialgesetzlich geregelten Anspruchsgrundlagen wie z.B. solche des Polizei- und des Verwaltungsverfahrensrechts).

Peter Itzel, Karin Schwall

Kapitel 5. Elektromobilität als technisches System

Die Herausforderung im 21. Jahrhundert besteht darin, Elektrofahrzeuge in ein Gesamtsystem bestehend aus unterschiedlichen Infrastrukturen, wie Energie und Verkehr mit deren typischen unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen, zu integrieren und technisch-wirtschaftlich sinnvoll mit diesem System interagieren zu lassen. Weitere Funktionalitäten und Dienstleistungen sollen darauf aufbauen können, die einerseits die Zuverlässigkeit der jeweiligen Struktur beibehalten bzw. sogar erhöhen und anderseits neue Geschäftsmodelle/Dienste ermöglichen. Zu diesen Diensten, die nur durch eine sektorübergreifende Kopplung realisierbar sind, gehören bspw. die Rückspeicherung der elektrischen Energie des E-Kfz ins Netz,Nach einer kurzen Beschreibung der Teilsysteme wird die Modellbeschreibung eines integrierten Mobilitätssystems angegangen. Dazu werden u. a. CIM-basierte Methoden vorgestellt und auf Basis von Ergebnissen aus dem BMWi Leuchtturm Projekt Harz.ErneuerbareEnergien-Mobility erläutert, wie man die Systemkomponenten mittels geeigneter Schnittstellen verbinden kann, um Konvergenzeffekte der Teilsysteme zu erreichen.

Przemyslaw Komarnicki, Jens Haubrock, Zbigniew A. Styczynski

Umwelt

Vom gesundheitsbezogenen Umweltschutz zum integrierten Ansatz Umweltgerechtigkeit

Gesundheitsbezogener Umweltschutz ist ein zentrales Handlungsfeld der Umweltpolitik. Ziel ist, für die Gesundheit negative Umwelteinflüsse zu erkennen, zu reduzieren oder ihre Entstehung möglichst zu verhindern. Darüber hinaus schafft Umweltpolitik im Sinne der Salutogenese auch gesundheitsförderliche Umweltverhältnisse. Der integrierte Ansatz Umweltgerechtigkeit blickt auf soziale Ungleichheiten bei Umwelt und Gesundheit und verknüpft verschiedene Politik- und Interventionsfelder. Mit stärkerer Aufmerksamkeit für die soziale Dimension trägt Umweltpolitik dazu bei, den Health in All Policies-Ansatz zu einem Health Equity in All Policies-Ansatz zu erweitern.

Christiane Bunge

Kapitel 5. Heimliche Verkehrspolitik – veränderte Rationalitäten und neue Orte der Investition

Nachdem zunächst nur aus historischer Perspektive ausführlich auf originäre Zwecke öffentlicher Massenverkehrsinfrastrukturen eingegangen wurde, soll dieser Blick nun um jüngere Entwicklungen der Frankfurter Nahverkehrspolitik erweitert werden. Dem eingehenden Zitat der Stadtverordneten Jutta Dittfurth (Partei: ÖkoLinx) zufolge scheinen hier auch in den letzten Jahren keine weitreichenden Veränderungen in Bezug auf die groben Ergebnisse der letzten Kapitel stattgefunden zu haben: Der öffentliche Nahverkehr konzentriert sich vor allem auf diese Bestandteile des Verkehrs, die eher dem produktiven Bereich zuzuordnen sind, während reproduktive Bereiche zumindest für das ÖPNV-Angebot nur eine untergeordnete Rolle spielen. Tatsächlich gestaltet sich die Situation der letzten Jahre bis hinein in die Gegenwart etwas differenzierter.

Jakob Hebsaker

Kapitel 4. Schallausbreitung

Allgemein versteht man unter dem Begriff des Schalls die mechanische Schwingung eines elastischen Mediums, das sich in einem beliebigen Aggregatzustand (fest, flüssig, gasförmig) befinden kann. Eine mechanische Schwingung wiederum ist definiert als eine zeitlich periodische Zustandsänderung, die auftritt, wenn bei der Störung des mechanischen Gleichgewichtes Kräfte wirksam werden, die dieses Gleichgewicht wiederherzustellen versuchen. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Teilchen des elastischen Mediums um ihren Ruhepunkt bewegen, wird als Schallschnelle v in m/s bezeichnet. Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Teilchenschwingungen im Medium ausbreiten (durch elastische Kopplung der einzelnen Teilchen werden diese in Form einer Kettenreaktion mit einer entsprechenden zeitlichen Verzögerung ebenfalls in Schwingungen versetzt), wird als Schallgeschwindigkeit c in m/s bezeichnet.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

2. Projektmanagement – ein Überblick

Projekte realisieren sich nicht von allein.

Siegfried von Känel

Kapitel 1. Industrielle Produktion – Historie, Treiber und Ausblick

Die Produktion ist von essenzieller Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Entgegen der Annahme vieler Volkswirte wurde ihr Beitrag zum bundesweiten Bruttoinlandsprodukt auch langfristig nicht geschmälert. Neben der Bereitstellung zahlreicher Arbeitsplätze liefert sie entscheidende Beiträge zur Produktivität, zum Export sowie zur Forschung & Entwicklung. Deutlich wurde ihre Bedeutung während der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008, als Deutschland (mit einem hohen Industrieanteil) sich vergleichsweise schnell von den Auswirkungen erholen konnte, während andere Länder (z. B. Frankreich, mit einem niedrigen Industrieanteil) heute noch die Folgen spüren. Auch die großen umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit, der Klimawandel und die Ressourcenverknappung, erfordern weiterhin das Know-how der Industrie in einem hochentwickelten Land wie Deutschland. Dieses Kapitel führt in das Lehrbuch Fabrikbetriebslehre I – Management in der Produktion ein. Es beginnt mit der Einordnung der Fabrikbetriebslehre in den Gesamtkontext der Wissenschaften. Darauf folgt eine Vorstellung der Historie der Produktion, die sich im Wesentlichen in die vorindustrielle und industrielle Produktion unterteilt. Den Anschluss bildet eine Erläuterung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Produktion bezogen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die sechs Haupttreiber der heutigen Produktion sowie die zentralen Herausforderungen an Unternehmen werden herausgearbeitet. Abschließend behandelt das Kapitel heute verbreitete Verbesserungsphilosophien.

Thomas Bauernhansl, Robert Miehe

Kapitel 3. Ziele und Kompetenzen im Physikunterricht

Ziele und Kompetenzerwartungen strukturieren den Unterricht, sind Leitlinien für die Unterrichtsplanung, für die Arbeit von Lehrkräften, Eltern und Schülern. Schließlich sind sie auch die Grundlage für Beurteilungen. Dieses Kapitel – Ziele und Kompetenzen im Physikunterricht – geht zunächst darauf ein, wie Ziele gefunden und definiert werden. Dann stehen verschiedene Zieldimensionen und Aspekte der Strukturierung von Zielen im Fokus. Das dritte Teilkapitel befasst sich mit Kompetenzerwartungen und Vorgaben der Kultusministerkonferenz der Länder. Für die konkrete Konzeption des Fachunterrichts sind inhaltliche Kohärenz und Konsistenz wichtige Qualitätsmerkmale. Daher geht der letzte Abschnitt auf Wege und Werkzeuge ein, die helfen, die fachinhaltliche Struktur für den Physikunterricht angemessen aufzubereiten. Speziell betrachtet werden Concept-Maps und Sachstrukturdiagramme.

Ernst Kircher, Raimund Girwidz

Kapitel 2. Grundlagen der Physikdidaktik

In Kap. 2 werden die fachlichen, gesellschaftlichen und pädagogischen Gründe näher ausgeführt, die für Physikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen sprechen. Zunächst werden die traditionellen Begründungen kurz gestreift, die in Deutschland vor allem auf der Bildungstheorie, in den USA auf dem philosophischen Pragmatismus basieren (Abschn. 2.1). Aufgrund von Anmerkungen über die gegenwärtige Physik (Abschn. 2.2), über Änderungen in der Gesellschaft (Abschn. 2.3) und über Akzentverschiebungen in den pädagogischen Auffassungen über Bildung und Erziehung (Abschn. 2.4) werden aktuelle Eckpunkte für den Physikunterricht skizziert (Abschn. 2.5). Das Ziel dieser Überlegungen ist eine zeitgemäße Begründung des Physikunterrichts als eine zentrale Aufgabe einer zeitgemäßen Physikdidaktik.

Ernst Kircher

Kapitel 6. Methoden im Physikunterricht

Methodenvielfalt gilt als ein Merkmal guten Unterrichts. Unterschiedliche Methoden helfen, den Unterricht für bestimmte Zielsetzungen und inhaltliche Besonderheiten zu optimieren. Sie ermöglichen außerdem, den Unterricht auf verschiedene Individuen abzustimmen.Die Vielfalt methodischer Überlegungen lässt sich auf verschiedenen Ebenen betrachten. So strukturiert dieses Kapitel nach fünf Methodenebenen (Abb. 6.1): Bei „methodischen Großformen“ geht es um übergeordnete organisatorische und zeitlich längerfristige Maßnahmen. „Unterrichtskonzepte“ gehen auf grundsätzliche methodische Aspekte ein. „Artikulations-/Phasenschemata“ stellen die Strukturierung des Unterrichtsverlaufs in den Vordergrund. „Sozialformen“ bestimmen Kooperations- und Interaktionsmuster. „Methodenwerkzeuge“ schließlich sind Inszenierungen mit dem Ziel, die Handlungssituationen in einzelnen Unterrichtsphasen attraktiv zu gestalten.

Ernst Kircher, Raimund Girwidz

Kapitel 1. Themen der Physikdidaktik

Die Physikdidaktik umfasst ein breites Themenfeld. Nur eine Auswahl von zentralen Fragestellungen, Aussagen und Aufgaben können in diesem Buch abgedeckt werden.Das erste Kapitel soll auch keine Aufzählung der verschiedenen Aufgaben und Unterdisziplinen sein, sondern ordnet das Themengebiet der Physikdidaktik in das Spektrum anderer wissenschaftlicher Disziplinen ein. Außerdem verweist das Kapitel auf wesentliche Elemente, die von der Physikdidaktik in die Lehre eingebracht werden. Der Blick ist hierbei aber nicht ausschließlich auf das Hochschulstudium beschränkt. Am Ende dieses Kapitels wird schließlich im Hinblick auf die professionelle Handlungskompetenz von Physiklehrkräften das Themengebiet der Physikdidaktik in das Spektrum der Nachbarwissenschaften eingeordnet.

Ernst Kircher, Raimund Girwidz, Hans E. Fischer

3. Struktur und Bestandteile der Dokumentation verfahrenstechnischer Anlagen

Die Ordnung einer Dokumentation äußert sich in ihrer Struktur und Gliederung sowie in ihrer Klarheit und Eindeutigkeit.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler

5. Erstellen und Nutzen der Dokumentation während der Projektabwicklung

Ausgehend vom Lebenszyklus der Anlage und Dokumentation (s. Abschn. 1.5) werden in diesem Kapitel die Lebensphasen der Gesamtdokumentation im Engineering und während der Anlagenrealisierung inkl. Inbetriebnahme betrachtet.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler

38. Unternehmensnachfolge und Flächensparen

Obwohl die Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen sinkt, werden in Deutschland immer noch 60 Hektar Fläche pro Tag neu in Anspruch genommen. Die bisherige Forschung zur Reduzierung der Neuinanspruchnahme widmet sich größtenteils die Revitalisierung bestehender Brachflächen. Ein neuer Aspekt zur Vermeidung von Brachflächen der hier thematisiert werden soll, ist der demografische Wandel: Immer mehr ältere Unternehmer finden keinen potenziellen Nachfolger für ihre Firma. Zusätzlich sorgt das breite Angebot von beruflichen Alternativen zur Selbstständigkeit für eine Beeinträchtigung in der Suche nach Nachfolgern. Für Unternehmen, denen es nicht gelingt einen geeigneten Nachfolger zu finden, stellt sich die Frage, wie die Fläche weiter genutzt werden kann. Zuerst sollen Unternehmen mit einem erhöhten Risiko Nachfolgeschwierigkeiten zu bekommen, mit einem ‚Frühwarnsystem‘ verortet werden. Durch die gezielte Unterstützung bei der Suche nach Nachfolgern oder alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die Gewerbeflächen wird dann dabei unterstützt, dass bereits genutzte Flächen weiter genutzt werden können und keine neuen Flächen in Anspruch genommen werden müssen.

Matthias Riepe

Individualisierung des öffentlichen Verkehrs

Der Mobilitätsmarkt steht aufgrund der Notwendigkeiten des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit sowie der Digitalisierung unter starkem Veränderungsdruck hin zu einer Verkehrswende. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) kann dabei weiterhin Rückgrat und Problemlöser der Mobilität sein, wenn er die Chance der digitalen Transformation nutzt, um individueller, datenbasiert und automatisiert zu werden sowie als Integrator der Mobilität alle multimodalen Angebote aus einer Hand anzubieten.

Till Ackermann

Kapitel 25. Umweltschutz

Unter Umweltschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu bewahren.

Robert Schwarz

Kapitel 17. Forschung und Entwicklung

Die technische Weiterentwicklung im Bereich Straßenbaumaschinen ist seit der Jahrtausendwende maßgeblich durch schrittweise Verschärfung der Abgasnormen getrieben gewesen. Maßgeblich ist die Richtlinie 97/68/EG aus dem Jahr 1997 für mobile Arbeitsmaschinen, welche die Emissionen von $$CO/NO_{x}/PM/HC$$ reglementiertAbgasnorm Abgasstufen Stufe Dieselpartikelfilter. Seit 1999 verfügen Motoren in der EU über eine Typgenehmigungsnummer (European Approval No.) mit Angabe der Emissionsstufe.

Marc Kappel

Kapitel 5. Arbeitshandeln von Piloten – Empirische Analyse

Wie bereits im vorhergehenden Teil anschaulich aufgezeigt, ist der Arbeitsplatz Cockpit hoch technisiert. Die Arbeit des Piloten findet in permanenter Interaktion mit den Bordsystemen in einem technisch überwachten und regulierten Luftraum statt. Der heutige Flugverkehr ist ohne technische Einflussnahme und Mitwirkung nicht denkbar.

Tanja Fink-Cvetnic

Kapitel 12. Bohrtechnik für Tiefbohrungen

Die Bohrkosten in der Tiefengeothermie machen bis zu 70 % der Gesamtkosten eines Geothermieprojektes aus. Die in der Tiefengeothermie zum Einsatz kommende BohrtechnologieBohrtechnologie stammt größtenteils aus der Erdölindustrie. In der Geothermie ergeben sich jedoch aus der Kombination von hohen Temperaturen, großen Volumenströmen sowie langfristigen Nutzungen bei teilweise hohen Gehalten an aggressiven Bestandteilen im Wasser weitergehende Anforderungen an die Bohrtechnologie.

Ingrid Stober, Kurt Bucher

Raumrelevantes Umweltrecht

Die Bauleitplanung regelt die Nutzung von Grundstücken, indem sie bestimmte Ntzungen zulässt. Oft führt sie bisher ungenutzte Grundstücke einer baulichen Nutzung zu, die bisher für den Naturhaushalt oder das Landschaftsbild von Bedeutung waren. Des weiteren kann die neue Nutzung zu Konflikten mit der Wasserwirtschaft, der Luftreinhaltung und des Lärmschutzes führen. Da die Bauleitplanung alle durch sie hervorgerufenen Konflikte möglichst lösen, zumindest aber ansprechen soll, muss sie sich mit den umwelttechnischen und umweltrechtlichen Problemen der beabsichtigten baulichen Nutzung auseinandersetzen. Zudem kann die Bauleitplanung auch vorbeugend wirken, um schädliche Umwelteinwirkungen zu verhindern.

Hans Walter Louis

Überörtliche Infrastrukturnetze – planerische und rechtliche Grundlagen

Infrastrukturen umfassen bauliche Anlagen und institutionelle sowie organisatorische und personelle Voraussetzungen, die anthropogene Raumnutzungen durch Bevölkerung und Unternehmen ermöglichen. Es werden dabei technische Infrastrukturen des Verkehrs sowie der Ver- und Entsorgung und soziale Infrastrukturen der Bildung, Betreuung, Gesundheit, Kultur, Sicherheit usw. unterschieden. Sie bestimmen sich nach der Zahl der potenziellen Nutzer, der Intensität der Nachfrage/Nutzung. Besondere Bedeutung haben großräumige Netze des Verkehrs und insbesondere der Energieversorgung. Die planerische Vorbereitung wie auch die Umsetzung basieren auf entsprechenden planungsrechtlichen Grundlagen.

Klaus J. Beckmann

Kapitel 6. Ethik als Ordnungspolitik

Verhalten sich alle Wettbewerber moralisch, ergibt sich ein fairer Leistungswettbewerb von dem alle profitieren. Es wurde schon festgestellt, dass der Ordnungsrahmen der Wirtschaft moralisches Verhalten durchsetzen muss.

Christian A. Conrad

3. Simultanspiele

In Kap. 2 wurden die zentralen Elemente eines Spiels beschrieben und auch bereits das Nash-Gleichgewicht als wichtigstes Lösungskonzept der Spieltheorie eingeführt. In diesem Kapitel wenden wir uns der systematischen Lösung von Spielen zu und betrachten dabei zunächst Simultanspiele. Da Simultanspiele in strategischer Form, das heißt als Spielmatrix, dargestellt werden, hätte dieses Kapital auch „Matrixspiele“ genannt werden können. Allerdings steht hier nicht das Finden von Nash-Gleichgewichten in Matrixspielen im Mittelpunkt, sondern das systematische Vorgehen sowie das Erkennen und Einschätzen der jeweils zugrunde liegenden Konfliktstruktur der Spiele. Der erste Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf der Identifikation dominanter bzw. dominierter Strategien, die stets am Anfang einer Gleichgewichtsbestimmung stehen sollten. Anschließend wollen wir uns mit dem Nash-Gleichgewicht genauer beschäftigen und insbesondere darauf eingehen, unter welchen Umständen ein solches existiert. Gerade bei diskreten Strategien ist dies nicht immer sichergestellt, weshalb wir auf das Konzept der gemischten Strategien eingehen werden und zeigen, wie dort ein Nash-Gleichgewicht zu bestimmen ist. Schließlich werden wir uns intensiv mit der Konfliktstruktur in Matrixspielen auseinandersetzen, wobei die aufgefundenen Nash-Gleichgewichte insbesondere in Bezug auf Effizienz und Stabilität beurteilt werden sollen.

Florian Bartholomae, Marcus Wiens

Kapitel 10. Sicherheit und Umwelt

Wie jede Laborumgebung birgt auch ein Motorenprüfstand offensichtliche und latente Risiken für Personen, die sich im Prüfstand oder in dessen Nähe aufhalten und auch für die hohen installierten Sachwerte. Daneben führen an industriellen Prüfständen Schäden zu Ausfallzeiten und gefährden so den Terminplan von Entwicklungsprojekten mit entsprechenden Folgekosten. Auch Beeinträchtigungen für die Umwelt sind zu berücksichtigen. Unterschieden werden muss zwischen strikt zu vermeidenden Unfallereignissen, die z. B. zum Versickern von Betriebsstoffen ins Erdreich führen, und im Betrieb unvermeidbaren Beeinträchtigungen wie z. B. Lärm, die lediglich auf ein angemessenes Maß zu reduzieren sind. Die Angemessenheit definiert sich aus dem geltenden Recht und der Unternehmenspolitik auf der einen Seite sowie aus ökonomischen Erwägungen auf der anderen Seite. Beim Umweltschutz ist das Immissionsrecht berührt (Geräusche und Abgase) sowie das Wasser- und Bodenrecht (Leckagen).

Kai Borgeest

Kapitel 9. Technische Gebäudeausrüstung, Projektierung, Bau und Betrieb des Prüfstandes

Noch vor der technischen Ausrüstung des Gebäudes ist das Gebäude selbst zu betrachten (Abschn. 9.1). Wichtige Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind die Energieversorgung (Abschn. 9.2), die nicht nur elektrische Energie in den Prüfstand führt, sondern im Bremsbetrieb einer elektrischen Belastungsmaschine auch viel Energie aus den Prüfstand herausführt, die Wasserversorgung (Abschn. 9.3), die am Prüfstand häufig auch die Kühlung von Wasser beinhaltet, die Druckluftversorgung (Abschn. 9.4), die Luftversorgung einschließlich Heizung und Kühlung (Abschn. 9.5), die Ableitung des Abgases (Abschn. 9.6), das Gaslager (Abschn. 9.7) und der Brandschutz einschließlich Brandmelde- und Löschtechnik (Abschn. 9.8). Der letzte Abschn. (9.9) befasst sich mit der Projektierung des Prüfstandes, wobei deutlich wird, dass der größte Aufwand in Zusammenhang mit der TGA entsteht. Weitere TGA-Anteile wie die Tankanlage wurden bereits in früheren Kapiteln im Zusammenhang mit bestimmten Prüfstandskomponenten betrachtet. Ein Großteil der TGA bedarf regelmäßiger Wartung.

Kai Borgeest

Kapitel 12. Umweltsituation: Gefährdung und Schutz des Mittelmeeres

Wie stark sind das Mittelmeer und die Meere allgemein wirklich gefährdet? Welche zuverlässigen Zahlen können ein Bedrohungsszenario belegen? Was sind die Ursachen dieser Negativentwicklungen, ihre treibenden Kräfte? Sind sie unaufhaltsam oder könnten wir daran noch etwas ändern? Leben wir tatsächlich bereits in der sechsten großen Aussterbewelle der Erdgeschichte (big six) und verlieren Biodiversität in einem besorgniserregenden Ausmaß – diesmal verursacht durch das Walten unserer eigenen Spezies und nicht durch kosmische Katastrophen? Kann der Wassermangel zu einem Krieg ums Wasser führen? Kann eine einfache ökologische Gleichung, wie auf S. 961 dargestellt, eine realistische Zukunftsperspektive liefern? Handelt es sich bei der Plastikflut in den Meeren und der Natur allgemein bloß um ein ästhetisches Problem, oder steckt viel mehr dahinter?

Christian Voll, Gerald Blaich, Robert Hofrichter, Jan Gohla, Matthias-C. Müller, Jacek Engel, Sandra Bračun, Walter Buchinger, Walter Rottensteiner, Wolfgang Pekny, Helmut Wipplinger, Dominic Wipplinger, Stefan Haardt, Roland R. Melzer, Martin Pfannkuchen

Kapitel 2. Märkte der Bioökonomie

Die Bioökonomie generiert in Deutschland einen Umsatz von 360 Mrd. EUR. Der traditionelle Markt der Bioökonomie ist die Ernährung. Auch die Holzverarbeitung ist Teil der bestehenden Bioökonomie. In den Wirtschaftssektoren Konstruktionsmaterialien, Papier, Textilfasern, Chemie, Pharma, Wärme, Strom und Kraftstoffe hat die Bioökonomie dagegen erhebliches Wachstumspotential. Der damit einhergehende Bedarf an bio-basierten Rohstoffen wird allerdings mit der Flächennutzung für die Ernährung in Wettbewerb geraten. Deshalb hat die wachsende Bioökonomie auch auf die Märkte der Ernährung Auswirkungen. Das Kapitel diskutiert den heutigen Stand der Bioökonomie in den genannten Branchen sowie das zukünftige Potential und begrenzende Faktoren.

Manfred Kircher

Kapitel 4. Ermittlung der Außenlärmbelastung

Unter Lärm versteht man im Allgemeinen Geräusche eines Schalldruckpegels, der sich zumindestens störend, wenn nicht gar schädigend auf den menschlichen Organismus auswirken. Wenn die Wahrnehmung von Schall auch zunächst subjekt und von den individuellen Randbedingungen abhängig ist, lassen sich doch zur Einschätzung von Lärmwirkungen Mittelwerte für entsprechende A-bewertete Dauerschallpegel angeben, vgl. Tabelle 4.1.1-1.

Wolfgang M. Willems, Alexandra Wagner, Diana Stricker

Kapitel 3. Unternehmensziele

Um handeln zu können, müssen Unternehmen festlegen, welche Ziele sie haben. Private Unternehmen haben die Freiheit, ihre Ziele und die Priorisierung der Ziele selber festlegen zu können. Eine Unterteilung der Ziele erfolgt in zwei Hierarchiestufen: Sachziele beziehen sich auf konkrete Handlungen, während Formalziele übergeordnete Ziele darstellen. Die konkreten Sachziele werden wiederum in Leistungsziele, Finanzziele, Führungs- und Organisationsziele unterteilt. Da sich die Ziele nicht immer ergänzen, sondern auch gegenläufig sein können, müssen Abwägungen und Priorisierungen vorgenommen werden.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

11. Gaststätten als Teil der lokalen Ökonomie

Die Entwicklung des Gaststättensektors wird in der deutschsprachigen Literatur zwar häufig als Symbol oder Folge von städtischen Veränderungen thematisiert, nicht aber als Bereich, mit dem Lokalpolitik, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung sich aktiv beschäftigen sollten. Der Beitrag geht der Frage nach, welche unterschiedlichen Funktionen Gaststätten für ihr räumliches Umfeld haben können und welche darauf aufbauenden Potenziale und Gefährdungen für die Entwicklung bzw. Regeneration der lokalen Ökonomie existieren.

Martin Franz

14. Energieeffiziente Kältetechnik und Wärmepumpen in Industrie und Gewerbe

Zahlreiche Unternehmen des produzierenden oder weiterverarbeitenden Gewerbes nutzen die Kältetechnik für die unterschiedlichsten Anwendungen. Wie in vielen anderen Technikbereichen eröffnen sich auch hier bedeutende Potenziale zur Erhöhung der Energieeffizienz: Schätzungen gehen davon aus, dass sich der Stromverbrauch für kältetechnische Anlagen – je nach Ansatz – im Mittel um 5–30 % senken lässt [1]. Bei der Umsetzung solcher Effizienzmaßnahmen kann in vielen Fällen mit Amortisationszeiten von weniger als drei Jahren gerechnet werden.

Martin Dehli

Verkehrsmodellierung für das Ruhrgebiet

Simulationsbasierte Szenariountersuchung und Wirkungsanalyse einer verbesserten regionalen Fahrradinfrastruktur

Vor dem Hintergrund sich verändernder gesellschaftlicher Dynamiken und technologischer Entwicklungen müssen mögliche zukünftige Entwicklungen in die heutige Gestaltung von Verkehrssystemen und konkrete Planung von Infrastrukturmaßnahmen aufgenommen werden.

Ihab Kaddoura, Janek Laudan, Dominik Ziemke, Kai Nagel

8. Anforderungen an Lerndienstleister und Lerndienstleistungen

Qualitätsmanagement in der Bildungsbranche – von der Norm bis zur Handlungsempfehlung

Die DIN ISO 29990:2010 war die erste Norm im Bereich der Lerndienstleistungen und Bildung. Im Gegensatz zu der bis dahin gültigen AZAV, die annähernd versuchte, ein Qualitätsmanagementsystem für die Bildungsbranche vorzugeben, war nur die ISO 9001 anwendbar. Doch mit der Bildung eines Komitees auf nationaler und internationaler Ebene und der Erstellung der ISO 29990 änderten sich die bis dahin bestehenden Umstände. Die ISO 29990 kann als „Mutter“ aller neuen Normen und Entwicklungen im Bereich der Bildung interpretiert werden und ist ein fundamentales Instrument, Lerndienstleistungen zu planen, entwickeln, zu erbringen und zu evaluieren, sowie ein entsprechendes, lernunterstützendes Managementsystem vorzuweisen. Das folgende Kapitel soll darüber Aufschluss geben, welche Bedeutung die Norm besaß und zukünftig besitzen wird, wer die angesprochene Zielgruppe ist und welche Anforderungen die Norm stellt. Insbesondere wird das folgende Kapitel auf die Entwicklungen und den Lebenszyklus der ISO 29990 eingehen und welche zukünftigen Strategien aus beratender Sichtweise empfehlenswert sein können.

Florian Mai

Kapitel 6. ÖPP auf staatlicher Ebene – Infrastrukturprojekte und gemeinsame Unternehmen

Einige Projekte, Vorgänge bzw. Unternehmen haben im Kontext von Privatisierungen bzw. Teilprivatisierungen in der Vergangenheit eine erhebliche mediale Aufmerksamkeit generiert – nicht immer nur in einem positiven Sinne. In diesem Kapitel werden diese Beispiele aufgegriffen und noch einmal unter die Lupe genommen. Ich beschränke mich dabei auf die Kooperationsprojekte der staatlichen Ebene – also des Bundes und der Länder.

Michael Schäfer

Kapitel 20. Sicherung gegen die Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb

Sicherungsmaßnahmen gegen die Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb dienen den am Gleis arbeitenden bzw. beschäftigten Personen und sollen diese vor Unfällen durch bewegte Eisenbahnfahrzeuge schützen. Maßgebende Unterlage auf der Baustelle ist der Sicherungsplan.

Reinhard Menius, Volker Matthews

1. Einleitung

Bei der akustischen Auslegung von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen geht es im Wesentlichen darum, die Geräuschentstehung und Geräuschabstrahlung zu reduzieren und/oder den Geräuschen einen Klang zu verleihen, der einen dem Charakter der Geräuschquelle entsprechenden Höreindruck vermittelt. Dabei sind in zunehmenden Maße Vorschriften und Grenzwerte zu beachten, da der Mensch ganz erheblich durch Lärm geschädigt werden kann. Das Interesse an der Akustik hat in den letzten Jahren ständig zugenommen, wie auch die Rangliste von Kaufkriterien eines Automobilherstellers zeigt (Abb. 1.1).

Gh. Reza Sinambari, Stefan Sentpali

2. Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50 001:2018

Die Gründe für die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50 001 (nachfolgend ISO 50 001) sind ebenso vielfältig wie die Unternehmen, die sich für ein solches System entscheiden.

Marko Geilhausen

Kapitel 48. Cradle-to-Cradle®- inspirierte Smart City

In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und Modernisierung nahezu aller Lebens- und Arbeitsbereiche fehlt es an einem damit einhergehenden Problembewusstsein und entsprechenden Lösungsansätzen, um den Ressourcenverbrauch einer Smart City dauerhaft reduzieren zu können. Um einem ganzheitlichen Ansatz für die Entwicklung von Stadtquartieren und Gebäuden gerecht zu werden, sind Planende gefragt, welche sich mit einer kreislauffähigen Planungsmethodik auseinandersetzen, um die Ziele der Rohstoffreduzierung zu verfolgen. Nach dem Cradle-to-Cradle-Konzept sind Gebäude so zu gestalten, dass sie als Rohstofflager dienen. Materialien sollen nach ihrem Gebrauch ohne Qualitätsverlust in vorhandenen Stoffströmen zirkulieren können. Kreislauffähige Gebäude lassen sich durch das Wissen der Fachdisziplin Circular Engineering in Kombination mit dem Einsatz digitaler Tools generieren. Eine digitale Dokumentation stellt die Schadstofffreiheit und Flexibilität sicher und ist damit zukunftsweisend.

Daniela Schneider

4. Frage 4: Wie setze ich Preiserhöhungen besser durch?

Gestern bekam ich per E-Mail die Information, dass wir in sieben Wochen die Preise erhöhen. Ehrlich gesagt konnte ich deshalb die ganze Nacht nicht schlafen. Meine Kunden werden mich verfluchen. Die schimpfen eh schon oft genug, weil wir teurer sind als viele andere. Mit gutem Zureden konnte ich bisher die meisten Kunden überzeugen, mir weiterhin treu zu bleiben.

Oliver Schumacher

Kapitel 4. Politische Standortbetrachtung

Im komplexen europäischen Mehrebenensystem beeinflussen verschiedene Akteure die Standortentscheidung bei der Flughafenplanung in der Bundesrepublik Deutschland. Zu unterscheiden sind Akteure auf politischer Ebene: die Europäische Union (EU), der Bund, die Länder sowie die Gebietskörperschaften. Außerdem versuchen nichtstaatliche Akteure wie Interessenverbände der Luftverkehrswirtschaft und der Fluglärmgeschädigten sowie die Betroffenen Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.

Christoph John

2. Merkmale der Luftfracht

Die große Masse an Gütern lässt sich effizient auf dem See- oder Landweg transportieren. Im Vergleich zu diesen Transportträgern nimmt das Flugzeug nur eine kleine Nische ein. Die Luftfracht umfasst gerade einmal 1 % der weltweit transportierten Menge. Sie repräsentiert nach Angaben der IATA aber andererseits 35 % des gesamten transportierten Warenwerts (Shepherd et al. 2016).

Joachim G. Schäfer

7. Anhang

Einheiten der Zeit t

Matthias Post, Peter Schmidt

3. Einzelbereiche der Kinder- und Jugendarbeit

Die verschiedenen Einzelbereiche der Kinder- und Jugendarbeit werfen eine Reihe von speziellen Rechtsfragen auf, die im 3. Kapitel geklärt werden. Dabei geht es um grundlegende Entscheidungen etwa im Hinblick auf die richtige Rechtsform für den Veranstalter und sein Verhältnis zu Teilnehmern und Mitarbeitern, die Prävention sexuellen Missbrauchs oder den Datenschutz. Juristische Probleme im Zusammenhang mit Fahrten und Ferienlagern werden ebenso behandelt wie besondere Programmbestandteile bei Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit.

Christian Jasper

Kapitel 1. Einleitung, Überblick und allgemeine Grundlagen

Der Luftverkehr ist eine der Grundlagen des heutigen Lebensstandards, des Handels, der Arbeitsteilung, der Mobilität und des Kulturaustausches. Allerdings fordert dies auch seinen Preis: In einigen Gegenden hat die Lärmbelastung unterschiedlicher Verkehrstypen die Grenze des Zumutbaren erreicht und die Umwelt leidet unter den Emissionen. Fluglärm ist zwar nicht die am meisten verbreitete Verkehrslärmart, dringt aber durch seine speziellen Eigenschaften tief in das Leben der Betroffenen ein.

Birgit Schmidt

Kapitel 11. Handlungsempfehlungen für eine Transformation: An welchen Punkten kann der Wandel ansetzen?

Die empirischen Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass sowohl Personen, die Carsharing nutzen, als auch Personen, die eine hohe Affinität gegenüber Mobilitätsinnovationen allgemein aufweisen, Maßnahmen zur Neuaufteilung öffentlicher Räume mehrheitlich positiv gegenüberstehen. Darüber hinaus stützen die Daten die Hypothese, dass Personen, die das Auto multimodal nutzen, positiver gegenüber diesen Maßnahmen eingestellt sind als Personen, die das Auto monomodal nutzen. Damit wird insgesamt die These gestützt, dass dort, wo viele Carsharing-Nutzer_innen sowie viele Personen mit multimodalen Mobilitätsmustern oder ohne eigenen Pkw leben, die Akzeptanz für Maßnahmen zur Rücknahme der Privilegien des privaten Pkw schon heute hoch sein könnte.

Lisa Ruhrort

Kapitel 2. Methodisches Konstruieren

In den Anfängen technischer Entwicklung war der Erfinder meist gleichzeitig auch Erbauer seiner Produkte. Dies galt noch für die Gebrüder Wright, die am 17.12.1903 mit einer motorbetriebenen Flugmaschine für 12 Sekunden in die Luft gingen und damit zu den Begründern der Luftfahrt zählen (siehe Abb. 2.1). Sie waren Ideengeber, Entwicklungsingenieure, Konstrukteure, technischer Zeichner, Arbeitsvorbereiter, Facharbeiter und Testpiloten in Personalunion. Die „Ausbildung“ zum Ingenieur war zu dieser Zeit vor allem eine praktisch-handwerkliche. Zu einer theoriegeleiteten Wissenschaft hat sie sich weit später entwickelt.

Bernhard Fleischer

Kapitel 2. Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Im Rahmen des Flächenmanagements ist die Kenntnis der Baunutzungsverordnung (BauNVO) von entscheidender Bedeutung, denn hier wird insbesondere über die Grundflächenzahl (GRZ) und die Geschossflächenzahl (GFZ) festgelegt, wie viel Fläche (von Gebäuden/baulichen Anlagen) auf einem Baugrundstück realisiert werden kann. Dies ist nicht nur für den Neubau von Interesse, sondern auch für die Nachverdichtung im Bestand. Zu beachten ist, dass jeweils die BauNVO gilt, die zum Zeitpunkt der öffentlichen Auslegung des betreffenden Bebauungsplans (B-Plan) nach § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB) in Kraft ist.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 4. Systemtransformation in Zeiten eines zunehmenden Populismus. Soziale Innovationen als Elemente einer erfolgreichen Gestaltung der umkämpften Energiewende vor Ort

Die Energiewende – verstanden als Systemtransformation der Energiewirtschaft hin zu einer vollständigen Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energiequellen – ist eines der ambitioniertesten Projekte der deutschen Politik der letzten Jahrzehnte. Nach dem anfänglichen Siegeszug der erneuerbaren Energien ist die Dynamik des Ausbaus erneuerbarer Energien in den letzten Jahren deutlich abgebremst worden. Zahlreiche Veränderungen an den regulativen Rahmenbedingungen haben einen raschen Systemwechsel erschwert. Die Energiewende wird zu einem immer härter umkämpften Feld. Insbesondere der Ausbau der Windenergie an Land sorgt für heftige Auseinandersetzungen. Dabei nimmt die Qualität der Auseinandersetzungen an Schärfe zu. Die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, weist zunehmend Parallelen zu Argumentationsmustern und Handlungsstrategien auf, die auch als typisch für die zunehmend erstarkten (rechts-) populistischen Bewegungen analysiert werden. Die Befürworter einer dezentralen Energiewende sind zunehmend gefordert, mit diesen Formen der Konfliktaustragung produktiv umzugehen. Der Beitrag zeigt, am Beispiel der Planung eines Bürgerwindparks im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm wie zahlreiche Innovationen in der Kommunikationspolitik, der Partizipation und in der Ausgestaltung von Entscheidungsabläufen zum Tragen kommen, die trotz erheblicher Wiederstände, zu einer positiven Entscheidung der Bürgerschaft für den Bau von Windkraftanlagen beitragen.

Manfred Miosga

8. Welche Wege es zu einer Grünen Stadt gibt es?

Die Wege zur Grünen Stadt können vielfältig sein und entwickeln sich im lokalen und regionalen Kontext. Dieses Kapitel beschreibt in acht Punkten die „Hauptstraßen“ einer „Road Map“ zur Grünen Stadt. Das Bemühen um eine Grüne Stadt wird immer zunächst mit ersten Schritten beginnen, um eine Perspektive für die anzugehenden Aufgaben zu gewinnen. Immer wird es darum gehen, Raum für Stadtnatur zu erhalten, neu zu gewinnen und diesen zu vernetzen. Stadtnatur allen zugänglich machen, bedeutet auch, vorhandene Potenziale an Stadtnatur zu erschließen. Generell geht es darum, den Nutzen von Stadtnatur für die Bürger der Stadt zu vergrößern und dabei alle Naturarten einzubeziehen. Dazu ist es notwendig, Stadtnatur zum Naturerlebnisraum und zum Lernort für Naturerfahrung zu machen. Der klassische Konflikt zwischen „Schützen“ und „Nutzen“ von Natur muss in der Stadt zugunsten eines Naturschutzkonzepts, das Schützen durch Nutzen in den Mittelpunkt stellt, aufgehoben werden.

Jürgen Breuste

Politische Partizipation in der Mehrebenengovernance der Energiewende als institutionelles Beteiligungsparadox

Die deutsche Energiewende scheint von einem Paradox gekennzeichnet zu sein: Obwohl deliberative Verfahren der Bürgerbeteiligung auf den unterschiedlichen Governance-Ebenen durchgeführt werden, kommt es bei der Umsetzung konkreter Infrastrukturprojekte häufig zu Protesten, die sich auch gegen die Verfahren der kollektiv-verbindlichen Entscheidungsfindung richten. Wir erklären dieses Paradox an den Beispielen Windenergieausbau und Übertragungsnetzausbau und erörtern, wie durch eine veränderte Ausgestaltung der deliberativen Verfahren der Bürgerbeteiligung deren legitimitätsstiftende Wirkung intensiviert werden kann. Das zentrale Argument lautet, dass die mangelnde Verfahrensakzeptanz nicht allein in der defizitären Umsetzung einzelner deliberativer Formate begründet liegt, sondern auch Ausdruck einer unzureichenden Vernetzung von Bürgerbeteiligungsverfahren in das von politischer Steuerung und Raumplanung geprägte Mehrebenensystem der deutschen Energiewende ist.

Cornelia Fraune, Michèle Knodt

Kapitel 7. Wälder

In Mitteleuropa steht weniger eine Vergrößerung der Waldfläche im Fokus der Renaturierung als vielmehr die Erhöhung bzw. Verbesserung der Multifunktionalität bzw. der Ökosystemleistungen bestehender Wälder. Waldgeschichte, Waldvegetation und Ökosystemleistungen der Wälder Mitteleuropas werden umrissen. Spezifische Strategien und Maßnahmen der Waldrenaturierung werden ebenso angesprochen wie einige Beispiele des naturnahen Waldumbaus vorgestellt. Ein Fokus wird hierbei auf die Umwandlung anthropogener Nadelholzforsten in naturnahe Laubmischwälder gelegt. Als Fallbeispiel wird die erfolgreiche Waldrenaturierung im Rheinischen Braunkohlerevier auf ehemals vom Braunkohletagebau betroffenen Standorten nach ca. 80 Jahren dokumentiert.

Stefan Zerbe

Kapitel 3. Konversionsobjekte und -prozess

Nachdem die Methoden dieser Arbeit erläutert wurden, folgt nun der Einstieg in die Militärkonversion. Zunächst wird der Begriff Konversion eingegrenzt und anschließend werden die Konversionsliegenschaften typologisiert (Kapitel 3.1.2). Dies ist für das generelle Verständnis und für die spätere Analyse erforderlich.

Felix Nolte

2. Beachtung der Inbetriebnahme bei der Entwicklung und Planung

Die statistische Auswertung im nationalen und internationalen Anlagenbau besagt, dass Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme zu über 60 % in der Engineeringphase verursacht werden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Inbetriebnahme liegt somit in ihrer Beachtung während der Entwicklung und der Planung.Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert.Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert.Die einzelnen Forderungen werden anschließend im Detail diskutiert und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfälle erläutert. Zahlreiche Checklisten, in denen Hinweise zur Beachtung der Inbetriebnahme während der konkreten, fachspezifischen Engineeringarbeiten enthalten sind, werden angeführt.Ausführungen zur Dokumentation, insbesondere über die inbetriebnahmerelevanten Phasendokumentationen sowie über die notwendige Inbetriebnahmedokumentation und die zu erarbeitende AS BUILT-Dokumentation, runden die Inbetriebnahmeaspekte während des Engineerings ab.

Klaus H. Weber

3. Planen von Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz für die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme beinhaltet a priori erhöhte Gefährdungen fär die Einhaltung von Gesundheit – Sicherheit – Umweltschutz (GSU). Entsprechend mässen Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz fär die Inbetriebnahme fundiert geplant und realisiert werden. Wie die notwendigen Leistungen zweckmäßig in die Projekt-Sicherheitsarbeit einzubinden sind, wird dargelegt.Die aktuellen inbetriebnahmerelevanten Rechtsvorschriften der EU und der BRD, die dabei zu beachten sind, werden systematisch erläutert und zitiert.Analoges gilt fär Ausfährungen zur Beachtung der Inbetriebnahme bei der Genehmigung und beim Umweltschutz.Den Hauptteil dieses Kapitels bilden konkrete Maßnahmen inkl. Praxisbeispiele und Checklisten zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz während der Inbetriebnahme. Schwerpunkte sind u.a.: Risikobeurteilung vor Inverkehrbringen, Betriebsanleitungen und Inbetriebnahmeanleitung, Konformitäts-erklärung vor Inverkehrbringen, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen inkl. Inbetriebnahmeanweisungen und die Arbeitsfreigabe während der Inbetriebnahme.

Klaus H. Weber

Kapitel 4. Techniken des strategischen Medien-Framings

Häufig werden in den Medien unreflektiert und ohne Intentionen Frames gesetzt, weil sich Journalisten gar nicht über die jeweilige Kontextsetzung bewusst sind. Sie framen allerdings auch sie. Dies ist bis zu einem gewissen Grad durchaus legitim. Wenn Journalisten beispielsweise darin geschult werden, keine Framings zu verwenden, die gesellschaftlichen Konflikte anheizen, kann dies beispielsweise einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur zuträglich sein. Dient das Framing jedoch dazu, Wahrheiten zu verschleiern oder ideologische Interessen zu fördern, dann wird es problematisch. Es gibt nämlich auch Reporter, die ganz bewusst verzerrt framen, um eine gewisse Stimmung zu verbreiten.

Michael Oswald

4. Bohrpfahlgründung

Die Bemessung der Bohrpfahlgründung wird in Kapitel 4 beschrieben. Hier wird neben den allgemeinen Angaben auf den Widerstand von Pfählen gegen Knickversagen eingegangen. Es werden die Berechnungsgrundlagen wie z. B. die Dauerhaftigkeit, die Materialkennwerte, die Lastannahmen, der Baugrund und die Pfahlgruppenwirkung nach EA-Pfähle dargestellt. Ebenso wird die Ermittlung der erforderlichen Bohrpfahllänge erläutert. Ein weiterer Bestandteil des Kapitels 4 ist die Darstellung der Bewehrungsermittlung. Mittels einer Bewehrungszeichnung wird hierbei die Bewehrungsführung illustriert.

Rasim Onur Dölek, Jürgen Schmitt

5. Bemessungshilfen

Die resultierenden Ergebnisse der Nachweise aus Abschnitt 3.3 (Nachweis der Schwingungsanfälligkeit nach DIN EN 1991-1-4), Abschnitt 3.4 (Nachweis des Stahlpfostens nach DIN EN 1993-1-1) und Abschnitt 3.5 (Ermittlung der Mindesteinspanntiefe f nach DIN EN 1993-1-1) werden in Kapitel 5 tabellarisch dargestellt. Die Ergebnisse werden in die einzelnen Wandbereiche A und B unterteilt. Die Wandbereiche C und D werden dabei aufgrund des erhöhten Umfanges nicht mit aufgeführt, können jedoch mit dem Exceltool unter www.springer.de im Einzelfall bemessen und ausgewertet werden.

Rasim Onur Dölek, Jürgen Schmitt

3. Lärmschutzwand

Das Kapitel 3 befasst sich mit der Lärmschutzwand. Hier wird auf die Materialkennwerte, die Lastannahmen und die Ermittlung der Pfahlkopfschnittgrößen eingegangen. Des Weiteren wird der Nachweis der Schwingungsanfälligkeit nach DIN EN 1991-1-4, der Nachweis des Stahlpfostens nach DIN EN 1993-1-1 und die Ermittlung der Mindesteinspanntiefe f nach DIN EN 1993-1-1 erläutert und für das fiktive Bemessungsbeispiel ausgeführt.

Rasim Onur Dölek, Jürgen Schmitt

4. Unternehmensführung und Controlling

Was hat Unternehmensführung mit der Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer zu tun?Dieses Kapitel erläutert kompakt, was Management und Leadership bedeuten, welche Unternehmensstrategien es gibt und welche Analysetools (z. B. Portfolio-Analyse) dazu eingesetzt werden.Außerdem wird aufgezeigt, wie Unternehmensleitbild und -kultur sowie das Controlling mit der Unternehmensführung zusammenhängen.Alles ist einprägsam in Abbildungen und Übersichtsdarstellungen visualisiert und mit Beispielen erläutert.Zum Abschluss des Kapitels gibt es Wiederholungs- und Übungsfragen mit Musterlösungen, um das erworbene Wissen zu überprüfen und anzuwenden.

Claudia Kocian-Dirr

Erläuterungen zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Kapitel 19. Besonderes Umweltrecht

Die Grundlage für das Immissionsschutzrecht in Deutschland ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). In diesem ist das Umweltmedium „Luft“ geregelt.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 6. Sicherheit

Wie oben festgestellt wurde, ist das staatliche Gewaltmonopol kein Verfassungsrechtssatz per se, aber es stellt einen Ausfluss der Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland dar und ist zumindest mittelbar in den Staatsstrukturprinzipien verankert. Dabei kommt dem Sicherheitsaspekt – bereits aufgrund seiner staatstheoretischen Kopplung als Legitimationsgrundlage des staatlichen Gewaltmonopols – eine besondere Bedeutung zu. Die deutsche Sicherheitspolitik ist seit jeher geprägt durch eine Trennung nach den Feldern der äußeren und inneren Sicherheit.

Anika Hoffmann

Planungssystemanalyse der DB Fernverkehr AG

In der bisherigen Betrachtung wurden die externen Rahmenbedingungen der Planung für SPFVU analysiert. Seit den aufgezeigten Liberalisierungsentwicklungen auf den europäischen Verkehrsmärkten fanden gravierende Änderungen für die (ehemaligen) staatlichen Eisenbahnunternehmen statt, die sich auch in der Organisation der Planung dieser Unternehmen widerspiegeln. Der politische Einfluss durch Besitzstand der jeweiligen Staaten sowie deren Finanzierung führte vor der Deregulierung zu Veränderungen von unternehmerischen Entscheidungen mit der Konsequenz, dass eine Planung aus unternehmerischer Sicht nicht wirklich stattfand.

Jens Rühle

11. Arbeitsgestaltung

Arbeitsgestaltung: Beziehungsgestaltung und Optimierung für das Zusammenwirken von Mensch, Technik und Organisation in einem System zur Erfüllung von Aufgaben, Bedürfnissen und Schutzfunktionen in einer Fabrik durch Arbeit (i. A. DIN 33400).

Kurt W. Helbing

19. Umweltschutz

Beim Planen, Bauen, Betreiben und Instandhalten der Eisenbahninfrastruktur sind Umweltbeeinträchtigungen zu vermeiden und unvermeidbare Umweltbeeinträchtigungen zu minimieren oder auszugleichen bzw. zu ersetzen. Die materiellen und ethischen Anforderungen sind in einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Leitfäden, sowie sonstigen Normen und Regelwerken verankert. Verstöße können zu straf- und haftungsrechtlichen Konsequenzen führen, darüber hinaus kann die Reputation des Unternehmens erheblichen Schaden nehmen. Die Beachtung dieser Anforderungen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie sicher zu stellen, ist für die oberste Leitung des Unternehmens von gleicher Relevanz, wie etwa die Gewährleistung der Gebrauchssicherheit von Produktionsmitteln und Produkten.

Henning Schwarz

9. Spurplangestaltung und betriebliche Infrastrukturplanung

Die drei Aspekte der betrieblichen Infrastrukturgestaltung- die Angebotskonzeption,- die Spurplangestaltung und- die Leistungsuntersuchungenbilden eine untrennbare Einheit. - Die Angebotskonzeption beschreibt das gesellschaftlich gebotene beziehungsweise vermarktbare und infrastrukturell mögliche Angebot an Verkehrsleistungen. - Die Spurplangestaltung findet den gesellschaftlich gebotenen und verkehrlich erforderlichen Infrastrukturausbaugrad. - Schließlich dienen die Leistungsuntersuchungen dazu, einen optimalen Ausgleich zwischen den Anforderungen der Verkehrskunden und des Infrastrukturbetreibers zu erreichen, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtsystems Eisenbahn in Konkurrenz mit den anderen Verkehrsträgern und als Teil eines gesamtgesellschaftlich optimalen Verkehrswesens sicher zu stellen. Dies bedeutet, dass in der Praxis nie nur einer der drei Aspekte betrachtet wird, die drei Teile sind alle gleichberechtigt und ergänzen einander.

Dr.-Ing. Andreas Heppe, Werner Weigand

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland nahm 1835 den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf. Und dies bereits mit der bis heute üblichen Normalspur mit einer Spurweite von 1435 mm. Der Aufbau des Eisenbahnnetzes erfolgte anfänglich durch private Gesellschaften sowie bald auch durch Staatsbahnen.Nach der deutschen Einigung von 1871 entstand in den einzelnen Bundesstaaten eine Reihe von staatlichen Länderbahnen. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen bedienten i. d. R. den Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen vom Deutschen Reich übernommen und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland betrieb.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

11. Funktionale Sicherheit

Programmierbare elektronische Systeme spielen in modernen Eisenbahn-Automatisierungssystemen eine wichtige Rolle. Viele dieser Systeme sind sicherheitsrelevant, sie schützen z. B. direkt das Leben von Passagieren oder Personal. Manche führen relativ einfache Aufgaben aus wie z. B. die Zwangsbremse eines Zuges nach Überfahren eines Haltsignals, während andere relativ komplexe Aufgaben ausführen wie den fahrerlosen Betrieb einer U-Bahn. Daher ist das Sicherstellen der korrekten Funktion des Eisenbahn-Automatisierungssystems eine Schlüsselaufgabe der Sicherheitsarbeit, die als Funktionale Sicherheit bezeichnet wird.Obwohl eisenbahnspezifische Normen und Regelwerke schon vor über einem Jahrzehnt eingeführt wurden, wird die Funktionale Sicherheit oft als komplexe und kostenintensive Aufgabe angesehen, selbst von Fachleuten. Dies liegt u. a. darin begründet, dass Normen und Regelwerke nur Minimalanforderungen festlegen, aber wichtige Themen wie Methoden oder Sicherheitsziele nicht normativ vorgegeben werden.Diese Kapitel stellt eine strukturierte und gradlinige Einführung in die Funktionale Sicherheit von Eisenbahn-Automatisierungssystemen dar. Insbesondere werden Zusammenhänge und Empfehlungen dargestellt, die über die reine Erfüllung von Normen und Gesetzen hinausgehen. Dazu werden auch zahlreiche zusätzliche Themen wie z. B. Unfallursachenanalyse, risikoorientierte Bewertung von Produktsicherheitsmängeln oder strukturierte Sicherheitsargumentation einbezogen.

Prof. Dr. rer. nat. Jens Braband

Kapitel 1. Warum Renaturierung?

In Mitteleuropa gab es früher eine Förderung der biologischen Vielfalt durch extensive Landnutzung. Die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft hat dagegen zu Verlusten an Biodiversität und Ökosystemfunktionen geführt. Andererseits hat der Umweltschutz eine Verminderung der Belastungen von Luft, Gewässern und Böden erreicht. Positiv ist auch, dass regional ausgestorbene Tierarten zurückgekehrt sind. Andere Arten der Naturlandschaft sowie viele Pflanzenarten der Kulturlandschaft müssen aber wieder eingeführt werden. Eine besondere Herausforderung sind degradierte Landschaften nach land- oder forstwirtschaftlicher Intensivnutzung, Tagebaugebiete und Industriebrachen. Hier reichen die bisherigen Methoden des Naturschutzes nicht aus und müssen durch Wiedervernässung, Nährstoffentzug, Wiedereinbringen von Arten und angepasstes Vegetationsmanagement ergänzt werden. Renaturierung ist auch als Kompensationsmaßnahme nach Eingriffen gefragt. Zu den wichtigsten Aufgaben der Renaturierung gehören eine Abmilderung von negativen Effekten der Landnutzung, der Eutrophierung, der Habitatfragmentierung, biologischer Invasionen sowie des Klimawandels.

Johannes Kollmann

Kapitel 25. Umweltschutz

Unter Umweltschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu bewahren.

Robert Schwarz

Die Analyse des Wertschöpfungssystems Flughafen im Modell

Im bisherigen Verlauf dieser Arbeit wurden die methodischen wie konzeptionellen Grundlagen für die Bewertung von Entwicklungsvorhaben von Flughafengesellschaften gelegt. Dabei wurden Flughäfen als Unternehmen bzw. komplexe Wertschöpfungssysteme charakterisiert, die sich durch eine spezifische Kombination von Eigenschaften auszeichnen, die sich insbesondere auch in den Rahmenbedingungen für ihre Unternehmensentwicklungsplanung und für die in diesem Kontext notwendigen Investitionen widerspiegeln.

Benjamin Koch

5. Schuldrecht – Gesetzliche Schuldverhältnisse

Inhalt dieses fünften Kapitels sind die gesetzlichen Schuldverhältnisse, insbesondere die Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677 ff. BGB), die ungerechtfertigte Bereicherung (§§ 812 ff. BGB) und die unerlaubte Handlung (§§ 823 ff. BGB). Diese Schuldverhältnisse entstehen nicht durch Rechtsgeschäft, sondern durch Verwirklichung bestimmter (gesetzlicher) Tatbestände, also unabhängig vom Vorliegen einer Willenserklärung. Im Rahmen der Darstellung der unerlaubten Handlung werden auch einige hier wichtige Gefährdungshaftungstatbestände, wie zum Beispiel die Halterhaftung eines Fahrzeugführers oder die Produkthaftung, behandelt. Den Abschluss bilden für die Fallbearbeitung wichtige Prüfungsschemata.

Thomas Zerres

Kapitel 5. Die Arbeitsmittel

Bei der Anwendung sind nicht nur die beschriebenen Arbeitsschritte relevant, sondern darüber hinaus verschiedene spezifische Arbeitsmittel, die den Beteiligten ein effizientes Arbeiten und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ermöglichen.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 8. Wasserverteilung

Hauptbestandteile des Systems zur Wasserverteilung sind die Rohrleitungen. Sie werden entsprechend ihrem Zweck wie folgt unterschieden.

Joachim Rautenberg

Kapitel 12. Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Motorsport

Umweltschutz und Motorsport haben eine unnütze Episode der Konfrontationen durchlaufen und sich nicht sehr bereitwillig aufeinander zu bewegt. Viel Zeit wurde vertan, die gegenseitigen Unterstellungen abzubauen, die Bereitschaft zum Zuhören und zur Kooperation zu entwickeln. Anfänge zur Integration des Umweltschutzes in den Motorsport reichen bis in die siebziger Jahre zurück; dabei wurden zahlreiche Einzelmaßnahmen unspektakulär oder gleichsam hinter den Kulissen eingeführt. Es macht heute wenig Sinn, im Rückblick mit Schuldzuweisungen und weiteren Vorwürfen zu arbeiten; es war so gekommen und alle Beteiligten haben daraus gelernt. Im Motorsport hat es schon immer Verantwortliche gegeben, die den Umweltschutz als selbstverständlich angesehen haben und viele Maßnahmen mit dem „gesunden Menschenverstand“ in die Wege geleitet haben. Das begann bei der Abfallreduzierung durch Mehrweggeschirr, beim im Eintrittsticket integrierten Bus- und Bahn-Fahrschein, beim Ölsammelbehälter im Fahrerlager und endete nicht mit der strengen Lärmschutzvorschrift oder der Katalysatorpflicht.

Karl-Friedrich Ziegahn

Kapitel 9. Porsche AG – Projekt Warenausgang Achsen im Werk Zuffenhausen

Am seit 1954 bestehenden Stammwerk der Porsche AG in Zuffenhausen werden alle Sportwagenderivate auf einer Fertigungslinie im Mix gefertigt. Seit dem Jahr 2012 werden die Baureihen Boxster und Cayman im Produktionsverbund mit dem Volkswagen-Fertigungsstandort Osnabrück gefertigt. Im Rahmen der Standortanbindung musste ein Warenausgang für die Komponentenauslieferung der Achsen am Standort Zuffenhausen realisiert werden. Ausgehend von einer Beschreibung der aufgesetzten Projektorganisation und der verwendeten Instrumente des Projektmanagements werden die praktischen Erfahrungen mit deren Anwendung beispielhaft dargestellt. Dieser Erfahrungsbericht gliedert sich in drei Phasen – Konzeption, Fein- und Umsetzungsplanung sowie Realisierung und Übergabe. Abschließend werden Rückschlüsse (Lessons Learned) für zukünftige Projekte abgeleitet.

Karsten Seidl, René Baron

Kapitel 4. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen innovativer Arbeitswelten

Gestaltung und Umsetzung innovativer Büro-Landschaften im Zusammenhang mit der u. a. unter den Schlagworten Arbeit 4.0 bzw. Industrie 4.0 diskutierten Digitalisierung der Arbeitswelt sind mit diversen arbeitsrechtlichen Fragestellungen verbunden. Die grundlegende Entscheidung über die Wahl des Bürokonzepts und der zu nutzenden Arbeitsmittel ist zwar grundsätzlich eine freie unternehmerische Entscheidung. Bei der Umsetzung muss der Arbeitgeber aber Grenzen, Vorgaben und ggf. Verfahrensweisen beachten. Hierzu gehören arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen (insbesondere die Arbeitsstättenverordnung) ebenso wie – soweit ein Betriebsrat vorhanden ist – dessen Beteiligungsrechte zu berücksichtigen.

Martin Klaffke

Kapitel 4. Verschiedene Alter gut (zusammen)führen

In diesem Kapitel beschäftigen Sie sich näher mit den drei Mitarbeitergenerationen (Abschn. 4.1). Sie erfahren, welche Potenziale, Bedürfnisse und Belastungen etc. die jüngere, mittlere und ältere Mitarbeitergeneration mitbringen können. Dabei ist bei der Unterteilung der Generationen immer Vorsicht geboten, denn jeder Mensch ist anders – auch zwei Gleichaltrige können sich stark voneinander unterscheiden. In Abschn. 4.2 können Sie nachlesen, wie Sie dieses Wissen im Arbeitsalltag in sieben Gestaltungsfeldern umsetzen können.

Sabine Schröder-Kunz

Kapitel 10. Gesundheitliche Aspekte betrieblicher Auslandentsendungen

Deutschland hat als mehrfacher Exportweltmeister international sehr aktive Unternehmen, vom Mittelstand bis zur Großindustrie. Sie benötigen Personal im Ausland, um ihre Geschäftstätigkeiten vor Ort zu unterstützen. Betriebliche Auslandseinsätze bedeuten zusätzliche Chancen, aber auch gesundheitliche Risiken. Dieser Beitrag zeigt, welche Bedingungen und Herausforderungen Auslandseinsätze unterschiedlicher Art mit sich bringen. Da die Herausforderungen außerhalb Europas größer sind, werden die außereuropäischen Haupthandelspartner und Investitionsschwerpunkte Deutschlands ermittelt und internationale Quellen zu länderspezifischen Risikopotenzialen herangezogen. Die Ergebnisse von Studien zu Länderrisiken und unterschiedlichen Gesundheitssystemen werden diskutiert und auf ihren Nutzen für die Vorbereitung betrieblicher Auslandseinsätze hin überprüft. Die für Auslandseinsätze spezifischen gesundheitlichen Risiken werden beispielhaft dargestellt, erläutert und unterschiedlichen Ursachen zugeordnet. Parallel dazu werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Firmen, Ärzte und Entsandte zur Prävention und Verbesserung des Gesundheitsstatus von Auslandsentsandten beitragen können.

Ulrike Reisach

Bewehrter Beton

Analog zu anderen Verbundwerkstoffen werden den Verbundpartnern Stahl und Beton jeweils spezifische Aufgaben zugewiesen.

José Luis Moro

Kapitel 4. Popförderung in der Stadt

Das Musicboard Berlin

Die Förderung von Musik gehört in Deutschland zu den zentralen Aufgaben von Kommunen, doch beschränkt sich diese oftmals auf die klassische Musik. Das 2013 gegründete Musicboard in Berlin ist (noch) eine einzigartige Förderinstitution, da sie ausschließlich den Popmusikbereich durch verschiedene Programme unterstützt. In dem Beitrag wird neben der Entwicklung der Popmusikförderung in Deutschland vor allem das vielschichtige Förderinstrumentarium des Musicboard qualitativ und quantitativ betrachtet. Eine Fallstudie des Musicboard-Stipendiaten Goner verdeutlicht, wo Anspruch und Wirklichkeit der Förderungen auseinanderklaffen.

Martin Lücke, Anita Jóri

Bewertung von Fachmärkten und Fachmarktzentren

Der Einkauf in Fachmärkten ist inzwischen so selbstverständlich wie einst der Gang in den „Tante-Emma-Laden“ um die Ecke und das nicht nur in Großstädten, sondern vor allem in Zentren des ländlichen Raums. Fachmärkte haben somit eine große handelsökonomische Bedeutung in der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern jeglicher Fristigkeitsstufe. Gleichzeitig sind immer mehr Investoren auf der Suche nach Anlagealternativen, welche Fachmärkte durch ihre geringen räumlichen Restriktionen bieten.

Matthias Segerer, Peter Geiger

Bewertung von Flughäfen

Flughäfen sind die Visitenkarte von Städten, Regionen und Ländern. Als integraler Bestandteil der Prozesskette der Luftverkehrsbranche sind sie eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Luftverkehrssystems verflochten. Ende der 1980er-Jahre begann man das entstandene Monopol der öffentlichen Hand bei der Luftverkehrsinfrastruktur zu hinterfragen. Es setzte sich vielfach die Erkenntnis durch, dass öffentliches Eigentum an Flughäfen nicht zwingend ist, was vermehrt zu Privatisierungen führte. Der Einsatz privaten Kapitals in Zusammenhang mit der Infrastrukturimmobilie Flughafen führt notwendigerweise zu Fragestellungen nach der Bewertung eines Flughafens.

Hanno Haiber

2. Grundlagen

Die Elektromobilität blickt auf eine lange Historie immer neuer Anläufe, das Elektrofahrzeug als Serienprodukt zu etablieren, zurück. Zumeist werden moderne Fahrzeuge jedoch noch immer rein konventionell angetrieben, obwohl sie bereits voll elektrifiziert sind. Neben dem steigenden Kostendruck, technischen Hürden und einer unsicheren Marktsituation hat insbesondere die Infrastruktur und das jeweilige Nutzungsszenario Einfluss auf die zukünftige Entwicklung. Durch die notwendige Integration neuer Industrien, wie der Chemie- und Elektronikbranche sowie der Energiewirtschaft, werden sich die Wertschöpfungsstrukturen in der Automobilindustrie mit der Elektromobilität weiter verändern. Die Folge ist ein komplexes, interdependentes Wertschöpfungssystem mit neuen Wettbewerbsstrukturen und Geschäftsmodellen. Demnach werden auch an die Produktion von Elektrofahrzeugen neue Anforderungen gestellt. So sind Skalen- und Lerneffekte allein nicht mehr ausreichend um in Kleinserien und bei volatilen Stückzahlen wirtschaftlich produzieren zu können. Um auch in vorgelagerten Bereichen der Entwicklung Effizienzsteigerungen zu erzielen, sind die integrierte Produkt- und Prozessentwicklung sowie ein gutes Anlaufmanagement von entscheidender Bedeutung.

Achim Kampker, Dirk Vallée, Armin Schnettler, Paul Thomes, Garnet Kasperk, Waldemar Brost, Christoph Deutskens, Kai Kreisköther, Sarah Fluchs, Ruben Förstmann, Carsten Nee, Alexander Meckelnborg, Ralf Drauz

5. Raumlufttechnik

Anhand der Definition von natürlicher Lüftung und maschineller Lüftung werden alle Varianten Raumlufttechnischer Systeme erläutert. Nach Darlegung der Terminologie wird der Aufbau und die Funktion von Wohnungslüftungs-, Einzelentlüftungs- und Raumlufttechnischen Anlagen beschrieben. Die einzelnen Anlagenteile werden differenziert nach Typ (Luft-Luft-Anlage, Luft-Wasser-Anlage) und Einsatz präsentiert. Auf dezentrale Systeme (Fassadenlüftungsgeräte) und Sonderanlagen folgen die Berechnungsgrundlagen. Mit Beispielen für Anwendungen (Bürogebäude, Schulen, Hotels, Krankenhäuser) schließt das Kapitel.

Dirk Bohne

22. Arbeitsgestaltung in Produktion und Verwaltung

Unter Arbeitsgestaltung werden technische, organisatorische und ergonomische Maßnahmen verstanden, die sich auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsumgebung, des Arbeitsablaufs, der Arbeitsorganisation und der Aufgabeninhalte beziehen. Bei der Gestaltung werden mitarbeiterbezogene und unternehmensbezogene Ziele unterschieden. Ausgangspunkt psychologisch fundierter Gestaltungsansätze ist die Arbeitsaufgabe, wobei zwischen handlungs- und motivationstheoretischen Ansätzen und der soziotechnischen Systemgestaltung unterschieden wird. Hinsichtlich der zeitlichen Perspektive wird bei der Arbeitsgestaltung zwischen korrektiven, präventiven und prospektiven Strategien differenziert. Bei der flexiblen, differenziellen und dynamischen Arbeitsgestaltung werden jeweils inter- und intraindividuelle Aspekte der Arbeitsausführung berücksichtigt. Untersuchungen zur Wirkung von Arbeitsgestaltungsmaßnahmen zeigen, dass diese bedeutsame Effekte auf Erleben, Motivation und Arbeitsleistung haben.

Prof. Dr. Niclas Schaper

Kapitel 2. Kulturelle Arbeit – Paradebeispiel für systemische Abhängigkeiten und systemisches Handeln

Kulturelle Unternehmen sind soziale Systeme, die sich nach Langholz (Existenzgründung im Kulturbetrieb, SVS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 18) durch folgende Eigenschaften auszeichnen: Offenheit: Sie stehen in ständigem Austausch mit der Umwelt. Dynamik: Sie verändern sich permanent, da sich sowohl ihre internen Zustände und Prozesse als auch die Rahmenbedingungen fortwährend ändern. Komplexität: Sie unterliegen einer Vielzahl von Einflussfaktoren, wie zum Beispiel den internen und externen Stakeholdern.

Erwin Hoffmann

S7. Fertigungs- und Fabrikbetrieb

Dieses Kapitel behandelt die Organisation der Produktion mit seinen Schwerpunkten in den Grundlagen des Managements und der Gestaltung des gesamten Systems der Produktion. Es enthält Aufgaben und grundlegende Methoden einzelner Bereiche der Organisation industrieller Produktionen, die auf der traditionellen Methodenlehre beruhen. Vertieft werden darin die wesentlichen Managementfunktionen der Planung und des Betriebes einschließlich des Auftrags‐ und Qualitätsmanagements. Die abschließenden Kapitel gehen auf moderne Konzepte der Digitalen Produktion ein und erläutern grundlegende Ansätze integrierter Systeme von Fertigung und Montage. Ferner werden Grundlagen der Kosten‐ und Wirtschaftlichkeitsrechnung behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Westkämper, Dr.-Ing. Alexander Schloske

Kapitel 4. Die Attraktivität der Region für Unternehmen – Kritische Standortfaktoren und Zukunftsbranchen der MRN

Um zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren, hat sich im Bereich der wissenschaftlichen Zukunftsforschung ein breites Spektrum an methodischen Ansätzen und Instrumenten herausgebildet. Die am häufigsten angewandte Methode zur intuitiven Bestimmung von Zukunftsentwicklungen ist die Delphi-Befragung. Sie wird als „Eckpfeiler langfristiger Prognosen bzw. der Zukunftsforschung“ angesehen und seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFT) als „eine Ideenfindungs-, Meinungsbildungs- und Prognosemethode, welche die Einsichten und Zukunftseinschätzungen ausgewählter Fachleute systematisch erhebt und ausmittelt“, definiert.

Eva M. Brüning

22. Optimiertes Aggregate Management: Chancen zur Kostensenkung durch „Poolen“ von Aggregaten und „Bündeln“ von Leistungen

Die Zusammenarbeit zwischen Anlagenbetreiber und Dienstleister bietet vielfältige Möglichkeiten zur Kostensenkung. Interessante Synergien ergeben sich beispielsweise durch das „Poolen“ von Aggregaten und das „Bündeln“ von Leistungen. Bei einem Aggregatepool schließen sich mehrere Unternehmen zusammen, um Ersatzgeräte nicht selbst vorhalten zu müssen. Wie sich Synergien durch ein umfassendes Aggregatemanagement konkret nutzen und erhebliche Kosten einsparen lassen, zeigen Beispiele aus dem Betriebsalltag von InfraServ Knapsack. Der Industriedienstleister betreibt seit vielen Jahren einen Aggregatepool für Chemie‐ und Infrastrukturanlagen im Chemiepark Knapsack.

Dietmar Zarbock, Werner Bachem

Bahnfahren ist Klimaschutz

Seit einigen Jahren genießt das Thema Umweltund Klimaschutz einen hohen Stellenwert: Unternehmen, deren Strategie neue Umweltgrundsätze festschreibt, Parteien, in deren Wahlprogrammen der Raum für umweltfreundliche Lösungen zunehmend wächst und ein Trend in der Bevölkerung hin zu fair gehandelten und nachhaltig produzierten Produkten. Was wie ein Einstieg in das CO2-freie Zeitalter scheint, ist für die Deutsche Bahn längst eine Selbstverständlichkeit. Denn: Klima- und Umweltschutz sind Teil der DNA bei der DB. Und das schon seit über 100 Jahren. Damals fuhr der erste Zug mit Strom aus einem Wasserkraftwerk. Heute bringt der komplette Fernverkehr der Deutschen Bahn seine rund 140 Millionen Reisenden mit 100 Prozent Ökostrom zum Ziel.

Jens Langer, Karina Kaestner

1. Elementare Wärmeleitprobleme

Der Begriff Wärmeleitung bezeichnet den durch unterschiedliche Temperaturen hervorgerufenen räumlichen Transport von innerer Energie in festen Körpern, in ruhenden Flüssigkeiten oder in ruhenden Gasen. Der Wärmefluss, d. h. die thermische Energie, die von einem zu einem anderen Ort fliesst, wird durch die Wärmeleitgleichung von Fourier beschrieben. Auf dieser Gleichung aufbauend werden die Temperaturverteilung und der Wärmefluss in einfachen und geschichteten ebenen, zylindrischen und sphärischen Körpern berechnet. Beispiele aus dem Maschinenbau, der Verfahrenstechnik und der Bauphysik illustrieren die Anwendung.

Nikolaus Hannoschöck

16. Richtlinien, Rechtsgrundlagen, Regeln, Verordnungen und Normen zum industriellen Kennzeichnen

Die Kennzeichnungsherstellung untersteht in vielfacher Hinsicht maßgeblichen Normen und Bestimmungen, die es bei der Anwendung zu beachten gilt. Es ist ratsam, sich mit diesem Thema vor der Entscheidung für ein bestimmtes Herstellungsverfahren ausführlich zu beschäftigen. Wenn ein System erst einmal gekauft ist, können diesbezüglich ungelöste Fragen schwerwiegende Konsequenzen haben. Was nutzen schöne Kennzeichen, wenn die Betriebssicherheit des Kennzeichnungssystems von der betrieblichen Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann? Möglicherweise können die hergestellten Kennzeichen am Ende nicht am vorgesehenen Anbringungsort eingesetzt werden, weil diese aus ungeeignetem Material hergestellt, keine ausreichende Lesbarkeit von 2D-Codes aufweisen oder nicht an einen explosionsgefährdeten Anlagenbereich eingesetzt werden dürfen.

Thorsten Wohninsland

Umweltproduktrecht

Produktbezogene Regelungen zum Zwecke des Umweltschutzes stellen Beschaffenheitsanforderungen an Produkte, durch welche deren Auswirkungen auf die Umwelt verringert werden sollen. Die Beschaffenheitsanforderungen können die Umweltfreundlichkeit der Produkte in jeder Phase des Produktlebenszyklus, also „von der Wiege bis zur Bahre“ betreffen: Stoffregelungen und recyclinggerechtes Konstruieren (REACH, RoHS / ElektroStoffV, ELV-Richtlinie, BattG), Emissionsregelungen (Outdoor-Richtlinie, mobile Maschinen und NRMM-Motoren) und Energieeffizienz/-verbrauch (insbesondere Ökodesign-Richtlinie). Fürwahr gibt es im Recht des technischen Produkts kein allgemeines Umweltschutzgebot und trifft das Umweltproduktrecht immer nur punktuelle Regelungen zur Verkehrsfähigkeit des Produkts. Mithin ermangelt es dem europäischen Umweltproduktrecht an einem einheitlichen Rechtsrahmen im Sinne einer durchgängigen Regelungskonzeption. Insoweit unterscheidet sich das Umweltproduktrecht bereits konzeptionell vom Produktsicherheitsrecht. Die hier auf Unionsebene aufgestellten Instrumente stehen mehr oder weniger lose nebeneinander und lassen ein in sich abgestimmtes Ganzes vermissen. Die unterschiedlichen Regelungskonzeptionen zeigt das Kapitel „Umweltproduktrecht“ auf und stellt die einzelnen Regelwerke dar.

Matthias Bauer

3. Verkehrsmanagementzentrale der Schweiz

Innerhalb des eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) besteht seit 1998 das Bundesamt für Strassen (ASTRA) als die schweizer Fachbehörde für die Strasseninfrastruktur und den individuellen Strassenverkehr. Hierin betreibt die Abteilung Strassennetze seit 2008 die Verkehrsmanagementzentrale der Schweiz (VMZ-CH) mit Sitz in Emmenbrücke bei Luzern (Abb. 3.1 und 3.2). Die VMZ-CH selbst ist in die Bereiche Produktion (operationeller Betrieb), Verkehrstelematik und Verkehrsmanagementplanung unterteilt und beschäftigt derzeit 28 Mitarbeiter.

Jörg Dreier

5. Elektromobilität als technisches System

Die Herausforderung im 21. Jahrhundert besteht darin, Elektrofahrzeuge in ein Gesamtsystem bestehend aus unterschiedlichen Infrastrukturen, wie Energie und Verkehr mit deren typischen unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen, zu integrieren und technisch-wirtschaftlich sinnvoll mit diesem System interagieren zu lassen. Weitere Funktionalitäten und Dienstleistungen sollen darauf aufbauen können, die einerseits die Zuverlässigkeit der jeweiligen Struktur beibehalten bzw. sogar erhöhen und anderseits neue Geschäftsmodelle/Dienste ermöglichen. Zu diesen Diensten, die nur durch eine sektorübergreifende Kopplung realisierbar sind, gehören bspw. die Rückspeicherung der elektrischen Energie des E-Kfz ins Netz,Nach einer kurzen Beschreibung der Teilsysteme wird die Modellbeschreibung eines integrierten Mobilitätssystems angegangen. Dazu werden u. a. CIM-basierte Methoden vorgestellt und auf Basis von Ergebnissen aus dem BMWi Leuchtturm Projekt Harz.ErneuerbareEnergien-Mobility erläutert, wie man die Systemkomponenten mittels geeigneter Schnittstellen verbinden kann, um Konvergenzeffekte der Teilsysteme zu erreichen.

Prof. Dr. Przemyslaw Komarnicki, Prof. Dr. Jens Haubrock, Univ.-Prof. Dr. Zbigniew A. Styczynski

Kapitel 15. Bewertung von Vibrationen infolge von Schall, Erschütterungen und Stößen

Vibrationen pflanzen sich in festen, flüssigen und gasförmigen Medien in Form von Wellen, z. B. als Schall- oder Schwingungsenergie, fort. Die der Wellenfortpflanzung zugrunde liegende Physik hat in der Bautechnik im Schall-, Lärm- und Erschütterungsschutz auf der einen und in der Bauakustik auf der anderen Seite Bedeutung. Im ersten Falle geht es darum, die Lästigkeit störender Schall-, Lärmund Erschütterungsquellen aktiv oder passiv zu dämmen (Bauphysik), im anderen, die Hörbarkeit von Sprache und Musik in geschlossenen und offenen Räumen in definierter Weise zu beeinflussen (Bauakustik).

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 1. Einführung

Die bei baudynamischen Problemen auft retenden Massenbewegungen sind i. Allg. geführte Bewegungen: Die Trägheitswirkungen der beteiligten Massen sind mit den sie verursachenden Bewegungen in einer einfach zu überblickenden Weise verknüpft , z. B.:

Christian Petersen, Horst Werkle

2. Fundraising bei Privatpersonen

In der Definition des Fundraising-Begriffs (Kapitel 1) wurden vier Gruppen von Ressourcenbereitstellern (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen) unterschieden. In Kapitel 2 wird das Vorgehen im Fundraising bei Privatpersonen vorgestellt. Systematisiert anhand der Spenderpyramide wird anhand zahlreicher Best Practice Beispiele anschaulich erläutert, wie Interessenten, Erst-, Mehrfach-, Dauer-, Groß- und Testamentspender für eine gemeinwohlorientierte Organisation gewonnen, gebunden und (bei Abwanderung) zurückgewonnen werden können. Da Fundraising als eine Erscheinungsform des Marketing betrachtet wird, werden – in Analogie zum Marketing-Mix – alle erforderlichen Entscheidungen im Rahmen des Fundraising-Mix (Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) vorgestellt und anhand zahlreicher Best Practice Beispiele veranschaulicht. Aufgrund seiner steigenden Bedeutung wird das Online-Fundraising besonders hervorgehoben und auf 80 Seiten detailliert in seinen neuesten Entwicklungen vorgestellt. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen, Tipps, Kapitelzusammenfassungen und Literaturempfehlungen runden das Kapitel ab.

Michael Urselmann

Newsroom und Newsdesk im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation

Newsrooms sind in journalistischen Redaktionen und in der Unternehmenskommunikation immer häufiger zu finden. Aus ihnen werden die verschiedensten Medienkanäle strukturiert bespielt: von Print über Hörfunk und Fernsehen bis zu Online und Social Media. Für einen Newsdesk gibt es kein Patentrezept: Bei sämtlichen Newsrooms handelt es sich um individuelle Lösungen, die auf die Historie der Redaktion bzw. Kommunikationsabteilung eingehen. Auch die Zahl der Redakteure am Desk unterscheidet sich gravierend von deutlich weniger als zehn bis hin zu über 300.

Markus Kaiser

Mobilität für morgen

Der Verkehr hat die Welt, in der wir leben, beeinflusst. Diese Auswirkungen beeinflussen nun, wie sich der Verkehr entwickelt und wie wir mobil sein werden. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Ziel bei der Umgestaltung unseres Verkehrssystems. Dieser Beitrag klärt, welche Möglichkeiten wir haben, unser Verkehrssystem nachhaltig zu gestalten, welchen Einfluss die Verkehrspolitik hat und wie ein nachhaltiges Verkehrssystem zukünftig aussehen könnte.

Rudolf Petersen, Sandra Reinert

Verkehrspolitische Entscheidungen

Verkehrspolitische Entscheidungen sind durch situative Faktoren geprägt. Sie sind daher nicht das Ergebnis rationaler Problemlösungsprozesse. Dies erklärt die Politikwissenschaft mit der inhaltlichen und politischen Komplexität dieses Politikfelds. Zentrale Akteure können die Details nicht überblicken und haben oft keine klaren eigenen Präferenzen. Entscheidungen werden daher auf Grundlage eines subjektiven Problemdrucks, spezifischer Machtkonstellationen und unter Nutzung oft bereits bestehender Lösungskonzepte getroffen. Dabei kann einzelnen strategisch agierenden Personen eine zentrale Rolle zukommen.

Nils C. Bandelow, Stefan Kundolf

Stadtverkehr

Über 60 % der Bevölkerung in Deutschland lebt in Großstädten. Verkehr hat dort einen starken Einfluss auf die Lebensqualität und ist ein konfliktträchtiges kommunalpolitisches Thema. Der Beitrag stellt die Entwicklungen und Trends des städtischen Verkehrs einschließlich der vorherrschenden Problemlagen vor. Daran schließt die Diskussion der Ziele und acht wichtiger Handlungsfelder für eine Verkehrswende an. Abschließend wird die organisatorische und finanzielle Umsetzung der Maßnahmen der städtischen Verkehrspolitik innerhalb der komplexen Akteursarena thematisiert.

Carsten Gertz, Heike Flämig, Philine Gaffron, Gunnar Polzin

Buchstabe S

Niels Klußmann, Arnim Malik

Kapitel 5. Untersuchung des Konfliktes zwischen Stadtentwicklern und Hafenwirtschaft in Hamburg

Gemäß dem gewählten akteurstheoretischen Ansatz wird in diesem Kapitel der Schritt auf die individuelle Ebene der Akteure gemacht. Es werden die jeweiligen Konfliktbeteiligten bzw. Kollektive vorgestellt sowie ihre Bedeutung und Stellung im Konflikt ermittelt. Die geografischen und thematischen Schwerpunkte des Konfliktes werden dabei erläutert.

Oliver Lieber

Schallpegelmesstechnik und ihre Anwendung

Der Beitrag „Schallpegelmesstechnik und ihre Anwendung“ enthält neben den allgemeinen Definitionen der Mess-, Bewertungs- und Beurteilungsgrößen und der Beschreibung der Funktion und des Aufbaus von Schallpegelmessern, eine umfangreiche Darstellung der Verfahren zur Erfassung und Beurteilung von Geräuschemissionen und -immissionen auf der Basis aktueller Regelwerke. Bezüglich der Emission geschieht dies für Geräte, Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen, auf der Immissionsseite wird der Arbeitsplatz sowie der Umgang mit Gewerbe-, Industrie-, Bau- und Verkehrslärm betrachtet. Das Kapitel schließt mit einer umfangreichen Literaturzusammenstellung hinsichtlich der entsprechenden Regelwerke.

Joachim Feldmann

Der Rechtsformenmangel der öffentlichen Hand. Eine ökonomische Fallstudie zu den rechtlich-institutionellen Hindernissen in öffentlichen Unternehmen am Beispiel des Flughafens Berlin Brandenburg (BER)

Das Kapitel untersucht die Frage des Rechtsformenmangels für Unternehmen der öffentlichen Hand anhand einer ökonomischen Fallstudie zum krisengeplagten Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die These des Rechtsformenmangels besagt, dass es bestimmte volks- und betriebswirtschaftliche Konstellationen gibt, in denen keine der existierenden Rechtsformen für öffentliche Unternehmen die für einen profitablen Betrieb notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen bereitstellen können. In der Fallstudie wird untersucht, ob diese These auf den Flughafen Berlin Brandenburg zutrifft. Es wird der Frage nachgegangen, ob von der Rechtsform abhängige rechtlich-institutionelle Hindernisse dem erfolgreichen Erwerbsstreben der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH entgegengestanden und die problemlose Realisierung des Großbauprojekts verhindert haben. Unter Zuhilfenahme eines Vorschlages einer alternativen Rechtsform für öffentliche Unternehmen, die als gemeinwirtschaftliche Unternehmensverfassung bezeichnet wird, gilt es zu überprüfen, ob die rechtlich-institutionellen Anforderungen des untersuchten Unternehmens durch diese neue Rechtsform hätten besser erfüllt werden können. Die in der Fallstudie erarbeiteten Ergebnisse führen zu Erkenntnissen, die auch für die Rechtsformenwahl von anderen Unternehmen der öffentlichen Hand in Deutschland von Bedeutung sind.

Alexander Wulf

4. Arbeitsumgebung

Offenkundig unterliegt der Mensch an seinem Arbeitsplatz – vorwiegend Produkt- und Produktionstechnik bestimmt – physikalischen und chemischen Umgebungseinflüssen. Diese werden entweder durch spezifische Sensororgane (Ohr / Lärm, Propriorezeptoren & Haptik / mechanische Schwingungen, Thermorezeptoren / Klima, Auge / Beleuchtung) aufgenommen und in ihrer psychophysischen Wirkungscharakteristik organismisch-systemisch weiterverarbeitet, so dass sich Korridore in der Einstellungsmöglichkeit von Intensität und Dauer im Bereich zwischen Leistungsförderung und organismischer Schädigung ergeben, die arbeitswissenschaftlich sehr relevant sind. Oder es handelt sich um chemische Einwirkungen in Form der Arbeitsstoffe sowie Strahlung in Form von Begleiterscheinungen von Energiewandlung, die einerseits via Giftstoff-Synergismen und andererseits via strahlungsempfindlicher organismischer Systeme (z. B. die Reproduktionssysteme mit hohen Zellteilungsraten) direkt beanspruchend bis schädigend wirken können, ohne dass der Mensch mangels spezifischer Sensorik dies kurzfristig merkt. Hier gilt das Prinzip einer größtmöglichen Dosisminderung als Gestaltungsoption.Für alle hier betrachteten Umgebungseinflüsse wird die Darstellungslogik Physik / Chemie → Biologie / Physiologie → menschbezogene Modellierungspsychophysik und Wirkungscharakteristiken → Messwerte sowie Bewertungs- und Beurteilungsansätze → Grenzwerte und Gestaltungshinweise verfolgt. Bei den Sensoriken kann auf Darstellungen im Bereich „informatorische ► Arbeit / Kap. 2“ zurückgegriffen werden. Für alle gilt das Paradigma einer Dosis-Wirkungs-Analyse als Variante des BBB-Konzeptes. Vielfach sind wegen der Konzentration auf Arbeitsprozesse Varianten von Belästigung und Komfortempfinden nicht besprochen. Sie werden aber im Zusammenhang mit emotionaler Beanspruchung und hedonistischer Gestaltung (z. B. gute Arbeit, ästhetisch-ansprechende Arbeitsplatzgestaltung, „schöne“ Benutzungsoberflächen) an Bedeutung gewinnen.Die Analyse und Gestaltung einer sozial-organisatorischen Umgebung (Mensch-Mensch-Beziehungen) wird in ► Kap. 9 und 10 zum Organisationszusammenhang der Arbeitswissenschaft behandelt.

Christopher Schlick, Ralph Bruder, Holger Luczak

Deutsch – Englisch

Abbau (Zersetzung/Zerfall/Zusammenbruch)degradation, decomposition, breakdown; (einer Apparatur) disassembly, dismantling, dismantlement, takedown

Dipl. rer. nat. Theodor C. H. Cole

English – German

aberrationAberration, Abweichung

Dipl. rer. nat. Theodor C. H. Cole

6. Wirtschaftliche Qualität

Soll ein Gebäude nachhaltig gebaut oder erneuert werden, muss das Planungsteam eng zusammenarbeiten. Außerdem sollten ausführende Unternehmen, Nutzer und Betreiber bereits in die Planungsphase mit einbezogen werden. Bei der Planung ist außerdem zu beachten, dass nachhaltiges Bauen nicht nach einem feststehenden Konzept erfolgen kann. Stattdessen muss immer die optimale Lösung für den spezifischen Einzelfall gefunden werden. Die Erstellungskosten stellen gerade zu Projektbeginn eine große finanzielle Hürde dar, allerdings machen die Nutzungskosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes den größeren Anteil aus. Neben den Baukosten selbst ist die Finanzierung häufig noch bedeutsamer. Die Wahl des optimalen Finanzierungskonzepts ist ein weiterer Baustein zur wirtschaftlichen Qualität eines Bauprojekts. Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung sowie verschiedene Methoden für eine Lebenszykluskostenrechnung sowie Benchmarks vorgestellt. Zusätzlich wird erläutert, wie die ökonomische Qualität in den Bewertungssystemen DGNB und NaWoh berücksichtigt wird.

Stefanie Friedrichsen

Kapitel 8. Von der Konflikttheorie zur Konfliktpraxis: Potenzielle Handlungsoptionen vor dem Hintergrund der analytischen Betrachtung

Die Analyse des ‚State of the Art‘ und verschiedener Medien (Kapitel 4), die Auswertung der Umfragen von Haushalten und Bürgerinitiativen in Deutschland (Kapitel 5) sowie die Systematisierung von Akteur(inn)en nach verschiedenen gesellschaftlichen Teilsystemen (Kapitel 6) hat die Vielfalt von Perspektiven, Positionen und Zielsetzungen im Rohstoff kontext verdeutlicht. Gegner(innen) des Rohstoffabbaus betrachten die Aktivitäten der Gesteinsindustrie unter anderem als ‚Zerstörung des Lebensumfeldes‘ und als ‚Verschandelung von Landschaft und Heimat‘. Sie sehen einen Eingriff in ‚die Natur‘, der aus ihrer Perspektive mit negativen Folgen verbunden ist.

Florian Weber, Olaf Kühne, Corinna Jenal, Erik Aschenbrand, Ante Artuković

VI. Die Sachverständigen-Vergütung (Entschädigung)

Die Vergütung des Sachverständigen richtet sich nach dem

Karl-Heinz Keldungs, Joachim Ganschow, Norbert Arbeiter

5. Immissionsschutz

Prof. Dr. Ulrich Förstner, Prof. Dr. Stephan Köster

1. Grundlagen der Umweltschutztechnik

Prof. Dr. Ulrich Förstner, Prof. Dr. Stephan Köster

Kapitel 7. Konfliktpraktische Einordnung: Von der Theorie zum Anwendungsbezug

Die Diskursanalysen zum Stromnetz- und Windkraftausbau haben verdeutlicht, wie komplex die Aushandlungsprozesse um Veränderungen im Zuge der Energiewende ausfallen. ‚Energiewende‘ ist keineswegs ein ‚eindeutiger‘ und unangefochtener Knotenpunkt. Vielmehr ergeben sich unterschiedlich gelagerte Konflikte, in denen um Deutungshoheit und damit Hegemonie gerungen wird. Mit dem ‚analytischen Blick‘ wurde in erster Linie eine Dekonstruktion vorgenommen, indem Zusammenhänge, aber auch Brüche ‚auseinandergenommen‘ wurden – so auch insbesondere mit einem Fokus auf Konstruktionsprozesse um ‚Landschaft‘ mit einem angepassten diskurstheoretischen Zugang.

Florian Weber

Kapitel 4. Geschäftsmodell im strategischen Stadionmanagement

Nachdem im vorangegangenen Methodenkapitel näher auf die Systematik und Vorgehensweise der Untersuchung eingegangen wurde, besteht das nächste Zwischenziel darin, potenzielle Leistungslücken im Stadionmanagement zu ermitteln. Als Ausgangspunkt wird hierfür auf die immobilienökonomischen Erkenntnisse aus dem zweiten Kapitel zurückgegriffen. Ferner werden essenzielle Leistungslücken entlang des Untersuchungsdesigns mithilfe einer Literaturrecherche eruiert und anschließend durch Expertengespräche empirisch bestätigt bzw. angepasst.

Daniel Gruber

Kapitel 25. Umweltschutz

Unter Umweltschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu bewahren.

Robert Schwarz

Das lebendige Erbe – Gründerideen und kontinuierliche Weiterentwicklung von Corporate Social Responsibility bei Bosch

Von Beginn seines Unternehmertums an setzte sich Robert Bosch für einen effizienten Umgang mit Ressourcen ein. Verschwendung war ihm ein Graus. Aber auch die Belegschaft war ihm ausgesprochen wichtig. Fragestellungen rund um die Arbeitsplätze stellten für ihn ein persönliches Anliegen dar. Er suchte nach Lösungen zu Themen wie Luftqualität, Lärm, Arbeitszeiten, Gesundheit und Altersversorgung. Besonders wichtig war ihm auch, dass seine Produkte von höchster Qualität und der Gesellschaft nützlich sind. Als Philanthrop unterstützte er u. a. Bildungsstätten und medizinische Einrichtungen. Mit seinem Testament stellte er die Weichen für die Ausrichtung und Struktur der Bosch-Gruppe und der Robert Bosch Stiftung.

Dr. Kathrin Fastnacht, Bettina Simon, Bernhard Schwager

24. Arbeits- und Gesundheitsschutz

In diesem Beitrag wird in den ersten drei Abschnitten auf allgemeine Grundlagen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz eingegangen, die gleichermaßen in allen Bereichen, wo Menschen arbeiten, Geltung haben. In drei weiteren Abschnitten wird dann auf den Bereich Oberflächennahe Geothermie fokussiert.Der Verpflichtung zu Arbeits- und Gesundheitsschutz können sich kein Unternehmer, keine Führungskraft und kein Mitarbeiter entziehen. Dabei muss gesetzlich vorgeschriebener Arbeits- und Gesundheitsschutz nur dort in Form von Schutzmaßnahmen stattfinden, wo legal „bezahlte“ Arbeit stattfindet. Dagegen wird in vielen Unternehmen heute über die Mindestvorschriften hinaus etwas getan zur Vermeidung oder zumindest zur Verminderung von Verletzungen infolge von Arbeits- und Wegeunfällen mit oftmals einhergehenden Sachschäden, anerkannten und entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten, eingeschränkter Leistungsfähigkeit bzw. befristetem Arbeitsausfall der Beschäftigten durch arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren.Dies trifft leider nicht auf die Masse der kleinen und mittleren Unternehmen zu, sodass diese nach wie vor ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko in Form von vielfach erhöhten Unfallzahlen gegenüber Großunternehmen ausweisen. Dabei zeigt die Erfahrung, dass in die Produktion integrierter Arbeits- und Gesundheitsschutz bei richtiger Vorgehensweise Wertschöpfung und damit Wettbewerbssteigerung zur Folge hat. Es geht damit über die Erfüllung der moralischen, sozialen und gesetzlichen Verpflichtung zur menschengerechten Gestaltung von Arbeit hinaus bis zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sowie einer Förderung des internen und externen Images des Unternehmens.Arbeits- und Gesundheitsschutz ist insofern bei Oberflächennaher Geothermie nichts „Besonderes“, hat aber gerade in der Bauphase durch Beteiligung von kleineren und mittleren Unternehmen – nicht selten noch durch Unterstützung bzw. Erbringung gewisser Eigenleistungen durch den privaten Bauherrn selbst – seine Besonderheiten, auf die entsprechend zu achten ist.

Mathias Bauer

3. Baubetrieb

Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz, M.Sc. André Thesing

17. Schallimmissionsschutz

Das Kapitel „Schallimmissionsschutz“ umfasst folgende Abschnitte: Straßen-, Parkplatz- und Schienenverkehrslärm, Gewerbe- und Industrielärm, Schallübertragung von Räumen ins Freie sowie Dämpfung des Schalls bei der Ausbreitung im Freien. Es werden jeweils die gültigen Regelwerke benannt, aus denen die Anforderungen an zulässige Lärmpegel entnommen werden können; ebenso die für Nachweisverfahren benötigten Berechnungsgleichungen. Damit können u.a. für den Straßenverkehr Beurteilungspegel oder Mittelungspegel für Fahrstreifen ermittelt werden. Ebenso lassen sich Pegelerhöhungen z.B. durch Mehrfachreflexionen bei geschlossener Bebauung und Pegelminderungen durch Lärmschutzmaßnahmen erfassen. Schallleistungspegel, Emissionspegel, Immissionsrichtwerte, Schalldämpfung usw. sind weitere Begriffe, die in den einzelnen Abschnitten erläutert werden, ergänzt um die rechnerischen Zusammenhänge. Im letzten Abschnitt zum Umgebungslärm und zur Lärmkartierung sind Grundlagen zur Ermittlung von Dauerschallpegeln und Richtwerte für die Lärmminderungsplanung zu finden.

Prof. Dr.-Ing. Martin Homann

9. Akustische Messgrößen

In der Akustik werden das Auftreten, die Eigenschaften und das Messen von Longitudinalwellen (örtliche Verdichtungen und Verdünnungen schwingender Partikel) in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern beschrieben. Von besonderer Bedeutung sind die Ausbreitung des Schalls in Luft und die menschliche Schallempfindung. Man unterscheidet je nach Amplitude und Frequenzverlauf: Ton: eine einzige Schallfrequenz und eine sinusförmige Amplitude.Geräusch: eine Vielzahl von unterschiedlichen Frequenzen und stark schwankender Amplitudenverlauf.Knall: sehr viele Frequenzen bei nahezu konstantem Amplitudenverlauf.

Prof. Dr. Ekbert Hering, Dr. Gert Schönfelder

8. Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Verringerung von Präsentismus

Während das Interesse von Arbeitgebern an einer Verringerung von Absentismus leicht nachvollziehbar ist, gilt das für Präsentismus nur unter bestimmten Bedingungen. Auf GesundheitGesundheit und Arbeitsplatzgestaltung bezogene Maßnahmen, die auf eine Reduzierung von Absentismus abzielen, können durch eine Verbesserung des GesundheitszustandsGesundheitGesundheitszustand allerdings auch günstig auf Präsentismus wirken. Im Folgenden werden entsprechende Maßnahmen des betrieblichen GesundheitsmanagementsBetriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) dargestellt und Studienergebnisse referiert.

Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

Assessment and Prediction of Environmental Noise Generated by Road Traffic in Nagpur City, India

The main intention of research is to quantify and predict the noise level due to heterogeneous traffic conditions at critical junctions and highways. A study was carried out to assess the existing status of noise levels and its impacts on the environment with a possibility of further expansion of the city. Vehicular traffic noise levels measured during peak and non-peak hours at all selected locations were higher (71–76 dBA and 69.3–76.3 dBA) than the prescribed limits. The recognized amount of traffic and with the help of road geometry data, prediction of noise level is performed using modified Federal Highway Administration (FHWA) model, and the computed noise was compared with the measured one for assuring the relevance of this model for prediction of forthcoming noise. The outcome received from this model was nearer to the observed noise level, having a percentage error of ±3%, the best fit lines generated between them gives R2 of 0.457. In this study measured and computed noise exposure levels were depicted with the help of contour maps. Octave band spectral analysis reveals that the interrupted traffic flow is above the free flow traffic and realized that the contribution of two wheeler and cars/jeep are mainly responsible for a generation of noise level at both the lower and higher frequencies, it also signifies that the FHWA model is convenient to be used for Indian circumstances.

Sameer S. Pathak, Satish K. Lokhande, P. A. Kokate, Ghanshyam L. Bodhe

English – German

Aberration, Abweichung, Anomalie; Abbildungsfehler, Bildfehler

Theodor C.H. Cole

Deutsch – Englisch

Abbau (Zersetzung/Zerfall/Zusammenbruch) degradation, decomposition, breakdown; (einer Apparatur) disassembly, dismantling, dismantlement, takedown

Theodor C.H. Cole

Open Access

Thrifty Land Use by Spatial Planning Law: Considering the Swiss Concept

Worldwide sprawl and urbanization are leading to a dramatic increase in land use. Many nations pursue sustainable development goals to restrict this land consumption. The aim is to limit losses of natural soil functions due to sealing, fertile and semi-natural land, and their biodiversity. In this context, the analysis of Swiss land-use laws may help to gain new insights and provide alternative concepts.

Yvonne Franßen

Partizipative Methoden der Landschafts(bild)bewertung – Was soll das bringen?

Partizipative Methoden zum Thema Landschaft sind bei Entscheidungsprozessen im Zuge der Energiewende für die Öffentlichkeit von großer Bedeutung. Im der aktuellen Planungspraxis spielen sie aber allenfalls eine untergeordnete Rolle. Dies hat zum Teil sehr unterschiedliche Beobachtungen zur Folge, die allesamt dazu führen, dass die Landschaftsplanung Gefahr läuft, in ihrem Kerngeschäft ‚Landschaft‘ den lebensweltlichen Bezug der Öffentlichkeit zur Landschaft aus den Augen zu verlieren. Dementsprechend sind die Beobachtungen Symptome einer Fehlentwicklung des landschaftsplanerischen Umgangs mit den Erneuerbaren Energien. Die Lösung liegt vor allem in einem grundsätzlichen Umdenken der bisherigen Herangehensweisen. Energielandschaften müssen entworfen und gestaltet werden, Gerechtigkeitsdiskussionen geführt und Landschaftsargumenten mehr Bedeutung zugemessen werden.

Boris Stemmer, Lucas Kaußen

Chapter 2. Stand der Forschung

Um ein Erhebungskonzept zur Abbildung und Beurteilung des Gründungsgeschehens innerhalb der deutschen Energiewirtschaft zu entwickeln, werden zunächst einige Vorüberlegungen angestellt. Dazu gehört die Analyse bestehender Gründungsstatistiken, um Erkenntnisse über Erhebungsmethoden, verfügbare Datenquellen und Anforderungen zu erlangen. Zudem lässt sich anhand einer solchen Analyse feststellen, welche Bereiche bereits von anderen Statistiken abgedeckt werden und worin die genaue Forschungslücke für die vorliegende Arbeit besteht.

Markus Lau

28. Anforderungen für den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen

Die Abfallwirtschaft in Deutschland ist ein weitestgehend wohlgeordnetes System mit klaren Zielen und Rechtsgrundlagen, definierten Zuständigkeiten, qualifizierten Institutionen, Entsorgungsträgern und Dienstleistern, geregelten Planungs- und Zulassungsverfahren, praxisgerechten Ausbildungsgängen sowie einem gesicherten Instrumentarium zur Deckung von Investitionen und der laufenden Kosten der Verwertung und Entsorgung. Ein Blick über die Landesgrenzen hinweg offenbart, dass dies in vielen Ländern selbst innerhalb Europas nicht selbstverständlich ist. Für Investoren, Entsorgungsunternehmen und Institutionen, die ein längerfristiges Engagement in der Abfallwirtschaft in einem Land planen, ist es bei der Identifizierung von Maßnahmen und der Erschließung neuer Märkte von entscheidender Bedeutung, eine realistische Einschätzung zum Entwicklungsstand der Abfallwirtschaft, seinen Akteuren und den Umfeldbedingungen zu erhalten. Es reicht bei weitem nicht aus, die ‚richtige‘ Technologie auszuwählen. Die Kenntnis der regulativen, institutionellen, finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist für Investoren und Entsorgungsunternehmen unabdingbar. Der Beitrag befasst sich mit den Elementen und Rahmenbedingungen, ohne die das ‚System Abfallwirtschaft‘ nicht nachhaltig ist. Er richtet sich an Investoren und Entsorgungsunternehmen, die Aktivitäten in anderen Ländern planen sowie an staatliche Institutionen, die andere Staaten beim Aufbau ihrer Abfallwirtschaftssysteme unterstützen wollen.

Dr.-Ing. Wolfgang Pfaff-Simoneit

2. Kleine Bodenkunde für Techniker und Ingenieure

Dr. Frank-Michael Lange

Chapter 5. BAUSTEINE DER STADT

Viele Städte sind mittlerweile zu einer ausgedehnten Stadtlandschaft angewachsen. Die Auflösung der Grenzen zwischen Stadt und Land hat zu einem patchworkartigen Bild von Gebautem einerseits und Landschaft andererseits geführt. Dabei ist Landschaft nicht zu verwechseln mit Natur.

Christa Reicher

Normung – Gesellschaftsinstrument zur Konkretisierung ökologischer Zielstellungen

DIN ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, wird privatwirtschaftlich getragen und wurde 1917 in Berlin gegründet (Bild). DIN ist laut eines Vertrages mit der Bundesrepublik Deutschland von 1975 die zuständige deutsche Normungsorganisation für die europäischen und internationalen Normungsaktivitäten.

Albert Hövel

Chapter 2. Internationale Umwelt- und Sozialstandards

Es gibt heute eine Vielzahl internationaler Umweltabkommen und -normen, Selbstverpflichtungen von Unternehmen, Gütesiegel etc., die zur Bewältigung weltweiter ökologischer Probleme beitragen sollen – zum Schutz von Hydrosphäre und Atmosphäre, von Boden und Biodiversität. Insbesondere der Klimawandel stellt ein gewaltiges Problem dar. Die internationalen Standards sollen dabei auch eine Lücke ausfüllen, die dadurch entsteht, dass in vielen Entwicklungsregionen nach ihrer Einbeziehung in den Weltmarkt (noch) keine ausreichenden nationalen Umweltschutznormen existieren. Diese Normen und Standards sollen hier zunächst näher dargestellt werden, wobei auch auf die Instrumente zu ihrer Umsetzung sowie Erfolge und Misserfolge dabei eingegangen wird und darauf, wie wirksam sie sind. Außerdem wird am Beispiel der EU gezeigt, dass es wirksame internationale Umwelt-Standards geben kann. Zum Schluss wird zusammenfassend Stellung dazu genommen, ob man bereits von der Existenz einer Weltumweltordnung ausgehen kann.Die Bemühungen um internationale Arbeits- und Sozialstandards können als normative Versuche, weltweit erträgliche soziale Verhältnisse und einen Schutz der sozialen Kohärenz und Bestandsfähigkeit von Gesellschaften zu fördern und zu sichern, bezeichnet werden. Sie sind wesentlich vor dem Hintergrund der laufenden Globalisierungsprozesse zu verstehen. Vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern mangelt es noch an sozialpolitischen Absicherungen. Gegenstand dieser Standards sind vor allem die Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen für Arbeiter, Frauen, Kinder etc..Hier wird ein Überblick über zentrale internationale Sozialstandards gegeben. Im Zentrum stehen die Normen der ILO sowie Instrumente zu ihrer Umsetzung. Aber es geht auch um internationale Rahmenvereinbarungen zwischen Unternehmen und Gewerkschaften über solche Standards oder die Quasi-Sozialnormen transnationaler Konzerne für ihre Dependancen im Ausland. Dabei wird jeweils auch nach der Wirksamkeit dieser Standards gefragt. Anschließend wird ein Blick auf die Verhältnisse in der EU geworfen und abschließend auf die Frage, ob sich bereits so etwas wie eine Weltsozialordnung erkennen lässt, eingegangen.Hier wird dargestellt, wie Umwelt- und Sozialschutz in internationale Wirtschafts- und Handelsregelungen berücksichtigt werden. Neben internationalen Umwelt- und Sozialstandards, die von der UN bzw. ihren Unterorganisationen geschaffen wurden, gibt es auch andere, die von multinationalen Konzernen entwickelt wurden und den Charakter von freiwilligen Selbstverpflichtungen haben (wie viele CSR-Verhaltenskodexe, etwa die OECD-Leitlinien, der UN-Global Compact oder die Global Reporting Initiative). Dabei wären auch einige ISO-Standards zu nennen. Außerdem wird auf zentrale internationale Normen für den Wirtschafts- und Handelsbereich eingegangen, welche durch internationale Übereinkommen entstanden sind und ein funktionsfähiges internationales Wirtschafts- und Handelssystem absichern sollen. Dazu zählen vor allem das Welthandelsabkommen (WTO-Abkommen) sowie die drei die WTO-Rechtsordnung tragenden Übereinkommen: das GATT für den Warenhandel, das GATS für Dienstleistungen, das TRIPS für Geistiges Eigentum und das TRIMS für handelsbezogene Investitionen. Andere betreffen internationale Wirtschaftsorganisationen wie IWF, Weltbank oder UNCTAD. Wieweit gehen sie auf ökologische und soziale Erfordernisse ein?In diesem Kapitel geht es um die Frage, wieweit und wie wirksam im Nord-Süd-Verhältnis bzw. in Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ökologische und soziale Anforderungen berücksichtigt werden, ob es sogar so etwas wie internationale Standards (z. B. Leitbilder und Leitlinien) für eine entsprechende nachhaltige Entwicklungspolitik gibt. Da die EZ bislang keine explizit eigene Regelungen wie die internationalen Umweltabkommen oder die ILO-Normen für den Arbeitsbereich kennt, wird diese Frage hier an dem untersucht, das in etwa als Aequivalent angesehen werden kann: An den Zielen, Leitlinien und Entwicklungsstrategien der EZ, den Millenniums-Entwicklungszielen (Millenium Development Goals, MDGs) aber auch den Leitlinien des Entwicklungsausschusses der OECD (DAC-Leitlinien) oder den neuen Sustainable Development Goals (SDGs).Hier wird untersucht, ob und wieweit grundlegende Menschenrechte dieselben Güter schützen, wie die Bemühungen um ökologische oder soziale Nachhaltigkeit. Dazu werden die zentralen Menschenrechte dargestellt sowie Instrumente und Verfahren zu ihrer Umsetzung und auch auf die Bedeutung der Menschenrechte in der Lieferkette eingegangen. In dem Zusammenhang wird auch nach der Wirksamkeit der Menschenrechte und ihre Bedeutung für global nachhaltige Entwicklungen gefragt. Um die Chancen für die Durchsetzung der Menschenrechte und ihre Weiterentwicklung besser einschätzen zu können, werden zum Teil auch Informationen zu ihrem Entstehen gegeben und Details der Verfahren dargestellt, welche ihre Umsetzung regeln sollen. Zum Schluss wird in einem Exkurs die Internationale Gerichtsbarkeit für Menschenrechte dargestellt.

Erhard Treutner

Kapitel 4: Monokausale richterliche Zurückhaltung: Eine neue margin-Dogmatik

Nach der Reduktion der Bezugsgrößen durch Legg verbleiben als potentielle Faktoren richterlicher Zurückhaltung der mitgliedstaatliche Konsens, das better-placed-Argument überlegener Expertise und das Moment überlegener demokratischer Legitimität.

Josephine Asche

Luftschall aus dem Schienenverkehr

Das vorliegende Kapitel gibt einen Überblick über bahnakustische Fragestellungen und beschreibt dabei die wichtigsten Mechanismen, Minderungsmaßnahmen, Mess- und Simulationsverfahren und zeigt typische Mess- und Berechnungsergebnisse. Daneben werden Prognoseverfahren beschrieben und es wird auf die Bewertung von Schienenverkehrslärm eingegangen.

Stefan Lutzenberger, Dorothée Stiebel, Christian Gerbig, Rüdiger G. Wettschureck

5. Schallimmissionsschutz

Das Teilgebiet Schallimmissionsschutz beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Entstehung, der Ausbreitung und des Empfangs von Schall im Freien. In Deutschland existieren zahlreiche Rechtsvorschriften und Regelwerke zu dieser Thematik, die im Rahmen eines Lehrbuchs für Bauphysik nur angerissen und kurz vorgestellt werden können.

Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Christian Nocke

K. Akustik

Prof. Dr. rer. nat. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer

R. Umwelttechnik

Prof. Dr. rer. nat. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer

Kapitel 8. Industriedesign und Richtlinien zur Maschinengestaltung

Das Kapitel behandelt wesentliche Inhalte des Themenbereichs Industriedesign sowie der einzuhaltenden Richtlinien bei der Auslegung und Konstruktion von Maschinen sowie bei deren Betrieb und Entsorgung. Insbesondere die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG [EU06] wird im Kapitel 8.2 vorgestellt und erläutert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die in diesem Buch dargestellten Inhalte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und ausschließlich einen Auszug der geltenden Richtlinien darstellen.

Christian Brecher, Manfred Weck

Kapitel 15. Geräuschverhalten von Werkzeugmaschinen

Verursacht durch hohe Lärmbelastungen am Arbeitsplatz wird eine große Anzahl von Arbeitnehmern bei der Ausübung ihrer Tätigkeit behindert oder auf Dauer sogar physisch geschädigt. So liegt, wie aus Bild 15.1 ersichtlich, bei der Mehrzahl der gewerblichen Berufsgenossenschaften die Lärmschwerhörigkeit an der Spitze aller zu entschädigenden Berufskrankheiten [HECK08].

Christian Brecher, Manfred Weck

Städtebaulicher Schallschutz

Die städtischen Geräuschquellen führen zu hohen Beeinträchtigungen der Bevölkerung. Städtischer Lärm belästigt und stört, bringt aber auch gesundheitliche Risiken mit sich. Die Minderung dieser Beeinträchtigungen ist deshalb dringend geboten.Im Beitrag werden die Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm dargestellt und aus den Lärmwirkungen Zielwerte für den Lärmschutz abgeleitet. Die Methodik des städtebaulichen Lärmschutzes wird erläutert. Das aktuell gültige Immissionsschutzrecht wird beschrieben und bewertet. Für den Straßenverkehrslärm als relevanteste Quelle werden Instrumente und Maßnahmen zur Minderung vorgestellt.

Michael Jäcker-Cüppers

Schallwirkungen beim Menschen

Im Innenohr werden Luftschwingungen in bioelektrische Impulse transformiert. Diese Nervenimpulse werden über verschiedene Stationen der Hörbahn weitergeleitet, wobei eine deutliche Reduktion der Datenmenge (bit/s) stattfindet. Parallel zur Verarbeitung im Hörsystem werden vegetative, hormonelle und emotionalen Funktionseinheiten aktiviert. Die bewusste Wahrnehmung, oft als Hörempfindung oder Hörereignis bezeichnet, entsteht am Ende der Hörbahn in der Hörrinde (Cortex).Als Basis zur Beschreibung von Wahrnehmungsgrößen dient das Phänomen der Maskierung bei dem (Nutz-)Schalle durch (Stör-)Schalle unhörbar oder bei teilweiser Maskierung (Drosselung) in ihrer Stärke deutlich reduziert werden. Von besonderer Bedeutung für das Hörereignis ist die wahrgenommene Lautstärke (Lautheit), die vor allem vom Schalldruckpegel, der Bandbreite, der Frequenzlage und der Dauer von Schallen abhängt. Die Hörempfindung Tonhöhe hängt primär von der Frequenz ab, jedoch wird sie auch vom Schallpegel oder teilweise maskierenden Schallen beeinflusst. Das Phänomen, dass bei gleicher Tonhöhe (pitch height) deren Deutlichkeit oder Ausgeprägtheit (pitch strength) erheblich variieren kann, beschreibt die Hörempfindung Ausgeprägtheit der Tonhöhe. Beispielsweise erzeugen Linienspektren wie Sinustöne wesentlich ausgeprägtere Tonhöhen als stochastische Signale wie Tiefpassrauschen. Darüber hinaus weicht bei kurzen Signalen die wahrgenommene Schallereignisdauer (Subjektice Dauer) erheblich von der physikalischen Dauer ab. Für eine gleich wahrgenommene Dauer von Impulsen und Pausen müssen letztere physikalisch etwa die dreifache Länge aufweisen. Für die Rhythmuswahrnehmung bedeutet dies in musikalischer Notation, dass eine Achtelnote mit 100 ms Dauer als gleich lang wahrgenommen wird wie eine Achtelpause mit 380 ms Dauer. Die Wahrnehmung von Schallvariationen wird durch die Hörempfindungen Schwankungsstärke und Rauigkeit beschrieben. Beide weisen als Funktion der Modulationsfrequenz eine Bandpasscharakteristik auf, die für die Schwankungsstärke um 4 Hz, für die Rauigkeit jedoch um 70 Hz zentriert ist.Eine übermäßige Beschallung kann zu einer Schädigung des Gehörs führen. Bei einer zu hohen Schallintensität oder einer zu langen Einwirkdauer mit einer unphysiologischen Stoffwechsellage, treten Ermüdungserscheinungen im Innenohr auf, die zeitweilige aber auch bleibende Hörverluste hervorrufen können. Neben dem Arbeitslärm nimmt der Freizeitlärm, mit einer Gehörgefährdung durch z. B. übermäßige MP3-Player Nutzung, Diskothekenbesuche ebenso wie durch übermäßiges Heimwerken an Bedeutung zu. Ein vermindertes Hörvermögen muss als starkes soziales Handikap eingestuft werden. Neben dem Hörverlust gehören Kommunikationsstörung und Ohrgeräusche (Tinitus) zu den markanten lärmbedingten Beeinträchtigungen des Gehörs.Jede Art von Beschallung ist auch ein individuelles Erlebnis mit einer entsprechenden vegetativen und hormonellen Reaktion. Während „Schall“ die physikalisch-akustische Komponente beschreibt, weist der Begriff „Lärm“ auf diese Erlebnisebene hin. Lärm kann Aktivitäten wie Kommunikation, Konzentration, Lernen, Entspannung und Schlaf stören, wird als Belästigung bzw. Beeinträchtigung der Lebensqualität empfunden und kann langfristig Gesundheitsstörungen auslösen bzw. begünstigen. Grundsätzlich können alle mentalen Leistungen und solche körperlichen Tätigkeiten, die einer besonderen geistigen Kontrolle bedürfen, durch Lärm beeinträchtigt werden, Dies zeigt sich z. B. in der lärmbedingten Verschlechterung intellektueller Leistungen bei Kindern in der Schule. Durch nächtlichen Lärm kann der Schlaf und damit der nächtliche „Regenerationsprozess“ empfindlich gestört werden. Grundsätzlich muss die häufige lärmbedingte Störung des Schlafverlaufs als gesundheitlich kritisch eingestuft werden. Der Schlaf von Kindern, Schwangeren, Müttern von Kleinkindern sowie von älteren Menschen und Schichtarbeitern ist besonders leicht durch Lärm zu stören. Das Lärmerlebnis kann sich darüber hinaus auch als Belästigung in das Gedächtnis der Menschen einprägen. Belästigung drückt sich z. B. durch Unwohlsein, Angst, Bedrohung, Ärger, Ungewissheit, eingeschränktes Freiheitserleben, oder Wehrlosigkeit aus. Über vegetative und hormonelle Prozesse beeinflusst der Lärm auch die Regelung lebenswichtiger Körperfunktionen. Zu nennen sind z. B. der Blutdruck, die Herztätigkeit, die Blutfette, der Blutzuckerspiegel und hämostatische Faktoren. Da es sich dabei um klassische (endogene) Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten handelt, wird Lärm als (exogener) Risikofaktor für die Entwicklung von Bluthochdruck und Herzkrankheiten einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall angesehen.Der Informationsgehalt des Schallereignisses und die jeweilige Situation – körperliche Arbeit, konzentriertes Nachdenken, Unterhaltung, Schlaf –, in der ein Mensch den Lärm erlebt, sowie seine persönlichen Eigenschaften wie Konstitution, Lärmempfindlichkeit, Einstellung zur Lärmquelle einschließlich Vertrauen in die für Lärm und Lärmschutz Verantwortlichen, sind bei moderater Lärmbelastung für das Lärmerleben ebenso wichtig wie die physikalische Schallbelastung.

Christian Maschke, Hugo Fastl

Beurteilung von Schallimmissionen

Gesetze – Vorschriften – Normen – Richtlinien

Rechtsvorschriften legen die wesentlichen Rahmenbedingungen und Schutzziele fest. Für deren technische Ausgestaltung verweisen sie auf Normen, denen damit eine staatsentlastende Wirkung zukommt.Regelwerke haben den Anspruch, dem anerkannten Stand der Technik zu entsprechen und werden aus diesem Grunde regelmäßig überprüft und ggf. fortgeschrieben.Nahezu der gesamte Bereich des akustischen Immissionsschutzes wie auch des Arbeitsschutzes wird durch Normen abgedeckt. Die Schwerpunkte des akustischen Immissionsschutzes liegen im Bereich des Verkehrs- und Anlagenlärms. Während es im Arbeitsschutz mehr um die Sicherstellung des erreichten Schutzniveaus geht, verlagert sich die Fragestellung im akustischen Immissionsschutz zum einen mehr auf die Bestimmung des Gesamtlärms und zum anderen tritt die Qualitätssicherung von Berechnungen mehr in den Vordergrund.

Berthold M. Vogelsang, Bernd Kunzmann

Schallabsorber

Auf ihrem Weg von diversen Quellen zum Hörer durchlaufen Schallwellen die unterschiedlichsten Ausbreitungswege. Es werden vielfältige Möglichkeiten zur Lärmminderung durch Schwächung von Reflexionen an Wänden sowie Absorption in Kanälen, Kapselungen und Abschirmungen aufgezeigt. Innovative Konzepte zur Verbesserung der Deutlichkeit von Sprache und Klarheit von Musik dienen sowohl der Hörsamkeit als auch dem Schallschutz in kommunikativ oder künstlerisch genutzten Räumen. Dazu werden bekannte und alternative passive und reaktive Luftschall dämpfende Materialien und Bauteile mit ihren Wirkungsmechanismen und Ausformungen behandelt. Schalldämpfer und Schallabsorber aus faserigen oder porösen Materialien sind unverzichtbar zur Dämpfung hochfrequenter Anteile. In der täglichen Praxis von Lärmbekämpfung und Raumakustik liegt das eigentliche Problem aber meist bei tiefen Frequenzen, die wegen der hierfür erforderlichen Bautiefe von konventionellen Absorbern nur schlecht zu beherrschen sind und nach praktikablen Alternativen verlangen. Der Beitrag bietet an diesen akuten Bedarf angepasste Problemlösungen an, die sich bereits in der Praxis als effizient und nachhaltig bewährt haben. Die Auslegung, Dimensionierung und Anbringung innovativer Absorber werden jeweils an konkreten Umsetzungsprojekten und typischen Sanierungsfällen im industriellen wie im öffentlichen Bereich verdeutlicht.

Helmut V. Fuchs, Michael Möser

Chapter 11. Fernstraßenplanungsrecht

Auch im Fachplanungsrecht stellen die Anforderungen des Naturschutzrechts als absolute Planungsschranken aufgrund von §§ 14 ff. BNatSchG stets zu beachtendes und damit auch der planerischen Abwägung grundsätzlich nicht zugängliches Recht dar. Das kann zu Spannungen im Verhältnis der Bestandskraft von Planfeststellungsbeschlüssen nach § 17 FStrG und den Anforderungen des Natura 2000-Netzwerkes mit Blick auf die Anpassung an die Folgen des Klimawandels führen. Denn jenseits der von § 15 Abs. 5 und § 34 BNatSchG, Art. 6 Abs. 3, 4 FFH-RL eröffneten Möglichkeiten sind die Vorgaben des Natura 2000-Rechts auch im Rahmen von Planfeststellungsverfahren abwägungsfest.

Moritz Gies

Chapter 9. Immissionsschutzrecht

Das Immissionsschutzrecht dient im Wesentlichen der Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung. Historischer Anlass war der Schutz der Nachbarschaft von emittierenden Anlagen während der Industrialisierung. Im Laufe der Zeit hat das Immissionsschutzrecht aber sehr viel weitreichendere Bedeutung erlangt und erfüllt heute eine Vielzahl von Zwecken. Es erfasst insbesondere nicht nur sämtliche schädlichen Umwelteinwirkungen im Nahbereich einer Anlage zum subjektiv-öffentlichen Nachbarschutz, sondern dient auch der Umsetzung gesamtgesellschaftlicher, objektivrechtlicher Umweltschutzziele, insbesondere durch das die Fernwirkungen von Emissionen umfassende Vorsorgeprinzip. Dieser Trend wurde durch das europäische Recht und insbesondere durch die Anforderungen des integrierten Umweltschutzes weiter verstärkt.

Moritz Gies

Kapitel 3. Was tun?

Aus rechtlicher Sicht lassen sich vier grundlegende Strategien oder Instrumente zur Steuerung des Umweltverhaltens unterscheiden (vgl. Kotulla 2014, S. 40 ff.).

Christian J. Jäggi

5. Lärmminderung

Die Lärmminderung ist stets mit der Verminderung der Geräuschbelastung von Menschen verbunden. Dies hängt damit zusammen, dass man unter dem Begriff des Lärms den unangenehmen Anteil der subjektiven Wahrnehmung von Schallereignissen durch das menschliche Ohr versteht.Die Aufgabe der Konstruktionsakustik besteht darin, die Geräuschentwicklung von Maschinen durch geeignete Maßnahmen, vorzugsweise konstruktive Maßnahmen, zu vermeiden bzw. zu verringern 1, 2.Je nach Aufgabenstellung und Möglichkeiten können verschiedene Lärmminderungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden (Abb. 5.1). In diesem Kapitel werden einige wesentliche Möglichkeiten der primären und sekundären Lärmminderung, wie sie heute in der technischen Akustik und beim Schallschutz angewendet werden, aufgezeigt.Der organisatorische und persönliche Lärmschutz wird in der Praxis oft beim Lärmschutz am Arbeitsplatz verwendet. Er ist in der Regel als kurzfristige und schnelle Maßnahmen geeignet und ist nicht Gegenstand dieses Buches.

Gh. Reza Sinambari

18. Zukunftsaspekte des Fahrwerks

In diesem Kapitel werden die Zukunftstrends für die Fahrwerksysteme zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Umweltverschmutzung durch Abgase, bei der Elektrifizierung (Hybrid- und E-Fahrzeuge), bei den Fahrerassistentsystemen, vorausschauenden und intelligenten Fahrwerken und beim autonomen Fahren. Der aktuellste Stand der Technik für alle diese Themen wird ausführlich diskutiert. Es wird auch versucht, Zukunftsszenarien für das Auto und sein Fahrwerk zu erstellen.Das Kapitel schließt mit Prognosen zu zukünftigen Produktionszahlen, Fahrzeugklassen und Antriebsarten der Zukunft.

Prof. Dr.-Ing. Metin Ersoy, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernd Heißing, Prof. Dr.-Ing. Stefan Gies, Dr.-Ing. Christian Schimmel, Dr. rer. nat. Stephan Demmerer

Aufkommen und Verbleib von feinen Feststoffen in Verkehrsflächenabflüssen

Niederschlagsabflüsse von Verkehrsflächen mit einer Belastung von mehr als 2.000 Fahrzeugen täglich gelten als behandlungsbedürftig. Sie sollten vor einer Einleitung in ein Gewässer gereinigt werden. Das Aufkommen und Möglichkeiten seiner Abschätzung sowie Retentions- und Behandlungsmöglichkeiten von Feststoffen werden beschrieben.

Martina Dierschke

Kapitel 15. Tabellen, Checklisten und Übersichten

In den Tabellen, Checklisten und Übersichten finden sich kompakt zusammengefasst Hinweise und Hintergründe zu den einzeln Aspekten einer kontinuierlichen Kommunikation als Ergänzung zum Kommunikationskonzept.

Anna Borg, Mathias Jürgen Bauer

Kapitel 12. Akzeptanzfördernde Maßnahmen: Einbezug

Der Einbezug der Menschen ist ein wesentliches Kriterium für die Akzeptanz des lokalen Geothermie-Projektes ist. Hierzu bieten sich insbesondere Beteiligungsmodelle an. Im Gegensatz zu Aktivitäten im Rahmen der Regelkommunikation oder bei kritischen Ereignissen, die zeitlich klar definierbare Vorgänge und Ereignisse kommunizieren, erfordern Maßnahmen zur Beteiligung von Bürgern am Willensbildungsprozess zeitlich und organisatorisch aufwändigere Formen der Öffentlichkeitsarbeit.

Anna Borg, Mathias Jürgen Bauer

Chapter 16. Das Ende der Netzneutralität auf Straßen?

Im Bereich des automatisierten Fahrens wird seit Jahrzehnten umfangreich geforscht. Dabei wird unterschieden zwischen teilautomatisiertem und vollautomatisiertem Fahren einerseits [16] und autonomem und vernetztem Fahren andererseits [17] (siehe Abbildung 5.1).

Dr. Till Albert, Steffen Cords, Dr.-Ing. Jan Wehinger

2. Mechanik II: Anwendungen

Das Kapitel ist umfangreicher. Statik und Festigkeit der Bauteile in technischen Strukturen stehen am Anfang. Dann werden Bewegungszustände studiert. Es folgt Statik und Dynamik der Fluide. Hierunter werden Flüssigkeiten und Gase zusammengefasst. Als Beispiel wird die Erzeugung von Energie mit Hilfe einer Windkraftanlage behandelt. Hierbei geht es um die Wandlung der Strömungsenergie des Windes in elektrische Energie. Es folgen die Themen: Schwingungen und Wellen mit diversen Anwendungen, u.a. in der Akustik. Schließlich wird die Himmelsmechanik anhand der Planeten-, Mond- und Kometenbewegung aufbereitet und das Sonnensystem beschrieben, zusammengefasst unter dem Begriff solare Astronomie.

Christian Petersen

A14 Unfälle mit land- oder forstwirtschaftlichen Fahrzeugen

Unfälle mit land- oder forstwirtschaftlichen (lof-) Fahrzeugen im Straßenverkehr sind eher selten. Die Folgen solcher Unfälle sind dagegen meist erheblich. Das liegt auch an der aggressiven äußeren Gestaltung, an der sich allerdings kaum etwas ändern lassen wird, denn es handelt sich um Arbeitsmaschinen, bei denen auf Partnerschutz und Unfallsicherheit auf der Straße nur wenig Rücksicht genommen werden kann. Welchen Entwicklungsstand diese Maschinen im Sinne der Sicherheit beim Arbeitseinsatz haben, wird hier nicht behandelt.

Dr.-Ing. Heinz Burg

Kapitel 7. Besondere Aufgaben des Veranstaltungsmanagements

Die besonderen Aufgaben des Veranstaltungsmanagements lassen sich weder einzelnen Rollen noch einzelnen Teilmärkten zuordnen. Sie stellen wiederkehrende Anforderungen dar, die als Teilbereiche des Veranstaltungsmanagements inhaltlich und umfänglich über die allgemeinen Aufgaben und Tätigkeitsfelder hinaus gehen. Dabei hat die Sicherheitsplanung in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, so dass dieser Teilbereich trotz Nennung unter den Aufgaben und Tätigkeitsfeldern in Abschn. 5.1 hier noch einmal ausführlicher behandelt wird.

Thomas Sakschewski, Siegfried Paul

CSR und Nachhaltigkeit bei Events

Events, Tourismus, gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Entwicklung haben wichtige Berührungspunkte, die sich auf die gesamte touristische Leistungskette erstrecken. Events können ein Grund für Reisen sein, andererseits können sich Destinationen und Unternehmen durch Events positionieren und entwickeln. Damit spielen Events und ihre Nachhaltigkeitswirkung für die CSR (Corporate Social Responsibility) von Destinationen, Veranstaltungszentren und Tourismus-Unternehmen eine wichtige Rolle. Seit vielen Jahren steht bei Events die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit im Fokus (Luppold 2011). Daneben wächst aber auch das Verständnis für eine umfassendere Nachhaltigkeits-Betrachtung von Events, insbesondere in welchem Umfang Events selbst zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Der weitere wichtige Aspekt des Beitrags von Tourismus und Events zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (abgekürzt BNE, englisch Education for Sustainable Development abgekürzt ESD) sei hier erwähnt, soll aber im Rahmen dieses Beitrags nicht weiter vertieft werden. Dieser Beitrag betrachtet ein nachhaltiges Eventmanagement aus Sicht der Event-Veranstalter und Organisatoren.

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Prof. Stefan Luppold

Kapitel 3. Digitale Transformation: Die Marke in einer Welt disruptiven Wandels

Disruption: Die digitale Transformation zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit, große Reichweite und systemische Wirkung aus und wirft völlig neue Fragen auf. Die Dynamik des Wandels hat einen Aspekt, der vom Management oft vergessen wird: Die Menschen leben bereits digital. Treiber des digitalen Wandels sind nicht nur innovative Unternehmen und IT-Konzerne, sondern oft die eigenen Kunden. Das hat Konsequenzen für die Marken (B2B wie B2C), da sie schlichtweg den Anschluss an ihre Kunden und Stakeholder verlieren und in die Gleichgültigkeitsfalle geraten, wenn sie sich dem digitalen Wandel verschließen. Wir befassen uns in diesem Kapitel u. a. mit dem scheinbaren Widerspruch zwischen einer stabilen Marken-Identität und der Notwendigkeit der Veränderung sowie dem drohenden Risiko des digital Burn-out. Vielleicht – meint mancher – wir sollten oder könnten auch beruhigt auf die Marke verzichten. Für all diejenigen, die dies nicht wollen, betrachten wir die Herausforderungen und Anforderungen an Organisationen, ihre Marken in das Zeitalter der Digitalisierung zu überführen, damit sie nicht irgendwann aus dem Leben ihrer Kunden verschwinden.

Christine Riedmann-Streitz

Open Access

Chapter 1. Sag mir wohin …

Routenplaner gehören heute schon fast zum Alltag: Viele Autos haben sie bereits eingebaut und auch wer keinen im Fahrzeug hat, lässt sich den günstigsten Weg zu seinem Ziel oft auf dem heimischen PC ermitteln und druckt ihn aus.

Jens Gallenbacher

Kapitel 19. Projektentwicklung

„Projektentwickler sind wie Kinofilmproduzenten“ schreibt Miles in seinem Handbuch. „Sie engagieren viele Talente, um ihre Ziele zu erreichen. Sie motivieren mit Verantwortung für ein langfristiges Projekt. Und sie müssen proaktiv handeln, mit vielen Hindernissen auf dem Weg kämpfen, um letztendlich das Projekt zu vollenden. Die Kosten eines Fehlers sind enorm und im Prinzip ist der letztendliche Projekterfolg nicht wirklich prognostizierbar, sondern bleibt bis zum Schluß eine Überraschung.“

Daniel Arnold

Möglichkeiten und Grenzen der Freiraumsicherung in urbanen Wachstumsräumen

Freiräume erfüllen vielfältige ökologische Funktionen und verschiedenartige Nutzungsansprüche. In Zeiten vielfältiger und wachsender Ansprüche an den Freiraum, insbesondere in urbanen Wachstumszonen, kommt dem Freiraumschutz daher eine zunehmende Bedeutung zu. Auf den verschiedenen Planungsebenen stehen zwar vielfältige Planungs- und Prüfinstrumente zur Sicherung des Freiraums zur Verfügung, bei der planerischen Abwägung steht der Freiraumschutz aber häufig nur an nachgeordneter Stelle. Der Freiraumschutz ist trotz politischer Zielvorgaben und gesetzlicher Regelungen in der Praxis oft nicht umsetzbar. Es besteht allerdings die Hoffnung, dass bei der anstehenden, dringend erforderlichen Klimaanpassung, die nach Baugesetzbuch in der Abwägung besonders zu berücksichtigen ist, die Erhaltung klimarelevanter Freiräume im Nahbereich von Siedlungen eine größere Wertschätzung erfährt und dadurch andere wichtige Freiraumfunktionen ebenfalls gesichert werden können, weil die Durchlüftung und Abkühlung von Siedlungsgebieten nur im direkten Kontext von Stadt und Landschaft möglich ist.

Michael Koch

Steine des Anstoßes. Zur Bedeutung des Materiellen in Moscheebaukonflikten

In den wissenschaftlichen Analysen von Moscheebaukonflikten kommt meist eins recht kurz: die Moschee selbst. Das Kapitel widmet sich anhand einer Übersicht über gegenwärtige architektursoziologische Positionen und deren versuchsweiser Anwendung auf einen Moscheebaukonflikt in Leipzig der Frage, was es an den Moscheebauten selbst ist, das sie zu „Steinen des Anstoßes“ werden lässt. Dabei kommt erstens die Moschee als Symbol in den Blick, zweitens die Moschee als mit-prägend für örtliche Atmosphären, und schließlich die Moschee als manifeste Materialität.

Maria Jakob

Chapter 6. Zusammenstellung der wichtigsten Gesetze und Vorschriften

Die Landesbauordnungen bilden die äußeren rechtlichen Grundlagen für bauliche Maßnahmen. In den Landesbauordnungen werden grundlegende Anforderungen und Vorschriften definiert, die bei einem Bauvorhaben zu berücksichtigen sind. Mit den enthaltenen Vorschriften werden gewisse Qualitätsstandards garantiert.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 3. Planung der Baustelleneinrichtung

In Abhängigkeit von der Art und Größe des Bauvorhabens, der Ausdehnung und der Lage der Baustelle, der Länge der Bauzeit, den zu erwartenden Witterungsverhältnissen und dem durch das Bauverfahren bedingten Maschinen- und Geräteeinsatz kann der Umfang und die Anordnung der Baustelleneinrichtung einen wesentlichen Einfluss auf das wirtschaftliche und sichere Arbeiten sowie die Minimierung von Gefährdungen ausüben. Deshalb muss jede damit verbundene Einzelentscheidung umfassend auf ihre Auswirkungen hin geprüft werden.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 2. Elemente der Baustelleneinrichtung

Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Baumaßnahme ist die richtige Auswahl der einzelnen Elemente der Baustelleneinrichtung in ihrer Art und Dimension. Dabei müssen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Elemente untereinander, aber auch die Abhängigkeiten zu den gewählten Bauverfahren sowie zum Bauwerk und der Umwelt beachtet werden, um insbesondere eine schnelle und sichere Bewegung von Gütern und Personen auf der Baustelle und die optimale Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze sicherzustellen.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 3. Kraftwerke, Technologien und Kosten

In diesem Kapitel werden die verschiedenen Kraftwerkstechnologien nach dem Stand der Technik in einer kompakten Form beschrieben und ihre Kostenstrukturen berechnet und analysiert. Als Brennstoffe kommen in Deutschland trotz Bedenken hinsichtlich des Klimaschutzes weiterhin Braun-, Steinkohle und auch Erdgas in Betracht.

Panos Konstantin

Chapter 5. Gekoppelte Energieerzeugung & Kostenaufteilung

In diesem Kapitel wird die Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung, das ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einer gemeinsamen Anlage, und die Methoden zur Kostenaufteilung zwischen den beiden Koppelprodukten behandelt und dargestellt.

Panos Konstantin

7. Akustik

Die Akustik befasst sich mit der Ausbreitung von mechanischen Wellen in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern. Der entstehende Schall wird je nach Frequenzverlauf des Schalldrucks als Ton, Geräusch oder Knall wahrgenommen. Bei der Schallausbreitung sind Schallabsorption, Schallreflexion und Schalldämmung zu unterscheiden. Je nach Schalldruck, Schallfrequenz und Wirkungsgrad werden elektroakustische Wandler eingesetzt. Sie basieren auf elektrostatischen, elektrodynamischen, elektromagnetischen, piezoelektrischen oder piezoresistiven Prinzipien, um Schall zu erzeugen bzw. nachzuweisen. In der physiologischen Akustik spielt die Schallempfindung eine wichtige Rolle. Die technische Akustik befasst sich mit der Raumakustik und der Schalldämmung.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. pol. Dr. h. c. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer, Prof. Dr. rer. nat. Hanno Käß

11. Raumakustische Grundlagen für größere Räume

In Kap. 1 bis 10 wird ein aktueller Überblick über Materialien und Bauteile gegeben, die es beratenden und planenden Ingenieuren und Architekten ermöglichen, Lärmschutz und Raumakustik nach dem neuesten Stand der Technik zu gestalten. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Schalldämpfung bei tiefen Frequenzen und den Einsatz von Absorbern mit glatten, möglichst geschlossenen Oberflächen gelegt. Etwa 70 % des dortigen Stoffs behandeln neuartige Werkzeuge und Hilfsmittel zur Lösung akuter Probleme der technischen Akustik.In Kap. 11 bis 18 geht es darum, die praktische Anwendung konventioneller wie innovativer Konzepte und Bauteile in ausgewählten Arbeitsbereichen exemplarisch darzustellen. Für die Auslegung und den Bau von Schalldämpfern (Kap. 17) wird ein detailliertes, aber einfach handhabbares Rechenprogramm zugrunde gelegt, das dem Berater oder/und Planer lufttechnischer Anlagen bei der Erfüllung der jeweiligen, natürlich stets frequenzabhängigen Emissions- oder Immissionsanforderungen nach den allgemein und strikt geltenden Normen und Richtlinien die nötige Sicherheit gibt. Auch das komplexe Simulationsprogramm für Freifeldräume zielt zusammen mit einem innovativen Auslegungs- und Auskleidungskonzept (Kap. 15) auf die akribische Einhaltung der von den einschlägigen internationalen Standards vorgegebenen, sehr engen Toleranzen, wiederum selbstverständlich frequenzabhängig und auf Bruchteile eines dB genau. Diese sowie Hallräume und andere Bauakustikprüfstände (Kap. 16) müssen hinsichtlich ihrer Raumkonditionierung ebenfalls sehr engen Normvorgaben genügen.

Helmut V. Fuchs

14. Fallbeispiele akustischer Gestaltung kleinerer Räume

Die eindeutig höchsten akustisch-funktionellen Anforderungen stellen nach Erfahrung des Autors alle Arten von Räumen für Unterricht, Schulung, Besprechung und Unterhaltung dar. Hier wartet gemäß Abb. 13.16 auch, nach den Büros, die bei Weitem größte Zahl von ganz unterschiedlich strukturierten und genutzten Räumen auf eine adäquate raumakustische Aufwertung – eine echte Herausforderung für Beratungsbüros und ein großer Markt für einen zeitgemäßen Innenausbau mit Zukunftsperspektive. Nur wenn man dafür sorgt, dass jedes Wort vom Sprechenden und dem oder den Angesprochenen möglichst glasklar wahrgenommen werden kann, schafft man für alle Teilnehmer an einer vielstimmigen Kommunikation die Möglichkeit, ihre Stimmen dem jeweiligen Zweck (im einen Fall Ansprache an alle; im anderen Fall vertrauliches Gespräch im kleinen Kreis) gezielt anzupassen. Dazu gehört neben einem nicht zu hohen Fremdgeräusch auch eine gewisse Disziplin aller Beteiligten. Aber nur in einem akustisch richtig konditionierten Raum wird diese belohnt, indem Sprache, aber ebenso auch Musik, ganz entspannt fließen kann und sich durch viele gleichzeitig angemessen Sprechende im Raum ein angenehmer Grundpegel einstellt, der dann auch für die erforderliche Vertraulichkeit von Gesprächen sorgt. Niemand sollte ernsthaft daran zweifeln, dass für diese Nutzungsart Kommunikation die unterste Kurve von Abb. 13.10c (oben) und der Toleranzbereich (unten links) angestrebt werden sollte, und zwar für Sprache wie für Musik (s. Abschn. 11.3 bis 11.6)! Die folgenden Beispiele zeigen einige erfolgreiche akustische Sanierungen mit konventionellen sowie alternativen Konzepten und Bauteilen in Räumen unterschiedlichster Konstruktion und Nutzungsart. In keinem Fall gab es dabei Widerstand von Architekten oder Bauträgern, aber stets dankbare Akzeptanz der Nutzer. Trotzdem ist die Bereitschaft der Verantwortlichen, etwas zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den kleineren Räumen zu tun, im Alt- wie im Neubau noch unterentwickelt. Da v. a. das Kostenargument weitere Umsetzungen bremst, bleiben Bauschaffende und ihre Berater herausgefordert, nach effizienten, aber auch preiswerten Problemlösungen zu suchen.

Helmut V. Fuchs

13. Raumakustische Grundlagen für kleinere Räume

Vieles, was in Kap. 11 grundlegend ausgeführt ist, gilt auch für kleinere Räume, auch wenn Architekten und Fachplaner der akustischen Gestaltung in diesem Baubereich eine noch deutlich geringere Bedeutung beimessen. Geht es z. B. nur um Klassenzimmer, Büro-, Konferenz- oder Speiseräume, denken die meisten zwar an Schalldämmung (Minimierung der Übertragung von außen nach innen und hier von Raum zu Raum) aber kaum an Schalldämpfung (geeignete Absorption von Nutz- und Störschall im selben Raum). Ein Grund für diese Missachtung ist sicherlich, dass es für die Raumakustik leider keine baurechtlich verbindlichen Normen und Richtlinien gibt, wie sie seit Langem in DIN 4109-1989 und VDI 4100-2012 für die Bauakustik vorliegen. Dabei werden z. B. in Orchestergräben, Proben- und Unterrichtsräumen vielfach Schallpegel erzeugt, die weit über den an gewerblichen Arbeitsplätzen zulässigen liegen. Aber auch in vielen anderen Arbeitsbereichen mit hochqualifizierten und motivierten Arbeitnehmern herrschen unnötig hohe, ergonomisch und funktionell nicht zu verantwortende Dauerschallpegel. Es lässt sich leicht abschätzen, wie enorm der dadurch verursachte Verlust an Produktivität, die Zunahme von Fehlern, Ermüdung und Krankmeldungen ist (s. z. B. Stephenson 2009). Deshalb werden hier den kleinen Räumen zwei eigene Kapitel gewidmet, in denen es wieder um etwas von vorherrschenden Lehrmeinungen abweichende raumakustische Konzepte, um neuartige Schallabsorber sowie (Kap. 14) um mustergültige Fallbeispiele geht, die leicht zugänglich sind.

Helmut V. Fuchs

17. Grundlagen für Schalldämpfer in Strömungskanälen

In den Kap. 4 bis 10 wurden schallabsorbierende Bauteile hinsichtlich ihrera)akustischen Wirksamkeit,b)mechanischen Belastbarkeit undc)optischen Erscheinungin zahlreichen Ausformungen und in Verbindung mit anderen Funktionen beschrieben. Bei ihrer Installation in geschlossenen Räumen (s. Kap. 11 bis 16) spielt der mit a) eng zusammenhängende Raumbedarf, insbesondere für tiefe Frequenzen, bereits eine große Rolle, weil er auf die Rohbaukosten der Gebäude einen direkten Einfluss hat. Die Haltbarkeit b) empfindlicher poröser/faseriger Dämpfungsmaterialien lässt sich hier durch akustisch transparente Abdeckungen und Verkleidungen nach Bedarf erhöhen. Die Eigenschaften a) und b) gewinnen zusammen eine um ein Vielfaches höhere Bedeutung, wenn Schallabsorber als Auskleidungen oder/und Kulissen in Kanäle eingebaut werden, in denen sie einer starken turbulenten Umströmung eines u. U. auch chemisch aggressiven Fluids und vielleicht zusätzlich noch Erschütterungen ausgesetzt sind. Wenn das Strömungsmedium Schwebteile, z. B. Reststäube, mit sich führt, besteht außerdem die Gefahr, dass Ablagerungen an solchen Schalldämpfern ihre Wirksamkeit a) mindern. Hier bieten verhautete Materialien (vgl. Abschn. 4.2), aber besonders die reaktiven, rundum versiegelten Metallkassetten nach Abschn. 6.3 und 10.9 eindeutige Vorteile. Die beiden Letztgenannten können, ebenso wie der gesinterte Glasschaum nach Abschn. 4.3, auch sehr hohen Temperaturen im Kanal standhalten.

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9. Mikroperforierte Absorber

Im Vorangegangenen wurde zunächst in Kap. 4 ein Überblick gegeben über alle klassischen Materialien für und Bauformen von Schallabsorbern. Diese bestehen überwiegend aus den verschiedensten faserigen/porösen Stoffen, die sich Luftschallwellen gegenüber passiv verhalten. Allerdings rücken heute diverse Resonatoren immer mehr in den Vordergrund, die mit dem sie anregenden Schallfeld auf sehr unterschiedliche Weise reagieren (Kap. 5–8). Ob letztere nun materiell mit Platten, Folien oder Membranen (Kap. 6 und 8) oder nur mit unterschiedlich ausgeformten Luftvolumina (Kap. 7 und 8) zum Mitschwingen veranlasst werden: Auch deren Wirksamkeit kann (mit Ausnahme nur des Membranabsorbers) durch das Anbringen bzw. Einbringen einer kleineren oder größeren Menge akustischen Dämpfungsmaterials aktiviert bzw. optimiert werden. Im folgenden und längsten Kapitel über neuartige Schallabsorber geht es um solche, die grundsätzlich ganz ohne Dämpfungsmaterialien eine relativ breitbandige Wirkung entfalten. Die Idee für die Nutzung der Reibung in kleinen Löchern und Schlitzen zur Absorption von Schallenergie ist älter als der Einsatz von extrem dünnen Mineralfasern für den gleichen Zweck und geht ursprünglich auf russische Arbeiten von Rschevkin et al. (1941, 1959) sowie Veliszhanina (1951) zurück. Aber dem Altmeister der chinesischen Akustiker, Maa (1975), war die Theorie zu verdanken, nach welcher vor 22 Jahren der Einsatz des ersten mikroperforierten Absorbers (MPA) in einem spektakulären raumakustischen Sanierungsfall gelang (Fuchs et al. 1993). Inzwischen sind neben diesem transparenten Acrylglasabsorber eine ganze Familie faserfreier Akustikbauteile aus diversen Metallen, Kunststoffen, Holz und in jüngster Zeit sogar aus Flachglas entwickelt worden.

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8. Absorber mit aktiven Komponenten

Die vorstehend behandelten passiven und reaktiven Schallabsorber und Schalldämpfer dienen seit Langem dem Lärmschutz und der akustischen Behaglichkeit. Mit den Verbundplattenresonatoren in Abschn. 5.3, den Membranabsorbern in Abschn. 6.3 sowie den Rohrschalldämpfern in Abschn. 7.3 wurden auch bereits einige neuartige Varianten vorgestellt, die eine besonders hohe und breitbandige Wirksamkeit bei tiefen Frequenzen aufzuweisen haben und faserfrei aufgebaut werden können. In den Medien erregt aber die aktive Lärmminderung, auch als Antischallmaßnahme tituliert, immer wieder ein viel größeres Interesse. Weil diese aber einen sehr hohen elektronischen Aufwand erfordert, blieb ihr praktischer Einsatz bisher auf wenige Sonderfälle wie z. B. in Kopfhörern von Hubschrauberpiloten beschränkt. Hier soll dagegen ein relativ einfach funktionierendes Prinzip zur aktiven Unterstützung reaktiv wirksamer Absorber vorgestellt werden, das sich bereits als hochwirksame Schalldämpfereinheit, besonders bei tiefen und mittleren Frequenzen, für kompakte Klimageräte und an Heizungsanlagen in großer Stückzahl bewährt hat.

Helmut V. Fuchs

3. Grundlagen für den Lärmschutz und die raumakustische Gestaltung

Neben der Lenkung, Streuung und Dämmung (Unterbindung der Ausbreitung) von Luftschallwellen steht die Dämpfung (Umwandlung ihrer Energie in Wärme) meist im Zentrum aller Maßnahmen zur Lärmbekämpfung und Raumakustik. Trifft eine Welle mit der Schallleistung Pi, dem Schalldruck pi, der Schallschnelle vi und Frequenz f auf ein gegenüber ihrer Wellenlänge λ großes Hindernis (Abb. 3.1), so wird sie teilweise reflektiert (Pr; u. U. auch gebeugt und gestreut), durchgelassen (Pt), als Körperschall fortgeleitet (Pf), aber auch absorbiert (Pa) mit 3.1$$ {{P}_{\mathrm{i}}}={{P}_{\mathrm{r}}}+{{P}_{\mathrm{t}}}+{{P}_{\mathrm{f}}}+{{P}_{\mathrm{a}}}. $$Pi=Pr+Pt+Pf+Pa.Handelt es sich bei dem Hindernis z. B. um eine Wand (oder Decke), deren flächenbezogene Masse $$ m^{\prime\prime}_{\mathrm{W}}$$m′′W groß gegenüber der in der auftreffenden Welle mitbewegten flächenbezogenen Luftmasse $$ m^{\prime\prime}_{\mathrm{A}}$$m′′A ist,3.2$$ m^{\prime\prime}_{\mathrm{W}} \gg m^{\prime\prime}_{\mathrm{A}}=\frac{1}{2\pi f}\frac{{{p}_{\mathrm{i}}}}{{{v}_{\mathrm{i}}}}=\frac{1}{2\pi f}{{Z}_{0}}=\frac{{{\rho }_{0}}\lambda }{2\pi }, $$m′′W≫m′′A=12πfpivi=12πfZ0=ρ0λ2π,mit dem Wellenwiderstand3.3$$ {{Z}_{0}}={{\rho }_{0}}\,{{c}_{0}}=408\,\mathrm{Pa}\,\mathrm{s}\,{{\mathrm{m}}^{-1}}\quad (\text{bei}\,20\,^\circ \mathrm{C} \, \text{und} \, {{10}^{5}}\,\mathrm{Pa}), $$Z0=ρ0c0=408Pasm-1(bei 20∘Cund 105Pa),

Helmut V. Fuchs

4. Passive Absorber

Die nach Anwendungsbreite und Marktvolumen weitaus größte und wichtigste Gruppe von Schallabsorbern folgt dem Prinzip, den Schallwellen bei ihrem Auftreffen nach Abb. 3.1 einen möglichst geringen Widerstand W entgegenzusetzen. Wäre die Schichtdicke d des passiven Absorbers sehr groß, so hinge4.1$$ W={{\rho }_{0}}\,{{c}_{0}}\frac{\sqrt{\chi }}{\sigma }\sqrt{1-j\frac{\sigma \,\Xi }{2\,\pi \,f\,{{\rho }_{0}}\,\chi }} $$W=ρ0c0χσ1-jσΞ2πfρ0χnur von drei Materialkennwerten ab (Lotze 2006):a)Porosität σ mit dem akustisch wirksamen Luftvolumen im Absorber VL und dem Gesamtvolumen des Absorbers VA4.2$$ \sigma =\frac{{{V}_{\text{L}}}}{{{V}_{\text{A}}}}<1, $$σ=VLVA<1,b)Strukturfaktor χ mit dem an der Kompression VK bzw. Beschleunigung VB beteiligten Luftvolumen4.3$$ \chi =\frac{{{V}_{\text{K}}}}{{{V}_{\text{B}}}}\ge 1, $$χ=VKVB≥1,c)längenbezogener Strömungswiderstand Ξ mit dem Druckabfall ∆p bei gleichmäßigem Durchströmen einer Absorberschicht der Dicke ∆x mit der Geschwindigkeit v4.4$$ \Xi =\frac{\Updelta p}{v\Updelta x}. $$Für sehr kleine Strömungswiderstände oder sehr hohe Frequenzen vereinfachen sich die Gl. 4.1, und 4.5$$ \Xi \ll 2\,\pi \,{{\rho }_{0}}\,f\quad \to \quad W={{\rho }_{0}}\,{{c}_{0}}\frac{\sqrt{\chi }}{\sigma }\quad ;\quad \alpha =\frac{4}{2+\frac{\sigma }{\sqrt{\chi }}+\frac{\sqrt{\chi }}{\sigma }}, $$Ξ≪2πρ0f→W=ρ0c0χσ;α=42+σχ+χσ,

Helmut V. Fuchs

Chapter 7. Umgang mit Zielkonflikten jenseits von Abwägung

Klassifikatorische Maßnahmenbewertungen sind, einschließlich der dabei auftretenden Zielkonflikte, das methodische Kernproblem des integrativen Nachhaltigkeitskonzepts. Allerdings lässt sich dieses, wie die vorangehenden Ausführungen gezeigt haben, nicht mittels Abwägungen lösen: Die zentrale Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Abwägungsverfahren, der Prinzipiencharakter der Nachhaltigkeitsnormen, ist im integrativen Konzept nicht erfüllt. Die substanziellen Nachhaltigkeitsregeln sind nicht als Prinzipien, sondern als Regeln im Sinne Alexys zu interpretieren.

Marc Dusseldorp

Chapter 10. Die Stadt im Digitalzeitalter

In jedem Zeitalter waren die Orte, an denen Menschen zusammenlebten, grundverschieden. Jäger und Sammler lebten nicht einmal dauerhaft an einem Ort, sondern nomadisierten durch die Landschaft. Als Sammler von Früchten, Kräutern, Wurzeln und Kleingetier reduzierten sie in kurzer Zeit den Bestand an essbaren Pflanzen und Tieren innerhalb ihres Aktivitätsradius so weit, dass das zur Erhaltung ihrer Population notwendige Minimum an Nahrungsressourcen in den meisten Gebieten rasch unterschritten und die Gemeinschaft zum Weiterziehen gezwungen wurde.

Dr. Oliver Stengel

Chapter 8. Windkraftanlagen

Die Nutzung der Windenergie hat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zu einem stetig steigenden Anteil regenerativen Energieeinsatzes in der Stromproduktion geführt. Wie aus Abb. 8.1 hervorgeht, machte der aus Windenergie gewonnene Strom im Jahr 2015 etwa 45 % der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus, bei einem Gesamtanteil des regenerativ erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch Deutschlands von 32,7 Prozent [23].

Viktor Wesselak, Thomas Schabbach, Thomas Link, Joachim Fischer

Subjektivierendes Arbeitshandeln

Landläufig wird davon ausgegangen, dass ein Pilot seine Aufgaben durch eine an die Technisierung angepasste, systematische und durchweg rationale Handlungsweise erledigt. Die offiziellen Anforderungen spiegeln diese von ihm verlangten ‚objektiven‘ Fähigkeiten wider.

Tanja Cvetnic

Nachhaltige Unternehmensführung – Der Beitrag eines agilen Qualitätsmanagements am Beispiel der DB Projekt Bau GmbH

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. In diesem Beitrag geht es darum, wie in Dienstleistungsunternehmen ein dauerhafter Impuls für Marktorientierung und Verantwortung geschaffen werden kann. Dienstleistungsunternehmen agieren mit ihren Mitarbeitern. Meistens ist dies das wesentliche Kapital des Unternehmens. Solche Unternehmen nachhaltig zu führen bedeutet, die Mitarbeiter in die Entwicklung einzubinden und ihr Potenzial zu nutzen. Tayloristisch orientierte Führung funktioniert nicht dauerhaft erfolgreich, es müssen andere Rezepte und Managementverständnisse her. Aus den spezifischen Erfahrungen des Autors wird die besondere Möglichkeit dargestellt, das Qualitätsmanagement als Nachhaltigkeitsmotor zu nutzen. Es werden zehn Tipps herausgearbeitet und am Beispiel der DB ProjektBau reflektiert, die den Weg in eine nachhaltige Unternehmensführung erleichtern.

Ralf Plitzkat

12. Nichtinvasive Messsysteme für kardiovaskuläre Größen

Unter kardiovaskulärer Basisdiagnostik wird die nichtinvasive Ableitung von kardialen elektrischen Aktionspotenzialen in Ruhe, im Langzeit-EKG (Holter-Monitoring) und unter Belastung (Ergometrie) zur Beurteilung der Herzfunktion verstanden. Mithilfe von nichtinvasiven Blutdruckmessgeräten kann eine Beurteilung des arteriellen Blutdrucks im Herzkreislaufsystem erfolgen und hohe Blutdruckwerte (Hypertonie) erkannt werden. Deren Behandlung ist von zentraler Bedeutung für zerebro- und kardiovaskuläre Komplikationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz. Die technische Weiterentwicklung der nichtinvasiven Messsysteme für kardiovaskuläre Basisgrößen erzielen eine immer höhere Genauigkeit der diagnostischen (Basis-)Bewertungen des Herzkreislaufsystems und damit eine enorme Verbesserung deren Aussagekraft. In diesem Kapitel werden die apparativen Verfahren vorgestellt.

Rüdiger Kramme

Chapter 1. Physiognomie des Urbanen

Die physischen Ausprägungen der Stadt sind bauliches Resultat aus wirtschaftlicher Aktivität, Planung, Verwaltung, Politik, Konsum. Die Physis ist „sedimentierte“ Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Zugleich ist die Physis selbst Wirkfaktor für städtisches Leben, ist Grundlage ökologischer und ökonomischer Leistungsfähigkeit, die sich in Kennzahlen wie Bruttowertschöpfung, Verkehrsleistung, Bodenversiegelung oder in der Biodiversität ausdrückt.

Clemens Deilmann, Iris Lehmann, Juliane Mathey

Chapter 5. Bausteine der Stadt

Viele Städte sind mittlerweile zu einer ausgedehnten Stadtlandschaft angewachsen. Die Auflösung der Grenzen zwischen Stadt und Land hat zu einem patchworkartigen Bild von Gebautem einerseits und Landschaft andererseits geführt. Dabei ist Landschaft nicht zu verwechseln mit Natur. Sie ist vielmehr ein Teil der vielfältigen Kulturlandschaft, in der die alten Stadtzentren nur Akzente darstellen. Vor diesem Hintergrund sind Stadt und Landschaft nicht mehr die traditionellen Gegenspieler, sondern lediglich verschiedene Ausdrucksformen der kulturellen Prägung unserer Umwelt. Der Gedankengang, mit Landschaft Stadt zu machen, ist keineswegs abwegig. Im Gegenteil: Er ist nahe liegend.

Christa Reicher
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