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Über dieses Buch

Edith Hammer analysiert aus wissenssoziologischer Perspektive die Verbreitung des lebenslangen Lernens als bildungspolitisches Leitprinzip. Ausgehend von der Annahme, dass in einer mediatisierten Welt, nur mehr diejenigen das soziale Geschehen verstehen können, die auch die Medien verstehen, konzentriert sich die Studie auf eine Analyse von Medieninhalten. Basierend auf der Rekonstruktion thematischer Diskursstränge beschreibt die Autorin Medienframes, innerhalb derer sich die mediale Bedeutungskonstruktion vollzieht. Ergänzend dazu werden Steuerungsmechanismen rekonstruiert, die als Technologien zur Verbreitung des lebenslangen Lernens beitragen. Die abschließende Untersuchung zeigt, dass sich lebenslanges Lernen wesentlich entlang eines Kompensations- und Wettbewerbsprinzips diskursiv formiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Lebenslanges Lernen geriet ab den 1970er-Jahren als bildungspolitisches Konzept verstärkt in den Fokus des internationalen Bildungsdiskurses. Bis das Konzept auf nationaler Ebene von der Politik aufgegriffen wurde und sich in entsprechend ausgerichteten Strategien zur Gestaltung von Bildungsystemen widerzuspiegeln begann, dauerte es weitere 25 Jahre. Die Europäische Union schuf mit dem „Memorandum über Lebenslanges Lernen“ (2000) ein Grundlagenpapier für die Entwicklung nationaler Strategien zum lebenslangen Lernen in den Mitgliedstaaten. Auch die österreichische LLL:2020-Strategie (2011) orientiert sich an diesem Dokument.
Edith Hammer

Kapitel 2. Entwicklung des lebenslangen Lernens als bildungspolitisches Programm

Zusammenfassung
Dieses Kapitel befasst sich mit den Entwicklungsschritten des lebenslangen Lernens als bildungspolitisches Programm auf internationaler, europäischer sowie nationaler Ebene dargestellt. Die politischen Dokumente werden gegliedert nach den wichtigsten Akteuren in diesem Bereich: Europarat, UNESCO, OECD, Weltbank sowie der Europäischen Union. Im Anschluss daran erfolgt eine Auseinandersetzung damit, wie sich solche überstaatlichen politischen Richtlinien und Strategien auf die nationale Bildungspolitik übertragen lassen.
Edith Hammer

Kapitel 3. Lebenslanges Lernen im wissenschaftlichen Diskurs

Zusammenfassung
Nachdem im vorherigen Abschnitt der historische, politische und rechtliche Kontext des lebenslangen Lernens herausgearbeitet wurde, beleuchtet dieses Kapitel nun verschiedene Forschungsdimensionen, in die lebenslanges Lernen eingebettet ist: Epistemologische (Wesen und Organisation von Lernen und Wissen), soziologische (soziale Strukturen, Machtverhältnisse, sozialer Wandel, Werte) und anthropologische (Rollen von Lernenden und Lehrenden). Ebenso betrachtet es die diskursive (Formation lebenslangen Lernens durch sprachliche Praktiken) und systematische Ebene (Beziehung zwischen den genannten Dimensionen), um der Frage nachzugehen, wodurch Bildungssysteme und Lernpraktiken in einem bestimmten Rahmen Bedeutung erhalten (Gonçalves et al. 2012: 276).
Edith Hammer

Kapitel 4. Theoretische Rahmung des Forschungsinteresses

Zusammenfassung
Nachdem in den vorhergehenden Kapiteln die Entwicklung des lebenslangen Lernens auf politischer Ebene und der Stand der Auseinandersetzung mit dem Thema in der Wissenschaft aufgearbeitet wurde, dient dieses Kapitel nun der theoretischen Rahmung der Forschungsarbeit. Dabei geht es im Wesentlichen um die Klärung zweier zentraler Fragen: 1. Wie ist der Forschungsgegenstand wissenschaftstheoretisch und insbesondere innerhalb der Kommunikationswissenschaft eingebettet? und 2.
Edith Hammer

Kapitel 5. Methode und forschungspraktisches Vorgehen

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel dient dazu, das methodische Vorgehen und den konkreten Forschungsgegenstand zu erläutern. Zunächst folgt dazu eine Einführung in die Grundzüge der wissenssoziologischen Diskursanalyse, die ein Forschungsprogramm für die Untersuchung der diskursiven Konstruktion von Wirklichkeit darstellt. Ebenso setzt es sich mit dem Framing-Ansatz als theoretisches Konstrukt zur Einbettung von Medieninhalten auseinander.
Edith Hammer

Kapitel 6. Darstellung der Forschungsergebnisse

Zusammenfassung
Die aus der Feinanalyse gewonnenen Ergebnisse sind in drei Abschnitte gegliedert. Erstens wird die thematische Spannbreite des Diskurses zu lebenslangem Lernen entlang von fünf Kategorien erfasst: Anpassung, Partizipation, Positionierung, Governance und Systematisierung. Aufbauend auf die dichte thematische Beschreibung des Diskurses werden acht entsprechende Medienframes (Wandel, Grundrechte, Mangel, Wettkampf, Öffentliche Verantwortung, Orientierung, Effektivität und Effizienz) rekonstruiert.
Edith Hammer

Kapitel 7. Schluss

Zusammenfassung
Diese Arbeit untersuchte, wie das Konzept des lebenslangen Lernens in der Mediengesellschaft diskursiv konstruiert, verbreitet und zu einem Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit wird. Dazu diente eine Analyse der Berichterstattung zum lebenslangen Lernen in Österreich, die den thematischen Diskursverlauf, die medienspezifische Rahmung der Gegenstände des Diskurses, Steuerungsmechanismen sowie zwei wesentliche Formationen des lebenslangen Lernens rekonstruierte.
Edith Hammer

Backmatter

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