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Über dieses Buch

Dieses Buch erklärt was die Resilienz von Landschaften ausmacht. Warum können sich manche Landschaften von Störereignissen oder Krisen rasch wieder erholen, während andere auf absehbare Zeit gänzlich aus der Balance gebracht werden? Die Autorin begibt sich auf die Suche nach den Einflussfaktoren und Bedingungsgefügen landschaftlicher Resilienz und wertet dazu nicht nur den aktuellen Stand der Fachdiskussion aus, sondern erkundet rund um den Globus Landschaften, die kontrastreicher nicht sein könnten: von ariden Agrarlandschaften bis zu borealen Waldlandschaften, von Atollen bis zu Salzlandschaften, von Terrassenlandschaften bis hin zu Städten. Ebenso vielfältig wie die Landschaftstypen sind die betrachteten Faktoren, die Landschaften unter Stress setzen können. So unterschiedlich die Fallbeispiele aber im Einzelnen auch sind, ihr faszinierendes Mosaik zeigt zugleich, dass es übergreifende Prinzipien gibt, mit denen sich die Widerstandsfähigkeit von Landschaften gezielt erhöhen lässt, so dass Landschaften aus Krisen möglichst nicht geschwächt, sondern gestärkt hervorgehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ausgangspunkte

Zusammenfassung
Der Begriff der Resilienz ist in ganz verschiedenen Fachdisziplinen gebräuchlich. Beginnen wir deshalb mit einer zielbezogenen Auswertung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und einer einführenden Klärung maßgeblicher Fachbegriffe im vorliegenden Buch. Landschaften weisen das Spezifikum auf, höchst dynamisch zu sein. Drei Fallbeispiele sollen vor diesem Hintergrund den adaptiven Zyklus nach Holling et al. (2002) veranschaulichen und zugleich der Frage nachspüren, wann überhaupt von einer landschaftlichen Resilienz gesprochen werden kann. Im Ergebnis werden Kriterien abgeleitet, die Grundlage der weiteren landschaftlichen Erkundungen sind.
Catrin Schmidt

Kapitel 2. Ebenen landschaftlicher Resilienz

Zusammenfassung
Im zweiten Kapitel werden die Ebenen landschaftlicher Resilienz vorgestellt und erläutert: Die gegebene Resilienz umschreibt die natürlichen Ausgangsbedingungen einer Landschaft. Die erworbene Resilienz stellt das Ergebnis des gesellschaftlichen Umgangs mit den Ausgangsbedingungen und dem Landschaftswandel dar. Fallbeispiele wie die borealen Waldlandschaften Westkanadas oder Rifflandschaften des Roten Meeres und der Karibik zeigen, dass die gegenwärtige Ballung unterschiedlicher Störfaktoren das Risiko einer Überschreitung des Tipping Points wachsen lässt. Fallbeispiele wie die ariden Agrarlandschaften Mesopotamiens und des Niltales sowie die Osterinsel verdeutlichen im Gegenzug, wie gravierend die Konsequenzen einer solchen Überschreitung sind.
Catrin Schmidt

Kapitel 3. Einflussfaktoren auf landschaftliche Resilienz

Zusammenfassung
In Kap. 3 werden mögliche Einflussfaktoren auf das Bedingungsgefüge landschaftlicher Resilienz hergeleitet und diskutiert. Dabei wird davon ausgegangen, dass Resilienz nicht aus einem Entweder-oder, sondern aus einer Vernetzung verschiedener Faktoren zu einem möglichst großen „Sicherungsnetz“ erwächst und jeder der im Kapitel eingeführten sechs Einflussfaktoren deshalb über einen Antagonismus verfügt. Es gilt, eine landschaftsspezifisch ausgewogene Balance zwischen den Polen zu finden. Auf dieser Basis unterscheidet der Modellansatz im Ergebnis drei Prinzipien landschaftlicher Resilienz. Während die Einflussfaktoren im Modellansatz sowohl auf der physisch-materiellen Ebene als auch auf der Akteurs- und Handlungsebene der Landschaft zu finden sind, begünstigen Katalysatoren allein auf der Handlungsebene die Ausprägung landschaftlicher Resilienz.
Catrin Schmidt

Kapitel 4. Landschaftliche Erkundungen zwischen gegebener und erworbener Resilienz

Zusammenfassung
In Kap. 4 werden eine Reihe von Fallbeispielen quer über den Globus vorgestellt. Diese greifen entweder zwei Landschaften gleichen Typs und damit vergleichbarer gegebener Resilienz auf und diskutieren, mittels welcher Strategien zusätzlich Resilienz erworben oder auch nicht erworben wurde. Oder es wird von ein- und demselben Störfaktor (z. B. Sturmereignisse, Bioinvasionen o. ä.) ausgegangen und bei Landschaften durchaus verschiedenen Typs erörtert, welche Bedingungsgefüge die Resilienz der jeweiligen Landschaften beeinflussen. Zugleich werden die in den vorhergehenden Kapiteln eingeführten Ebenen, Kriterien, Einflussfaktoren und Prinzipien landschaftlicher Resilienz kritisch hinterfragt.
Catrin Schmidt

Kapitel 5. Landschaftliche Resilienz: Schlussfolgerungen

Zusammenfassung
In dem Kapitel erfolgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse aus den Fallbeispielen. Dabei werden zunächst auf der theoretischen Ebene Schlussfolgerungen mit Blick auf die Resilienz landschaftlicher Systeme gezogen. Anschließend werden planerische Implikationen aufgezeigt: Wie können die Erkenntnisse in der Landschaftsplanung in Deutschland genutzt und fruchtbar gemacht werden?
Catrin Schmidt

Backmatter

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