Lebenszykluskostenbasierte Anreizsysteme für die öffentliche Beschaffung
Konzeption und Gestaltungsempfehlungen für komplexe Investitionsgüter
- 2024
- Buch
- Verfasst von
- Sven Wehking
- Buchreihe
- Supply Chain Management
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die öffentliche Beschaffung umfasst allein in Deutschland rund 350 Mrd. € mit steigender Tendenz. Grund genug, sich mit innovativen Konzepten zu beschäftigen, um die öffentliche Beschaffung möglichst effizient und effektiv zu gestalten.
Lebenszykluskosten und Lebenszykluskostenmanagement sind bereits seit langer Zeit Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung. Mit der Novellierung des öffentlichen Vergaberechts im Jahr 2016 werden Lebenszykluskosten erstmals explizit als Zuschlagskriterium genannt, womit dem Anspruch an eine ökonomische Nachhaltigkeit der öffentlichen Beschaffung Rechnung getragen wird. Aufgrund von Fehlanreizen für Auftragnehmer bedarf es jedoch Anreizsysteme, um die kontrahierten Lebenszykluskosten auch einzuhalten. Darauf aufbauend soll mit dem in diesem Buch vorgelegten Konzept ein Versuch unternommen werden, diese Herausforderung anzugehen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Kapitel 1. Einleitung
Sven WehkingDas Kapitel thematisiert die zunehmenden Kostenüberschreitungen bei der öffentlichen Beschaffung langlebiger Investitionsgüter, wie exemplarisch die Hamburger Elbphilharmonie und der Flughafen Berlin-Brandenburg zeigen. Es identifiziert technologische, wirtschaftliche und psychologische Ursachen für diese Problematik und betont die Bedeutung der Berücksichtigung von Lebenszykluskosten (LZK) zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit. Die Einführung der EU-Vergaberichtlinie 2014/24/EU und die zunehmende Anwendung von LZK als Zuschlagskriterium werden als Schritte zur Verbesserung der Beschaffungspraxis hervorgehoben. Das Kapitel stellt zudem die Ergebnisse einer Primärdatenerhebung vor, die die vertragliche Nutzung von LZK und die Akzeptanz von LZK-basierten Anreizen untersucht. Es schließt mit der Darstellung eines ganzheitlichen Konzepts für LZK-basierte Anreizsysteme, das sowohl theoretische als auch praktische Empfehlungen für die öffentliche Beschaffung bietet.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungKostenüberschreitungen bei der öffentlichen Beschaffung langlebiger Investitionsgüter sind insbesondere in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Die Fertigstellung der Hamburger Elbphilharmonie schlug mit etwa 500 Mio. Euro Mehrkosten zu Buche und übertraf damit die geplanten Kosten um 136 Prozent. -
Kapitel 2. Grundlagen und aktueller Forschungsstand
Sven WehkingDer Fachbeitrag beginnt mit einer Einführung in die durchgeführte Literaturanalyse, die sich auf die Grundlagen der öffentlichen Beschaffung komplexer Investitionsgüter konzentriert. Es wird zunächst die Methodik der Literaturanalyse beschrieben, die auf der Prozess von Levy/Ellis (2006) basiert und sich auf die Datenbank Science Direct stützt. Die Literaturrecherche umfasste die Schlagwörter Lebenszykluskosten(-management), Öffentliche Beschaffung und Anreiz- und Sanktionsmechanismen in Verträgen. Die Trefferanzahl variierte stark je nach Kombination der Schlagwörter, wobei die höchste Anzahl von Forschungsbeiträgen an der Schnittstelle der Themengebiete Lebenszykluskosten(-management) und Anreize & Sanktionen angesiedelt war. Die Analyse der META-Daten zeigt eine unterschiedliche Verteilung der Quellen über die Jahre und identifiziert drei Phasen in der Forschungsaktivität. Die Literaturanalyse deckt auf, dass öffentliche Aufgaben und öffentliche Auftraggeber zentrale Themen sind, wobei die öffentliche Beschaffung im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, Rechtskonformität und politisch-strategischen Zielsetzungen steht. Der Beitrag untersucht auch die relevanten Branchen und die Methodik der Zuschlagskriterien in der öffentlichen Beschaffung, wobei Lebenszykluskosten als ein wichtiger Ansatz hervorgehoben wird. Die Analyse der Zuschlagskriterien zeigt, dass qualitative und umweltbezogene Kriterien oft berücksichtigt werden, während soziale Kriterien seltener eine Rolle spielen. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und der Beantwortung der Forschungsfragen ab.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Kapitel werden die relevanten Grundlagen aufbereitet. Dazu wird zunächst die durchgeführte Literaturanalyse beschrieben (Abschnitt 2.1), bevor auf die Grundlagen der öffentlichen Beschaffung komplexer Investitionsgüter eingegangen wird (Abschnitt 2.2). Daran anschließend erfolgt die Erarbeitung der Grundlagen von Lebenszykluskosten (Abschnitt 2.3). -
Kapitel 3. Konzeption eines LZK-basierten Anreizsystems
Sven WehkingDas Kapitel konzeptualisiert LZK-basierte Anreizsysteme für die öffentliche Beschaffung komplexer Investitionsgüter. Es beginnt mit der Operationalisierung dieser Systeme, um die Forschungsfrage E.4 zu beantworten. Dies umfasst die Definition von Gesamtanreizdefinition, Anreizsublimation und Monitoring. Die Konzeptualisierung basiert auf generischen Anreizsystemen, die in Kostenelemente und Leistungsspezifikationen unterteilt werden. Besondere Aufmerksamkeit wird der Anreizwirkung und der Anreizumfang geschenkt, wobei intendierte Anreizwirkungen auf Kostenseite und temporale Aspekte fokussiert werden. Mechanismen zur Anreizmodifikation und Ausstiegsklauseln werden ebenfalls diskutiert. Das Kapitel endet mit der Konversion der Elemente in den LZK-Kontext, wobei die Komplexität der Vertragsbeziehungen und die Beeinflussbarkeit von LZK-Elementen berücksichtigt werden. Die Konzeption und Analyse der LZK-basierten Anreizsysteme zeichnen dieses Kapitel aus und bieten tiefgehende Einblicke in die theoretische und praktische Umsetzung.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn Kapitel 2 wurden die Grundlagen der öffentlichen Beschaffung, des LZK-Ansatzes sowie von Anreizen und Sanktionen erarbeitet. Die Erkenntnisse wurden genutzt, um die Forschungsfragen E.1, E.2 und E.3 zu beantworten. In diesem Kapitel sollen, im Rahmen eines theoretisch-deduktiven Vorgehens und auf Basis der bisherigen Ergebnisse, LZK-basierte Anreizsysteme für die öffentliche Beschaffung komplexer Investitionsgüter konzeptualisiert werden. Im ersten Teil des Kapitels erfolgt die Operationalisierung LZK-basierter Anreizsysteme, um Forschungsfrage E.4 zu beantworten. -
Kapitel 4. Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für die öB
Sven WehkingDer Fachtext befasst sich mit der Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für die öffentliche Beschaffung, um die Implementierung eines Steuerungsansatzes zu unterstützen. Dazu wird ein empirisch-induktives Vorgehen angewendet, das relevante Elemente des öffentlichen Beschaffungsprozesses für LZK-basierte Anreizsysteme identifiziert. Die Fallstudien zeigen, wie verschiedene öffentliche Auftraggeber Anreizsysteme in der Praxis umsetzen, um die Wirtschaftlichkeit und Effizienz ihrer Beschaffungsprozesse zu steigern. Die Analyse der Fallstudien deckt auf, welche Kostenelemente und Anreizmechanismen besonders relevant sind und wie diese in der Praxis angewendet werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Verfügbarkeit und den Energiekosten geschenkt, die als zentrale Kostentreiber identifiziert werden. Die Fallstudien zeigen auch, wie unterschiedliche Marktbedingungen und technische Anforderungen die Gestaltung der Anreizsysteme beeinflussen. Die Empfehlungen basieren auf den Erkenntnissen aus den Fallstudien und bieten praktische Hinweise für die Implementierung von Anreizsystemen in der öffentlichen Beschaffung.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Kapitel soll das Gestaltungsziel der Arbeit (Ableitung von Gestaltungsempfehlungen, um die Implementierung des Steuerungsansatzes zu unterstützen) mit einem empirisch-induktivem Vorgehen adressiert werden. Hierfür wird in einem ersten Schritt die durchgeführte, explorativ-empirische Untersuchung beleuchtet (Abschnitt 4.1). Im darauffolgenden Abschnitt 4.2 werden die Befunde genutzt, um relevante Elemente des öffentlichen Beschaffungsprozesses für die Berücksichtigung LZK-basierter Anreizsysteme zu identifizieren (Forschungsfrage G.1). -
Kapitel 5. Zusammenfassung und Reflexion der Erkenntnisse
Sven WehkingDieser Fachbeitrag fasst die Erkenntnisse einer umfassenden Forschungsarbeit zusammen, die sich mit der Entwicklung und Implementierung von LZK-basierten Anreizsystemen für die öffentliche Beschaffung komplexer Investitionsgüter beschäftigt. Die Arbeit verfolgt zwei Hauptziele: die Entwicklung eines Steuerungsmodells und die Ableitung von Gestaltungsempfehlungen. Die Forschungsfragen umfassen die Erfassung existierender Anreizmechanismen, die Bedingungen für die Anwendung von LZK, die Diagnose von Anforderungen und die Operationalisierung von Anreizsystemen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Implikationen für die Forschung und das Management gewidmet, wobei sowohl theoretische als auch empirische Erkenntnisse berücksichtigt werden. Die Arbeit zeigt auf, wie LZK-basierte Anreizsysteme zur Harmonisierung der Interessen von Auftraggebern und Lieferanten beitragen können und welche dynamischen Effekte in langfristigen Lieferantenpartnerschaften zu beachten sind. Abschließend werden Limitationen der Erkenntnisse und weiterer Forschungsbedarf diskutiert, um zukünftige Forschung und Praxisanwendungen zu unterstützen.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungIn diesem abschließenden Kapitel werden die Forschungsfragen dieser Arbeit und die dazu gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst (Abschnitt 5.1). Darauf aufbauend wird ein Resümee hinsichtlich der Implikationen für die Forschung und das Management LZK-basierter Anreizsysteme gezogen (Abschnitt 5.2). Schlussendlich werden die Limitationen der Erkenntnisse dieser Arbeit aufgezeigt und Anhaltspunkte für den weiteren Forschungsbedarf skizziert (Abschnitt 5.3). -
Backmatter
- Titel
- Lebenszykluskostenbasierte Anreizsysteme für die öffentliche Beschaffung
- Verfasst von
-
Sven Wehking
- Copyright-Jahr
- 2024
- Electronic ISBN
- 978-3-658-46515-5
- Print ISBN
- 978-3-658-46514-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-46515-5
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