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2022 | Buch

Lebenslanges Lernen für die Medienwelt von morgen

Eine empirische Analyse der journalistischen Weiterbildung

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Über dieses Buch

Warum „lebenslanges Lernen für die Medienwelt von morgen“ sowohl für Journalistinnen und Journalisten als auch für Medienunternehmen alternativlos ist, legt Michaela Petek hier in einer empirischen Analyse der journalistischen Weiterbildung dar. Im Vergleich zum seit fünf Jahrzehnten gut untersuchten Bereich der journalistischen Ausbildung wird damit erstmals in der Journalismusforschung die Weiterbildung umfassend unter die Lupe genommen. Michaela Peteks Ziel ist es, alle Akteure auf dem journalistischen Weiterbildungsmarkt in die Untersuchung mit einzubeziehen: Journalist*innen, Medienunternehmen und Weiterbildungsinstitutionen. Neben ökonomischen Zwängen sind es vor allem die technischen Innovationen, die den Wandel in der Medienlandschaft vorantreiben. So entstehen ständig neue Produkte und Formate, Redaktionsstrukturen, Arbeitsabläufe, Berufsbilder. In dieser sich rasant wandelnden Medienwelt ist die kontinuierliche Investition in Weiterbildung für Journalistinnen und Journalisten notwendig, um einem immer wieder neu an die Veränderungen anzupassenden journalistischen Kompetenzprofil gerecht zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Im Jahr 2002 überstieg die Menge digital gespeicherter Informationen erstmals die der analog gespeicherten Informationen – und markierte somit den Beginn des „digitalen Zeitalters“. Rechenleistung und Speicherkapazität verdoppelten sich in den letzten fünf Jahrzehnten nahezu alle zwei Jahre. Millionen neuer Webseiten erschienen jedes Jahr, allein in Deutschland kamen mehr als 70.000 neue Bücher pro Jahr auf den Markt.
Michaela Petek
Kapitel 2. Eine veränderte Medienwelt
Zusammenfassung
Um zu begreifen, welch tiefgreifenden Veränderungen die Medienlandschaft ausgesetzt ist und warum Weiterbildung und Lebenslanges Lernen für Journalist*innen immer wichtiger werden, muss man sich die prägenden Entwicklungen der Medienwelt des 21. Jahrhunderts vergegenwärtigen.  Die Bewältigung des digitalen Wandels, das Tempo des technischen Fortschritts und die Anpassung an neue Medienwelten stellen Medienhäuser heute vor enorme Herausforderungen. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie rasant sich die Medienwelt in den letzten Jahren in technischer, ökonomischer und struktureller Hinsicht gewandelt hat und warum allein deswegen eine Weiterbildung der Journalist*innen als Anpassung an eine neue Arbeitswelt erforderlich ist.
Michaela Petek
Kapitel 3. Der Journalist als „Homo discens“
Zusammenfassung
Bei der Untersuchung des Themas „Weiterbildung im Journalismus“ soll eine kommunikationswissenschaftliche Fragestellung unter dem Blickwinkel der Bildungsökonomie betrachtet werden. Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der journalistischen Weiterbildung aus sowohl kommunikations- als auch bildungswissenschaftlicher Perspektive. Begriffe wie „Journalist*in“, „Weiterbildung“ und „Kompetenzen“ werden definiert. Erläutert wird, warum in dieser Arbeit der Begriff „Journalist*in“ sehr weit gefasst und darauf verzichtet wird, eine Grundgesamtheit der Journalist*innen zu definieren. Unter dem besonderen Blickwinkel der Bildungsforschung wird dargelegt, aus welcher Perspektive das Thema „Weiterbildung im Journalismus“ in dieser Arbeit betrachtet wird. Als theoretischer Rahmen wird der Kern der Bildungsökonomie, die Humankapitaltheorie nach Gary S. Becker gewählt, die es nicht nur erlaubt, die Mikro-, sondern auch die Meso- und die Makroebene zu berücksichtigen.
Michaela Petek
Kapitel 4. Methodische Herangehensweise
Zusammenfassung
Um den journalistischen Weiterbildungsmarkt mit seinen Hauptakteuren empirisch erfassen zu können, wurde in der vorliegenden Arbeit auf das in der empirischen Sozialforschung am häufigsten zum Einsatz kommende Datenerhebungsinstrument zurückgegriffen: die Befragung. In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen erläutert sowie Feldzugang und Sample beschrieben. Die Daten für die drei Akteursgruppen – Journalist*innen, Medienunternehmen und Weiterbildungsanbieter – wurden mittels drei verschiedener standardisierter Online-Fragebögen erhoben. Die Kategorien für die Entwicklung des Fragebogens wurden deduktiv aus den in Kapitel 2 beschriebenen Veränderungen in der Medienwelt, den in Kapitel 3 vorgestellten theoretischen Grundlagen, den vorliegenden empirischen Daten und den online einsehbaren Programmen der Weiterbildungsanbieter abgeleitet.
Michaela Petek
Kapitel 5. Empirische Befunde
Zusammenfassung
Journalistinnen und Journalisten  wird generell zwar ein großes Interesse an Weiterbildung attestiert, was auch die vorliegende Untersuchung bestätigen kann, die Hälfte der Journalist*innen gibt aber gerade mal 100 € im Jahr für Weiterbildung aus. Dies ist nur ein Befund der vorliegenden Studie, deren Ergebnisse in diesem Kapitel präsentiert werden. Untersucht wurde, ob sich Weiterbildung lohnt, welches Angebot und welche Nachfrage es auf dem journalistischen Weiterbildungsmarkt gibt, welche Kompetenzen für die Zukunft als wichtig erachtet werden, wie die Einstellung zu digitalen Weiterbildungsangeboten sind und wie die Rahmenbedingungen für journalistische Weiterbildung aussehen.
Michaela Petek
Kapitel 6. Schlussbetrachtungen
Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit  war es, in dem explorativen, bisher wenig untersuchten Feld der journalistischen Weiterbildung die Einstellungen, Interessen und Motive der Hauptakteure auf dem journalistischen Weiterbildungsmarkt – Journalist*innen, Weiterbildungsinstitutionen und Medienunternehmen – zu erfassen und zu analysieren. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung lag dabei auf den Fragen, ob sich Weiterbildung für Journalist*innen wie für Medienunternehmen lohnt, welches die Kompetenzen sind, die in den nächsten Jahren für Journalist*innen wie für Medienunternehmen wichtiger werden und welches die Rahmenbedingungen für Weiterbildung sind. Die Untersuchung zeigt: Das Thema „Weiterbildung“ wird zwar von allen Seiten hoch geschätzt, es wird jedoch viel zu wenig in Weiterbildung investiert und die Rahmenbedingungen sind nicht auf den journalistischen Arbeitsmarkt zugeschnitten.
Michaela Petek
Backmatter
Metadaten
Titel
Lebenslanges Lernen für die Medienwelt von morgen
verfasst von
Michaela Petek
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-39529-2
Print ISBN
978-3-658-39528-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39529-2