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10.07.2018 | Lebensversicherung | Nachricht | Onlineartikel

Generali stößt Leben-Sparte ab

Autor:
Alexa Michopoulos

Eine Mehrheitsbeteiligung der Generali Leben wird an die Run-Off-Gesellschaft Viridium verkauft. Das haben der Verwaltungsrat der Assicurazioni Generali und der Aufsichtsrat der Generali Deutschland beschlossen. Die Vertragsunterzeichnung steht kurz bevor.

Die Generali Deutschland wird einen Anteil von 89,9 Prozent der Generali Leben an Viridium veräußern. Der Versicherer wird nach eigenen Angaben einen Anteil von 10,1 Prozent und einen Sitz im Aufsichtsrat an der Generali Leben behalten. Wie es weiter heißt, beträgt die Gesamtbewertung der Sparte bis zu einer Milliarde Euro. Darüber hinaus werde Viridium Darlehen mit einem Volumen von 882 Millionen Euro an die Generali Group zurückführen. Durch den Verkauf soll die Rendite für das Risikokapital verbessert und zugleich das Zinsänderungsrisiko des Konzerns deutlich verringert werden.

Finaler Schritt im strategischen Turnaround

Für Philippe Donnet, CEO der Generali Group, ist der Verkauf "ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Generali". Die Transaktion ermögliche es dem Unternehmen, in innovative Lösungen für die deutschen Kunden zu investieren und den Aktionären eine höhere Rendite zu garantieren. Der Vorstandsvorsitzende der Generali Deutschland, Giovanni Liverani, erklärte: "Dies ist der finale Schritt im strategischen Turnaround der Generali in Deutschland."

Rund 300 Mitarbeiter betroffen

Die rund 300 Mitarbeiter, die derzeit die geschlossenen Bestände der Generali Leben managen, sollen in eine neue Servicegesellschaft wechseln können. Ihre bisherigen Arbeitsbedingungen sollen aber unverändert beibehalten werden. Für die Kunden soll sich durch den Verkauf dagegen nichts ändern. Die Servicestandards für Privatkunden können laut Generali über ein Service Level Agreement mit Viridium aber nur "mittelfristig gesichert werden". Für Großkunden der Betrieblichen Altersversorgung stehe weiterhin das spezialisierte Generali-Kompetenz-Center in Frankfurt zur Verfügung. 

Bafin nimmt Verkauf unter die Lupe

Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin. Die Behörde hatte in einer Pressemitteilung umgehend auf den Deal reagiert und eine umfassende Prüfung im Sinne der Versicherungskunden angekündigt mit der Begründung, Unternehmensverkäufe unterlägen "strengen Anforderungen".

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