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16.05.2019 | Leadership | Infografik | Onlineartikel

Investoren haben Vertrauen in deutsche Manager

In keinem Land der Welt ist das Vertrauen der Investoren ins Management größer als in Deutschland. Trotz Dieselskandal oder Missmanagement in Banken lassen deutsche Manager die ausländische Konkurrenz hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung der Beratung Korn Ferry.


Ein wenig überrascht es schon, dass das deutsche Management bei Investoren besser abschneidet als ihre ausländischen Kollegen. Denn eine Mehrheit (52 Prozent) attestiert ihnen trotz Strafverfolgungen im Zuge der Abgasaffäre oder enormer Dax-Schwankungen, die Herausforderungen der Zukunft lösen zu können - und das besser als ihre Kollege aus China oder den USA. 

Das hat eine Befragung unter rund 800 Investoren und Analysten aus 18 Märkten weltweit ergeben. Die Befragten verwalten mindestens ein Vermögen von mehr als eine Milliarde US-Dollar. Für die Bewertung der Manager durch Korn Ferry wurden 150.000 Führungskräfte-Profile aus der ganzen Welt herangezogen. Der Studienreport ist unter dem Titel "The Self-Disruptive Leader" erschienen. 

Chinesische Investoren misstrauen ihren Leadern besonders 

Auch wenn die Mehrheit von 52 Prozent, die an die Fähigkeiten der deutschen Manager glaubt, per se kein Grund zum Jubeln ist, zeigt der internationale Vergleich, das die Skepsis gegenüber Unternehmenslenkern im Ausland weitaus größer ist. Besonders in China misstrauen Investoren dem Top-Management. Nur 18 Prozent von ihnen denken, dass die dortigen Führungskräfte qualifiziert sind, mit den wirtschaftlichen Problemen umgehen zu können. Auch in Japan glauben lediglich 20 Prozent der Kapitalgeber an die Management-Kompetenzen ihrer Leader. In Großbritannien sind es 28 Prozent und in den USA 30 Prozent. 

Ein vergleichsweise hohes Vertrauen in ihre Manager haben Kapitalanleger in Singapur (49 Prozent), Hong Kong (46 Prozent) und den Niederlanden (42 Prozent). Doch nur in Deutschland steht die Mehrheit der Finanziers hinter dem heutigen Management. "Wer in Deutschland investiert, weiß um eine exzellente Ausbildung und hohe Nachhaltigkeit des Managements", sagt Holger Winzer, Leiter der Business Unit für die Entwicklung von Top-Führungskräften bei Korn Ferry. "Vor allem im weltweiten Vergleich genießen deutsche Managerinnen und Manager ein exzellentes Ansehen was Loyalität und Veränderungsfähigkeit angeht."

Kapitalgeber fürchten um Management-Nachwuchs

Doch es gibt auch Aspekte, die Sorge bereiten. 58 Prozent der befragten Anleger rechnen damit, dass sich auch in Deutschland die Anforderungen an Führungskräfte innerhalb der nächsten Jahre stark verändern werden und rund die Hälfte fürchtet, dass künftige Top-Positionen nicht besetzt werden können. Zudem kommen die Studien-Autoren zu dem Ergebnis, dass deutsche Führungskräfte auf den Gebieten Führung und Zusammenarbeit im internationalen Vergleich noch Verbesserungspotenzial haben. 

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