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Über dieses Buch

In dem vorliegenden Buch wird dargestellt, wie Lagerhaltung nach den heutigen Erkenntnissen mit Hilfe von Operations Research rational gestaltet werden kann. Es werden neben deterministischen Lagerhaltungsmodellen (Produktionslager) auch Modelle mit stochastischer Nachfrage (Handelslager) bei kontinuierlicher und periodischer Inspektion behandelt. Das von den beiden praxiserfahrenen Verfassern geschriebene Lehrbuch befaßt sich neben dem operationalen Aspekt der Losgrößenoptimierung auch mit Fragestellungen auf höherer Managementebene (Lager in Lizenz, Wert des Bestandes, Budget- oder Raumknappheit). Es ist das Ziel, interessierte Studenten, Systementwickler und Unternehmensberater mit dem Basiswissen vertraut zu machen und sie zu befähigen, einen gegebenen Fall mit Hilfe der erlernten Methoden eigenständig zu bearbeiten. Zu diesem Zweck werden die verwendeten Techniken an den verschiedenen Modellen ausführlich vorgeführt. Alle benötigten mathematischen Ableitungen werden vollständig und verständlich beschrieben. In einem eigenen Kapitel wird eine Einführung in die für die stochastische Lagerhaltung wichtigen Rechenverfahren der dynamischen Optimierung gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Kapitel I: Deterministische Lagerhaltungsmodelle

Zusammenfassung
J.M. Keynes hat drei Motive für die Geldhaltung unterschieden, die sich auch auf die Lagerhaltung anwenden lassen.
1.
Das Transaktionsmotiv Weil die Ausgangsströme nicht synchron sind mit den Eingangsströmen, muß ein Lager die zeitlichen Diskrepanzen überbrücken. Üblicherweise geht ein Gut in größeren Zeitabständen und größeren Mengen ein als aus.
 
2.
Das Vorsichtsmotiv Wenn eine Bestellung aufgegeben ist, muß man ein Reservelager unterhalten, um die Nachfrage während der Lieferzeit zu befriedigen.
 
3.
Das Spekulationsmotiv Wenn erwartet wird, daß die Preise steigen, lohnt es sich, auf Vorrat einzulagern.
 
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Kapitel II. Kapitel II: Das Wilson Modell mit Poisson Nachfrage

Zusammenfassung
Vorbereitend zu den nachfolgenden Lagerhaltungsmodellen mit stochastischer Nachfrage wird der POISSON PROZESS eingeführt. Er geht zurück auf BORTKIEWITZ, der die Zahl der durch Hufschläge getöteten Leutnants in der preußischen Armee untersuchte.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Kapitel III. Kapitel III: Stochastische Einperiodenmodelle

Zusammenfassung
Bis jetzt waren die Lagerhaltungsmodelle durch eine kontinuierliche Bestandsüberwachung gekennzeichnet. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt konnte eine Bestellung aufgegeben werden. Im Gegensatz dazu stehen die Periodenmodelle. Bestandsinspektion und/oder Bestellung sind nur zu diskreten Zeitpunkten, d.h. zu Beginn einer Periode möglich. Sofern nichts anderes gesagt wird, sind die Perioden alle gleich lang.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Kapitel IV. Kapitel IV: Stochastische Modelle mit Kontinuierlicher Überwachung

Zusammenfassung
In §23 ist uns bereits ein Lagerhaltungsmodell mit kontinuierlicher Überwachung begegnet. Dort wurde eine Poisson Nachfrage unterstellt. Es zeigte sich, daß unter dieser speziellen Annahme die optimale Bestellmenge D dieselbe war wie beim deterministischen Modell mit konstanter Nachfragerate. D wurde durch die WILSON Formel bestimmt. Die Interpretation der Zielfunktion C im stochastischen Sinn führte zur Methode der Zustandswahrscheinlichkeiten.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Kapitel V. Kapitel V: Stochastische Modelle mit Periodischer Überwachung

Zusammenfassung
Mit der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung ist eine kontinuierliche Bestandsfortschreibung meist kein Problem mehr. Dennoch halten viele Unternehmer an einer periodischen Inspektion und Entscheidung fest. Manchmal liegt das daran, daß Absprachen mit dem Lieferanten getroffen wurden, die eine Bestellung immer nur zu bestimmten (meist gleichabständigen) Zeitpunkten erlauben. Zwei aufeinanderfolgende mögliche Bestellzeitpunkte definieren eine Periode. Hier ist es dann überflüssig, den Bestand während der Periode zu verfolgen, weil man diese Information nicht ausnützen kann. Es genügt eine Bestandsinspektion (physikalisch oder buchmäßig) jeweils zu Periodenbeginn.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Kapitel VI. Kapitel VI: Numerische Verfahren

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurden zahlreiche Grundmodelle der Lagerhaltung - insbesondere der stochastischen Lagerhaltung - vorgestellt. In der Praxis müssen diese Modelle meist den speziellen Bedürfnissen entsprechend modifiziert werden. Dadurch können sie sich so verändern, daß die vorgeschlagenen Lösungsmethoden ungeeignet werden, z.B. bei komplizierten Rabattstaffeln und Transportkosten. Es werden deshalb in diesem Kapitel numerische Verfahren vorgestellt, mit deren Hilfe man mit Ausnahme des letzten Verfahrens (FEDERGRUEN & ZIPKIN (1984)) sehr allgemeine Modelle berechnen kann.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Schlußbemerkung

Zusammenfassung
Die Lagerhaltungstheorie ist noch keineswegs abgeschlossen. Auch kann ein Buch nie auf Vollständigkeit hin zielen. Es bringt immer nur eine Auswahl. und diese ist notwendig subjektiv. Wir hoffen aber, die wichtigsten und typischen Ansätze vorgeführt zu haben, um den Leser dadurch zu eigenem Nachdenken anzuregen.
Dieter Bartmann, Martin J. Beckmann

Backmatter

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