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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Einleitung

Zusammenfassung
Die Aussage, dass die Übertragung sozialer Faktoren auf biologische und pathologische Prozesse ein komplexes Unterfangen ist, steht nicht von ungefähr einleitend über der vorliegenden Arbeit. Denn im Folgenden geht es um das Angleichen zweier wissenschaftlicher Perspektiven zum Zweck der Erforschung eines gleichermaßen medizinischen und sozialen Phänomens — der Allergieentstehung in der Kindheit. Unter Berücksichtigung soziologischer und medizinischer Aspekte wird eine integrierten Betrachtung und Bewertung sozialer Einflüsse auf die Entstehung von Allergien vorgenommen.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel II. Allergische Erkrankungen

Zusammenfassung
Allergien sind sowohl wegen ihrer hohen Verbreitung, als auch aufgrund ihres verschiedenartigen Verlaufes beim Menschen, der von vergleichsweise milden Störungen über dauerhafte Beeinträchtigungen reichen kann, eine ernsthafte Herausforderung für das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik und vielen anderen Ländern der Erde. Menschheitsgeschichtlich sind Allergien keineswegs neu, wenngleich erst im 20. Jahrhundert ein derart großer Forschungsbedarf festgestellt wurde, dass sich mit der Allergologie eine medizinische Zweigdisziplin etabliert hat, die sich speziell der Erforschung allergischer Reaktionen widmet. Bereits in der Antike wurden Schilderungen über merkwürdige Reaktionen von Menschen gegenüber sonst völlig harmlosen Substanzen aufgezeichnet (dazu und im Folgenden vgl. Findeisen 1983, S. 13ff.). Der Dichter Lucretius (109-55 v. Chr.) schreibt: „Ja, groß ist hier die Verschiedenheit selbst in der Wirkung, dass, was jenen gedeiht, den anderen ein tödliches Gift ist.“ Die älteste medizinische Dokumentation dessen, was heute als Bronchialasthma behandelt wird, findet sich bereits im Papyrus von Ebers (1586 v. Chr.). Als charakteristisch für dieses Leiden werden hierin die Atemnot beschrieben und Empfehlungen gegeben, wie diese durch das Einatmen von aus Blättern gewonnenem Rauch beseitigt werden kann. Die Ansichten über die Verursachung derartiger Erscheinungen waren allerdings bis in das späte Mittelalter hinein vom Verständnis geprägt, dass das Gleichgewicht der Körpersäfte gestört sei und übermäßige Schleimproduktionen als Auslöser in Betracht zu ziehen sei.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel III. Soziale Ungleichheit und Gesundheit

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Grundkonzepte der soziologischen Ungleichheitsforschung eingeführt, diskutiert und mit Forschungsergebnissen zur gesundheitlichen Ungleichheit abgeglichen. Basierend auf einem Überblick über Konzepte der Soziologie sozialer Ungleichheit und in Bezug auf die LÜcken, die in der Allergieforschung ausgemacht worden sind, wird zunächst das — nicht nur in epidemiologischen Studien — so häufig verwendete Sozialschichtkonzept diskutiert. Basierend auf diesen Diskussionen wird ein alternatives Konzept zur empirischen Erfassung der Lebensbedingungen vorgeschlagen, die einen Einfluss auf die Allergieentstehung bei Kindern haben.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel IV. Zum Umweltbegriff

Zusammenfassung
Das 19. Jahrhundert war eine Zeit umwälzender wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Grundlagen der menschlichen Entwicklung. Gregor Mendel (1822–1884) entdeckte den Zusammenhang zwischen der genetischen Struktur und der Vererbung von Merkmalen an die Nachkommen, und Charles Darwin (1809–1882) beschrieb die Entwicklung des Menschen als einen Selektionsprozess durch Anpassung und Spezialisierung (Evolution). In dieser Periode wurde nicht nur das Menschenbild revolutioniert, sondern auch das Verhältnis des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen fundiert.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel V. Theoretisches Modell

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die bisherigen Erkenntnisse in einem schematischen theoretischen Modell integriert. Der Anspruch des Modells besteht in einer integrierten, soziologisch fundierten Erklärung der Zusammenhänge zwischen sozialen Faktoren und der Allergieentstehung bei Kindern. Bevor die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Faktoren schematisch dargestellt werden sind jedoch einige Voraussetzungen bzw. Vorannahmen zu diskutieren.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel VI. Empirische Umsetzung

Zusammenfassung
Wie am Überblick über den Stand der epidemiologischen Forschung zum Allergierisiko deutlich geworden ist, beschränkt sich die Einbeziehung von Faktoren der sozialen Lage in epidemiologischen Studien zumeist darauf, Merkmale der Sozialschichtzugehörigkeit der Eltern zu erfassen. Wenngleich viele Allergiestudien daneben Merkmale der familiären Lage (wie z.B. die Anzahl von Geschwistern) oder der Wohnsituation (Wohnungsgröße oder die Nähe zu stark befahrenen Straßen) berücksichtigen folgt doch die Interpretation dieser Zusammenhänge zumeist der Zielsetzung, die immunologischen Kausalitäten nachzuzeichnen. Für das Nachzeichnen der sozialen Kausalitäten aber müssen auch Lebenslagen erfasst werden. Deswegen ist man zur Bearbeitung dieser Aufgabe auf empirisches Material angewiesen, mit dem sowohl die umweltmedizinischen Pfade der Allergieentstehung nachgezeichnet werden können, was daneben aber auch differenzierte soziologische Analysen mit den auf diese Weise identifizierten Risikogruppen erlaubt.
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel VII. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die Auswertungen in den folgenden drei Abschnitten dieses Kapitels (VII.1–VII.3) beziehen sich auf die bereits beschriebene epidemiologische Längsschnitt-Kohortenstudie und auf die Erkrankungen in den ersten beiden Lebensjahren (vgl. Kapitel VI.1.3).
Horst-Dietrich Elvers

Kapitel VIII. Schluss

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hatte den Anspruch, soziale Bedingungen von Allergien zu verdeutlichen und eine fundierte und differenzierte Analyse zur Erforschung der Beziehung von Lebenslage, Umwelt und Gesundheit zu erarbeiten. Auf der Basis dieser Analyse können die verschiedenen Eingangsfragen nun beantwortet werden.
Horst-Dietrich Elvers

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