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28.11.2018 | Lasertechnik + Photonik | Infografik | Onlineartikel

Unterschätzte Röntgenstrahlung

Autor:
Dieter Beste

Gepulste Laser haben sich in der Materialbearbeitung etabliert. Allerdings, es gibt Gesundheitsrisiken: Bei der Nutzung von Laserimpulsen mit hoher Intensität entsteht Röntgenstrahlung.


Ob Schneiden, Bohren, Abtragen oder Strukturieren – der Einsatz von ultrakurzgepulsten Lasern im Bereich von Piko- und Femtosekunden bietet in der Materialbearbeitung viele Vorteile. Der Laserstrahl ist sehr energiereich, wirkt aber nur für eine sehr kurze Zeit auf das Material ein, und der Laserimpuls reicht aus, um das Material präzise zu bearbeiten. Gleichzeitig wird das Material im Bereich rund um die Bearbeitungsstelle kaum erwärmt und bleibt unverändert.

Zur Bearbeitung der Materialoberfläche werden in der Regel viele Laserimpulse hintereinander auf das Werkstück fokussiert. Dabei entsteht ein Gesundheitsrisiko, das bislang unterschätzt wurde: "Beim Auftreffen des Laserimpulses auf das Material kann Röntgenstrahlung entstehen", sagt Jörg Krüger, wahrnehmender Leiter des Fachbereichs Technologien mit Nanowerkstoffen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Bei einem einzelnen Laserimpuls sei die Menge der entstehenden Strahlung bei den in der Materialbearbeitung üblichen Bedingungen zwar gering, aber durch die hohen Wiederholraten mit mehreren Hunderttausend Impulsen pro Sekunde könne die Röntgenstrahlung einen kritischen Wert erreichen, der über den erlaubten Grenzwerten im Strahlenschutz liege. Erste Ergebnisse ihrer Forschung haben die Wissenschaftler in Applied Physics A (Open Access) veröffentlicht.

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