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Über dieses Buch

Kaum ein Gebiet ist so schnellen und grundlegenden Veränderungen unter­ worfen wie die EDY. Darüber hinaus nimmt mit zunehmender Leistungsfahig­ keit der Systeme auch deren Komplexität deutlich zu, immer mehr Vorgaben, Randbedingungen, Normen und Gesetzeswerken gilt es Rechnung zu tragen. Selbst für Fachleute und Systemspezialisten ist das Gesamtsystem in all seinen Aspekten oftmals nicht transparent. Die Bedeutung der EDV wird jedoch auch in Zukunft noch stark zunehmen, nicht nur in Multimedia- oder Internetan­ wendungen. Lokale Netze und vernetzte Rechnersysteme sind aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken und bereits so selbstverständlich wie Telefon und Faxgerät. Die rasche Verbreitung der vorherigen Auflage und der daraus resultierende Absatz machte schon früh eine Neuauflage notwendig. Diese erfreuliche Tatsa­ che wurde zum Anlaß genommen, neueste Entwicklungen aufzunehmen. Die dritte Auflage präsentiert sich daher in einem etwas anderen Gewand. Im Unterschied zur zweiten Auflage finden verteilte Serversysteme und das Internet weitaus mehr Beachtung. Dies mag auf den ersten Blick ungewöhn­ lich für eine Publikation über lokale Netze erscheinen, wenn nicht sogar verfehlt. Doch ein Hauptaugenmerk dieses Buches soll weiterhin der Praxis­ bezug bleiben. Daher ist es unmöglich, so aktuelle Themen wie Storage Area Networks (SAN) oder das Internet zu ignorieren. Jedoch ist gerade für diese Themenfelder ein Basiswissen unabdingbar, so dass wir den Bereich der lokalen Netze an einigen Stellen verlassen mußten, um weiter auszuholen. Aus einer theoretischen Sichtweise ist es selbstverständlich möglich, lokale Netze von solchen Bereichen abzugrenzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Zusammenfassung
Ihren Ursprung haben lokale Netze in der Welt der Großrechner. Gedacht für Anwendungen bei Militär, Forschung und Großindustrie wurden Großrechner, die sog. Mainframes entwickelt. Auf diese konnte dann bei Mehrplatzsystemen von verschiedenen Orten mit Endgeräten (engl. terminals), bestehend aus Bildschirm und Tastatur, zugegriffen werden — das Terminalnetzwerk war geboren.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

2. Das physikalische Netz — Verkabelung und Anschlusstechnik

Zusammenfassung
Das physikalische Netz als Übertragungsmedium ist unterhalb der Schicht 1 des ISO-Schichtenmodells angesiedelt. Vereinzelt wird in der Literatur für das Übertragungsmedium eine „Schicht 0“ als Verkabelungsschicht (engl. cabling layer) behelfsweise definiert, die im ISO-Schichtenmodell jedoch nicht vorgesehen ist. Das Übertragungsmedium, also Datenleitungen in den Kabelkanälen, Luft bei Funk-LANs oder der luftleere Raum bei Satellitenübertragungen wird beim ISO-Schichtenmodell quasi „als gegeben“ vorausgesetzt. In der Schicht 1 wird der Netzzugang mit Steckertyp, Schnittstellen (V.24, EthernetProtokoll) etc. vom Nutzer zum Netzabschluss (Anschlussdose, NTBA der Telekom usw.) definiert. Da das Netz, bestehend aus Kabeln, Leitungen, Stekkern, Schränken mit Verteilfeldern etc. keinen Strom zum Betrieb benötigt, wird es auch als passives Netz bezeichnet, im Gegensatz zum sog. aktiven Netz, dem die entsprechenden aktiven Netzwerkkomponenten (Transceiver, Hubs, Switches usw.) zugeordnet werden.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

3. Netzarten, Topologien und Zugriffsverfahren

Zusammenfassung
Für die Topologie, also die prinzipielle Struktur eines Netzes, gibt es vier grundsätzliche Möglichkeiten. Bei der Ringstruktur werden alle Endgeräte wie PCs und Drucker sowie der Server/Großrechner so mit Leitungen untereinander verbunden, dass ein geschlossener Ring entsteht. Bei der Sternstruktur wird von jedem Gerät eine Leitung zu einem gemeinsamen Konzentrationspunkt, dem Sternpunkt, gezogen. Bei der Busstruktur werden alle Netzteilnehmer und der Server/Großrechner hintereinander gereiht verbunden wie Perlen auf einer Schnur. Dies geschieht entweder direkt oder mit Stichleitungen zu einer gemeinsamen Leitung, dem sog. Bus. Bei der Baumstruktur verzweigt sich das Netz ähnlich wie die Äste und Zweige in einem Baum.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

4. Aktive Netzwerkkomponenten, Koppelelemente und Internetworking

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die aktiven Netzwerkkomponenten (salopp: „alles, was im eigentlichen Netz Strom benötigt“) behandelt, angefangen bei einfachen Umsetzern und Koppelelementen, die die einzelnen Leitungen zu einem Netz zusammen fügen, bis hin zu den Internetworking-Komponenten, die getrennte Netze verbinden. Dabei werden wir Schicht für Schicht im ISO-Schichtenmodell fortschreiten, angefangen bei den Medienkonvertern der Schicht 1 bis zu den Gateways auf Schicht 7. Alle wichtigen Komponenten werden kurz und prägnant beschrieben, um dem Leser einen effektiven Überblick zu verschaffen, auf dem dann bei Interesse das Studium einschlägiger Fachliteratur aufgebaut werden kann.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

5. Protokolle

Zusammenfassung
Schon in den vorhergehenden Kapiteln wurde, während der Diskussion einzelner Schichten des OSI-Modells und bei der Erörterung diverser Übertragungskonzepte, auf die Protokolle verwiesen. Dies liegt darin begründet, dass einige Protokolle in einem so hohen Maße zu Industriestandards wurden, dass sie in neue Methoden der Datenübertragung schon bei der Konzeptphase integriert werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Classical IP (siehe Kapitel 3; ATM), welches bereits in der Designphase das Standardprotokoll TCP/IP mit den Übertragungskonzepten von ATM verknüpfte. Daher soll, nachdem nun Netztopologien und ihre Übertragungsverfahren hinreichend bekannt sind, auf die Protokolle eingegangen werden.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

6. Verteilte Systeme

Zusammenfassung
Nachdem nun alle Grundlagen bezüglich eines LAN, MAN oder WAN erläutert wurden — angefangen von technischen und physikalischen Gegebenheiten der Datenübertragung bis hin zu den Protokollen — soll jetzt auf die softwaretechnische Realisierung eines Netzwerkes eingegangen werden. Essentiell ist hierfür der Begriff der verteilten Systeme.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

7. Betriebssysteme

Zusammenfassung
Eine Übersicht über moderne Netztechnologie muss auch die Betriebssysteme erwähnen. Der Ansatz ist jedoch nicht technischer Natur. Die Fragestellung in Hinsicht auf Betriebssysteme lautet daher: “Wie fügt sich das Betriebssystem in eine Netzstruktur ein und wie unterstützt oder ergänzt es die Dienste im Netz”? Daher soll an dieser Stelle folgende Definition genügen.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

8. Internet — Netz der Netze

Zusammenfassung
Das Internet und die mit ihm verbundenen Technologien sind zu dem Thema der ausgehenden 90er Jahre und des beginnenden 21. Jahrhunderts geworden. Das Internet ist ein TCP/IP basierter Netzverbund aus derzeit über 8 Millionen Rechnern und über 100 Millionen Anwendern. Seine Anfänge nahm es mit dem bereits in Kapitel 5.3 erwähnten ARPANET. Inzwischen wurde aus dem ARPANET das Internet, das fast vollständig auf dem Client/Server-Prinzip beruht, wie im Verlauf dieses Kapitels noch aufgezeigt wird. Obwohl sich das Internet als sehr komplizierter Wirrwarr aus Begriffen und Strukturen darstellt, ist es dem Leser möglich, direkt in medias res zu gehen. Alles, was man benötigt, um die Funktionsweisen des Internets zu verstehen, wurde bereits im Kapitel 5.3 behandelt. Das Internet spricht IP und damit kennt der Leser seine Mechanismen. Der Aufbau der 32-Bit Adressen wurde erläutert, wie InternetAdressen durch DNS in logische Namen umgesetzt werden, ist ebenfalls klar und auf welchen Methoden das Routing basiert, wurde in den vorherigen Kapiteln schon angesprochen. Der Leser weiß sogar, wie Mails verschickt werden (SMTP, X.400), wie ein internet-weiter Verzeichnisdienst aufgebaut sein könnte (X.500) und nach welchen Regeln das Internet in Zukunft funktionieren wird (IPv6).
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

9. Sicherheit

Zusammenfassung
Das Thema “Sicherheit” ist so vielfältig und komplex wie die Informationstechnologie selbst. Der Begriff kann gar nicht weit genug gefasst werden. Dieser Abschnitt will einen Überblick über die Grundkonzepte der Systemsicherheit geben. In seinem Verlauf sollte auch deutlich werden, auf welche Unternehmensbereiche die verschiedenen Sicherheitskonzepte Einfluss nehmen.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

10. Management, Konzeption und Trends

Zusammenfassung
Das Management und die Konzeption von Netzwerken ist eine der individuellsten Angelegenheiten im Netzwerk-Bereich. Ein solches Buch kann nur allgemeingültige Prinzipien darstellen, welche an die tatsächliche Umgebung des Systems im Einzelnen angepasst werden müssen. Daher wird zu Beginn auf das Netzwerk-Management im Allgemeinen eingegangen.
Dirk H. Traeger, Andreas Volk

Backmatter

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